Hallo AnnaBlume,
Punkt Nr. 1:
Den Alkoholmissbrauch grundsätzlich nur mit ärztlicher Hilfe in Angriff nehmen. Es gibt dann keine Ausreden mehr. Ehrlich sein, man ist dann eh durchschaut und die Blutwerte sagen die Wahrheit.
2. Aufhören kann jeder, aber nicht wieder Anfangen ist das Problem. Die Gefahren lauern überall. Als ich nach der Entwöhnung enlassen wurde, sagte ich zu einer älteren Schwester zum Abschied "Jetzt fängt mein neues Leber an, nie nie wieder greif ich zum Alkohol". Dann sagte sie: " Du wirst aber weiterhin Probleme haben, Höhen und Tiefen. Aber sagt dir immer "Du (Alkohol) bekommst mich nie wieder".
Wir sind viel In Italien. Italien - Wein. Ich hab dran oft gedacht, 1 Glas zum Essen, Spagetti ohne Wein geht doch nur schwer. Aber trinke ich ein Glas, sagt mir mein Gehirn, dass hast du aber jetzt gut vertragen. Denn die Sucht ist ja nur verschoben, nach ganz hinten in meinem Gehirn. Will ich sie wieder rauslocken?
Und dann kommt sie die Disziplin. Nein es ist es nicht wert. So lange abstinent. Es ist es nicht wert das eine Glas, weil ich mich kenne und weiss was passiert. Sei diszipliniert trotz deiner Sucht.
Verstecke dich nicht immer hinter dem Satz, dass ist eben unsere Krankheit; wir sind suchtkrank, da gehören Rückfälle dazu.
Nein, ich will nicht wieder süchtig werden . Ich möchte leben und Probleme lösen ohne Alkohol. Und dazu gehört für mich an allererster Stelle Standhaftigkeit und Achtung vor meiner jahrelangen Abstinenz. Ich bin mir das selber schuldig.