Beiträge von DowntownE
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Ich bin auch irritiert.
Für mich persönlich ist Alkoholiker ein Teil von meinem Suchtspektrum, wenn auch gernade noch der einzig aktive Teil, der auch immer bestehen wird auch wenn ich abstinent bleibe. Daher bezeichne ich mich als solcher aber nicht ausschleißlich. Das ist nicht explizit nur diesen Begriff benutze liegt an meiner Historie wie beschrieben. Und suchtkrank führt mir vor Augen, dass ich immer sensibel bleiben muss, um nicht während meine Abstinenz andersweitig versuche zu kompensieren. Ich hoffe das ist nachvollziehbar. Daher ist dieser ausgeweitete Begriff für mich wichtig. -
Und das ich mich als Suchtkrank und der Problemstoff Alkohol ist, denke ich ist verständlich. Wie ich mich selbst nenne denke ich führt auf das gleiche hinaus.
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Ja, natürlich. Dieses hin und her ist kein Leben und ich bin über den Punkt hinweg zu glauben, dass man irgendwie alle Seiten zusammenbekommt und es sowes wie ein kontrollierten Konsum für mich gibt. Daher gibt es für mich nur diesen einen Weg. Und vorstellen ist der erste Schritt zu tun für mich gewesen
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Hallo Nayouk, ja, kann ich mir ziemlich gut vorstellen, da ich aus anderen Gründen schon einmal 10 Jahre ohne Alkohol gelebt habe. Ich sehe mich vorrangig als süchtig und habe definitiv ein Alkoholproblem. Da ich Erfahrungen in meinem Leben mit anderne Süchten gemacht habe, würde ich mich nicht nur als Alkoholiker bezeichnen wollen. Die anderen beiden Suchterfahrungen liegen über 20 Jahre zurück - und hier bin ich seither abstinent (Magersucht & Cannabis)
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Hallo zusammen,
seit 9 Tage trinke ich mal wieder nichts. Das Absetzen war soweit eher unproblematisch. Angefangen hat es während Corona und des Lockdowns. Seither begleitet es mich zwar in überschaubaren Mengen und mit Intervallen von Pausen aber das ist recht egal. Sucht ist Sucht, ob moderat oder auch nicht. Seit Corona hat sich meine Arbeitssituation geändert und ich arbeite seither von zu Hause. Anfangs war es die Einsamkeit und Überforderung - daran hab ich gearbeitet und einen Weg gefunden damit gut klar zu kommen. Das Überbleibsel ist aber geblieben auch wenn der Auslöser so gut als möglich beseitigt wurde. Mein Job macht mir nach wie vor Spaß. Zuvor war ich fast 3 Monate Abstinent. Was mich triggert und weshalb es Rückfälle gab sind die Begleiterscheinungen der Abstinenz. Ich hab einen recht gestörten Schlafrhythmus, dadurch fehlt es mir immer mal wieder an Kraft mich meinem durchaus stressigen Arbeitsalltag zu stellen. Auch dauert es manchmal abends Ewigkeiten bis ich von der Arbeit runterkomme und sich gefühlt meine "Nerven" stabilisieren und beruhigen. Begleitet wird dieses durch Gliederschmerzen die in Intervallen auftreten, was mich auch recht dünnhäutig macht. Erneuter Konsum hat bisher von der beschriebenen Situation eine Pause verschafft aber das löst es nicht. Ich habe während der Abstinenz festgestellt, dass diese Synthome auch sehr langsam zurückgehen. Lange Rede - kurzer Sinn: An Tag 9 geht alles wieder von vorn los. Da ich zu dem Thema bisher gar keinen Austausch oder Vertraute habe dachte ich mir, ich melde mich hier einmal an. Ich bin motiviert das Thema anzugehen und müde davon in diesem Kreislauf zwischen Abstinenz und Konsum zu stehen.