Beiträge von Paddy

    Wenn ich das so lese,dann macht es mir immer mehr Angst. Gerade habe ich mich damit abgefunden, dass ich wohl erstmal anfangen muß an mir zu arbeiten und nun scheinen die ursachen auch noch vielfältiger zu sein als ich annahm. ich frage mich gerade: Ist das überhaupt zu schaffen? Wo gibt es Ansatzpunkte. Einfach nur merh für sich zu tun und mehr an sich selbst zu denken , so wie es hier oft geraten wird, das wird sicher dann auch nicht die Lösung des Problems sein.

    Hallo Rose,
    Dein Schicksal berührt mich schon sehr.
    Aber Du hast auch sehr viel Kraft in Dir. Vielelicht reicht es noch nicht , um alles zu mobilisieren. Aber versuche dran zu bleiben. Du hast da einen starken Kampf zu kämpfen und Du hast es so schön zu erklären versucht, dass Du es auch für Dein Kind machen möchtest. Wenn Du es nur stärker fühlen könntest... Das ist auch eines Deienr probleme , wenn DU trinkst. Du mußt Dir bewußt sein, dass DU Dir neben den unguten Gefühlen auch alle anderen Gefühle mit wegtrinkst. So wohl auch das Mitgefühl für Dein Kind. Das ist aber ganz wichtig, Dein Kind braucht Dich. Es geht nicht darum, dass es davon weiß oder nciht. Du lebst Deinem Kind etwas vor, wovon es sein Leben lang geprägt wird. Eltern haben auch Vorbildfunktion.Du wilslt Doch sicher , dass Dein Kind stark und selbstbewußt druchs Lebne geht, oder?
    Lies mal ein bißchen bei den erwachsenen Kindern von Alkoholikern. Lies mal was sich da für Dinge im Luafe des Lebens angestaut haben.
    Klar, es ist nicht einfach einfach so aufzuhören. Aber die wesentlichen DInge hast Du ja schon erkannt. ich habe mal etwas gemacht für mic, was Dir vielleicht auch helfen könnte. ich habe mal ein paar zeilen in einme Buch für mich sleebr aufgeschrieben. Das ahbe ich dann immer gelesen, wenn es mir schlechtging. Mein damaliges Problem kam immer wieder, vielleicht hatte ich sowas wie depressive Phasen. Aber in Zeiten, wo es mir gut ging habe ich mir die Gedanken gemacht. Habe mir dann alles aufgeschrieben, wie es dann wieder ist, wie die schlechten Phasen wieder vergehen udn dass ich viel Geduld mit mir haben muß. Und es hat tatsächlcih geholfen. Ich habe dann mein Leid einfach aushalten können, weil ich mir selber Hoffnung gemacht habe. Wenn Du nüchtern bist fühlst Du doch, auch für Dein Kind. Und dann solltest DU es festhalten, was DU für sie tun willst und wie stark Du für sie, für Dich , für Deinen Mann sein wilst. Du könntest mal versuchen alles andere stressige in Deinem Leben einfach aus dem Wege räumen, für eine Zeit. Bis Du die wichtigste zeit durchgehalten hast. Vielleicht hilft es Dir ein kleiens programm zu machen. Fülle Deinen Tag mit schönen Dingen auf. Du kannst mit Deienr kleinen doch sicher allerhand machen. Malen, Basteln, spaziergänge.
    schriebe dir doch mal ein richitges programm für drei wochen beispielsweise. Etwas wo du richitg ausgefüllt bist. Mit viel draussen essen gehen. So dass du garnicht erst in alte verhaltensmuster verfallen kannst.
    Wichtig fürs selbstbewußtsein sind auch erfolgserlebnisse. Mach dir kleine Ziele, die du auch erreichen kannst.
    Gibt es nicht etwas in deinem Leben, was du immer schonmal machen wolltest und nie dazu gekommen bist?
    Vielleicht hat ja deine Familie lust mitzumachen.
    Ich finde es so schade, zu hören, dass du im grunde genau deine süchte kennst, es eingesehen hast, aber irgendwie den dreh nicht kriegst.
    es ist sicher auch eine schwere konzentrationsarbeit. Aber wenn du es schaffst, dann kannst du wahnsinnig stolz auf dich sein.
    Und alle anderen auch.
    Ich wünsche dir ganz viel kraft und mut.
    Du bist ja schonmal hier gelandet! Ist doch schon mal was.

    Liebe Katy,
    denke nciht mit dem Schritt, dass Du Dich getrennt hast ist nun alles getan. GAnz im gegenteil.
    Mir scheint es, dass Du erkannt hast dass Du Coabhängige bist. Aber Du weißt noch nicht was dies wirklich bedeutet.
    Auch wir tragen eine Sucht in uns. Auch wir brauchen Therapie und vor allem ständige Wachsamkeit über uns selbst. Wenn DU dies vergleichst mit der Alkoholsucht , dann ist mit dem ersten Tag der Trockenheit auch noch nicht alles erreicht. Dennoch ist es der erste und wichitgste Schritt. Du hast Dich entschieden und nun solltest DU es bewußt fortsetzten, bewußt an Dir arbeiten. Meine Coabhängigkeit zieht sich auch durch mein ganzes Leben und ich verfalle immer wieder in gleiche verhaltensmuster. Ich bin schon seit viel längerer Zeit von meinem Mann getrennt. Klar vermisse ich auch mal seine guten seiten, die schönen Stunden , die wir mal hatten. Aber der Alkohol hat einen anderen Menschn aus ihm gemacht. Er ist nicht mehr der, den ich kennengelernt hatte.
    Eswäre schade, wenn Du jetzt noch mehr abrutscht.
    Pass auf DIch auf und bleibe stark.

    Alles Gute
    Paddy

    Hallo Malinca,
    das größte Problem an Deienr Geschichte ist, dass Dein Mann nicht freiwillig diese ganzen Dinge tut, sondern sich wohl unter Druck gesetzt fühlt. Da ist dann die Erfolgsquote ziemlich gering.
    Das ist wohl das erste was wir co's kapieren müssen. Wir können das Problem nciht für sie lösen, wir können nur unsere eigenen Baustellen bearbeiten. Ich kann mir vorstellen wie du dich fühlst, habe das ja auch alles hinter mir und leider erfolglos. Zumindest was meinen Mann angeht. Aber ich habe etwas begriffen, was entscheidend ist. Nämlich dass ich mein eigenes Leben leben muß solange er trinkt. Mitleid ist vollkommen fehl am Platz. auch wenn dein mann eine schrecklcihe Kindheit hatte. ER SELBER muß diese Sachen angehen oder weiter damit leben. Du kannst auch für einen anderen Menschen nciht abnemen oder dessen medikamente schlucken. Wer krank ist muß es selebr tun. Und bei deinem mann kommt offenbar viel auf einmal zusammen. sicher braucht auch er seine zeit. die mußt du ihm zugestehen. Und du mußt umdenken. Im moment denkst du so: du möchtest dass er gesund wird, damit ihr wieder eine glücklcihe beziehung habt und es dir wieder gut geht, dein leidensweg beendet ist. aber damit machst du dich von deinem partner abhängig. Dein leben muß auch ohne ihn und unabhängig von seinem zustand in ordnung sein. das soll dein ziel sein. denn sonst lebst du in diesewr auswegslosen Coabhängigkeit , die alles verschlimmert und sogar den zusatnd deines mannes nocht verbssert, da du ihm ja alles abnimmst und er nie von sleebr auf die probleme stößt. Und diesen anstoß, diesen tiefpunkt braucht er. Auch wenn das in ein paar jahren ist, auch wenn er vorher alles verlieren muß usw. es sit sein schicksal. ich wünsche dir dass du die kraft findest das alles durchzustehen. Lies weiter und setze dich selber auch nicht zu sehr unter druck. allmählich löst sich alles bei dir von alleine, wird dir nicht mehr so schwer fallen, wenn du viel gelesen und verstanden hast.

    Ganz schön tiefsinnig geworden dieser Thread, aber auch sehr interessant und vieles zum Nachdenken.
    Ich meine schon, dass der Coabhängige in seinem Partner nach seinen eigenem Suchtpotenzial bewertet. Klingt komisch und vielelciht unverständlich. Aber aus meiner eigenen Erfahrung, und iwe ich es in meinem letzten Thread geschildert habe ist mir der Partner, der am meisten dazu paßt emeine Sucht ausleben zu können, derjenige den ich am meisten zu lieben glaubte. Eine harmonische beziehung mit selbstbewußten Partnern wurden mir immer zu langweilig. Immer fehlte etwas. Das Chaos, welches ich gewohnt war und mcih zuhause fühlen ließ. Es mußte nciht ein alkoholabhängiger Partner sein, aber je schwieriger und hilfsbedürftiger er war umso besser. Um so besser konnte ich in meiner Rolle aufgehen. Und das ist meine Sucht, das ist was mir offensichtlich Befriedigung schafft. Man könnte es Spiegel nennen , oder auch Puzzleteile die zueinander passen. Wie auch immer. Es verschaffte mir WOhlbefinden, lenkte mich wunderbar von meinen eigenen Problemen ab und dennoch hatte ich ein gewisses Gefühl der Zufriedenheit etwas geschafft zu haben. Nicht für mich, sodnern für jdn. anders. Aber der Kampf gegen die Alkoholsucht ist eine zum Scheitern verurteilte Aufgabe. Da ist eine Grenze erreicht, wo wir nciht mehr bestehen können. Und genau das ist es was mcih glaube ich unbewußt so verletzt hat. Ich, die ich doch so stark zu sein schien, alles immer unter Kontrolle haben schien mußte plötzlcih scheitern. Der Selbstzweifel wurde unermeßlich groß.Ja, so wie Frozen Tears es beschreibt, dachte ich , dass ich doch eine so große Liebe hatte, so eine wahnsinnig starke Energie, dass damit doch der Alkohol in die Knie zu zwingen sein müßte. Doch jeden Tag zerbrach ich mehr und mehr.
    ich wollte aber nie aufgeben. Ich wollte nicht als Verliererin enden. Ich glaube ganz tief in mir bin ich in meinem Stolz so verletzt. Es sit keine andere Frau an die ich ihn verloren habe, sondern an den Alkohol, für den ich ihm egal wurde. Eine Substanz mit der ich mich nicht messen kann. Diese Sucht kommt mir vor wie ein großer Dämon, der mir meinen Mann genommen hat. Doch ich muß mir eingestehen, dass diese Macht größer ist als alles andere. Es ist traurig, dass mein mann dem nciht widerstehen konnte und noch immer nicht kann. Ich wünschte mir so sehr, dass er stärker gewesen wäre. Und ich kann es ihm nicht abnehmen, den Kampf gegen diese Macht. Auch eine starke Viruserkrankung könnte ich ihm nicht abnehmen. So ist das. jetzt habe ich zumindest verstanden, dass jeder da selber mit durch muß.
    Ich könnte nur hoffen und warten bis er es überstanden hat. Das kann Jahre dauern, ein ganzes Leben. ich könnte bei ihm bleiben, aber ich weiß jetzt dass diese Sucht, die auswirkungen des Alkohols auch meine Gesundheit, mein Leben zerstören würde udn das meiner Kinder. Und ich selber brauche den Abstand um an meiner eigenen Sucht zu arbeiten.
    Ich weiß nicht inwiefern schon zu Anfang wir uns gegenseitig immer tiefer in unsere Sucht geschaukelt haben. Vielleicht hat es mit der Labilität eines Menschen zu tun. Ich lese hier oft heruas,d ass Alkoholiker auch so ein bestimmter sensibler Menschentyp zu sein scheint. Da kann ich mich nur anschließen. Auch mein Mann gehört , wenn er nüchtern ist zu dieser Sorte und möglicherweise trägt diese Eigenschaft dazu bei, dass er eben nicht Nein zum Alkohol sagen kann, immer mittrank um anderen zu gefallen, mit dazu zu gehören, auf seine eigenen Körpersignale nicht mehr hörte. Genau wie ich.
    Man kann also nicht von einem schlechten Partner etc reden. Der Alkohol macht ihn zu einem menschen, der vollkommen neue meist unangenheme Gesichter zeigt und ich vermute, dass dadurch vieles unbewußtes, unterdrücktes ans Tageslicht kommt.
    Auch er verliert die Kontrolle über sich. Der Alkoholkranke versucht diesen Zustand zu ertränken, ihm zu entfliehen. Wir Coabhängige versuchen einen zwanghaften Kampf gegen das Unmögliche.
    Eine gemeinsame Zukunft sehe ich nur , wenn beide Partner ihren Part erkennen und jeder für sich daran arbeitet. Möglicherwiese ist dann aber der Partner nicht mehr attraktiv, weil er ja diese Funktion nicht mehr erfüllt. Es wäre mal interessant von ehemaligen Alkoholabhängigen zu erfahren, wie sich ihr Verhältnis zum Partner oder die Vorstellung von einer Beziehung nach der Abhängigkeit verändert hat.

    Die trennung alleine ist wohl nur der allererste Schritt aus unserer Coabhängigkeit und wir dürfen es nicht versäumen an den Ursachen dafür zu arbeiten. Auch bei mir hat sich körperlich einiges verfestigt und ich habe das Gefühl es ist noch ein langer Weg.
    Sicher ist alles gut, was zur Entspannung beiträgt. Aber ich glaube wir müssen alle noch tiefgründiger in uns schauen. Auch ich bin gerade dabei, versuche mir hier Rat zu holen und hoffe auf Eure Unterstützung.

    Vielleicht helfen Dir Medikamente die Deine Selbstheilungskräfte anregen. So auch Schüsslersalz oder homöopatische Medikamente.

    Wünsche Dir viel Kraftund gute Genesung.

    Normalerweise wird hier im Forum immer geraten, dass man einen Alkoholiker eher sich selbst überläßt, damit er seinen individuellen Tiefpunkt erreichen kann. Aber auch weil ja der Coabhängige aus seinem eigenen Abhängigkeitsverhältnis und Leidensweg aussteigen kann.
    Wenn man nicht unbedingt so eine enge Bezugsperson zu dem Alkoholiker ist stellt sich das natürlich alles anders dar. Du bist dann hier wede rum Dir hilfe als Coabhängiger noch als Alkoholabhänger zu suchen, richtig? Andererseits willst Du Deinem Bekannten sicher nciht die Sucht finanzieren, oder? Ich glaube, dadurch dass du dich für ihn verantwortlich fühlst bist du schon sehr nahe an der Coabhänigkeit. Hast Du schonmal mit deinem Bekannten über seine Sucht gesprochen?

    Wenn er schon so pleite ist, dass er sich nicht mehr den Alkohol finanzieren kann, wie bezahlt er dann noch seine Miete? Vielleicht ist er doch schon kurz vor seienem Tiefpunkt.

    Weißt Du, als Partnerin ist es sicher noch schwerer seinen Mann einfach so sitzen zu lassen. Auch meiner ist durch die Trennung nicht zur Einsicht gekommen. Aber Du kansnt Dich nicht für einen anderen Menschen derart aufopfern.
    Das Loslassen erscheint so paradox, ist aber dennoch wohl der einzige Weg.

    Er wird alles versuchen, um sich den Alkohol zu beschaffen. Er muß. Er ist süchtig. Ob Du ihm hin und weider etwas kaufst wird nicht großartig was ändern. esverzögert ja alles nur undmacht dich um ein paar Euro ärmer. Überlege es dir wozu du es überhaupt machst und wie oft noch.

    Könnt ihr mir das nochmal genauer erklären. wi soll man schauen , was das Leiden anderer in einme bewirkt und wie sieht dann die Veränderung aus? Ist schon klar, dass wir cos irgendwie besonders stark 'Mitleid' empfinden und unsere eigenen Bedürfnise dabei in den Hintergrund stellen. Ich habe dann auch die Erfahrung gemacht, dass ich bewußt wegschaue, weil es mir einfach zu viel wird und vorallem , weil auch viel selbstgemachtes Leid dahintersteckt,was ich nicht mehr so akzeptieren konnte. Eine Mischung aus Mitleid und abstoßendem Gefühl.
    Ich hatte Mitleid, weil ich es nicht begreifen wolte wie ein an sich toller Mensch sich selber so zerstört und dann wieder sauer dass er dabei nicht an seine Familie denkt. Ich hatte Mitleid, weil ich weiß, dass da sicher tiefergehende Erlebniss der Kindheit hinterstecken. Dann wieder die Wut, warum ER nicht endlich mal anfing seine Probleme aufzuarbeiten sondern einfach auf die bequeme Art wegspülte.
    Doch in welcher Richtung soll ich mich gesund verhalten? Was würde ein nicht coabhängiger machen, denken, fühlen. Und wie kann ich das lernen?

    HAllo Spandauer,
    auch ich habe jetzt erst anch monatelnager Trennung realisiert, was es heißt coabhängig zu sein. Dachte erst, dass das Thema Alkohol erledigt sei mit der Trennung. Aber plötzlich wurde ich so sehr auf mich geschmissen, plötzlich wurd emir bewußt dass es nicht nur mit dieser Partnerschaft so war , sondern schon mein ganzes Leben begleitete. Wie ich nun aus dieser Coabhängigkeit heruaskomme ist mir selber nochein Rätsle und ich hoffe auch in meinem Thread neue Anregungen zu erhalten. Auch ich bin jemand, der erstmal alles mit meinem Kopf versthen will, nicht nur den Alkoholismus, auch die Coabhängigkeit. Ist vielleicht auch nicht so falsch. Wie ich nun wieder zu meinen wahren Gefühlen komme, ist mir bis heute nochein Rätsel. ich weiß, dass ich gerne alles unter Kontrolle habe, schwer loslassen kann. gerade kommt mir der Gedanke, dass es dem nassen Alkoholiker vielelicht garnicht anders geht und er den Alkohol zum Loslassen benutzt, somit in die Abhängigkeitgerät. Wie also könne wir nun anfangen uns zu spüren, loszulassen, fallen zu lassen, gehen zu lassen, uns selber anzunehmen und zu lieben. Was haben die Therapeuten euch auf den Weg mitgegeben? Oder waren sie nur da , um eure Coabhängigkeit festzustellen?

    Heute ist mal wieder so ein Tag, wo ich nur über alles nachgrüble was passiert ist. Erschreckend ist zum einen die Tatsache, wie lange ich das alles über mich hab ergehen lassen. noch erschreckender ist es aber, dass, wenn ich nichts unternehme mir das wohl immer wieder passeiren kann. zunächst einmal war natürlich ein erster Schritt getan, ein großer Schritt dachte ich, als ich mich von meinem Mann trennte.
    Klar ein großer Schritt, dass ich endlich zu der Einsicht gekommen war, meinen persönlichen Tiefpunkt erreichte hatte, den wir Coabhängige wohl genauso brauchen wie die nassen Alkoholiker. Plötzlich sehe ich auch gar nicht mehr den großen Unterschied der Süchte. Alles scheint nach gleichem Schema zu verlaufen. Wollte ich doch anfangs Hilfe für mich selber suchen bin ich doch schon nach kurzem Lesen in diesem Forum auf mich selbst gestoßen.
    Doch wie kanns jetzt weiter gehen. Wie kann ich mich schützen?
    Muß ich jettz inbesonders Alkoholiker meiden. Ich habeauch in meinem Bekanntenkreis Alkoholiker, Paare wo einer abhängig ist. Wie gehe ich damit um. Meiden? Kontakt abbrechen? Stellt dies eine Gefahr für mich dar?

    Hallo ihr Lieben,
    habe mir gerademal selber durchgelesen was ich mir da von der Seele geschrieben habe. Irgendwie bin ich schockiert über mich selbst, mein Leben und frage mich: Bin das wirklich ich?
    Habe ich die ganze Zeit wirklich immer nur für andere gelebt? Warum fällt es mir so schwer, selbst jetzt, wo es mir bewußt geworden ist, einfach das gleiche Mal für mich zu tun. edit..hartmutwürde jetzt sagen: Weil ich es mir wert bin. sie sollte als Vorbild für uns Coabhängige werden.
    Es kommt mir vor als ob ich seit Jahren ein Spiel spiele, dessen Spielregeln ich nicht wirklich kenne. Wo ich einfach nur verlieren kann.
    Aber ich will sie lernen die Tricks und auch mich setzen können.

    Hallo ihr Lieben,
    ich bin ja nicht ganz neu hier im Forum, daher wirkt es vielleicht so, als ob bei mir alles so schnell ging.
    Aber dieses Forum hat mich schon während meiner harten Zeit sehr unterstützt. Zunächst bin ich hierher gekommen , um Hilfe für meinen Mann zu suchen und nach und nach habe ich bemerkt, dass ICH es bin, die eigentlich Hilfe braucht. Klar, ich war irgendwie an meinen Tiefpunkt angekommen, die Beziehung, mein ganzes Leben ist unerträglich geworden. Und lese ich die vielen Geschichten hier im Coabhängigkeitsbereich, so sehe ich meistens genau die gleiche Situation in all seinen Facetten. Man kommt ins Forum, möchte den Parter retten und erfährt zum allerersten Mal im Leben, dass man selber coabhängig ist.
    Allein das Suchen hier ist schon nahezu der Beweis.
    Das gefällt erstmal garnicht, das wollte man doch nicht hören. Ich hatte nicht so sehr viel geschrieben zu meiner Sitaution, weil mir wohl sehr schnell auch durch das eigene Lesen hier klar wurde, was Sache ist.
    In hunderten von threads lief es auf Trennung hinaus, wieso sollte es bei mir anders sein, was sollte man mir hier anderes erzählen?
    Manchmal hatte ich Momente, wo ich dachte, dass meine Situation vielleicht doch etwas besonderes war, dass mein Mann doch alles nur tat, weil er betrunken war und wir das bald alles in den Griff bekämen.
    Aber nach und nach stellte ich sogar fest , dass meine Beziehung durchaus was besonderes war, nämlich besonders besch*****.

    Mein Mann trank, tat mir ständig weh, weil er trank und trinkt noch immer.
    Also, was solls. Es war mehr oder weniger logisch, dass ich es war die gehen mußte. Ich mußte das nur noch hundert Mal lesen , in anderen Threads, um es zu kapieren. Selbst bei anderen Frauen sah ich mehr Chancen, dass sie es wieder in den Griff bekommen.

    Plötzlich fing ich an zu suchen, wo überhaupt diese Wurzeln der Coabhängigkeit bei mir liegen.
    Ich erinnere mich an Zeiten, wo ich ein lebenslustiger Mensch war. Langeweile war ein Fremdwort. Ich war einfach glücklich, erfüllt in meinem Leben. Die Tage kamen mir einfach zu kurz vor.
    Ich konnte mein Leben genießen, auch ohne viel Geld zu haben.
    Dann lernte ich jemanden kennen ( nicht mein Mann) und in dieser Beziehung spielte er die Hauptrolle, ich wurde ständig von ihm gedemütigt, wir stritten uns nur, Machtkämpfe usw. Er konnte es nicht ertragen, wenn ich Spaß hatte und machte es mir immer mies, schlug mich etc.. Es ging soweit, dass ich mit permanenten Herzrasen durch die Gegend lief, die Ärzte aber dafür keinenGrund fanden. Ich stand unter permanenten Druck, war innerlich total unter Hochspannung, ein wandelndes Pulverfasss kurz vor der Explosion.
    Alkohol war hier nicht im Spiel, aber rückblickend würde ich sagen, dass dies schon die erste Erfahrung war, die ich mit meiner Coabhängigkeit hatte. Es war damals noch extremer. Ich dachte es sei meine große Liebe und ich hätte alles für ihn getan. Er war aber eiskalt und hatte nach und nach keinen Respekt vor mir, hat die übelsten Dinge mit mir gemacht. Gewalt, Lügerie, Betrug- die ganze Palette an Schlechtigkeiten.
    Ich hatte mich nicht getrennt- er trennte sich, als er eine andere kennenlernte, meldete sich einfach nicht mehr bei mir. Und gewissermaßen war das mein Glück, denn ich war schon ein Wrack, ich war nicht mehr ich selbst, kam mir vor wie vom Teufel besessen.
    Ich bekam Haarausfall.
    Es war furchtbar schmerzhaft, aber dieser Schmerz hielt nicht lange an. Schon nach kurzer Zeit konnte ich wieder rausgehn, feiern, wollte es ihm auch zeigen, dass ich auch ohne ihn kann. Die Liebe war weg und das war ein großer Vorteil. Damals dachte ich mir, dass es mir NIE wieder passieren würde. Ich hatte danach wirklich nette Partner kennengelernt. Ich weiß nicht, was ich an ihnen jetzt bemängeln sollte. Ich war glücklich für eine gewisse Zeit. Doch immer wieder endeten diese Beziehungen, weil es mir langweilig wurde, weil es mir zu eng, zu harmonisch ? wurde.
    Ich war enttäuscht, enttäuscht von mir selbst. Ich hatte Angst nicht gut genug zu sein und meine Partner würden mich eh wieder verlassen.
    Das war ein Gefühl, eine Befürchtung, die ich damls nur fühlte, aber nie so formulieren hätte können. Ich verstand mich selber nicht. Erst jetzt rückblickend durch Erkenntnisse heir im Forum begreife ich nun, dass bei mir was nicht stimmt. Je mehr ich gedemütigt wurde in meinen Beziehungen, desto mehr Liebe empfand ich. Ich mußte um etwas kämpfen, und also war es wertvoll. Was ich erkämpft hatte war nicht mehr reizvoll für mich. Es ging also nicht um Liebe, es ging um Kampf, Eroberung, Bestätigung???? Wenn ich das Gefühl hatte, dass ich geliebt werde wurde es mir lästig. Langsam bekam ich selber die Befürchtung, dass ich niemals mehr glücklich werden könne. Ich spürte deutlich , dass es immer mein Fehler war. Alle anderen beneideten mich um meine Beziehungen. Ich fing an nach irgendwelchen Erklärungen bei den Partnern zu sichen, irgendwas muß doch an ihnen nicht gestimmt haben.
    Aber es half nichts. Und da kam er wieder. Traummann Nummer 2.
    Jetzt erst ist mir klar. Mein Traumprinz mußte ein Ars****** sein , damit ich ihn vollends lieben konnte, bis dass der Tod uns scheide, wie es so schön heißt.
    Anfangs war er unnahbar und etwas gefühlskalt. Ein Fall für meinen Eroberungstrieb. Erfolg pur. nach und nach erwies er sich als gefühlsvoller Softie, der sich hinter einer scheinbaren Wand versteckte.
    Wir waren also auf einer Wellenlänge. Wir verstanden uns beinahe ohne Worte, kein Wunder. Unsere artverwandten Krankheiten haben wohl dieses Gefühl von absoluter Nähe geschaffen. Es dauerte nciht lange und ich erkannte , dass er alkoholabhängig ist. Ich verdrängte es einige Zeit und wir bekamen Kinder. Noch mehr Gemeinsamkeit, die uns verband.
    Ich dachte, dass mir noch nie ein Mensch so nah war. jetzt weiß ich es woraus unsere Artverwandtschaft besteht und ich könnte mich wieder ohrfeigen. Nun folgte der aufregndste Teil unserer Abenteurreise. Ich allein zuhause wie im Käfig. Allein mit den Kindern und allem Alltagsstress.
    Er draussen in den Diskos, Kneipen, Bars. Nahezu täglich. Oftmals kam er erst nachts um 5 Uhr nach hause. Warum habe ich so viel Liebe empfunden, wo andere Menschen eine natürliche Abwehr entwicklen und sagen: Stopp. Bis hierher und nicht weiter. Ich wollte doch die Heldin sein, die Retterin inder Not, die Frau, die alle Probleme bewältigen konnte. Es folgten wieder Demütigungen und Respektlosigkeit, wie ich es ja schon aus meiner ersten damaligen Beziehung kannte. Aber warum lernte ich nicht daraus? Habe ich eine masochistische Veranlagung?
    Mein Denken und mein Empfinden sind nicht im Einklang. Also mußte ich Umdenken, mußte Gründe für sein S*****verhalten finden, damit ich meine Liebe rechtfertigenkonnte. Klar, er war ja Alkoholiker, er tat es ja nciht bewußt. Im Grunde war er ja ein ganz lieber Mensch. Als ich dann hier im Forum las und ihm helfen wollte kam mir plötzlich ein ganz neuer befremdlicher Gedanke. Ich wußte ja druch die vielen Ratschläge, dass ich ihn nicht bekehren konnte. Dennoch spielte ich den Ausnahmezustand einmal kurz in meinem Kopf druch und stellte mir vor, dass es doch einen Weg gäbe, nur für uns zwei. Er würde auhören zu trinken, wir wären eine glückliche harmonsiche Familie. Und plötzlich kam mir dieses üble Gefühl wieder hoch, was ich ja immer wieder kannte. Plötzlich bekam ich Angst, dass ich ihn verlieren würde. Es war mir doch alles so vertraut, dieser Alkoholgeruch roch in meinen Gedanken plötzlich nach einem abenteurleichen Herrenparfum. Mein ewiges Leid, was er mir ständig zufügte war doch die Gefühlsschmiede schlichthin. Die Joints die er rauchte, war doch der Stoff aus dem die Träume sind. Es waren doch alles die Grundlage für ein intensive emotionale Beziehung mit all seinen Ups und downs. Eine Achterbahn der Gefühle. Mir wurde schwindelig und ich bekam immer mehr Angst vor mir selbst. Ich verlor alle Lust mich darum zu kümmern , dass er nicht mehr trank. Ich glaubte schon, dass ich ja vielleicht doch nicht coabhängig war. Soo sehr abhängig war er plötzlich ja doch nicht , und überhaupt- was solls. es gibt doch so viele die trinken, er wird schon seine Gründe dafür haben. Ich traute mich diese Gedanken nicht hier im Forum aufzuschreiben. Ich weiß, dass alle mcih gesteinigt hätten, für bekloppt erklärt. Zum Glück las ich aber hier weiter.
    Sehr viel Erwachen kam mir im Bereich von erwachsenen Kindern von Alkoholikern. Ich habe ja auch Kindern und fragte mich nun, ob ich es denn wollte, dass meine Kinder später diese Probleme haben werden.
    Ich las Beiträge, wie diese verschobene Gefühlswelt zustande kommen kann. Kinder, die es gewohnt waren ständig um Liebe und Anerkennung bei ihren Eltern kämpfen zu müssen. Ich mußte mich beweisen, ich mußte Leid ertragen, dann wurde ich geliebt. Das war meine zuhause, das ist das mir bekannte Gefühl von scheinbarer Geborgenheit: Harmonie gab es nie, nur in der Vorstellung. Als Kind dachte ich immer an später, an die Zeit, wo ich dann einer Prinzessin gleich meinen Traumprinzen kennenlernen würde usw. Das war es also, das altbekannte Gefühl der kaputten Welt mit dem Wunschtraum, der Illusion von Harmonie.Meine Ehe war perfekt. Tränen. Mein Mann war also kein Traumprinz, sondern ich habe es mir immer nur herbeigewünscht, stattdessen war er ein kläglicher Abklatsch meiens Vaters??? Gefühlswirrwarr. Gestern war doch meine Ehe wieder perfekt und jetzt tat sich ein neues Problem auf.Nicht der Alkohol, meine Kindheitsgeschichte ist das Dilema.
    Ich hatte Sex mit meinem eigenen 'Vater', Ödipuskoplexe?, mir wurde schlecht und die Gefühle zu meinem Mann schwanden erstmals auf Null.
    Plötzlich sah ich ihn an und der Alkohol roch wieder nach Alkohol.
    Sein Verhalten ist widerwärtig, ekelhaft. Meine Kinder müssen ruas aus diesem 'Irrenhaus'. Ich habe uns heile an Land gebracht und nun sitze ich hier wie auf einer einsamen Insel. Ohne irgend etwas.
    Selbst wenn jetzt mein Traumprinz mit seinem Pferd vorbeigeritten käme, ich würde nicht aufsteigen.

    Ich habe mich jetzt schon seit einiger Zeit von meinem Mann getrennt, bei ihm hat sich nicht viel getan seitdem. Aber in letzter Zeit stelle ich mir die Frage, was sich eigentlich bei mir getan hat. Die Trennung fiel mir nicht leicht, dann aber vielleicht doch leichter als anderen hier. Ich denke aber auch, dass dabei nicht nur die Alkoholabhängigkeit meines Mannes ausschlaggebned war, sondern die Tatsache dass er auch ständig fremd gegangen ist, vielleicht also obendrein auch noch sexsüchtig war/ ist?. Klar wurde mir auf jedenfall eins: Unsere Beziehung stimmte so nicht mehr, war derbe angeschlagen, wirklich nahezu kaputt, so wie mir meine Freundinnen es mir immer ganz krass unter die Nase hielten.
    Lange Zeit wollte ich das nciht wahrhaben, ihr kennt das ja alle.
    Aber auf der anderen Seite kannte ich die Realität und fand immer mehr Parallelen zu den Ausreden meines Partners, der sich seine Sucht ja auch nie eingestehen wollte. Einzugestehen, dass man als Coabhängige auch irgendwie süchtig ist schien mir immer schwerer zu sein, als dass ein Alkoholiker sich doch eingestehen müßte, dass er regelmäßig trinkt.
    Ich habe mich immer als normal empfunden, ich war doch nur so, weil er so war. Und irgendwann hat mir das Angst gemacht, habe ich mir vorgestellt, dass es meinem Partner wohl ganz genauso geht. Ich wollte ihm die ganze Schuld für mein coabhängiges Verhalten zuweisen. Ich war 100% davon überzeugt, dass ER es heraufprovoziert habe. So wie er vielleicht glaubte, dass er wegen MIR trinken würde, oder wegen sonst was. Immer mehr Parallelen kamen auf. Und das verrückte. Ich habe irgendwie gehandelt, aber jetzt fange ich langsam erst an zu verstehen, was Sache ist.
    Plötzlich wurde mir klar, wie ich grundsätzlich an Beziehungen ranging. Ich verliebte mich und fing auf die Sekunde an, meine Liebe zu vergöttern.ich stellte mich immer sofort in den Schatten und immer fing eine Beziehung mit Selbstzweifeln an. Eswar mir nie genug , dass ich doch mein Gegenüber kennengelernt hatte, dass er sich ja auf mcih eingelassen hat, weil ich auch interessant für ihn bin. Nein, gleich kam ein Gefühl auf, dass ich um diese Liebe kämpfen muß, um sie behalten zu können. Ich mußte was besonderes leisten, ihm gefallen, immer wieder aufs neue, sonst würde ich ihn verlieren. Immer wieder bin ich in dieses Verhaltensmuster getreten. Liebe war immer Kampf, nicht wirklich harmonisch und entspannend tief in meinem Innern. So etwas kannte ich nur von Männern, von denen ich mir 100% sicher war, dass sie mich liebten- nämlich von Verehrern, an denen ich kein Interesse hatte. Die wurden dann zu meinen Kumpelfreunden. Da holte ich mir das, was ich eigentlich auch in Beziehungen suchte. Gemeinsamkeiten, Vertrauen, Hilfsbereitschaft, Zuverlässigkeit. Aber eines fehlte immer: Intimität und 'Liebe'. Wenn einer meiner Kumpelfreunde ein Alkoholproblem hätte würde ich auch betroffen sein. Aber solche Sprüche wie : Ich trinke wegen Dir, nächtliche Aktionen wie ins Bett pinkeln, ständig wach klingeln, rummotzen und schlechte Laune verbreiten- das würde ich mir nicht bieten lassen. Aber für den, den ich liebte habe ich immer alles in Kauf genommen. Liebe wird in meinem Leben automatisch zum Leid, auch in Beziehungen wo der Partner kein Alkoholiker war. Das ist mir plötzlich bewußt geworden. Insbesondere dadurch, dass ich mcih immer gewundert hatte, dass mein Partenr schon zu Anfang unserer Beziehung ziemlich barsch mit mir war und oftmals in einem Ton mit mir geredet hatte, wie man es eigentlich nur tut, wenn man sich schon lange kennt, wenn man schon ein wenig den Respekt voreinander verloren hat. Aber zu Anfang einer Beziehung. Das hätte mir schon zu Denekn geben sollen. Mir ist jetzt klar,dass ER durch den ALkohol schon seine Hemmschwellen übertrat. Da hätte ich ihn schon stoppen müssen. Aber nein, ich suchte nach Erklärungen. Warum ging es IHM so schlecht, hat ER vielelciht orgen, Probleme etc. IHM gings nicht schlecht, MIR gings schlecht. Ich war tief gekränkt, ungerecht, ja unmenschlich und respektlos behandelt worden. Ich tat nie etwas dagegen, dass es MIR besser ging. Hatte nie eien Idee, wie ich MICH davor schützen könnte. Und das wiederholte sich immer wieder, wurde immer heftiger. Ich konnte ihm nie etwas entgegensetzen, weil ich ständig in der Angst lebte, dass ich ihn dann ja verlieren konnte, dass er dann vielleicht noch mieser, wütender reagieren würde. Dabei hätte ich es besser wissen müssen. Es gab Situationen wo ich tatsächlich mal die Schnauze voll hatte , als er mich das erste Mal betrog. Da hab ich gleich Schluss gemacht und er kam reumütig angewinselt wie ein kleiner Hund. Aber das hielt nicht lange. Sobald meine Gefühle für ihn wieder aufkamen ging das Spiel wieder von vorne los. Er war sich meiner ständig sicher. Ich habe sogar einmal über einen Freund erfahren, dass er jdn sagte, dass ich ihn sowieso niemals verlassen würde. Unglaublich, dass jemand der so tief alkoholabhängig ist doch ein so starkes Selbstbewußtsein hat, dass er sowas sagen konnte. Und das mit einer Überzeugung. Nach und nach über die Jahre hinweg erfuhr ich immer wieder, dass er mich hin und wieder betrog, er schob es immer auf den ALkohol, dass die Frauen ihn ja so sehr wollten und er nciht nein sagen konnte. Wir saßen gemeinsam ganz tief in der Falle. Er konnte nicht nein sagen zu den Frauen und dem Alkohol und auch andeen Drogen, die er hin und wieder nahm= Marihuana. Ich konnte nicht nein sagen zu IHM.
    Und jetzt, jetzt wo mir alles klar wurde fühle ich mich plötzlich ersatrrt. Ich fühle mich nicht mehr. Es ist so, als ob ich seitdem einfach einen Schalter in mir abgeschaltet habe. ich fühle mich betäubt. So als sei ich betrunken ohne Alkohol, mehr vom Kopf, vom Denken her.
    Ich will wieder Leben, mit Freude leben, Glück empfinden. Aber irgendwie kriege ich den Dreh nicht. Ich habe Angst in Depressionen zu verfallen, in ein gleichgültiges Leben. Habe schon versucht einige Dinge für mich zu machen. Massage, einkaufen, reisen. Alles was ich hier so als Anregung gefunden habe. Das alles war auch ganz nett. Mal Abwechslung. Aber ich 'fühle' keine wirkliche Begeisterung. Ich suche regelrecht nach Dingen, die mir Spaß machen könnten. Theoretisch gibts es das eine oder andere. Aber ich habe ständig Blockaden in mir, dass ich das nciht tun kann. Langsam kommt mir der Gedanke, dass ich das alles nicht kann, weil es mir an Liebe fehlt, an Liebe zu mir selbst. Ich konzentriere mich sattdessen auf meine Kinder, die ich ja auch liebe. Aber wie finde ich zu mir selbst? Irgendwie fühle ich mich erstmal erleichtert, dass ich das alles runtergeschrieben habe. Vielleicht kennt ja jemand dieses Gefühl und kann mir ein paar Tipps geben.

    Liebe Nele,
    auch mir kommt Deine geschichte allzu bekannt vor und ich wundere mich, wie sehr sich nasse Alkoholiker doch ähneln. Aber nicht nur die, auch wir. Ich finde Ette hat es sehr schön beschrieben. Auch für uns ist es nicht einfach loszulassen, obwohl wir längst wissen, dass wir mit der Situation absolut unzufrieden sind. ´Wir leben immer weiter mit dieser Hoffnung, dass sich doch was ändert. Aber warum sollte es, wenn ER es nicht will. Und immer klarer wurde mir, dass ebne auch wir unseren Tiefpunkt erreichen müssen. Und dazu hilft es wirklich hier zu lesen, einzusehen dass es zwecklos ist was wir versuchen. Als ich eingesehen hatte, dass es hier hunderte gibt wie ich, und dass es keine Geschcihte hier endet, so wie ich es mir vorgestellt habe, da bin ich endlich aufgewacht aus meinen Träumen und habe eingesehen dass wir uns alle beide nur kaputt machen. Irgendwann ist die eigene kraft verbraucht. Man muß anfangen an sich selber zu denken. Eine Freundin gab mir dazu noch den guten Rat: Ein Mann, der Dich wirklich liebt wird um Dich kämpfen, er wird eines Tages wieder vor Deiner Tür stehen. Vielleicht wenn er trocken ist, eine Trennung muß nicht für immer sein. Aber wenn die Liebe gar nicht da ist, wenn wir nicht sehen wollten dass es nur noch eine Zweckgemeinschaft war, nur noch Gewohnheit, dann wird sich das auch zeigen. Und so wars letzlich bei uns. Er trinkt noch immer, hat nichts unternommen mich zurück zu gewinnen. Ich bin noch immer gekränkt, traurig, aber auf der anderen Seite auch froh,dass ich nicht mehr mit dieser Ungewissheit lebe. Wieso soll ich mit einem Mann zusammen sein, der mich nciht liebt, nichts für mich tut, dem i ch nciht mehr wichitg bin?
    Das kann nicht funktionieren. So nimmt man sich alle Chancen ein eigenes glückliches Leben zu leben. Und ich fühle mich noch jung, habe noch viel vor mir. Ich hoffe, dass DU auch bald dieses Aha.Erlebnis hast und Du nach und nach loslassen kannst. Es kommt, sicher, und dann fällt es Dir auch nicht mehr so schwer, wenn DU Dir im Kopf alles so durchgespielt hast.

    Es wundert mich ein wenig, wie wenig Deine Freundin über Dich weiß. Wen auch sie sich mal mit dem Thema Alkoholabhängikeit beschäftigt hätte müßte sie wissen, dass sie in Deiner Gegenwart nicht trinken sollte. Und dazu muß man nicht Coabhängig sein.

    Sie sollte wissen, dass Alkoholabhängigkeit eine Krankheit ist, die tödlich endet. Du solltest sie aufklären.
    Eienm Allergiker tut man auch nichts ins Essen, was eine Allergie auslöst.
    Auch wenns einem selber schmeckt.
    Tut sie es vielleicht aus Trotz nicht? Wie steht sie zu Deienr Abhängigkeit, zu Deiner Trockenheit?

    Deine Gefühle kann ich sehr gut nachempfinden. Allerdings aus einer naderen Situation heraus. Als meine Schwester starb hatte ich einen sehr lieben Freund, er hatte mich wirklich sehr unterstützt.
    Aber durch die Trauer, das Abschiednehmen, diesen Schmerz haben sich meine Gefühle einfach zu gemacht. Alles war zu viel für mich in dem Moment. Es war wie ein Selbstschutz für mich, dass ich nichts mehr an mich ranlssen konnte und auch nichts geben konnte. Ich kann auch im nachhinein ncihts schlechtes daran sehen. Alles braucht seine Zeit. Und man kann und sollte auch nichts daran ändern.

    Ich hatte diesem freund ein furchtbar schlechtes Gewissen.Ich habe einfach nichts mehr empfunden. Weder für ihn noch sonst etwas. Leere.
    Ich konnte es nicht aushalten, dass er mich so sehr liebte, mir alles gab und ncihts dafür erhielt. So hatte ich es bisher gesehen. Wie ein Tauschgeschäft. ich konnte nicht einfach nur etwas für mich annehmen. So empfand ich seine Liebe nach und nach als Druckmittel, bekam ein immer schlechteres Gewissen, dass ich es doch bald erwidern müßte. Bekam auch Angst, dass er sich sonst bald eine andere suchen würde. Das hätte ich nicht auch noch ertragen , diesen Schmerz. Also sagte mir mein Kopf: Trennung, ich müsse dem allen zuvorkommen.
    Lange Zeit später dachte ich darüber nach, ob das wohl alles richitg war. ich weiß es bis heute nicht. Er hatte sich wiklich nichts zu Schulden kommen lassen, er war ein wunderbarer Mensch und ich freue mich noch heute wenn ich ihn sehe. Aber ich konnte derzeit nicht anders.
    Das war irgendwie Schicksal und ich denke, es ist auch okay so.
    Eigenartigerweise hat es ihn damals auch garnicht so schwer getroffen, er hat alles ziemlich mit Fassung getragen. Vielleicht war er aber auch selber schon genervt. Es braucht einfach viel Zeit um Veränderungen im Leben zu verarbeiten. Und vieles kommt unverhofft. Du hast ein Recht darauf Dir erstmal selber wichtig zu sein. Du lebst nicht für andere Menschen.
    Man kann nur wirklich einen anderen Menschen lieben, wenn man mit sich selbst im reinen ist. Ich glaube auch, dass Abstand erstmal sehr gut für Euch ist. In einer Phase des Abstands entscheidet sich meist von alleine , wie wichtig man einander ist.

    Hallo Ribanna,
    ein wenig soziales Verhalten in der Gesellschaft ist ja uch etwas lobenswertes, nie verkehrt. Aber das darf nciht ausarten bis zur Selbstaufgabe. Vor allem darf man seine eigenen Bedürfnisse dabei nicht in den Hintergrund stellen. Wir müssen erstmal selber glücklich sein, dann können wir anderen helfen. Es darf nicht an unseren Kräften zerren, nicht auf Dauer, es darf nicht all unsere Energie absaugen. Es darf nicht eventuell doch etwas eigennütziges dahinter stehen, wie in Beziehungen, sobald es mit Zuneigung, Attraktivität, Liebe zu tun hat sollte man besser aufpassen. Wer helfen will kann ja gemeinnützige Tätigkeiten machen. Alten Menschen oder Kindernhelfen. Menschen , die sich wirklich nicht selbst helfen können. Seelenklempner gibt es hier genug. Menschen mit psychischen Problemen müssen von sich aus Hilfe suchen, sonst wird das nichts. Denn man kann nur einen Menschen verändern, der selber bereit ist sich zu verändern. Das ist etwas sehr sehr wesentliches was wir Co's uns hinter die ohren schreiben müssen. Wir wollen hintergründig immer einen Menschen verbessern, einen anderen Menschen aus jdn. machen, einen Menschen wieder so herstellen wie er einmal vor Jahren war.... Warum? Weil WIR ihn so wollen. Weil es uns so gut in den Plan paßt. Und weil wir so einen Menschen lieben 'würden'. Wir geben vor, es aus Liebe zu machen. Aber wenn man ehrlich zu sich selbst ist, wollen wir uns den Menschen den wir zu lieben meinen nur zurecht schmieden. Den den wir vor uns haben würden wir so niemals akzeptieren. Daher kommt ja dann auch der Streit, die Enttäuschung, der Ärger, die Hilflosigkeit. Wir müssen lernen erstmal ehrlich zu uns selber sein. Wir sind keine Übermenschen. Wir können nicht mit unserer scheinbar unendlichen Liebe unser Gegenüber formen, wie und wann es uns paßt. Liebe heißt auch tolerant sein, jemanden so annehmen wie er ist. Liebe heißt auch loslassen. Wenn wir unsere eigenen Bedürfnisse wirklich spüren würden würde es uns selber nicht so schwer fallen eher einen Strich zu ziehen. Wenn ich daran denke, wie lange ich mich habe verar****n lassen. Kein normaler Mensch würde das mit sich machen lassen. Bis heute ärgere ich mich wahnsinnig darüber und finde keine Erklärung. Habe sogar Angst dass es mir wieder passieren könnte. Daher lese ich hier weiter im Forum. Ich merke ich bin noch ganz am Anfang.
    Auch ich muß noch lernen mich selber anzunehmen.

    Hallo hope,
    eigentlich ein gut gewählter nick. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und das ist auch gut so.
    Schön, dass Du eingesehen hast was zu tun ist. Ich habe wesentlich länger dazu gebraucht. Und _ es geht mir nciht gut jetzt- aber wesentlich besser als vorher. Es braucht seine Zeit. Trennung muß nciht immer Trennung für immer bedeuten. Daher finde ich es auch okay, wenn DU noch Hoffnung hast. Aber die Schritte die DU eingeleitet hast sind die richtigen Schritte, damit überhaupt etwas positives passieren kann. Darauf kannst Du sehr stolz sein. Was nun die Zukunft bringt weiß keiner. Was aber die Zukunft gebracht hätte ohne Deine weisen Entscheidungen das kann hier jeder zumindest erahnen. Ich wünsche Dir noch viel Kraft, die brauchst Du jetzt.

    Ist doch schön, dass es bei Euch so unkompliziert geht. Scheibar zur gleichen Zeit arbeitet ihr an euch. Du an Deiner Coabhängigkeit, er an sei
    ner Alkoholabhängigkeit. Vielleicht solltest Du ihm auch von Deinem Problem erzählen. Gut finde ich auch, dass ihr Euch Zeit laßt. jeder muß erstmal an seiner eigenen Baustelle arbeiten.
    Ich sehe dass Du doch ganz vernünftig mit dem Thema umgehst, sehe auch keine Gefährdung dass Du Dich nicht mit ihm treffen solltest. Der Unterschied zu mir beispielsweise ist, dass ich bei meinem Mann die Abhängigkeit nie erkannt hatte und erstmal nicht sehen wollte, auch meine Coabhängigkeit nicht. Du gehst da bewußter dran und hast Dich schon vorher mit dem Thema auseinander gesetzt. Das ist sicher ein gute Selbstschutz für Dich, kommt Dir zu Gute. Auch wenn Du noch nicht 100% so weit bist. Fang garnicht erst an in die Falle zu treten. Du hast Dich informiert und Du solltest ihn jetzt einfach machen lassen. merh als fragen und mal loben würde ich nicht. Mach ihm nichts einfacher, nimm ihm nichts ab. Wenn Du ihn jetzt unterstützen willst, dann wünsch ihm einfach viel Kraft, Mut, Erfolg, Durchhaltevermögen usw. Bei meinem MAnn hat es nicht geklappt. Aber das heißt nichts. jeder Mensch ist anders, jeder hat eine andere Geschichte.
    Ich hoffe, dass es bei euch beiden alles gut klappt.

    Liebe Sternschnuppe,
    mir geht es sehr Nahe was DU da schreibst und ich kann genauestens nachempfinden wie Du Dich fühlst. Auch mein Mann hat mich ständig betrogen, war sexsüchtig , hat mich regelrecht gedemütigt indem er in besoffenem Zustand vor meinen Augen andere Frauen angebaggert hat und mit ihnen losgezogen ist, mich hat stehen lassen als würde ich nicht existieren. Ich habe mich in dem Moment gefühlt als ob der Erdboden mich verschlungen hat. Es war so grausam - ich habe garnichts mehr gefühlt, ich war schockiert, ich stand da mit offenem Mund und war handlungsunfähig. Warum habe ich das mit mir machen lassen, immer wieder, diese Frage habe ich mir auch gestellt. Die Antwort: Weil ich auch süchtig war, abhängig, von ihm. Genauso bitter wie dem Alkoholiker vielleicht das Bier schmeckt und er es dennoch trinkt , immer wieder, weil ers trinken muß, so bitter war auch meine Beziehung. Immer wieder und ich kam nicht los. Das Eingeständnis , dass das mit Liebe nichts mher zu tun hat sondern eine Sucht, eine Abhängigkeit meinerseits ist war der erste Schritt aus meinem Leid. Ich habe mich auch getrennt, geheult, gelitten wie vor der Trennung. Ich mußte ertsmal anfangen mich selbst zu verstehen und meine leere Seele wieder aufzufüllen. Anfangen mich wieder selber zu lieben, zu achten, zu respektieren. Das hatte ich plötzlich begriffen. Nur wer sich selber nicht mehr achtet und wertschätzt läßt das mit sich machen. Als müßte ich von neuem Laufen lernen habe ich mich regelrecht dazu gezwungen wieder etwas für mich zutun. Zu gucken wozu ICH Lust hatte, Apetit hatte, wollte mir wass Schönes gönnen. All das war verloren gegangen, da alles sich ja immer nur um IHN drehte. Meine Gedanken kreisten sich um ihn, all mein Handeln. Habe mein Kind schon vernachlässigt, wurde depressiv, lustlos, unausstehlich. Er hat mir alle Energie gestohlen, mich aufgesogen, mich beinahe aufgefressen. Ich hatte mich garnicht mehr gespürt. Dann fing ich an mein leeres Leben wieder zu füllen, ganz langsam. Und dann spürte ich, dass ich wieder anfing aufzutauen, zu leben. Wurde immer stärker. Merkte, dass ich 'über' ihm stand, nicht mehr seine Marionette war. Es ist ein langer schmerzlicher Weg. Er ist auch für mich noch nicht abgeschlossen. Aber er lohnt sich zu gehen. Es ist der Weg zu mir selbst. Und das tolle ist, ich spüre wieder Liebe, mir ist jetzt so kalr, dass dies alles keine Liebe war, nur ein Festhalten. Wir halten an unseren Partnern genauso fest wie die an ihren Flaschen. Und ganuso sinnlos wie das Trinken ist unsere Beziehung. Wir leugnen unsere Abhängikeit genauso wie die nassen Alkoholiker. Und wir brauchenauch unsere Zeit 'trocken ' zu werden.
    Versuch DU auch Dein Leben wieder mit anderen Dingen aufzufüllen, damit ER da keinen Platz mehr hat. Egal , ob DU ihn siehst oder nicht- dann ist er keine Gefahr mehr für Dich. Wenn DU dahin kommst, dass Dein Glücksgefühl, Deine Laune nicht mehr von ihm abhängig ist, dann hast DU gewonnen. Ich wünsche Dir das DU das auch schaffst.