Hallo Aha, ich finde mich in deinen Aussagen 1:1 wieder.
Mein Mann hat mich im Sommer rausgeworfen. Nach 22 Jahren. Ca 16 davon als Alkoholiker.
In all unseren Jahren begleiteten u s Schicksalsschläge. Er meinte, mein Wesen ging davon verloren. Er hat ich in schlechten Zeiten immer unterstützt. Er hat in diesen Zeiten mit dem Alkohol begonnen.
Er trinkt erst ab Feierabend und dann ebenfalls 5l. Den Ekel, die Wesensveränderung und die emotionale Leere nimmt er nicht mehr wahr.
Ich bin sehr einsam geworden. Allerdings freute ich mich in all den Jahren auf die Zukunft- wenn alles ruhiger wird... Dann, so hoffte ich, wird er sicher wieder positiv denken und weniger trinken.
Aber die Wesensveränderung ist so stark. Könnte ich mich wirklich ebenfalls so ändern, dass ich den Ekel beim Geruch abstelle? Die Flaschen nicht mehr zähle, ihn nicht mehr kontrolliere, keine Angst mehr um ihn hätte und nicht immernoch glaubte, die Macht zu besitzen ijn zu ändern?
Auch ich fühle mich um die Zukunft betrogen und das kann ich einfach nicht akzeptieren. Und in der Theorie ist die Trennung auch das beste für uns. Aber die Trauer überwiegt und hält uns in der Vergangenheit fest. Ich denke, erst wenn sich eine zufriedene Zukunft ohne Angst in uns einstellt, können wir zurückblicken und denken, dass die Trennung gut war.