Beiträge von Lila123

    Hallo,


    ich war jetzt einige Zeit nicht mehr. Doch heute habe ich das Bedürfnis alles rauszulassen. Mein Mann und ich sind seit 16 Jahren ein Paar und haben eine gemeinsame 11 Jährige Tochter. Alkohol und Canabis sind seit Beginn der Beziehung ein Thema. Es gab sehr viele Vorfälle in all den Jahren wenn er getrunken hat. Er hat alkoholisiert einen Unfall gebaut, hat gemeinsame Freunde beleidigt und hatte bereits zwei mal eine Vergiftung in dem er bewusstlos am Boden in seinem ausgeschiedenen lag. Letztes Jahr war er einige Monate trocken hat dies jedoch mit dem Canabis Komsum kompensiert. Der Tag musste kommen, als es völlig eskalierte weil ich ihm das trinken verbiete. Schließlich hat er ja alles im Griff und will ein normales Leben führen, also hat er wieder angefangen. Anfangs nur ab und zu am Abend, dann aber wieder mittags nach der Arbeit im Auto. Bier wurde wieder im Wohnzimmerschrank gebunkert. Dann gab es vier Wochen in denen wir viel gestritten haben. An einem Samstag Vormittag wollte er kurz was erledigen, hat seinen Bier Vorrat mitgenommen und war 3 Nächte nicht für uns erreichbar. Am vierten Tag rief das BKH an er hat sich dort einweisen lassen weil es ihm so schlecht geht. Nun ist er seit fast 2 Wochen im Bkh die Diagnose lautet Depression mit Anpassungsstörung. Von einer Suchterkrankung ist keine Rede. Er meldet sich regelmäßig mal um mir zu sagen wie sehr er mich liebt und dann wiederum um mir Vorwürfe zu machen dass er in dieser Beziehung nicht mehr leben kann schon garnicht weil ich ihm nicht vertraue. Er wirft mir vor wie schlecht es ihm geht. Ich bin überfordert mit dieser ganzen Situation und hatte heute ein Gespräch bei der Suchtberatung für Angehörige. Er möchte am Wochenende für einen Tag nach Hause kommen. Aber die Stimmung ist sehr gereizt. Als ich ihn letzten Samstag besucht habe, war er von allem genervt dass ich gesagt habe und dabei ging es nicht einmal um seine Sucht. Sein Frust landet bei mir und ich habe selber sehr zu kämpfen. Das trinken wird von seiner Familie ebenso bagatellisiert. Er geht doch arbeiten, er trinkt doch nicht jeden Tag, er trinkt doch manchmal nur ein Bier ( ein Bier auf ex möchte ich noch kurz anmerken ). Unterm Strich heißt es, die Beziehung funktioniert nicht weil ich ihn einenge etc…

    Liebe Simsalabim,

    Vielen Dank für deine Nachricht. Ich habe mir auch eine Stelle rausgesucht die Suchtberatung für Angehörige anbietet. Lange habe ich das vor mich hergeschoben und nun bin ich bereit.

    Du kannst ja gerne mal berichten wie es war und ich wünsche dir ebenfalls alles gute auf deinem Weg 😊

    Hallo zusammen,

    ich bin seit 15 Jahren mit meinem Mann zusammen und wir haben ein gemeinsames Kind (11 Jahre). Mein Mann hat seit seiner Jugend ein Suchtproblem. Hauptsächlich Alkohol und Cannabis. Es gab vor 7 Monaten zum zweiten Mal einen schlimmeren Vorfall. Er hat zu viel getrunken zusätzlich noch Cannabis geraucht und wurde ohnmächtig. Ich fand ihn im Badezimmer kaum ansprechbar in seinen eigenen Exkrementen. Als dies zum zweiten Mal passiert ist eben vor 7 Monaten habe ich ihn klar und deutlich vor die Wahl gestellt. Entweder Therapie oder er muss ausziehen. Er ging zum Arzt und hat alle Unterlagen bei der Krankenkasse für die Therapie eingereicht. Zwischenzeitlich hat er jeden Tag nach der Arbeit bei mir zuhause gepustet - dies war sein Vorschlag damit ich wieder Vertrauen finde. Ich muss dazu sagen, dass er vorher täglich Bier getrunken hat und immer alkoholisiert von der Arbeit kam. Mal angetrunken mal richtig betrunken. Er ist auch so Auto gefahren. Aggressivität und Beschimpfungen waren fast an der Tagesordnung wenn er getrunken hat.

    die Therapie ist im Sande verlaufen. Nun hat er mir offenbart dass er während den 7 Monaten als er keinen Alkohol getrunken hat, trotzdem Cannabis geraucht hat. Zusätzlich hat er mir gesagt er will dieses Leben so nicht. Er will wie alle anderen ab und zu was trinken sonst trennt er sich.

    Es war unglaublich angenehm in den ersten paar Monaten als er nichts getrunken hat. Ich würde sagen es war das erste Mal in den 15 Jahren richtig harmonisch. Auch ich musste zurück stecken, denn ich trinke ab und an auch mal ein Glas Wein wenn ich Besuch habe. Ich habe das dann natürlich nicht mehr gemacht und mir wäre es auch am liebsten wenn es einen normalen Umgang mit Alkohol geben würde. Ich glaube aber nicht daran. Ich vermute, es wird wieder zur Regelmäßigkeit und ich habe Angst davor. Ich weiß nicht wie ich mich lösen kann… wie ich vorbauen kann..

    War jetzt ein etwas längerer Text, ich würde mich sehr auf Antworten freuen :)