Beiträge von Frieda

    Danke dir.

    Vorgestern ein riesen, sehr verletztender Streit - warum bin immer ich es, die weint? - haben wir "Day-offs" ausgemacht - jeder tut, was er will und was ihm guttut. War gut und doch schwierig meine Fürsorglichkeit im Zaum zu halten. Mein Mann hat den Kampf wieder aufgenommen und hat die Zeit "Trocken" für sich genutzt. Heute geht es mir gut ... wie lang es anhält. ist immer die Frage. Aber ich für meinen Teil fühle, dass sich etwas in mir verändert. Ich esse weniger, mache mehr Sport, frage nicht tausendmal nach und denke, ich bin auf dem Weg.

    Danke dir! Ist mir gar nicht aufgefallen. Das wäre vor Jahren sicher noch anders gewesen, doch inzwischen habe ich kapiert, dass ich nur mich ändern kann. Meine größten Schwächen sind Harmoniesüchtigkeit und die fatale Tendenz den anderen "schützen" zu wollen. Momentan versuche ich mich auf meine Bedürfnisse zu konzentrieren.

    Ich lege Zeiträume fest, in denen wir beide tun und lassen können, was wir wollen. Das Schwierigste ist, mich nicht zu kümmern, wenn er rückfällig wird. Nicht nicht wecken, damit er was isst, ihn nicht ins Bett bringen usw. Verdammt schwer, aber mit meinem Kümmern verletzte ich mich nur selbst.

    Die Gefahr, dass man sich dadurch von einander entfernt ist mir bewusst. Es schmerzt, doch es gibt auch eine befreiende Seite und die muss ich mir erobern, um nicht kaputt zu gehen. Ob mein Mann diesen Weg (der nur über dauerhafte Abstinenz führen kann) mit mir mitgeht oder mitgehen kann, steht in den Sternen.
    Ich hoffe es, doch das ist die Verantwortung meines Mannes.

    Wie siehst du das?


    Ich bin ja neu hier, doch bereits die anderen Kommentare und Schicksale zu lesen, hat mich weitergebracht. Ist ja seltsam, dass man Dinge erst "richtig" sieht, wenn sie von anderen ausgesprochen und benannt werden.

    Ich bin 65 Jahre und Co-abhängig. Ich bin trotz aller Widerigkeiten im künsterlischen Bereich tätig und habe viele Hobbies. In der Natur finde ich zu mir, außerdem ist Zen-Prxis für mich kein leeres Wort. Ich liebe meine Kinder und habe versucht sie zu beschützen. Ja, ich liebe auch meinem Mann. Doch jetzt habe ich keine Kraft mehr und ich gestehe mir ein, selbst Hilfe zu benötigen.