Beiträge von abcdefg

    Hallo Lebenskuenstler,

    es ist schön, dass du so optimistisch bist. Ich möchte da kein Risiko eingehen. Wir wohnen 50m Luftlinie auseinander, der Mann fährt nach einem Streit zT mit 70km/h über einen Radweg. Da fehlt inzwischen jegliches Verständnis für Gefahr. Er sieht in uns, seiner Familie, die Ursache für all sein Leid. Gerade jetzt, da ich ihm seine Enkel genommen habe. Die Angst besteht ja nicht allein für mich selbst. Meine Schwiegermutter wird explizit bedroht.

    Ich würde mir sehr wünschen, dass alles nur leeres Gerede ist, aber ich würde mir nie verzeihen, wenn ich tatenlos darauf warte, ob es sich bewahrheitet.

    Hallo Rennschnecke,

    nein, es besteht aktuell kein Kontakt zum Opa. Mein Mann unterstützt mich sehr. Tatsächlich bin ich es, die hofft, dass die Familie irgendwann wieder zusammenwachsen kann. Mein Mann hat für sich eher damit abgeschlossen und auch nur noch wenig Kontakt zu seiner Mutter.

    Hallo, mein Schwiegervater ist starker Alkoholiker und besitzt einen Waffenschein sowie einen gut bestückten Waffenschrank. Er ist laut Arztbericht als depressiv und suizidgefährdet eingestuf. Seit sich vor ca 3 Monaten ein Nachbar (ebenfalls Jäger und Alkoholiker) das Leben genommen hat, spricht er regelmäßig davon, sich und seine Frau zu erschießen. Für sie sind das leere Worte, ich traue ihm inzwischen alles zu. Seinen Alkoholismus sieht er nicht als problematisch an.

    Ich habe mich bei der Waffenbehörde gemeldet und den Fall geschildert. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Waffenschlüssel im Besitz der Ehefrau. Der Beamte ist nicht auf meine Bedenken eingegangen und hat mich lediglich darauf hingewiesen, dass der Schlüssel umgehend dem Waffenhalter zurückgegeben werden muss. Ich nehme an, dass er auch den Schwiegervater darüber informiert hat, denn am Folgetag schrie er aus heiterem Himmel seine Frau an, sie mache sich strafbar und solle ihm sofort den Waffenschlüssel geben.

    Auch bei der Polizei kam ich nicht weiter. Eine Möglichkeit wäre, so der Polizist, ihn alkoholisiert am Steuer aufzugreifen und ihm dann Führer- und Waffenschein zu entziehen. Sein Auto hat er vor 2 Wochen mal wieder gegen die Wand gefahren und ist aktuell zu Fuß unterwegs.

    Den Waffenschlüssel habe ich inzwischen an mich genommen und weggeschlossen.

    Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht und hat noch eine Idee, was wir tun können?

    Vielen Dank

    Hallo zusammen, ich bin die Schwiegertochter eines seit vielen Jahren starken Alkoholikers. Ich habe mich hier angemeldet, weil ich neue Ansätze im Umgang mit ihm brauche, vor allem in Bezug auf meine beiden Kleinkinder. Der alkoholkranke Opa lebt mit seiner Frau in unmittelbarer Nachbarschaft zu uns. Bisher gab es einen festgelegten Tag pro Woche, an dem die Kinder die Großeltern zu Hause besuchen durften. Seit wir vor rund einem Jahr einen Alkoholentzug von ihm gefordert haben, um weiterhin seine Enkel bei sich haben zu dürfen, bestimmen Klinikaufenthalte, Rückfälle, noch exzessiveres Trinkverhalten, Beleidigungen und Provokationen den Alltag der Schwiegereltern. Die Oma kann sich trotz großer Unterstützung und Zuspruch aus allen Teilen der Familie, nicht von ihrem Mann lösen und erträgt ihr Leid oft still, um "niemanden zu belasten". Ich kann und will ihr ihre Enkelkinder nicht nehmen, fühle mich aber nicht mehr wohl dabei, wenn meine Kinder in Opas Nähe sind. Oft trägt er sie und stolpert dabei, wenn er stark getrunken hat, wird er in meinen Augen z.T. auch übergriffig und fordert sie z.B. auf seine Finger oder Zehen abzulecken. Der Kleine hat zum Teil Angst vor ihm und versteckt sich, die große merkt, dass mit Opa etwas nicht stimmt. Ausgesprochene Kontaktverbote hebe ich meist nach kleiner Besserung und wenigen Wochen wieder auf, weil die Kinder ihren Opa sehr vermissen und ihn besuchen wollen. Dann kommt der nächste Rückfall.

    Ich wäre sehr dankbar für ähnliche Erfahrungsberichte und Tipps im Umgang mit der Situation. Vielen Dank