Beiträge von Sini

    Guten Abend,

    ich fühle mich gerade sehr hilflos und habe große Angst vor der Zukunft.

    Kurz zu meiner Vorgeschichte.

    Ich habe vor 12 Jahren nach 8 Jahren Beziehung meiner Tochter ihren Alkoholkranken Vater verlassen, der sich mittlerweile fast zu Tode trinkt. Ich bin in der Beziehung selbst fast kaputt gegangen.

    Nachdem bei mir Krebs diagnostiziert wurde , wurde mir bewusst, dass ich nur 1 Leben habe, nach der Diagnose habe ich es geschafft ihn 1 Jahr später mehr oder weniger zu verlassen.

    Plötzlich merkte ich wie ich aufblühte, meine Panikattacken waren verschwunden.
    Trotz der Trennung war ich immer für ihn da und konnte nie wirklich eine neue Beziehung eingehen, weil er noch so Präsent war. Ich wollte dass meine Tochter weiterhin einen Vater hat.

    Seine Sucht wurde immer schlimmer. Dies führte dazu, dass ich den Kontakt vor 3Jahren komplett abgebrochen habe.
    Nachdem meine 15 jährige Tochter dann an Depressionen erkrankt ist hat auch sie den Kontakt abgebrochen. Es waren wirklich 2 sehr schwere Jahre, langsam geht es zum Glück wieder aufwärts.
    Sie hatte immer einen sehr guten Draht zu ihrem Vater. Die Enttäuschung durch die Sucht hatte sie nicht mehr ertragen.

    Jetzt zu meiner eigentlichen Sorge. Ich habe seit 2 Jahren einen tollen Partner. Wir unterstützen uns, habe ähnliche Ziele und ich fühle mich einfach sehr wohl mit ihm. Bisher gefühlt mein Traum- Lebenspartner. Wir gehen beide gerne noch feiern und hatten bisher immer sehr viel Spaß und lieben die gleiche Musik.
    Wir trinken nur am Wochenende gelegentlich ein Glas Wein. Unter der Woche oder alleine wird nicht getrunken. Er hatte manchmal wenn er privat Sorgen hat dann aber total betrunkene Momente dabei. Er trinkt und kennt sein Limit nicht . Er ist dann gar nicht mehr greifbar. Das kommt ca alle 2 Monate vor. Ich hab das aufgeschrieben. Es war immer im Zusammenhang mit einem für ihn sehr emotionalen Ereignis.

    Jetzt war privat wieder was und ich habe im Vorhinein mit ihm gesprochen dass ich Angst habe, dass er wieder unkontrolliert trinkt. Ich habe ihm deutlich gesagt was ich für eine große Angst habe vorm 1. Mai.
    Natürlich ist es dann genauso gekommen. Ich hab dann einfach das Fest verlassen. Meine Freunde haben ihn dann heimgebracht, dann ist er im Suff wieder in die Stadt. Freunde haben ihn eingesammelt und ich bin daheim regelrecht durchgedreht vor lauter Wut und habe auf ihn eingeschlagen. Meine Tochter hat das mitbekommen und ich schäme mich so sehr. Aber ich war so wütend und konnte es nicht fassen was er mir antut.

    Die alten Wunden sind alle wieder aufgerissen und ich weiß nicht was ich machen soll. Er will nächste Woche zur Beratungsstelle und sich informieren. Mal schauen ob er hingeht. Ich hab solche Angst sowas nochmal durchmachen zu müssen, wir sind leider sehr schnell zusammen gezogen….,

    Ich weiß nicht an wen ich mich wenden soll und hab mich dann hier angemeldet….

    Vielen Dank fürs Lesen