Beiträge von Paddy

    Deine Situation klingt sehr krass. Aber Du bist nicht für ihn verantwortlich. Du könntest Dich mit einem sozialpsychologischen Dienst in Verbindung setzen. Die werden ihm eventuell erstmal ein Zimmer zur Verfügung stellen. So kenne ich das. Oder Du gesht und überläßt ihm die Wohung. Du könntest mit ihm im nüchternen Zusatnad reden un dizhm sagen, dass dich das ganze zu sehr belastet und du erstmal räumlichen Abstand brauchst. Alleine sein mußt für eine Zeit.
    Guck, wie er dann reagiert. Du mußt een ganz ernst dabei bleiben udn ihm klar machen : Es geht Dir nciht gut. Es geht heir um Dich. Mach es nciht, um ihn zu eienr Therapie zwingen zu wollen. Wenn er die Gelegenheit dazu nutzt umso besser. Sag ihm, Du gehst oder er muß sich ne Bleibe suchen. DU gehst an dem Auf und ab zu Grunde. Wenne r trinken will kann er dies ja alleine in seiner Wohnung. Und wenn er Dich sehen will dann , wenn er nüchtern ist. Ich selber habe diese Konsequenz nie bei meinem Mann geschafft. ich bin gegangen und er trinkt noch immer. Aber eine Freundin von mir hat damit gute Erfahrung. Es ist sehr schwer etwas druchzusetzen, wenn man es schon tausend mal hat druchgehen lassen. Du hast sein Trinken immer toleriert. Auch obwohl er Dir gesagt hat, dass er abhänig ist. In Zukunft frage ihn, wie ER sich in Zukunft vorstellt, wie er mit dem problem umgehn möchte , denn DU kannst und willst es so nicht mehr. Da muß er sich selber Gedanken machen
    Diese ständigen Erniederigungen und was DU da beschreibst ist grausam. HAbe es selbst ähnlich durchgemacht. Es wird immer schlimmer udn Deine Seele geht nach und nach kaputt. Dieser Alkohol ist teuflsich udn es ist der Teufel, der da spricht. Gegen ihn kannst Du nichts anrichten.
    ER muß ihn bekämpfen.
    Sicher, es sit die Krankheit, die ihn zu diesem Monster werden läßt. Aber Du kannst es nciht trennen, Du wirst immer persönlich angegriffen. Wenn ein betrunkener ein Kind überfährt wird er auch als unzurechnungsfähig erklärt. Er hat es nicht mit Absicht getan. Aber das Kind bleibt tot. Möchtest Du das Opfer seienr Abhängigkeit werden. Das ist eine ganz wichtige Frage, die sich hier jeder stellen muß.
    Wer weiß, was als nächstes passiert, wenn er betrunken ist. Immerhin ist er schon ahndgreiflich geworden. Du solltest jetzt Klartext reden. Dazu muß Dein Kopf aber auch erstmal klar werden.
    Wünsche Dir viel Kraft dazu.

    hallo meikel,
    was mich mal interessieren würde ist, warum nasse Alkoholiker eigetnlich immer Streit anfangen oder ihre Partner demütigen, er niedrigen, beschimpfen. Sind diese Dinge dann wirklich so gemeint oder ist es eien Taktik sich das gegenüber gefügig zu erhalten- dan wäre es ja regelrecht durchdachtes verhalen. Oder ist es nur eine spontane Form sich vom eigenen Frust zu befreien, wenn er mit seinem eigenen Leben nciht klar kommt. Meienr hat mich meist dann beschimpft und Streit wegen nichts angefangen, wenn Er Stress hate. Stress nich tmit mir sondern zb finanzielles, oder Stress am Arbeitsplatz. irgendwie ist es für mich unlogisch, da wir Cos ja so übermäßig hilfsbereit sind. Da wäre es doch für den Alkoholiker einfacher, wenn er uns seine Probleme mitteilt und wir uns mal wieder den A**** für ihn aufreissen oder ihm ne Ladung mitleid erteilen. Er weiß doch eigentlich , dass wir Sklavinen seienr Sucht sind. Warum vergrault er es sich auf der einen Seite, obwohl ers auf der anderen wiederum braucht? Oderr ist es gar eine unterbewußte Handlung, sich den Co zu vergraulen um noch mehr leiden zu können , noch mehr trinken zu können ohne vorwürfe, oder gar sich seinen Leidensdruck zu erhöhen?

    Sie scheint Dich unter Druck zu setzen. Das mußt Du Dir nciht reinziehen. Das ist doch der Alkohok, der da spricht. Dieses Teuflische Zeug - und Du weißt es doch selber. Was erwartest Du?

    So ist es, liebe Hexe. Du kannst eine alkoholabhängigen nicht ändern. Wie viele hier dachte ich, dass es bei mir alles anders sein könnte als bei allen anderen hier im chat. Aber das einzige, was letzlich anders war ist, dass der eine Wodka und der andere Bier trinkt.
    Ertragen ist ein gutes Stichwort. Denn daruf läuft es letzlich hinaus. Du kannnst nichts ändern, also ist es nur eine Frage wieviel Du am Ende ertragen kannst. Denn das Verhalten des Alkoholikers spitzt sich immer mehr zu. Mit allen unseren Erfahrungen hier könnte wir einen gmeinsamen Horrorfilm drehen.
    Ich wollte anfangs helfen, dikutieren, wegreden, mit Liebe heilen........
    Habe alles versucht, was andere hie ruach schon in irgendeienr Form versucht haben.
    Was Fremdgehen angeht habe ich ebenfalls die übelsten Erfahrungen machen müssen, die ich mir ihm Leben neimals erträumt hätte.
    Mein Mann wa so betrunken, dass er mir einen Drink kaufte, mich beiseite stellt eund vor meinen Augen sich an eine andere Frau heran pirschte , sie vonhinten mit seine Armen umschlang. Bis heute kommt es mir vor wie in schlechter Traum. So verletzend, erniedrigend. Ich war handlungsunfähig und erstarrt in diesem Moment.
    Natürlcih war der Alkohol Schuld. Aber in mir setze es etwas in Gang. Bei mir kam die Ernüchterung und langsam bekam ich einen inneren Abstand zu meinem Mann. Da begriff ich, es ist nicht mehr die gleiche Welt in der wir lebten. So hart es auch war in diesem Moment, aber es war für mich gut diese Ernüchterung zu erfahren. Denn ohne diesen Abstand, der dann imemr größer wurde, wäre ich vor die Hunde gegangen. Es wurde mit ihm immer schlimmer, immer verrückter, jenseits der Vernunft, Das macht die Seele kaputt. Besonders seine grundloses Streitereien und Beschimpfungen, sein Jähzorn. Besonders morgens oder mittags, wenn der Alkoholpegel sank. Ich wollte nie gehen, ich wollte kämpfen. Aber am Ende bin ich geflüchtet. Man kann niemanden sagen, dass er besser gehen soll. Denn genau wie bei dem Alkoholiker müssen auch wir coabhängige den Moment selbst spüren, wenn es nciht mehr geht. Aber man kann sich seelisch shconmla drauf vorbereiten, sich mit den Gedanken anfreunden. Je besser man sein eigenes Leben plan tudn ohne den partner klar kommt desto besser. Eigenen Wohnung, eignes Geld, Freundeskreis der ein unterstützt. Das sit sehr hilfreich. Denn der Alkoholiker wird mehr und mehr Geld brauchen. Viele verschuleden sich, fallen in ien immer größeres Loch. Lass Dich da nicht mit reinziehen.

    Ich kenne es auch zur Genüge, dieses verhalten. Ich kann das so 1:1 auf meinen Exmann übertragen. Erst als ich hier im Forum gelandet bin wurde es mir klar, dass es typisches Alkoholikerverhalten ist. Und das war ein sehr wichitger Punkt für mich. Ich mußte mich nich tmehr fragen, was ICH denn falsch mache, ich hatte verstanden, dass ich keine Schuld trage und ABSOLUT NICHTS mit seienr Sucht zu tun habe. Egal wie ich mich verhalte, was ich drüber denke.
    Ich habe verstanden, dass der Süchtige nach Gründen sucht um zu trinken. Der Körper verlangt danach. Und es gibt ja Phasen, wo man eigentlich keine Probleme hat , alles glatt läuft. Da schafft man sich eben welche, indem man zb über die Partnerin nörgelt, Streit anfängt. Und sich hinterher an nichts mehr erinnert oder alles runter macht. HIer fängt dann ja meistens der echte Streit an.
    Durch dieses ewige Auf und ab, dieses ungerecht behandelt werden, diese Unverständlichkeit ist nach und nach mein Selbstbewusstsein kaputt gegangen , meine Seele richitg angegriffen. Hatte fast jeden Tag geheult und selbst das hatte ihn aggressiv gemacht.
    Erst durch das Lesen hier wurde dieser Teufelskreis druchbrochen und ich habe das Spielchen nicht mehr mitgespielt. ER konnte und kann nicht aussteigen. Aber ICH kann. Das ist wohl der entscheidenste Punkt für eine Coabhängige diesen 'Teufelskreis erstmal zu erkennen und dann entsprechend sich zu befreien. Wir haben ja nicht diese körperliche Abhängigkeit, darum ist es für uns weniger schwer.
    Und was bleibt?
    Ein Alkoholiker der sich alleine im Kreise dreht. Sein Karrussel fährt weiter und vielleicht steigt irgend eine andere Person mit bei ihm ein. Vielleicht wird ihm schwindelig und er steigt auch aus.
    Bei meinem war es so, dass er sich gleich ne andere gesucht hat. Nen Coersatz, und zum Glück ist sie schon bald wieder ausgestiegen. Aber er ist noch immer drin.
    Was hat der Ausstieg für mich bedeutet?
    Ich war keienswegs von einem Tag auf den anderen 'geheilt', bis heute nicht. Danach habe ich erstmal bewußt wahrgenommen, wie sehr ich coabhängig bin. Denn diese Abhängigkeit besteht ja nicht nur auf den Partner bezogen, sondern ich konnte meine Muster plötzlich auch auf anderen gebieten wahrnehmen und versuche dran zu arbeiten.
    Erstmal war auch eien Phase, wo es mir schwer fiel diese Leere, diese Einsamkeit auszuhalten, mich selbst auszuhalten.
    Mein Leben, was doch eigentlich ziemlich rastlos war , da ich ja immer mit irgendwelchen 'seiner Anliegen' beschäftigt war , mußte einen neuen Inhalt bekommen. Einfach nur sich mal mehr mit Freunden treffen und schwimmen gehen reicht auf Dauer nicht aus. Ich bin dabei mir Lebensfreude aus mir selber herauszukitzeln. Ich habe erkannt, dass ich in meinem Leben sehr stark auf den Partner fixiert war. War er nicht da wußte ich oft nicht mit mir anzufangen. Natürlich Haushalt usw. Aber um wirklich Highlights zu empfinden dachte ich immer, dass ich meinen Mann bräuchte.
    Wahrscheinlich denkt er, dass er dazu seinen Alkohol bräuchte.
    Da habe ich langsam immer mehr das Wesen der Sucht verstanden.
    Auch diese Redensart. man muß sich erstmal selbst lieben bevor man jemanden anders lieben kann. Einen Beitrag über die Liebe habe ich ja bereits hier reingesetzt. Die vielen Beiträge haben mich sehr sehr überrascht und geholfen zu erkennen, dass das Ganze mit Liebe nichts zu tun hat.
    Wie oft hatte ich mir diese Frage gestellt. endlich hatte ich eine Antwort gefunden. Dieser Teufelskreis hat auch mit der Liebe rein garnichts zu tun.
    Das war keine Beziehung/ kein Leben mehr wie ich es mir wünschte und das war der entscheidende Punkt für mich auszusteigen, auszuziehen.
    Ich bereue das nicht.
    Die räumliche Trennung gibt mir neuen Raum zu atmen. Ich fühle mich wie in eienr Höhle, die mir Sicherheit gibt. Und nach und nach verschwanden auch meine Gefühle zu ihm, denn aus der Distanz sieht dieser Mensch ganz anders aus als aus der Nähe.
    Ich habe viele Ängste überwunden und fühle mich jetzt viel stärker, viel sicherer.

    Für mich hört es sich auch an als ob es noch nciht schlimm genug ist für dich. so gehts den alkoholikern eben auch. Solang alles noch nicht schlimm genug ist werden sie nichts tun. ich verstehe das jetzt mehr und mehr und auch dass wir da keinen einfluss drauf haben können. wir müssen bei uns selber schauen wie wenig rational wir auch handeln und dann erst den alkoholiker ansehen. wir schaffen es selber nicht besser, so ist das selbst nach er trennung merke ich wie ich noch dran zu knappsn habe. Durch mit dem thema bin ich noch lange nicht. die trennung ist auch nur ein erster schritt.

    Schuldgefühle für was?
    Mit der Zit und dem Lesen hier bin ich immer härter geworden und das ist auch gut so. Mich schuldig fühlen für die Fehler anderer kommt mir absolut nicht in den Sinn. Und ich hoffe, dass du das auch ganz schnell wieder ablegst.
    Mein großes Problem war erstens Mitleid. Was im grunde genauso wenig bringt wie schuldgefühl. Mitelid, dass er sein leben einfach nciht mehr in den griff bekam und ich dann um zu retten was noch zu retten ist ihm immer mehr abnahm.
    das ist doch der große fehler von uns coabhängigen. Da arbeite ich noch bis heute dran, wie weit hilfe gehen kann. aber wenn ich mal nicht geholfen habe, weil ich hier im forum anregungen bekam, dass es nicht gut ist wurde ich gleich beschimpft udn mir wurden schuldgefühle versucht einzuflössen. Ich fühlte mich dann nie schuldig aber doch sehr gekränkt und eben ungerecht behandelt. Er durfte eben nicht alles von mir erwarten. er durfte vor allem seine verantwortung nicht an mich abgeben. Nun sind wir getrennt, doch ich arbeite immer noch an meinem helfersyndrom. Bin mir immer noch unsicher wie weit man gehen sollte.
    ein weiterer punkt war, dass ich mich nciht mehr geliebt fühlte un dauch zweifel an meiner eigenen liebe bekam. Dazu gibts ja einen eigenen sehr langen thread. ich bin sehr froh dass sich so viele heir daran beteiligt haben und mir und sich selbst dabei die augen geöffnet wurden. Ich lese ihn gerne immer wieder nochmal durch. vieleicht hilft es dir auch. alles gute

    Sich tot saufen, kann passieren, muß aber nicht. Es gibt genügend Jugendliche, die sich überschätzt haben in ihrem Alkolholgenuß und mit einer Alkoholvergiftung eingeliefert wurden- ohne süchtig zu sein. Alkohol ist also tatsächlich ein Gift. Ebenso Nikotin, da stehts noch drauf und die Menschen stört es nicht. Jeder trifft die Entscheidung für sich.
    Jeder, der in dieser Lage ist nimmt dieses leid und dieses Risiko auf sich.
    Die Ärzte sind eh schon überfordert mit den kranken Menschen, die um ihr Leben bangen und kämpfen. wieso sollen sie sich überhaupt um kranke Menschen kümmern, die garnicht gesund werden WOLLEN?
    Auch von der Seite muß mans mal betrachten. Klar, Du bist eine Angehörige und siehst es aus dieser Sicht. Wenn Du das aber mal aus ner anderen Perspektive sehen würdest, dass vielleicht irgendwo anders jemand stirbt, der dringend Hilfe benötigt hätte...
    Ich denke schon, dass man eine Eigenverantwortlichkeit für sich selbst hat.
    Viele menschen vernachlässigen sich, lassen sich gehne und werden daduch krank. Auch Übergewicht, Bewegungmangel führen zu ernsthaften Erkrankungen , doch Du kannst niemanden zu sport zwingen, ihm die Torte vor der Nase wegschnappen. Will nur sagen, dass es nicht nur schwierig ist bei Süchten.

    Ehrlich gesagt Hartmut, hört es sich für mich ein bißchen höhnisch an, was Du hier in Frage stellst. So in dem Sinne, wer nicht gleich trocken wird , was will der überhaupt hier. Wer nicht gleich auf die guten Ratschläge hier hört und die umsetzt, was will der überhaupt hier.
    Ich gehöre auch zu denjenigen, die hier sehr schnell ein Ahaerlebnis bekommen hat und ich habe mich sehr bald von meinem Mann getrennt. Und stimmt, was FT hier schreibt. Damit ist man noch lange net von der coabhängiekit geheilt.

    Andere sehe ich hier, die brauchen vielleicht noch Jahre, die hoffen noch auf andere Möglichkeiten, denken immer noch dass sie ihre Partner vom trinken abbringen können.

    Meinst Du diese Personen damit, wo Du Dich wunderst was die hier wollen?

    In welcher Weise mußt Du dich schützten vor Personen, die selber noch nicht so weit sind oder keine klaren Ziele verfolgen ????

    Du hast einen guten Vorsatz. Das ist das wichtigste. Hör auf dich mit diesen gedanken der Schuldfrage zu quälen. Damit vergeudest Du unnötig Energie, die Du ebenfalls eher für Dich und Deine Familie nutzen solltest. Verlangt irgenjemand eine Entschuldigung von Dir. verlangt irgendjemand ausser dir diese Schuldfrage zu klären? Was würde es für Dich ändern, wenn Du jetzt wüßtest, dass Du Schuld hattest.
    JETZT bist Du wieder im rennen. Du kannst Dir nciht vorstellen, was ich dafür gegeben hätte, wenn mein Mann soweit wäre. Denk einmal daran wieviel von Deinem Familienleben Dir in Deinem Rausch entgangen ist, wie wenig Deine Familie von Dir hatte. Jetzt bist Du wie gesagt wieder im Rennen. Ich könnte mir vorstellen, dass Deine Familie irgendwie so ne Art Nachholbedürfnis hat. Ich glaube, wenn Du ejtzt für sie da bist, einfach nur da bist, wenn sie dich brauchen, das ist schon was großartiges. Bedenke, dass Du jahrlenag nur halbwegs da warst. Das macht die Menschen um Dich herum traurig, aber sie haben bis heute alle zu Dir gestanden. Du würdest sicher Deiner Familie eine große freude bereiten, wenn DU DICH erstmal anfängst zu freuen.
    Die kleinen Dinge, ein Lächeln, eine Umarmung, eine nette Geste, eine kleine Aufmerksamkeit.....
    All das ist möglich, mit kaputtem Rücken, mit kaputten Knien etc. Deine Herz ist doch unversehrt !?

    Hallo Baffi, das ist sicher alles so richitg wie du es schreibst. Aber desen Satz darfst du auch nicht vergessen. Habe ich dich nach deienr meinung gefragt? Wenn ich die meinung anderer wünsche, dann frage ich sie danach. alles andere geht sie einfach nichts an. Und in dem Sinne ist der satz schon richitg. Andere müssen sich nicht in alles einmischen. Dort , wo sie mitzureden haben, beruflich vielleicht, wenn es was z diskutieren gibt. Aber es darf ich nicht jeder grundsätzlich das recht nehmen sich in mein leben einzumischen. so ist das.

    Mein Mann hat mir auch schreckliches angetan. Deswegen bin ich gegangen. Aber ich weiß, wie er war, als er noch nciht getrunken hatte. Ich weiß, dass der Alkohol das aus ihm gemacht hat. Ich habe mir gewünscht, dass er eine Therapie macht, so wie Du.
    Du bist ausgestiegen und erst seit ich hier im Forum lese ist mir klar wie schwer das überhaupt ist. Dafür respektiere ich Dich sehr, Kossi.
    Ich selber habe doch auch gemerkt wie schwer es war da raus zu kommen. Auch ich habe meinen Kindern Leid angetan, weil ich erst spät gegeangen bin und sie der Situation ausgesetzt habe. Ich hätte sie schützen sollen. Ich weiß nicht, ob sie davon einen Knacks mitbekommen haben. Dafür würde ich mir auch Vorwürfe machen. Sicher. Ich würde auch alles dafür tun, das wieder in Ordnung zu bringen. Aber ich kann das Vergangene nicht ungeschehen machen, mein Mann auch nicht. Er muß noch trinken, er muß noch leiden unter seiner Sucht. Das hast Du doch sicher auch, oder?
    Und - war es Dir bewußt, dass Du Deine Familie vernachlässigt hast als Du getrunken hast? Hättest Du anders gekonnt? Warst Du nich tauch vom Alkohol geleitet?

    Lieber Kossi,
    die Frage nach der Schuld wurde hier kürzlich ja schonmal diskutiert.
    du solltest dich erstmal fragen, ob Du Schuld im sinne von "verursachen" meinst, oder Schuld im Sinne von Suchen nach dem Schuldigen im Sinne von bestrafung. In unserer Sprache wird dieser Begriff etwas zweideutig benutzt.
    Verursacher bist Du zweifellos.
    Verantwortlicher auch.
    Schuld im Sinne von Bestrafung sicher nicht. Der Begriff Unzurechnungsfähig besagt da sicher einiges.
    Krankheit kann niemals bestraft werden. Die Krankheit an sich ist doch schon ein Unglück.
    Manchmal hilft es sich mal zu überlegen, wie du denken würdest, wenn es sich nicht um Dich handelt, sondern um einen anderen geliebten Menschen. Deine frau, Deine Schwester, Dein Kind. Würdest Du dann auch von Schuld sprechen oder vielelicht doch von üblem Schicksal, Krankheit?
    Würdest du die personen auch so hart ins Gericht nehmen wollen wie Dich selbst????

    @ Melinak,
    interessant was Du da schreisbt. ich sehe jetzt gerade aber nciht den Zusammenhang zu dem Thema von Manfreds thread " Was uns verbindet".
    Ich bin ja auch co , war aber bisher noch nicht im Alkoholikerbereich und verspüre irgendwie ein wenig angst davor. Vielleicht is es auch gut so. der Coabhängigenbereich ist ja mein bereich und da muß ich mich erstmal festigen. Was Du da aber beschreibt wundert mich nciht allzu sehr.
    Es beschriebt für mich auch genau die Charaktäre die in meiner beziehung aufeinander trafen. Ich wollte alles harmonisch, war eher nachgiebig. Er war aufbrausend, nahm kein Blatt vor den mund. Allein das hat mich schon ser gestört. Obwohl mein Mann so wie er damals war eher ein ruhiger Typ war mutierte er durch den Alkohol eben zu diesem anderen. Für mich nachvollziehbar, denn durch den ALkohol hat er jegliche Hemmungen gegenüber sher vielen Dingen einfach verloren. So hat sich dann ein ganz neuer "Charakter" entwickelt. So wirds ja immer beschrieben: Alkohol verändert den menschen, das Bewußtsein etc. Alkoholiker sind für mich eine riesige große Macht vor der ich mich sehr in Acht nehmen muß. Sie sind "mein suchtmittel". Ein Alkoholiker hei rim Forum redet ja nciht mit dem Alkohol. aber wir cos sind hier unseren Suchtmitteln ausgesetzt, auch wenn die sich auf dem wege der trockenheit befinden. Auch das dürfen wir cos hier im Forum nicht übersehen.


    jetzt zu manfred und den verbindlichkeiten:
    Alles was Du hier schon geschrieben hast finde ich shcon dass es zutrifft.
    Für mich sehe ich allerdings in erster Linie den Kontrollverlust als gemeinsamkeit.

    wir alle haben die Fähigkeit verloren Grenzen zu setzen,
    im richtigen Moment nein zu sagen,

    Was Du da schreibst kann als Ursache dahinter stecken, muß aber nicht. Man kann auch einfach aus Naivität, Gewohnheit, mangelnder willensstärke, Unüberlegtheit süchtig werden.

    Es gibt viele Problemtrinker, -esser, - ...., die so zu ihrer Sucht kommen.
    Vielleicht ist es für diese am einfachsten ihre Probleme auf andere art zu bewältigen.

    Dann gibts ja aber auch die große Kategorie der Genuß, Lust und Laune - trinker, esser, -raucher, ....
    Maßloses Vergnügen ohne ende, was allmählich zur Gewohnheit wird.
    Hier sehe ich eher das Problem der Kontrolle verlieren, Unvernunft, nicht nein sagen können. Da kann man dann sicher jahre verschwenden und Ursachen in der Kindheit suchen oder Triebumwandlung wegen unerfüllter Sexualität, keine Ahnung.
    Hab ich mich nicht ausreichend lieb, wenn ich jeden Tag ein Gläschen Wein zum Essen trinke und es dann über die Jahre zur gewohnheit wird, letztlich zur sucht?

    ich glaube darin liegt die gefahr alels über einen Kamm zu scheren.
    Du gehst da eher auf die ursachen ein. die sind aber meiner Meinung nach verschieden. Da gibts aber sicher auch Kategorien, wie ich das mal ( sicher auch zu einfach dargestellt) eingeteilt habe.

    Die Gemeinsamkeiten aller Süchte sehe ich im Kontrollverlust.
    Im Unvermögen nein zu sagen zu Dingen, die einem nicht gut tun - warum auch immer.
    Wir haben unser Leben nicht mehr selber im Griff.
    wir sind abhängig von anderen Mächten wie alkohol, menschen, Essen, ....

    Eine kürzliche Aussage irgendwo hier in einem thread hat mich sehr beeindruckt, jemand schrieb: ich möchte die Fäden wieder in meiner Hand haben. besser kann man es sich nicht vorstellen. Wir süchtige sind zu Marionetten geworden, die von anderen "Mächten/ Machern" regiert, geleitet werden. Die bestimmen unser Leben mehr und mehr.
    Ich habe mich getrennt, weil ich mein Leben wieder selbst bestimmen will.
    Nur allein wegen diesem gefühl oder wegen dieser tatsache sage ich mal besser, hat es sich gelohnt.
    Das ist herrlich, befreiend ohne Ende. Das ist Freiheit, die ich nicht mehr missen möchte.
    Sucht ist für mich wie Gefängnis in den Fängen einer anderen Macht.
    Unsichtbar, ohne Gitter bin ich dem ausgeliefert.

    Deine These mit der Motivation warum man etwas schreibt finde ich aber auch sehr interessant und muß da gleich auch nochmal drüber nachdenken. Vielen Dank für Deine Anregungen

    Achso, es gibt ja auch einige, die hier waren um einfach nur Informationen zu finden, ohne dass sie betroffen oder coabhängig sind. Aber Liebkosungen - das hab eich hier noch nie erlebt, was meinst du damit???

    ich weiß jetzt nicht genau, wen du damit ansprechen willst. aber es gibt natürlich hier Leute, die noch ganz am Anfang sind. Die wollen trocken werden , haben aber vielleicht ihren persönlichen Tiefpunkt noch nicht erreicht. Andere sehen das dann vielleicht, wenn die dann rumeiern. Aber Druck, Spott, Hochmut, Androhung mit Wegbleiben aus dem thread hilft da auch nicht wirklich. Das sind aber oft Reaktionen, die ich in Threads beobachte, wenn man sieht , dass derjenige noch nicht so weit ist , sein problem noch nicht richtig erkannt hat und man sich denkt, warum ist der eigentlich hier. warum hört der nciht drauf, was die leute sagen. Aber jeder, der heir gründlich liest sollte irgendwann mal wissen, dass auch wir heir im Forum niemanden bekehren können, helfen können, der noch nicht seinen Tiefpunkt hat. Und das man sich hier anmeldet, besonders als Coabhängiger bedeutet oft noch nciht das das Maß schon voll ist, dass man überhaupt begriffen hat, dass man selber ein problem hat. Das ist bei den nassen Alkoholiken vielleicht etwas anders, die isch hier anmelden. Die sind ja schon einen schritt weiter.