Beiträge von Paddy

    Ich schließe mich der Meinung von Pierre an, was die Aufarbeitung der Kindheit angeht. wenn da arge probleme waren kann man die ein Leben lang mit sich rumschleppen, auch unbewußt und gerät immer wieder auf falsche Wege.
    aber ursachen müssen nicht unbedingt in der Kindheit liegen.

    Ich bin auch der Meinung, dass ursächlich der süchtige zu wenig Selbstachtung hat und nicht nach seinen Bedürfnissen lebt. Wer sich maßlos Gift in den Körper kippt, ohne Ende ißt, bleibt wo er leidet, der spürt einfach nicht mehr was gut für einen ist, kennt seine Grenzen nicht mehr und verspürt eine gewisse gleichgültige Haltung darüber. Mir kommt es manchmal sogar so vor, als sei ein gewisser Selbsterhaltungstrieb verloren gegangen. Denn all das was der Süchtige tut ist selbstzerstörerisch. jeder auf seine Weise. So ein Selbsterhaltungstrieb ( nenn ich mal so jetzt) beinhaltet eine gewisse Motivation, Energie, und auch was automatisches für mich. Und irgendwie ist es mindestens zeitweilig verlorengegangen, ausgebremst, auf Eis gelegt.
    meienr Meinung nach könnten neben ursachen in der kindheit aber auch falsches denken sein. Ich glaube, dass man sich sozusagen selber falsch "programmieren " kann.
    Als Coabhängige ist man aus irgendwelchen gründen ( Erziehung? / Gesellschaft?) der meinung, dass man jemanden Liebe zeigt , indem man sich für ihn aufopfert. Das kann so tief in einem stecken, dass man das einfach tun muß. Man denkt, dass man sosnt kein guter Partner ist, dass man sonst nich tliebt usw. Das ist ja ein Bild, ein Muster, ein programm, was man im Kopf hat. Das hat sich eingeprägt, so dass man danach handelt. Ein gesunder hat andere muster in seinem denken. Ein gesunder mensch setzt sich und sein Wohlbefinden tatsächlich an erste stelle. Er weiß, wann Schulß ist mit Trinken, er hilft anderen, aber nur bis zu einem Punkt, der einem noch gut tut. ich glaube, dass es tatsächlich mit einer anderen Selbstwertgefühl zu tun hat und auch mit einem anderen bewußtsein und Selbstwahrnehmung der eigenen bedürfnisse. Das müssen wir alles erst wieder lernen oder irgendwie normalisieren.
    Das Loslösen von dem Suchtmittel ist das eine - das Aufarbeiten der falschen Muster ist das andere. Vielelicht reicht dem einen trocken zu sein. Wer aber nicht Gefahr laufen will auch trocken zu bleiben ohne wieder in diese alten gewohnheiten zu fallen sollte sich schon damit auseinader setzen.

    Lieber Dobby,
    Du bist noch so voller Hoffnung. So kam ich auch hier ins Forum. Und nach jedem Tag lesen gingen mir die Augen immer weiter auf. Ich dachte, ich sei eine ausnahme. aber Ausnahmen gibts wohl keine bei der sucht. Im Prinzip laufen die Storys tatsächlich nach sehr ähnlichem Muster ab. Leider nicht nach dem Muster wie Du es Dir gerne wünscht.
    Eine Therapie zum trockenwerden udn bleiben, die durch zwangseinweisung erfolgte kansnt du so ziemlich vergessen. jeder braucht seinen persönlichen Tiefpunkt. Du wolltest wissen wie lange es duaert. Das wollte ich auch mal. es dauert jahre, viele Jahre, oft 10 oder 20 Jahre bsi es zu diesem tiefpunkt kommt. auch wir Coabhängige machen den ganzen Schlamassel jahrelang mit. Viele hier sind schon viele jahre verheiratet bis sie sich Hilfe holen, die umsetzen. bei uns cos ist es also nicht sehr anders. meist ist es sogar die coabhängige Partnerin, die zuerst den tiefpunkt erreicht. Das ist auch logisch. Wir leiden mehr und mehr unter den Umständen. Haben aber keine Drogen, die uns Linderung verschaffen. Der nasse Alkoholiker leidet auch, aber kann ja dieses leid immer bis zu einem gewissen Grad verdrängen durch die Droge. entfällt dann eines tages der Coabhängige, der ihn in seienr Sucht unterstützt hat, wird auch dessen leid größer udn die chance trocken zu werden steigt. Wie sehr, wie schnell weiß keiner und viele kriegen die kurve nie.
    Also frage lieber Dich: Wie lange schaffst Du es noch dieses Spiel mitzumachen.
    Dieses launenhafte Hin und Her der Gefühle kenne ich zur genüge. Mein Mann hatte bestimmt 100 mal seine Sachen gepackt und ist gegangen. Auch er litt und leidet unter einer regelrechten persönlichkeitsspaltung.
    In der regel hat er sich nach zwei wochen wieder eingekriegt. besser ist es geworden, wenn ich diese launen angefangen habe komplett zu ignorieren. Das war sehr schwer. Geh nicht drauf ein, schalte den Tv an und denke an was anderes, als wenn nix war. Denn letzlich ist es nix. Das sind asuwrikungenr der Drogen. Symptome einer Krankheit. Wen du dir das reinziehst jedes mal wist du auch krank. Was du brauchst ist Distanz. Wenn Du selber auch krank wirst kannst du einer kranken überhaupt nich t mehr helfen. Helfen kannst du ihr eh erst, wenn sie Hilfe will. Und das wird noch Jahre dauern. Und in dieser Zeit kann so viel passieren. Coabhängige , die mit ihren Partnern zusammen bleiben werden mehr und mehr zum Mülleimer benutzt. Von der sucht!!! Willst Du das?

    Hallo liebe Verwirrte,
    doch ich kann Deine Verwirrung gut verstehen. Wenn ich deine Geschichte so lese dann sehe ich mich und meinen Mann vor meinen Augen. ich weiß genau wie Du Dich fühlst. Er beschimpft beleidigt Dich, obwohl Du Dir immer und immer wieder den A**** für ihn aufreißt, ihm nur Gutes willst und Dich schon selbst zurück nimmst in Deinen Bedürfnissen. Und dann stehst Du da- so ungerecht beschimpft und möchtest das auch noch klar stellen und aus dem Weg schaffen. Harmonie schaffen. Immer und immer wieder. Und dann stehst Du da, fühlst Dich ohnmächtig und ungerecht behandelt, bist ja schon verurteilt worden ohne die Chance gehabt zu haben Dich zu verurteilen. Immer bist Du Opfer seiner Launen. Dann zählts auch nicht mehr, wenn er mal nächsten Tag ankommt und rumschleimt. dann siehst Du alles nur noch als Spiegel seiner eigenen Launen. Komplimente, Entschuldigungen, Beschimpfungen- nichts hatte mehr mit mir zu tun, nichts war echt.
    So wars bei mir, was zählt dann überhaupt noch? Nichts.
    Als ich das endlich mal kapiert hatte fiel es mir leichter zu gehen. Er lebte doch eh in seiner welt, wo ich nur noch die Rolle eines Opfers spielen durfte oder die seiner Phantasien. Eine Zeit lang hatte ich große Angst ihn zu verlieren, die Vorstellung, dass er sich vielleicht für eine andere ändern würde und die dann mit ihm glücklich wird. heute denke ich, dass es mir lieber ist, wenn er sich irgendeine andere Dumme sucht, die seine Opferrolle spielt. ICH nicht mehr.
    Bis ich hier ins Forum kam fühlte ich mich so hilflos. Ich dachte, dass ich doch alles machte, damit es gut wird. Aber nichts änderte sich. Ich kann auch nicht mal sagen, dass ich mir Anerkennung wünschte, ich wollte einfach nur wieder eine gut funktionierende Ehe ohne Alkohol. Aber alles wurde ja immer schlimmer satt besser. Ich wurde immer hilfloser. So wie viele hier dachte ich, dass mein Mann Problem hat, deswegen trinkt. Und wenn ich ihm helfe diese Probleme zu lösen bräuchte er ja nicht mehr trinken. Wie eine Irre suchte ich nach Problemen in seinem Leben, um diese zu lösen. Doch es wurden nicht weniger, es kamen immer mehr neue dazu. Nahm ich ihm eines weg schaffte er sich ein neues. Und fand er keine mehr wurde ICH zu seinem Problem. Und das war dann auch das letzte, was ich noch aus seinem Leben schaffte. Zwar habe ich ihn nun von seinem Leid nicht erlöst. Aber ich mich von meinem. Es wird einem zwar imemr gesagt, dass man was für sich selbst tun muß hier im Forum. aber irgendwie muß man dich selbst drauf kommen. Zumindest hilft es, dass man anfängt darüber nachzudenken, dass dies der richtige Weg ist, dass man selber nur leidet. Den das nimmt man uU garnicht wahr oder denkt, dass das eigene Leid ja nicht so wichitg ist und dann vergeht, wenn der Partner aufhört zu trinken. Ich dachte zu Annang nie, dass ich eine andere Lösung für mich finden könne. Wie so viele war ich verbohrt in den Gedanken, dass es mir doch gelingen müßte ihn irgendwie vom Trinken wegzubringen. Heute weiß ich: ICH muß Grenzen setzen. Ich muß aktiv mein eigenes Leben bestimmen und mich nicht passiv abhängig machen von dem Verhalten meines Partners.
    Und - ich habe es nicht nötig mich beschimpfen zu lassen.
    Und Du auch nicht, liebe Verwirrte, Du bist ein wertvoller Mensch, Du verdienst Achtung, Respekt, Würde.

    So ein allgemeines Mitleid kenne ich auch. ich bin ja auch bereits von meinem Mann getrennt und er tut mit auch leid für die Dinge in seiner Familie, die sich auch sehr ähnlen mit euren schilderungen. auch tirfft es bei meinem Mann zu, dass er lieber zur flasche greift als über seine problem zu sprechen. Er verdrängt alles irgendwohin tief in seinem Innern udn da scheint auch kein Platz mehr zu sein und alles sprudelt wieder nach außen. so komts mir vor.
    Frauen generell sind wohl eher geneigt ihre Probleme mit anderen zu besprechen. Dazu gehört ja auch ne Menge Vertrauen. Vertrauen kann ja auch mißbraucht werden.
    Vielleicht haben unsere Partner es wegen dieser chaotischen Familienverhältnisse einfach auch nie gelernt sich jemandem anzuvertrauen. Da geht das Problem dann eigentlich schon los und zieht sich durchs ganze Leben. Noch dazu sehen viele Männer es ja eh als schwach oder unmännlich an Probleme zuzugeben. Dann an sie ranzukommen ist sehr schwierig. Auch Therapeuten gegenüber war mein Mann sehr abneigend. Er war der meinung, dass seine Probleme niemanden etwas angehen und er selebr damit fertig werden müsse. Da zählt er einfach auf Zeit, die alle wunden heilt.
    Er beharrt sehr auf seiner Privatsphäre. das macht alles natürlich sehr schwer. Zu mir hatte er halbwegs vertrauen. Doch ebenauch nur halbwegs. alles sagte er mir auch nicht.
    oft erfuhr ich auch Dinge über andere Leute, also problemen die er gerade hatte. Und ich wunderte mich wie sehr er schauspielern konnte udn so tat als sei die welt für ihn in Ordnung, obwohl es ihm innerlich wohl sehr meis ging. Ein echter Verdränger eben. Undd er Alkohol war ewissermaßen ein Gleimittel für diese Verdrängungen.

    Du hast ja schon gute Ansätze zu Anfang gehabt. Er hat doch die ersten drei Monate nicht getrunken. Da solltest Du wieder ansetzen. Du sagst ihm, dass Du unzufrieden bist, dass Du kein Leben mit einem nassen Alkoholiker haben möchtest und Dich deswegen schonmal getrennt hast. Und so wirds auch bei ihm sein. Du bist bereit auch vollkommen auf Alkohol zu verzichten, weil du siehst dass es sonst eskaliert.
    Vielleicht warst du im Glauben, dass er seinen Konsum im Griff hat, weil er mal drei Monate nicht getrunken hat.
    Aber Du selber bist ja auch süchtig. Coabhängig. Coabhängige suchen sich ja oft einen helfenden Beruf. Und Du bist zudem familiär vorbelastet. Was ich hier im Forum gelernt habe ist: Fordere ein, was Dir gut tut. Und das mit aller Konsequenz. Keine Kompromisse. und arbeite auch an Dir selbst.

    Die Einträge zeigen, dass für die Kinder denke ich schon davon ausgehen kann, dass eine Trenung Sinn macht. Leider haben sie keine Chance eine Entscheidung zu treffen. Doch zumindest alle eltern, die sich hier im Forum anmeldenn und diesen Thread lesen sollten wirklich mal drüber nachdenken, ob sie nicht zum Wohlergehen der Kinder sich trennen, wenn es auch nur als Trennung auf Zeit vorgesehen ist. ich könnte mir vorstellen, dass eine frühzeitige treenung eine Ehe eher retten kann als wennman so lange ausharrt bis jeder Respekt verloren gegangen ist. Aber os sehe ich es jetzt aus der Ferne. Denn ich habs ja nicht anders gemacht und für mich gibts kein zurück mehr. Ich hatte zu viel Angst und nicht den Mut mich früher zu "distanzieren" und meine Grenzen zu zeigen, konsequent zu sein, Entscheidungen zu treffen. Vieles wäre dann nicht so eskaliert. Viele schlechte Erfahrungen, die auch zur Trennung geführt haben hätte ich mir erspart. Darin sehe ich die Chance - für andere, die sich das besser durchdenken und mutiger sind.
    Die Konstellation nasser Alkoholiker und Coabhängige ist ein Gefüge, dass sich gegenseitig immer mehr und mehr hochschaukelt. Die Konflikte werden ja immer krasser und es gibt keine Lösung, ausser aus dem teufelskreis auszusteigen.

    Ich würde sagen, dass bei dieser Fragestellung nicht die schuldfrage geklärt werden soll, sondern wie ienige es heir auch beschrieben, die Strukturen, die uns geprägt haben. Erst wenn wir die erkannt haben können wir doch auch daran arbeiten. Ich habe mich getrennt- das heißt noch lange nicht dass ich nun nicht mehr coabhängig bin. jetzt erst gehts ans Eingemachte und da spielt die "Rolle der Frau" eine ganz wesentliche Rolle. Manchmal mögen die Ursachen in der Kindheit liegen. Aber letzlich ist es doch so, dass wir coabhängigen nach Anerkennung suchen. Und wenn es uns so vorgelebt, anerzogen wude, dass eine Frau, die sich aufopfert am meisten Anerkennung bekommt, eine gute Frau ist, dann hat das schon sehr viel mit Coabhängikeit zu tun. Emazipation wird im allgeminen oft auch flasch verstaneden. Nämlich so, dass die Frau neben ihrer herkömmlichen Hausfrauenrolle auch noch die Rolle des Geldverdieners übernimmt und nebenbei noch die Kinder erzieht. Ist da nicht ein Burnout vorprogrammiert?

    Hallo Frozen Tears,
    erstmal muß ich sagen, dass ich diese Fragestellung sher hilfreich finde und möchte mich auch mal an alle Alkoholiker wenden, mal kurz, so wie Silberkralle es geschrieben hat eine kurze Darstellung zu diesem Thema zu schreiben. Warum?
    Wir Coabhängiggen sind gewissermaßen blind und sehen die Dinge falsch ( wollen helfen, wo es nichts zu helfen gibt, leben in einer Illusion usw.).
    trockene Alkoholiker können uns helfen de Augen zu öffnen ( wie zb mit diesem Beiträgen).
    Trennung ist genau der Knackpunkt. Wir sollten uns trennen, für uns, um uns von unserem Leid zu befreien. Wir wollen uns trennen, um mal wieder dem Partner zuhelfen, damit er vielleicht ne Entscheidung für uns gegen den ALkohol trifft. Damit belügen wir uns wieder selbst.
    Ich habe mich getrennt, weil ich nicht mehr konnte und meinen Kindern das auch alles nicht mehr zumuten wollte. Etwas Hoffnung auf heile Welt bestand noch. Bei meinem Mann hat es bisher nichts "großartiges" bewirkt, außer dass er noch mehr getrunken hat. Aber vielleicht ist es das ja schon. auf jeden Fall ist er jetzt auf sich selbst geworfen. Er kann nichts mehr auf mich abwälzen. Ich glaube schon, dass er jetzt mehr in Frage stellt, was er da tut und auch den Grund der Trennung ja nicht verleugnen kann. Sein leben ist umbequem geworden. Ich denke schon, dass es ähnlich ist wie bei Silberkralle- es setzt was in Gang, es ist ein Prozeß. Ich vermute, dass das jedoch noch Jahre dauern kann. Mir ist aufgefallen, dass alles so zeitlupenhaft in seinem Leben verläuft, keine Veränderungen, keine entscheidungen, keinen Erneuerungen, seit mein Mann trinkt. Ich hingegen und besonders die Kinder entwicklen sich weiter. Das ist ein wichtiger Punkt gewesen und immer noch warum für mich eine Beziehung mit einem Alkoholiker unmöglich wird. Ich habe Ansprüche an mein Leben. Er nicht mehr.Ich konnte nicht mehr warten bis wir wieder auf gleicher wellenlänge sind. Die Trennung denke ich, war gut für uns beide.

    Hallo Schneewittchen,
    zunächst muß dir mal klar sein, dass alles was jetzt ist noch immer schlimmer wird. Die Auswirkungen der ALkoholabhängigkeit werden imemr übler und unerträglicher. lies mal. Mag sein, dass Dein mann noch ganz am anfang ist, vielleicht noch abhängigkeitsgefährdet. Aber ist er erstmal richitg abhängig wird es noch weniger wahrscheinlich, dass er beriet ist aufzuhören. Denn dann kann er nicht mehr so mir nichts dir nichts.

    Und Deine Toleranzgrenze ist doch bereits erreicht, überschritten. Oder gibts noch was schlimmres als Ekel?

    Schlage Deinem Mann doch vor, dass Du in Zukunft woanders sein wirst, wenn er getrunken hat. Entferne Dich einfach von ihm. geh zu einer Freundin, Verwandten. oder er soll woanders hingehen. Dann sieht er wie ernst es Dir ist. besser ist es , wenn Du gehst. Denn dann bist du Aktiv udn nciht abhängig davon, ob er sich nun ne andere Bleibe sucht. Wird das zu mühselig dann bitte ihn darum sich eine andere Wohung zu suchen, so dass ihr Euch nur an alkoholfreien Tagen seht. Die scheints ja noch zu geben. Aber richte Dich nicht nach seinen Terminen.

    Jeder Mensch hat ein Eigenleben udn möchte es so gestalten , wie er will. Wenn das Trinken zu sienem Leben gehört und für Dich absolut undenkbar dann habt ihr eben nur wenig gemeinsamkeiten. Da muß man sich nichts vormachen. Dann verbleibt euch zeitlich schonmal nur die alkoholfrie zeit. Die wird bei einem Alkoholiker mit der Zeit auf Null sinken.
    Wenn DU ihm also JETZT konsequent vor Augen hälst, dass Du Alkohol o% akzeptierst und das auch konsequent durchziehst dann muß er sich Gedanken machen, wie wichtig ihm das ist. Aber bisher zeigst Du ihm ja immer, dass es irgendwie ja immer noch geht.
    Stell Dir mal die umgekehrte Situation vor. Ihm würde was nicht passen, was DU aber sehr gerne machst. Könnte ja auch sein, dass er eine ganz enge freundin von Dir nicht abkann und Du sollst die nicht treffen? Würdest Du das machen? Wilst Du nicht auch selbst über Dein Leben entscheiden, auch wenn diese freundin vielleicht tatsächlich ihre Macken hat, Du sie aber dennoch toll findest?
    Für manche Dinge gibt es keine Kompromisse. Es gibt kein halbschwanger, es gibt kein halbsüchtig...es gibt keine Zukunft mit einem nassen Alkoholiker. Du kannst jetzt gehen oder Forderungen stellen an ihn. Oder Du kannst weitermachenbis Du an der immer stärker werdenden Sucht zerbrichst. Und ist es jetzt noch keine sucht dann wird es mit höchster wahrscheinlichkeit eine werden, denn so fings bei den meisten an. Also machts keien Unterschied. ausser- später wird es für IHN immer schwieriger da raus zu kommen, vielleicht sogar unmöglich. Wenn DU jetz also konsequent etwas einforderst, dann bewahrst du ihn mit sichehreit vor dem schlimmsten, der sucht . Und Dich auch. Vor einem Leben als Coabhängige. Denn wie das ausschauen wird wirst Du hier lesen können. Und das alles sind Geschichten, wo es schon zu spät wurde. Nämlich wo trotz trennung keine Änderung des Partners mehr möglich war, weil er schon zu tief im der Sucht steckte. Bei Euch gibts nur noch diese klitzekliene Chance, wenn du jetzt stark genung bist. Denn- das Problem hast Du - nicht er. Er hat Spaß, gute Laune, nette Abende, wirren Kopf und vielleicht in einigen Jahren eine kaputte Leber, schulden, Führerschein weg, .....Willst Du so lange warten? Du hast doch JETZT bereits ein problem und das ist auch berechtigt. Sicher ekelt sich dein Körper davor, weil er noch funktionier tund weiß, dass das nciht gut ist. Das ist ein Siganl auf dass du hören solltest. Vor Schimmel ekelt man sich auch.

    Ich finde es gerade total wahnsinnig dass die meisten Coabhängigen sich hier in der Regel anmelden, um Hilfe für den Partner zu suchen. Dabei fühlt man sich erstmal selber total normal und muß dann entdecken, dass man selber süchtig, krank ist ohne es als solches gespürt zu haben.
    Das ist schon eine fast unglaublich.
    Wirft man dem Alkoholiker doch vor, das er heimlich trinkt, das er nicht zugibt, dass er abhängig ist , ist es bei uns Coabhängigen ja noch schlimmer: Wir bemerken es ja nicht einmal dass es und oder warum es uns schlecht geht.

    Bevor ich mich hier im Forum angemeldet hatte war ich in dem Glauben, dass Alkoholabhängigkeit in erster Linie eine körperliche Abhängigkeit ist. Nun nach dem Lesen hier scheint der körperliche Entzug doch eher das zweitrangige Problem zu sein. Die Überwindung hin zur Trockenheit ist eher psychischer Natur und auch das Trockenbleiben. Sehe ich das richtig?
    Was ich aber bis heute nicht richitg verstanden habe: Es wird gesagt, dass der Alkoholiker selber den Tiefpunkt erreichen muß und den Willen zum Aufhören selber haben muß. Dann andererseits lese ich an anderen Stellen immer wieder, dass der Alkoholiker trinken "muß", da er ja abhängig ist und das nicht eine Frage des "Willens" sei.
    Das klingt für mich so, als ob er nur darauf warten kann, dass er irgendwann einmal seinen Tiefpunkt erreicht und bis dahin - auch mit eignem Willen - immer nur gegen die Wand rennen würde.

    Erklärt das , dass einige immer wieder Versuche starten, die dann scheitern und zu Rückfällen führen, weil der "absolute Tiefpunkt" noch nicht erreicht war? Sind hier Menschen , die ebenfalls wie wir Coabhängige gut wegstecken können hier im Nachteil?

    Alles in der Sucht scheint mir plötzlich um eine Art "Toleranzschwelle" zu gehen, die bei Nichtsüchtigen viel höher liegt. Die können nein sagen, die wissen wann Schluß ist, die lassen nicht alles mit sich machen...

    Wir Süchtigen hingegen können ( haben es so gelernt?) sehr viel ertragen.
    Körperlich als auch psychisch.

    Wie entsteht eine solche Toleranzgrenze? Ist sie nur manchen Menschen gegeben? Sie ist ja mehr als das, sie ist ja regelrecht überlebenswichtig.
    Womit hat diese zu tun, wenn nicht mit dem Willen? Eigentlich sollte man da doch instinktiv das Richtige tun. Aber das funktioniert bei uns nicht ( mehr?) oder?

    Eine geladene Waffe liegt da einfach so rum? Ist das nicht ien Fall für die Polizei? Selbst wenn e r einen Waffenschein besitzt. In diesem von dir beschriebennen Zustand und dann noch unter Alkohol kann doch sonst was passieren. Mit ihm und dann sagst du hat er auch Kinder.

    Die Schuldfrage wird hier im Forum ja desöfteren und in allen Variationen gestellt. Da muß man sich natürlich auch gleich fragen, warum. ist es, weil amn den Schuldigen veruteilt, bestraft sehen möchte. Soll der Schuldige eine Verantwortung für die Konsequenzen übernehmen? Soll es eine Wiedergutmachung geben? Was heißt Schuld überhaupt und im Falle einer Sucht. Bei vielen Krankheiten könnte man mal eben schnell sagen: Der/die hat doch selber schuld. Wie korrekt ist das. Oder gibts vielleicht eine Mitschuld? Wenn jemand weiß, dass ALkohol süchtig machen kann und derjenige dennoch trinkt oder überhaupt trinkt , ist er dann mit schuld daran? Das gleiche würde dann für Übergewichtige gelten usw.
    Oder gibt es gar ungenügend Aufklärung. Sind die Hersteller des Alkohols Schuld oder gar unsere Politik, die Alkohol nicht verbietet? Die werbung? Die Gesellschaft?
    Soll auf jeder Flasche Alkohol ein Aufrdruck stehen wie bei Zigaretten. Tausend Überlegungen, aber eines ist bestimmt klar. Eine kleine Schwester , die zudem auch noch selber krank war kann nicht Schuld sein.
    Ursachen, die dazu geführt haben Alkohol zu tirnken gibt es wie Sand am Meer. Und nicht jede dieser Gelegenheiten hat bei jedem gleich zur Sucht geführt. Ist es nicht einfach auch nur Ratlosigkeit nach der Schuld zu suchen? Eine Art, die beißende Hilflosigkeit zu überwinden, indem man sich zumindest ein Stückchen weit etwas aufbürdet, ein bißchen Leid übernimmt, um überhaupt etwas getan zu haben. Doch ändern würde es nichts. Nur wieder eine andere Form des "Mit"leids. Nur wieder eine andere Form der Coabhängigkeit?

    Ja, und jetzt ist er erstmal verreist zu nem Verwandten, weit weg. So ists doch am besten für alle Beteiligten. Ich merke, dass es mich auch nicht mehr bewegt. Ich muß aber schauen, wie ich es jetzt lerne unabhängig zu reagieren. Garnicht so einfach.
    Ihr habt glaube ich recht damit, dass er versucht sich jetzt ne neue co zu suchen. bevor er abfuhr meinte er noch, dass keiner ihn versteht und keiner mit ihm klar kommt, Und ausserdem wäre er ganz anders als andere Menschen, das könnte auch keiner verstehen. Na, dann versuchs ich ma auch garnicht erst, oder?
    Nebenbei mußte er dann noch erwähnen, dass er schon immer dachte, dass er früh sterben wird. Naja, wenn er so weiter macht wirds wohl so sein. Was für eine Selbstmitleidsnummer war das denn noch zum Abschied, dachte ich mir so insgeheim. Nein, da geh ich nicht drauf ein. Tschüß und weg.

    Kann es sein, dass du sehr viel grübelst und dabei negative gedanken entwickelst, die dich dann traurig machen?
    ich hatte genauso ein ephase auch öfter schon. Ich habe es dann so gelöst: Ich habe mir eine bestimmte zeit zum grübeln vorgenommen. da habe ich mich hingelegt und eben gegrübelt, gedacht . meist war es eh so, dass immer die gleichen gedanken kommen, ohne dass eine lösung folgt. eine art teufelskreis , der mir dann mehr und mehr energie raubt , dass ich das alltägliche nich tmehr erledigen konnte.
    Als ich dann meine grübelzeiten eingeführt habe ging es.
    ich brauchte aber signale zum aufhören und mir half es dann etwas zum ablenken udn konzentrieren zu finden. Mich mit etwas zu beschäftigen, wo ich nicht gleichzeitig wieder ins grübeln verfallen kann. Erst nach dieser phase ging es, dass meine Gedanken derart abgelenkt waren von dem Bösen, dass ich wieder was vernünftiges machen konnte. Es hat mir dann auch Spass gemacht mal wieder intensiv was anderes zu schaffen. Leider bemerke ich, dass meine Gedanken immer wieder zurück wollen zu den Problemdenken, dass mich blockiert. Manchmal wird das einfach ausgelöst durch Dinge in meiner Wohnung, die ich wahrnehme. Zum Beispiel auch gerade die Dinge, die dann liegen geblieben sind. Und schon gings wieder los. Im Moment ist ruhig. Aber ich glaube nicht dass ich ganz davon befreit bin. Hoffe, dass ich dir vielleicht auch ein bißchen dadruch weiterhelfen kann. alles gute.

    Danke für alle eure Antworten. Nun komme ich doch ganz schön ins nachdenken und das ist auch gut so.
    Coabhängigkeit erfordert auch Umdenken. Oder sogar in erster Linie, denn die Gedanken beeinflussen dann ja wiederum die Gefühle.
    Solche Situationen trainieren.
    Zum Glück bin ich nicht emotional involviert wie in einer Beziehung. Es ist wirklich rein freundschaftlich.
    Jetzt will ich mal meine gedanken reflektieren.
    Zunächst einmal empfand ich es als ungerecht, dass die Frau so abgestempelt wird und es war mir ein Anliegen das zu klären. Hat aber mit Alkohol und Sucht nichts zu tun. Da könnte man auch ganz sachlich drüber reden ohne den Alkohol überhaupt ins Spiel zu bringen.
    Mittlerweile merke ich auch, dass es ein Trugschluß ist von mir zu denken, dass er mit seinem Alkohol sie dahin getrieben hat. Das mag so sein, kann aber auch ganz anders sein. Wäre vielleicht auch so passiert und passiert auch in vielen anderen Beziehungen. Geht mich auch echt nix an.
    Genau wie man nicht immer nur Gründe finden muß, warum jemand trinkt darf man umgekehrt auch nicht alles auf den Alkohol schieben.

    Ich freue mich schon für die Frau, dass sie dennoch durch diese neue Liebe es geschafft hat sich zu trennen. Aber jetzt sehe ich, dass das längst noch nciht auch den Ausstieg aus der Coabhängigkeit bedeutet. Eben genauso wenig wie bei mir.

    Und was ihn angeht- ganz spontan dachte ich dass es eine Gelegenheit wäre ihn in seinem Tiefpunkt noch zu unterstützen. Dass er jetzt nen heftigen Tiefpunkt hat - sprich Liebeskummer- ist ja nicht zu übersehen.
    Ich wollte, dass es nicht einfach nur bei diesem Liebeskummer bleibt, den er sich wieder wegsäuft, sondern eine Verbindung zum Alkohol schaffen. Sozusagen: es geht dir jetzt nicht nur schlecht, weil deine Frau dich verlassen hat sondern Du bist auf Grund des Alkohols auch noch selber dran Schuld, bzw Alkohol ist die eigentliche Ursache. Aber da habe ich ja wie gesagt selber falsch gedacht. Ich denke, daher funktioniert es auch nicht, wenn jemand eine ALkoholiker verlässt, um ihn dann zu einem "künstlichen Tiefpunkt" zu zwingen.
    A und O ist wohl, dass der Alkoholiker selber zu diesem tiefpunkt kommt um aus freiem Willen aufzuhören zu trinken. Und wenn er jetzt aufhört zu trinken ist die Frau ja noch immer weg. Gibt irgendwie alles keinen sinn.

    Eine Nacht bei mir Übernachten fand ich schon ok. Er muß ja auch schon die Gelegenheit haben sich was andres zu suchen.

    Heute ist er mir tatsächlich über den Weg gelaufen und ich habe nur gesagt, dass er sein Leben vielleicht mal neu überdenken solle.
    Und er ist dann selber auf den Alkohol gekommen.
    Habe dann nur kurz gesagt, dass es Suchtberatungsstellen gäbe und er eine Entgiftung machen könne, also erstmal zum Arzt gehen sollte. Er ist nämlich auch eher so ein Typ, der das dann alles auf eigene Faust versucht, sprich kalter Entzug.
    Ja, vieles kreist ihm im Kopf und er braucht seine Zeit.
    Ich glaube das war jetzt ne gute Lösung, ein kurzes knappes sachliches Gespräch.

    Wo fängt co an wo hört co auf? Ist jede Art von Helfen wollen Coabhängigkeit? Für mich besteht die Abhängigkeit da, wo ichs nicht mehr unter Kontrolle habe und vorallem wo es anfängt mir schlecht zu gehen damit, weil ich mich aufopfere, meine Grenzen nicht mehr kenne.
    Das ist hier nicht der Fall. Ein Gespräch mit ihm würde keinen anderen Stellenwert für mich haben als ein Eintrag in einem Thread. Nur dass es eben auf mündlicher Ebene geschieht.
    Zum Beispiel, wenn mein Kind einen wirklich groben Fehler macht und glaubt, dass er im Recht ist würde ich zumindest ihn drauf aufmerksam machen. Dann kann er sehen was er draus macht. Sage ich noch "Klasse, hast recht", dann lüge ich ihn doch an und vertusche seinen Fehler. DAS ist doch was ich nicht mehr tun will. Jemanden decken oder etwas schön reden.
    Er wird ja auf jeden Fall wieder ankommen. Und sicher auch reden wollen. Das tut man eben unter Freunden. Ich stelle mir gerade vor es ginge nciht um alkohol. Dann würde ich mich sicher hinsetzen und mit ihm reden und ihm meine Meinung sagen, dass ich zum Beispiel schon sehe, dass er seine Frau nicht korrekt behandelt habe und ich an ihrer Stelle sicher ähnlich gehandelt hätte.
    Bei mir war die Sitaution klarer. Ich bin gegegangen ohne dass ein anderer Mann im Spiel war. Aber er kann auch selber drauf kommen, warum sie gegangen ist oder überhaupt sich auf nen anderen eingelassen hat.
    Ich fands halt im ersten Moment ungerecht ihr jetzt die ganze Schuld zuzustecken.
    Ich glaube, ich muß das noch richtig lernen, wie man mit sowas umgeht. Nur die Trennung ist noch nicht alles.
    Aber was ist denn normal? Wenn es mich garnicht tangiert und ich den Kopf wegdrehe?
    Gerade merke ich aber auch, dass ich mich in meiner eigenen Ehre engegriffen fühle, wenn ich nix sage. Sie ist halt in ähnlicher Situation. Auch ich bin ja gegangen und habe meinen Mann alleine gelassen. Das sollen diese Männer einfach auch wissen warum. Jetzt ist doch gerade der Zeitpunkt, wo ich mich traue so etwas zu sagen.
    Gerade merke ich auch, dass ichs eigentlich garnicht wegen ihm sagen will, sondern wegen mir.
    Aber ich glaube, ich brauche mich auch nicht zu rechtfertigen. Und sowas wäre es dann wohl.
    Ich werde ihm nichts vorkauen. Kommt er wieder an werde ich IHN fragen, ob er sich schonmal überlegt hat, warum sie wohl gegangen ist. Und er darf auch nur nüchtern zu mir kommen, wie alle anderen Menschen auch, sonst schick ich ihn wieder weg.

    All die Jahre hier im Forum hatte ich auch Kontakt zu einem Freund, der ebenfalls Alkoholiker ist und seine Frau, die ich durch ihn kannte auch Coabhängig. Gleiches Schicksal also. Die beiden ahben drei kleine Kinder.
    Sie hats nicht so mit Internet, daher wollte sie sich nie hier anmelden. Doch tauschte ich in Gesprächen mit ihr sehr viel aus und gab ihr meine Erkenntnisse weiter. Mein Eindruck war zunächst, dass sie niemals aus ihrer Coabhängigkeit rauskommen würde. Aber nach dem sie nun einmal alleine in den Urlaube gefahren ist und sich in einen anderen Mann verliebt hat , hat sie sich ganz apprupt von ihrem Mann getrennt.
    Da gibts kein zurück mehr, sagt sie. Ihr Tiefpunkt war erreicht, denke ich jetzt. Sie hat ihn vor dei Tür gesetzt.
    Wohin kam er natürlich als allererstes? Zu mir.
    Ich habe ihm eine Nacht Unterschlupf gewährt und er hat mir jämmerlich die Ohren vollgejault. Selbstmitleid pur. Er dachte es sei die große Liebe gewesen. Er dachte, dass diese Liebe für immer hielte.
    Den ganzen abend Liebe, Liebe , Liebe.
    Okay, hier im Forum habe ich das Thema ja auch auf den Tisch gebracht und sollte da ja jetzt Expertin sein, haha.
    Mit einem Betrunkenen und dazu noch zerbrochenen Herzens kann man unmöglich über Liebe reden.
    Aber meine frage nun: Meint ihr es ist schlau, ihm irgendwie zu verstehen zu geben, dass ER ja mit seienm Alkoholkonsum seien frau dahin getrieben hat. Das scheint ihm garnicht klar zu sein. Typisch. Die schuld liegt bei ihr und er ist derjenige, der jetzt Mitleid will.
    Das will ich aber so nicht stehen lassen und gleich beim nächsten Mal wo ich ihn nüchtern erwische könnte ich ihm noch was mit auf den weg geben.
    Eigentlich ists natürlich eine Sache zwischen den beiden. Doch die reden nciht mehr. Auch habe ich gelesen, dass Alkoholiker dann auch mehr auf andere hören wie Ärzte, Selbstbetroffene und Freunde.

    Für ihn ists auf jeden Fall ein hartes Stück Brot. So wie ichs sehe schon ein Tiefpunkt, wenn man seine ganze Familie so plötzlich verliert. Er hat nichtmal versucht zu kämpfen, is einfach gegangen. Nichtmal wegen der Kinder hat er was gesagt.

    Soll er jetzt besser selber drauf kommen und ist jetzt ein guter Zeitpunkt für ein Gespräch in Richtung "Suchtberatung"? Ich will ihm kein Mitleid schenken. Das habe ich ihm bereits gesagt, dass da immer zwei zu gehören. Aber denkt ihr, ich soll mich da jetzt komplett raushalten oder könnte ich da jetzt noch helfen indem ich noch ein drauf setze und ihm noch was zum nachdenken gebe?

    Vorher hätte solch ein Gespräch wie bei allen anderen sicher auch nichts genützt. aber gerade in dieser Krisensituation?
    Wer weiß, in ein paar Wochen hat er sich vielleicht schon wieder damit abgefunden und schwimmt in Selbstmitleid davon mit dem Gedanken, dass diese Frau einfach böse ist und ihm noch mehr Grund zu trinken gibt.
    Oder ist das jetzt wieder zu serh coverhalten von mir?

    Es ist nicht verwunderlich dass Du so reagierst. Ich denke, dass es so eine Art schutzmechanismus ist, fast ein Instinkt. Nachdem ichmich von einem Mann getrennt habe reagiere ich auch viel empfindlicher auf Alkohol bei anderen. Es ekelt mich an. Ich denke, dass der Coabhängige auch so etwas wie ein suchtgedächtnis entwickelt. Der Mensch lernt eben aus Erfahrung und wir haben gelernt, dass Alkohol nicht gut ist. Früher hatte ich auch mal hin und wieder selber ein Glas Wein zum Essen getrunken. Auch das kann ich jetzt nicht mehr. Es schmeckt mir einfach nciht mehr, weil ich jetzt diesen ekel entwickelt habe. Für mich ist das aber gut. Ich weiß, dass ich Coabhängig bin, auch nach der Trennung. Und dieser Ekel schützt mich vor weiteren erfahrungen in dieser Richutng. Das sagt mir auch, dass ich das nicht mehr verkraften kann. Etwa vergleichbar mit schimmel. Davon muß ich auch sofort k*****. Du solltest mit deinem Freund darüber reden, dasser nicht in deienr Gegenwart trinkt, wenn er schon nicht drauf verzichten kann. Allerdings die Menge die du schreibst, die er trinkt würde ich schon nicht mehr als normal bezeichnen. Dass Deine letzten Beziehungen wegen des Alkohols auseinanander gegangen sind ist eigentlich ein gutes zeichen. Denn das sagt mir, dass Du auf dich achtest. Du ziehst Konsequenzen, wenn dir etwas nicht gut tut. Es zeigt mir aber auch wie wenig bereit Menschen überhaupt sind auf etwas aus Liebe zu verzichten.
    oder waren Deine Exfreunde alle abhängig?
    Ein trockener Alkoholiker wird sich sicher auch keinen Partner suchen, der trinkt. Da wäre eine ähnliche situation.
    Du bist von der Sucht geprägt, als Angehörige. Das ist schon geschehen und zwar unfreiwillig. Das müßte ein Partner verstehen. ER hat ja die wahl zu trinken oder nicht zu trinken, wenn er nicht abhängig ist. Er müßte also verstehen, dass er derjenige ist, der darauf ganz oder zumindest in deienr gegenwart drauf verzichtet. Bei Deiner nächsten Partnerwahl, sollte es die mal geben, würde ich das thema gleich ansprechen. Leider ist es ja gerade in Deinem Alter sehr verbreitet mit dem Alkohol.

    Eine andere Sache ist, dass der Geruch von alkohol bei Dir irgendwelche Ängste oder Phobien auslöst, auch auf Grund Deiner Erfahrungen. Da solltest Du vielleicht eine Therapie machen.

    Zumindest bist du geschützt in deiner eigenen wohnung. Du könntest mehr und mehr abstand zu ihm nehmen um erstmal kraft für Dich zu tanken. Dann wirst Du ihn auch mit der Zeit immer weniger vermissen. Indessen mach schöne Dinge für Dich und versuche neue nette Leute kennenzulernen. Sag ihm auch, dass Du in Zukunft nachts das Telefon ausmacht, weil es Dich stört, wenn jemand nachts anruft. Bei mir hat es geholfen, dass ich oft nicht ans telefon gegenagen bin. Da war mal das Akku alle, oder ne andere Karte drin, oder ich bin gerade Auto gefahren ...
    Da muß er mit leben, dass man nicht immer verfügbar ist.
    Ich habe mich ganz bewußt mit all meinen Coknöpfen auseinander gesetzt, die er imme rund immer iweder gedrückt hat und er hat immer weniger spielraum gehabt. Udn mir ist das somit alles einfacher gefallen mich letztlich zu trennen. er hat mich auch nicht mehr genervt. Ganz besonders ging es mir darum, dass ich nicht immer der Grund für seine schlechte Laune und Auslöser für sein trinken sein wollte. Da sollte er sich jemanden anders suchen.