Liebe Leute,
ich möchte mich nochmal für Eure Beiträge bedanken. Die sind mir so wertvoll. Besonders Kadeu hat mit viel Licht in die Finsternis gebracht. Ich bin nur noch am Denken.
Ja Susanni,
auch mir geht es plötzlich so, als ob ein Knoten platzt, ein Garn sich enttüdelt und wieder Klarheit in meine Birne kommt.
Ich bin noch nicht ganz klar mit mir, aber ich merke ich bin auf dem Weg.
Ich bin schon getrennt von meinem Partner. Darum geht es mir nicht.
Ich muß nochmal alles revu passieren lassen, will mich davor schützen, dass mir sowas nochmal passiert.
Und dazu ist dieser Thread mir sehr wichtig geworden.
Ich bin in meinem Leben an einen Punkt angekommen, wo ich absolut unzufrieden war, wo sich ein geusnder Mensch gleich getrennt hätte.
Aber ich habe mir Hilfe gesucht, hier. Ich habe mich shcwer getan mich zu trennen, ahbe lange gebraucht und hätte es wohl auch nie getan, wenn ich nicht heir gelandet wäre. Dennoch- ich habe viel zu lange gelitten. Ich habe festgeklammer, jahrelang an etwas, was ich für Liebe hielt. Ich habe eine Beziehung wietergeführt, in der ich shcon lange unglücklich war und die keine Regeln mehr hatte. Es gab mal Regeln, es gab mal Grenzen.
Vieles wurde überschritten und ich habe weggeschaut.
Ich habe weggeschaut und gelitten, nciht weggeschaut und tolerant akzeptiert , dass mein gegenüber eben so ist wie er ist.
Er hat vieles getan, was mir weh getan hat.
Beleidigungen, Aggressionen, Launenhaftigkeit, Lügen; Betrügereien und Untreue. Es hätte kaum schlimmer sein können.
Ich habe alles hingenommen , weil ich glaubte, dass es sich ändern würde, weil ich alles mit der Alkoholsucht entschuldigt habe und geglaubt hatte dass ich das alles mit meiner Liebe ertragen, ändern könne.
Jetzt macht es klick.
Jetzt weiß ich, dass es Angst war.
Angst davor alleine da zu stehen und nicht klar zu kommen.
Dabei war ich doch meist schon alleine und bin bestens klar gekommen. Jetzt wundere ich mich woher ich die Kraft hatte alles noch für ihn mit zu regeln. Ich komme gut klar, finanziell ist es nciht berauschend, aber geht.
Was mir fehlt ist Klarheit im Kopf un dim Herzen.
Ich frage mich gerade, ob mein Mann eine Bereicherung für mich war. EInfach so, so wie er ist.
Irgendwie fällt es mir schwer da mit Ja zu antworten. Immerhin hab eich zwei wundervolle Kinder mit ihm. Andererseits ist mein Portemonaie um einiges ärmer geworden. Meine Seele sehr verletzt.
Ich sehe es jetzt so, dass ich es geliebt hatte 'jemanden' zu haben.
Überhaupt jemanden um mich herum zu haben, mit dem ich mich beschäftigte. Meist waren es ja keine schönen Dinge mehr, die ich zu tun hatte. Aber irgendwie hatte ich dadruch auch einen Sinn, eine Aufgabe.
Ganz besonders sinnig wurde die Aufgabe dann, als ich begann sein Alkoholproblem zu lösen. Da wurde meine Aufgabe zur Selbstaufgabe.
Da wurde es Besesseneheit. Nichts stimmte mehr. Aber da war ja die scheinbare Liebe, die alles zusammenhielt.
Vielleicht liebe ich ihn, so wie er ist. Und vielelicht liebt er mich , so wie ich bin.
Aber wenn man Liebe für jemanden empfindet, behandelt man dann denjenigen so?
Er hat mich oft belogen udn betrogen.
Er war nicht da, als das zweite Kind geboren wurde.
Er war meist nicht da wenn ich ihn dringend brauchte.
Zur Taufe kam er nur durch Zufall, viel zu spät.
Er kam eigentlich zum Schluß immer zu spät oder granicht.
Er belog mich oft, damit ich Ruhe gebe.
Er war oft untreu.
Er war und ist sehr launisch und unberechenbar.
Eigenschaften, die mir überhaupt nicht gefallen.
Ich habe es mir lange gefallen lassen, das war ein großer Fehler.
Habe sogar große Angst, dass mir das wieder passieren könnte.
Ich muß erkennen, wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass ich so garnicht reagiere auf Dinge , die mir nicht gut tun.
Ich hatte nicht die rosarote Brille auf, denn ich habe alles ja schon gesehen wie es ist. Habe die Realität schon wahr genommen.
Ich bekam halt schon ein klein wenig Zärtlichkeit, Wärme, Aufmerksamkeit, Anerkennung, Zuneigung, etc von ihm- das was ich so 'Liebe' nannte. Und dieses kleine bißchen hat immer wieder alles rausgerissen.
Es war mir aber nie genug.
Ich wollte mehr davon, sehnte mich danach.
Es kamen sogar Gedanken es mir woanders noch zusätzlich zu holen.
Doch nie kam mir die Idee, dass ich es woanders ganz und gar und auch genug bekommen konnte.
Warum habe ich nur immer gemeckert und ihm gesagt, dass er aufhören müsse zu trinken. Warum habe ich ihm nie gesagt, dass ich mehr Zuneigung etc. von ihm brauche.
Auch da steckt das Problem: Ich habe Bedürfnisse, die nicht gestillt werden udn ich kann dies nciht ausdrücken. Ich dneke auch nciht, dass meine Bedürfnisse da so hoch sind, dass mein Partner damit überfordert wäre. Ehrlich gesagt wünsche ich mir auch einen Partner, der dies alels von alleine macht und ich ihn nicht druaf aufmerksam machen muß. Denn das klingt für mcih wie Betteln nach Liebe.
Gut, es ist dann wohl kein Betteln nach 'Liebe' sondern Erbeten von Aufmerksamkeiten.
Ich hatte halt eigentlich immer gehofft, dass ich das bekommen würde, wenn er nicht mehr trinkt. Also eigentlich ganz eigennütziges Denken.
Der Kampf gegen den Alkohol galt nicht nur seiner Gesundheit, sondern auch meinem eigenen Wohlergehen.
Und sicher hat vieles der ganzen Misere auch mit dem Alkohol zu tun.
Sicher hat er mich betrogen, weil die Moralvorstellungen unter Alkoholgenuß plötzlich ganz andere sind. Aber vielleicht wäre es auch ohne passiert.
Aber was auch imemr die Ursache von so bösen DIngen sind. Ich Habe es zugelassen. Und das ist das schlimme.