Beiträge von BigSquirrel

    Hallo zusammen,

    danke für eure Impulse, die haben mir geholfen.

    Ich hatte das Gespräch mit meiner Frau gesucht und ihr das Ultimatum gestellt. Ich oder der Alkohol. Da sie keine tägliche Trinkerin ist, habe ich keine Gefahr bzgl. kaltem Entzug gesehen. Wir hatten ein langes Gespräch und sie ist da auch reflektiert und versteht meinen Standpunkt. Für mich ging es nur noch alkoholfrei sowie mit Therapie weiter. Beidem stimmte sie zu.

    Bzgl. Therapie hat sie scheinbar ihrer alten Psyhologin geschrieben, die sie auch gerne wieder empfangen wird im Juni, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Mit dem Alkohol war dann tatsächlich auch erstmal Schluss - bis heute. Oder vermutlich gestern (da war ich unterwegs und kann es nur vermuten). Tja, waren tatsächlich nochmal sehr schöne drei Wochen zusammen, in der ich ihre Nähe mehr und mehr genossen habe. Endlich wieder ohne die ständigen Gedanken ob sie was getrunken hat oder noch heute wird. Dieses ganze irrsinnige Gedankenkarussel war weg.

    Sie liegt gerade im Schlafzimmer ihren Rausch ausschlafen.

    Nun muss ich wohl morgen meinem Ultimatum folgen und entsprechend handeln. Wär auch zu schön gewesen, wenn das tatsächlich geklappt hätte.

    Freue mich über weitere Impulse, die mir helfen, hier für alle Beteiligten sinnvoll zu navigieren. Danke euch allen.

    Danke.

    Ich habe noch nie mit dem Ende unserer Beziehung gedroht oder anderweitig gedroht. Ich habe lediglich gesagt, dass ich mich weiter von ihr entferne, je mehr sie trinkt mit der letztlichen Konsequenz, dass uns irgendwann nichts mehr zusammehält.

    Das hat sie nicht wirklich bewegt und so haben wir uns immer weiter entfremdet über die letzten zwei Jahre.

    Diese "Drohung" der Trennung habe ich zum ersten mal ausgesprochen und bin auch bereit, diese nun auszuführen. Das ist in Ordnung, wenn auch sehr traurig.

    Jedoch bin ich mir unschlüssig, ob ich sowas überhaupt erwarten kann. Kann ich erwarten, dass sie von 100 auf 0 bremst und abstinent lebt nun? Ist sowas realistisch? Oder fordere ich "übermenschliches"?

    Wenn es möglich ist, und es viele schon geschafft haben, dann ist das mein Erwartungslevel und dann sei es so, wenn sie zwar zustimmt aber dennoch (noch heimlicher) weiter trinkt. Dann gehen wir als Paar getrennte Weg, auch wenn wir als Eltern immer verbunden bleiben werden.

    Hallo Marie,

    vielen lieben Dank.

    Um zu ergänzen: Ich sage meiner Frau seit Jahren, dass sie ein Alkoholproblem hat. Sie hat über die Jahre diverse Gründe gefunden, warum das nicht so sei oder eigentlich ganz andere Gründe dahinter stehen. Das Spiel ging nun eben knapp 12 Jahre so (mit mal besseren und mal schlechteren Phasen, mit starker Tendenz zu schlechteren Phasen in den letzten 4 Jahren).

    Ich bin für mich an einem Punkt, dass ich für alles bereit bin inklusive Trennung. Habe da keine mentale Barriere mehr, mir wäre nur wichtig, dass wir für unsere Töchter einen guten Modus finden.

    Habe ihr, nachdem sie am Samstag mal wieder tief gebechert hat, am Sonntag von meinem Zustand berichtet. Dabei habe ich sie vor die Wahl gestellt: ich oder der Alkohol. Die Zigaretten find ich auch nicht super hilfreich, aber damit könnte ich leben. Eigentlich wollte ich am Sonntag Schluss machen, habe mich selbst aber innerlich dazu überredet, ihr eine letzte Chance zu geben.

    Insofern habe ich gesagt, dass mit uns Schluss ist oder sie hört ab sofort auf zu Trinken.

    Da steh ich nun, und bin überfragt, wie ich mit verschiedenen Situationen umgehen soll. Trinkt sie nie wieder, ist alles paletti. Doch wie wahrscheinlich ist das? Sie hängt sehr an mir, denk ich. Was mache ich wenn sei trinkt? Was wenn ich es selbst herausfinde und was wenn sie mir offen ehrlich darüber berichtet? Was kann überhaupt mein Erwartungswert sein? Was ist realistisch?

    Ich bin im Grunde für alles bereit. Von knallhart durchziehen und die Ehe beenden bis hin sie zu begleiten, wenn es einen glaubwürdigen Pfad aus dem Alkohol gibt.

    Würde mich über ein paar Gedanken und Impulse von der Gruppe hier freuen. :) Möchte die nächsten Schritte bewusst bewerten können.

    Hallo zusammen,

    habe wohl eine übliche Geschichte. Bin seit einigen Jahren verheiratet und meine Partnerin ist alkoholabhängig. Sie trinkt unregelmäßig, dürften so 2-5 Weinflaschen pro Woche sein. Wenn, dann wird die Flasche relativ zügig getrunken, sodass sie danach kaum noch anwesend ist. Manchmal eskaliert es auch stärker, und sie betrinkt sich, dass sie kaum noch stehen kann oder teilweise auch einfach nicht mehr stehen kann.

    Wir haben zwei kleine Töchter zusammen. Die können das noch nicht realisieren, aber das dürfte in einigen Jahren soweit sein. Daher arbeite ich stark an diesem Thema um meinen Kindern eine halbwegs gute Zukunft zu ermöglichen.

    Wenn meine Frau getrunken hat, meide ich sämtlichen Kontakt und gehe ihr aktiv aus dem Weg. Ein Partnerleben haben wir schon seit 2 Jahren nicht mehr - teilen uns auch kein Bett.

    Ihr Umfeld weiß nur sehr bedingt davon. Es ist ihr heilig, dass da niemand auf falsche Gedanken kommt. Ich posaune nichts aktiv heraus - dazu bin ich zu loyal - lüge aber auch nicht und versuche mich nicht schützend vor sie zu stellen.

    Erhoffe mir durch dieses Forum einen Gedankenaustausch und wertvolle Impulse.