Beiträge von andromeda

    Bisher nicht. Er ist erwerbsunfähig und bekommt EU-Rente, so dass es im Prinzip nur auf sein und mein Leben Einfluss hat. Und dass ich der Meinung bin, dass er zu viel trinkt habe ich schon deutlich gesagt. Du hast Recht, es bringt nichts. Er sieht kein Problem in dem Konsum und solange das so ist, wird sich nichts ändern. Das ist mir klar geworden. Den Schritt mich von ihm deswegen zu trennen, kann ich momentan noch nicht gehen, aber ich habe schon darüber nachgedacht, es jedoch noch nicht ausgesprochen.

    Vielen Dank für die Freischaltung. Ich habe schon einige Beiträge von Partnern Alkoholabhängiger gelesen und sehe in meinem Leben einige Parallelen. Schuldzuweisungen seinerseits, die mir ein schlechtes Gewissen machen sollen ist ein Beispiel. Er trinkt, wenn ich nicht da bin, weil ich nicht da bin und trinkt wenn ich da bin, weil ich angeblich keine Zeit für ihn habe. Inzwischen ist mir klar geworden, dass ich theoretisch tun könnte, was er will und er würde trotzdem noch einen Grund finden, um zu trinken. Ich muss diesen Kreislauf unterbrechen, ehe ich selbst größeren Schaden nehme. Trotzdem ist da immer noch der Drang, ihm zu helfen. Allerdings ist mir klar, dass er erst einmal selbst begreifen muss, dass er ein Problem hat, dass er krank ist. Kann ich denn da irgend etwas tun?

    Ich rutsche gerade in eine Co-Abhängigkeit. Gestern habe ich mich das erste mal dabei erwischt, dass ich die leeren Bierflaschen gezählt habe. Dass mein Mann Alkoholprobleme hat, ist mir schon länger aufgefallen. Ich habe in den letzten Monaten oft das Gespräch mit ihm gesucht. Leider ist ihm scheinbar nicht bewusst, dass er ein Problem hat. Er spielt das immer runter oder ist genervt, wenn ich das Thema anspreche. Es belastet mich zunehmend und ich suche einen Weg, wie ich damit besser umgehen kann.