Nein, da stehe ich wohl alleine da. Ich habe eine Therapeutin, aber Unterstützung eher nicht. Mein kleines Umfeld weiß nichts von den Problemen bezüglich Alkohol
Beiträge von Eshadan
-
-
Ich habe meinem Freund gestern, nach hartem Ringen mit mir selbst, gesagt, dass er sich eine eigenes Wohnung suchen muss, denn sein letzter Rückfall hat mich an mein Limit gebracht. Er war nüchtern und einsichtig, dass unsere Beziehung sehr gelitten hat. Ich habe viele Tränen vergossen, denn ein Leben ohne ihn ist für mich eigentlich unvorstellbar, aber nicht mit Alkohol.
Heute morgen hat er mir ganz nebenbei gesagt, dass er gerade per Mail seine Kündigung bekommen hat. Ich war nicht wirklich überrascht. Im Zuge von 2 Gängen zum Supermarkt hat er es dann geschafft, sich zu betrinken und ich hatte wieder eine Situation, die ich nicht mehr wollte. Ich muss dann mit ihm wie mit einem rohen Ei umgehen, er kann dann wütend, beleidigt, verletzend - die ganze Palette rauskehren. Ich bin also still, lass ihn machen. Auch aus Angst, er könnte aus der Wohnung stürmen und dort passiert etwas oder er trinkt weiter.
Ich weiß, er ist für sich selbst verantwortlich, aber diese Angst sitzt tief. Ich habe heute viel hier im Forum gelesen und das hat mir unheimlich geholfen. Ich bin nicht allein und das macht Mut.
-
Ich denke, du hast es auf den Punkt gebracht. Um mir einzugestehen, dass er gar nicht aufhören will, müsste ich die Beziehung aufgeben.
V. G. Esha
-
Hallo Nayouk,
Ich hoffe, zu verstehen, warum es zu Rückfällen kommt und wie ich damit umgehen soll. Ich kenne die Tipps und Ratschläge der Beratungstellen, und aus Büchern, sie in eigener Sache umzusetzen, ist schwierig. Da sind Gefühle und Emotionen, die sich den Ratschlägen immer wieder in den Weg stellen. Ich lebe seit über 2 Jahren abstinent und ich weiß, wenn ich ein einziges Glas Wein trinke, war es das.Ich habe getrunken, um abzuschalten, das Kopfkino anzuhalten. Es stört/triggert mich nicht, wenn andere etwas trinken. Was Alkohol aus ihnen macht, geht mir an die Nieren. Mein Partner hat bereits einige Entzüge hinter sich. Er ist ein großartiger Mensch, solange er die Finger vom Alkohol lässt. Er bezeichnet die Sucht als Kralle, die ihn nicht loslässt.
Ich erhoffe mir vom Forum, mir durch den Austausch zu mehr Verständnis und angemessen Handeln zu verhelfen.
Viele Grüße Esha
-
Hallo zusammen, ich bin seit 2, 5 Jahren trocken und lebe seitdem mit einem Alkoholiker zusammen, der es leider nicht schafft, abstinent zu leben. Jetzt ist er zum dritten Mal rückfällig geworden und meine Kraft, ihm zur Seite zu stehen, wird immer weniger. Ich will ihn nicht verlieren, aber mein Verstand sagt mir, dass wir längst auf dem Weg dorthin sind.