Beiträge von Fanny

    Hallo Aha, ich finde mich in deinen Aussagen 1:1 wieder.

    Mein Mann hat mich im Sommer rausgeworfen. Nach 22 Jahren. Ca 16 davon als Alkoholiker.

    In all unseren Jahren begleiteten u s Schicksalsschläge. Er meinte, mein Wesen ging davon verloren. Er hat ich in schlechten Zeiten immer unterstützt. Er hat in diesen Zeiten mit dem Alkohol begonnen.

    Er trinkt erst ab Feierabend und dann ebenfalls 5l. Den Ekel, die Wesensveränderung und die emotionale Leere nimmt er nicht mehr wahr.

    Ich bin sehr einsam geworden. Allerdings freute ich mich in all den Jahren auf die Zukunft- wenn alles ruhiger wird... Dann, so hoffte ich, wird er sicher wieder positiv denken und weniger trinken.

    Aber die Wesensveränderung ist so stark. Könnte ich mich wirklich ebenfalls so ändern, dass ich den Ekel beim Geruch abstelle? Die Flaschen nicht mehr zähle, ihn nicht mehr kontrolliere, keine Angst mehr um ihn hätte und nicht immernoch glaubte, die Macht zu besitzen ijn zu ändern?

    Auch ich fühle mich um die Zukunft betrogen und das kann ich einfach nicht akzeptieren. Und in der Theorie ist die Trennung auch das beste für uns. Aber die Trauer überwiegt und hält uns in der Vergangenheit fest. Ich denke, erst wenn sich eine zufriedene Zukunft ohne Angst in uns einstellt, können wir zurückblicken und denken, dass die Trennung gut war.

    Hallo zusammen, ich bin 47 Jahre alt und fühle mich sehr allein und möchte hier all meinen Mut zusammennehmen und hier schreiben.

    Ich lernte meinen Partner vor 22 Jahren kennen. Wir wurden ein tolles Paar. Allerdings mussten wir bereits nach einem Jahr mehrere schwere Schicksalsschläge hinnehmen. Zuerst verstarben sehr plötzlich meine Eltern, ein Jahr später verlor ich kurz vor der Geburt unser erstes Kind.

    Wir bekamen dann zwei weitere Kinder, die für uns die Welt bedeuten.

    Doch nach zwei weiteren Jahren wurde die Tochter meines Mannes aus erster Ehe schwer krank und verstarb im letzten Jahr.

    All diese Schicksalsschläge brachten meinen Mann zu Trinken. Er konnte niemals drüber reden, aber er trank.

    Das alles frustrierte mich sehr, da ich immer für alle anderen in der Familie die Verantwortung übernehmen musste. Aber mein Leben und mittlerweile auch das Leben unserer Töchter drehte sich immer nur um seinen Alkohol. Speziell ich kontrollierte die Anzahl seiner Flaschen, suchte Verstecke und versuchte ihn immer davon zu überzeugen, sich Hilfe zu holen. Ich bin kläglich gescheitert. Auch zwei Bauchspeichelentzündungen redet er sich schön.

    Er hat sich zum Trinken zurückgezogen bis tief in die Nacht, kam erst ins Bett als ich längst geschlafen habe. Ich zog mich emotional deshalb zurück.

    Irgendwann von drei Jahren hab ich es dann nicht mehr ausgehalten und mir eine Wohnung als Rückzugsort gesucht. Trotzdem kamen wir immer wiedereinmal zeitlang zusammen, weil ich ihn liebe und unser Schicksal teile.

    Wir hatten dann auch eine angenehme Zeit. Waren dieses Jahr zweimal im Urlaub. Es war wunderschön. Aber der Alltag drehte sich weiter um die Flasche. Und aus heiterem hat er sich im Sommer von mir getrennt. Ich stecke in diesem Schock fest, dass ich ihm nie helfen konnte.

    Er hat sich sehr schnell eine andere Frau gesucht. Sie hält ihm keinen Spiegel vors Gesicht. Lässt ihn weitertrinken, obwohl sie sein Problem kennt. Er denkt, dass er jetzt seinen Frieden hat. Niemand mehr Druck macht. Die Frau wäre sonst nie sein "Niveau".

    Seinen beiden Töchtern geht er aus dem Weg. Das tut sehr weh.

    Das schlimme ist, dass keiner meinen Zustand sieht, da er nur zuhause trinkt. Bei Feiern mit anderen Leuten hält er sich dezent zurück. Im Job leistet er gute Arbeit. Er hat zwei Gesichter und nur seine Familie sieht das zeite Gesicht.

    Wann kommt der Zusammenbruch von dem immer alle sprechen?

    15 Jahre Alkoholiker. Er ist extrem schlank. Mittlerweile aber so, dass die normale Energiezufuhr nicht ausreicht und er selbst durch viel Essen nicht genug Reserven bekommt.

    Vielen Dank fürs geduldige Lesen