Beiträge von 23062010

    Hat sie anfangs regelmäßig versucht, auch mit Entschuldigungstexten in WhatsApp. Diese brachten mir jedoch nicht viel, da das Problem weiterhin bestand und es mehr in die Richtung von Rechtfertigung ging, somit war es für mich heiße Luft und selbst ohne richtigen Kontakt kamen immer wieder Enttäuschungen durch.

    Z.B. Kam von ihr kein Cent zu meinem Führerschein, also musste mein Papa alleine schauen, wie er mir das gleiche ermöglicht, wie zuvor bei meinem älteren Bruder noch beide gemeinsam und zur Krönung meinte sie mir auch unaufgefordert noch zu versprechen, dass ich meinen Traumerstwagen bekomme, obwohl dieser 2 Tausend Euro teurer war, wie das Geld, dass ich durch meinen Vater und mich zur Verfügung hatte...Ist natürlich nicht dazu gekommen, sie meinte zu dem Thema danach nur nochmal meinen Vater besoffski anzurufen und sich über unsere Autoauswahl zu beschweren, bei der IHR Bruder uns half.

    Nach Jahren haben es dann tatsächlich alle (mein Vater, Bruder, Schwester meines Papas, Bruder meiner Mama) hingenommen, mir meine Ruhe damit gelassen und dadurch war ich am Zug, denn ein ausdrückliches GO, sobald sie trocken ist hatte ich davor nicht kommuniziert. Eine persönlichen Entschuldigung bekam ich, glaub ich, noch nie. In meiner Jugend konnte ich nur regelmäßig am morgen danach belauschen, wie sie meinen Papa vollheulte mir ihrer "Entschuldigung", obwohl ich meistens den Großteil abbekam. Mein Vater war ja arbeiten, mein Bruder altersbedingt nicht mehr viel daheim. Mir gegenüber kam das Thema eigentlich nie zur Sprache. Nüchtern bewusst einmal, als ich ihr erzählte, dass mein Lehrer bezüglich häuslichen Problemen nachgefragt hatte. Da war sie auf meine Antwort sehr neugierig und als ich es verneinte war das Thema auch direkt wieder beendet.

    Mein Vater, meine Tante und mein Onkel gehen leider nicht davon aus, dass sie sich das alles eingesteht und oder eingestehen werden kann, wovor ich auch Respekt habe, denn dieses Thema wäre für mich Schritt 2. Schritt 1 (Trocken Kennenlernen als Erwachsene) sollte diese vorbereiten bzw. auch nach Sinn abwägen, jedoch habe ich das Gefühl, dass Schritt 2 sehr relevant sein könnte um Schritt 1 zu bereinigen.

    Lt. meiner Familie spiegelt das Verhalten meiner Mutter ihre Unsicherheit, aber auch ihren Egoismus wieder. Lt. meinem Therapeuten spiegeln meine Probleme damit den Wunsch nach Ihrer Aufmerksamkeit wieder.

    Herzlichen Dank für deine Offenheit bezüglich Ratschläge geben und diese aber auch Umsetzten...Es bleibt biologisch leider meine Mutter und ich bin traurig, wenn ich richtige Mütter sehe. Komischerweise auch, wenn ich meine als Person eigentlich nie vermisst habe und in meiner kinderlosen Tante einen sehr tollen Ersatz habe. Darf ich mehr über deine Situation erfahren? Auf deinem Profil konnte ich keine Vorstellung finden, liegt eventuell an mir als Neuling^^

    Dankeschön Landliebe . Ich muss zugeben, dass es mir als Jugendliche recht leicht fiel und es sich direkt nach Frieden anfühlte. Ich war nicht sonderlich nah am Wasser gebaut, im Vergleich zu jetzt leider. Auf den Kontakt eingelassen habe ich mich, da das Hauptproblem, der Alkohol, weg blieb. Genau, dass mit dem lassen fühlt sich nur ohne den Alkohol nicht mehr berechtigt und faire an und oder auch da ich kein Kind mehr bin.

    Hallo,

    ich bin weiblich und mitte zwanzig.

    Meine Mutter "war" Alkoholikerin, wobei das ja nie so richtig endet, jedenfalls trinkt sie wohl aktuell nicht.

    Meine Mutter trank schon in meiner Kleinkindphase hin und wieder, jedoch wurde es erst zwischen 10 und 15 Jahren wirklich relevant/schlimm für mich. Nach mehreren Entzügen, drei mal dann auch Langzeit, hat mein Papa beschlossen sich zu trennen, da meiner Mutter von Ärzten empfohlen wurde sich nur auf sich zu konzentrieren und sie daraufhin von meinem Vater eine Beziehungspause forderte. Natürlich weiterhin wie währendessen und die Jahre davor schon auf seinem/unserem Rücken ausgetragen. Meine Mutter zog dann erst zu einer neuen Bekannten aus dem Enzug ca. 100km weit weg und kurze Zeit später zu ihrem Freund, noch weiter weg.

    Ich habe mich daraufhin sehr distanziert, denn getrunken hat sie weiterhin und unser Verhältnis war noch nie wirklich gut.

    Letztes Jahr habe ich dann aus mehreren vertraulichen Quellen nach ca. 10 Jahren mitbekommen, dass es sich gefangen haben soll und ließ mich deswegen auf Kontakt ein. Erst in großer Runde, was ganz gut lief, dann auch in kleinerer, aber nie alleine. Wir hatten nun 5 Treffen insgesamt in einem Jahr und ich muss leider sagen, von mal zu mal wurde es auch ohne Alkohol immer anstrengender.

    Sie redet viel, viel von sich, viel oberflächliches, obwohl ich mehrmals sage, dass mich sowas nicht interessiert. Sie nimmt sich sehr viel raus, ich bin enttäuscht von mir selbst da ich es zulasse, was ich als jugendliche nicht habe und trauen tu ich ihr sowieso nicht, da ich glaube bzw. teilweise sogar weiß, dass sie sich selbst belügt. Wir leben einfach in extrem unterschiedlichen Realitäten.

    Naja Ende der Geschichte ist, dass ich nun nicht genau weiß, wie ich damit weiterhin umgehen soll, außer meiner Therapie und deswegen bin ich hier gelandet.

    Somit freue ich mich auf Austausch und wünsche allen Beteiligten viel Erfolg bei Euren Missionen hier!:)