Beiträge von IhaveConfidence

    Vielen Herzlichen Dank für eure Gedanken und Antworten.

    Seit 14 Jahren ist der Alkohol und die Folgen daraus unser Dauerstreitthema. Trotzdem habe ich die Feststellung gemacht, dass wir viel an den Stellrädchen drehen können, wenn wir in Kommunikation bleiben. D.h. wenn ich viel Energie habe auch schon Kleinigkeiten anzusprechen, dann erreiche ich ihn besser, als wenn ich alles überkochen lassen und ich explodiere. Dann folgen Anschuldigungen und ich habe das Gefühl gegen eine Wand zu reden.

    Sein Trinkverhalten hat sich über die Jahre, je nach Lebenssituation, von "Er trinkt jeden Tag und allein, bis er teilweise die Treppen ins Schlafzimmer nicht mehr schafft und auf dem Sofa schläft" bis hin zu "er trinkt nur in Gesellschaft, nicht bis zum Kontrollverlust und vor allem auch mal mit wochenlangen Pausen". Aktuell sind wir bei letzterem und ich wäre damit auch wirklich fein. Und trotzdem weiß ich, dass es sich wieder ändern kann und diesen Punkt kann ich nicht nocheinmal mit ihm erreichen.

    Wie gehe ich damit um?

    ich hab jetzt mal ein bisschen herumgestöbert und hab nun ein paar Fragezeichen im Kopf:

    - Ist die Trennung denn der einzige Weg aus einer Co-Abhängigkeit heraus?

    - Gibt es Erfahrungsberichte über einen erfolgreichen "gemeinsamen Weg"?

    - Muss ein Abhängiger immer komplett abstinent leben oder kann er auch kontrolliertes Trinken "lernen"?

    Ich glaube an Veränderung und vor allem daran, dass sich das ganze Familiensystem anders verhält, wenn auch nur einer darin auf einmal ein anderes, unerwartetes Verhalten zeigt. Ich weiß natürlich auch, dass ich Veränderung in erstes Linie nur bei mir bewirken kann. Und jeder muss sich selbst im Klaren sein, was bzw. ob etwas verändert werden soll.

    Leider hatte ich gerade den Eindruck, als gäbe es nur Schwarz (=bleiben und leiden) oder Weiß (=gehen und alles neu sortieren). Mir fehlen die Nuancen, ich sehe so viele Grautöne.

    Vielleicht hat jemand hier Antworten auf meine Fragen, ich wäre super dankbar.

    LG

    Hallo,

    Ich bin neu in dieser Gruppe und möchte meine Situation kurz beschreiben.

    Ich bin Ehefrau und Mutter von 2 wundervollen Töchtern (6 und 12 Jahre)

    Mein Mann ist ein toller Partner und Vater, doch leider schaut er regelmäßig zu tief in seine Bierflasche. Und wenn er trinkt, dann kann es auch schon mal ein halber Kasten sein, der dabei drauf geht.

    Jeder in seiner Familie trinkt und es ist ein Riesen Thema. Es gibt kein Verständnis dafür, wenn ich zum Essen keinen Wein möchte. Auch der Hinweis „ich muss noch fahren“ wird kleingeredet, denn „ein glas geht schon“.

    Ich habe keine Lust mehr, dieses selbstzerstörerische Verhalten mit anzusehen. Und vor allem habe ich keine Kraft mehr immer die Verantwortung für vier Personen zu tragen (für meine Kinder, meinen trinkenden Mann und mich).

    Ich möchte einen Weg da raus finden und vor allem wieder zu mir selbst.

    Ich bin eine starke Frau und möchte das auch endlich wieder nach außen zeigen.

    Liebe Grüße von der, die Zuversicht hat :)