Ich schließe mich der Meinung von Pierre an, was die Aufarbeitung der Kindheit angeht. wenn da arge probleme waren kann man die ein Leben lang mit sich rumschleppen, auch unbewußt und gerät immer wieder auf falsche Wege.
aber ursachen müssen nicht unbedingt in der Kindheit liegen.
Ich bin auch der Meinung, dass ursächlich der süchtige zu wenig Selbstachtung hat und nicht nach seinen Bedürfnissen lebt. Wer sich maßlos Gift in den Körper kippt, ohne Ende ißt, bleibt wo er leidet, der spürt einfach nicht mehr was gut für einen ist, kennt seine Grenzen nicht mehr und verspürt eine gewisse gleichgültige Haltung darüber. Mir kommt es manchmal sogar so vor, als sei ein gewisser Selbsterhaltungstrieb verloren gegangen. Denn all das was der Süchtige tut ist selbstzerstörerisch. jeder auf seine Weise. So ein Selbsterhaltungstrieb ( nenn ich mal so jetzt) beinhaltet eine gewisse Motivation, Energie, und auch was automatisches für mich. Und irgendwie ist es mindestens zeitweilig verlorengegangen, ausgebremst, auf Eis gelegt.
meienr Meinung nach könnten neben ursachen in der kindheit aber auch falsches denken sein. Ich glaube, dass man sich sozusagen selber falsch "programmieren " kann.
Als Coabhängige ist man aus irgendwelchen gründen ( Erziehung? / Gesellschaft?) der meinung, dass man jemanden Liebe zeigt , indem man sich für ihn aufopfert. Das kann so tief in einem stecken, dass man das einfach tun muß. Man denkt, dass man sosnt kein guter Partner ist, dass man sonst nich tliebt usw. Das ist ja ein Bild, ein Muster, ein programm, was man im Kopf hat. Das hat sich eingeprägt, so dass man danach handelt. Ein gesunder hat andere muster in seinem denken. Ein gesunder mensch setzt sich und sein Wohlbefinden tatsächlich an erste stelle. Er weiß, wann Schulß ist mit Trinken, er hilft anderen, aber nur bis zu einem Punkt, der einem noch gut tut. ich glaube, dass es tatsächlich mit einer anderen Selbstwertgefühl zu tun hat und auch mit einem anderen bewußtsein und Selbstwahrnehmung der eigenen bedürfnisse. Das müssen wir alles erst wieder lernen oder irgendwie normalisieren.
Das Loslösen von dem Suchtmittel ist das eine - das Aufarbeiten der falschen Muster ist das andere. Vielelicht reicht dem einen trocken zu sein. Wer aber nicht Gefahr laufen will auch trocken zu bleiben ohne wieder in diese alten gewohnheiten zu fallen sollte sich schon damit auseinader setzen.