Puh, ich bin einfach so fassungslos, was in seinem Kopf vorgeht bzw. was dieses SuchtHirn im weismachen will.
Wir haben nochmal geredet und ich habe ihm gesagt dass wir nicht mehr über das ob oder ob nicht diskutieren brauchen. Ich habe ihm gesagt dass ich endlich erkannt und wirklich verstanden habe, dass er ein Alkoholiker ist und dass ich ihm nicht helfen kann. Dass das sein Gegner und sein Kampf ist. Dass ich kapituliere.
Ich habe ihm in dem Moment zwei Dinge angemerkt: 1. Verzweiflung. Weil ich nie so sicher und kalt gesprochen habe, weil ich bisher immer noch dachte ich könne ihn überzeugen oder hätte irgendeine Handhabe. Weil ich immer noch Hoffnung hatte
2. Erleichterung. Weil der Kampf mit mir vorbei ist und er ausleben kann was er will.
Irgendwann im Gespräch sagte er „du hast recht, ich habe ein Alkoholproblem“ und dann setzte er immer wieder an mit „Aber ich kann nicht aufhören, weil,…“
Und zum ersten Mal haben sich seine Anschuldigungen nicht in mein Herz gefressen wo sie ihre Runden drehen und mich an meiner Wahrnehmung der Realität und an mir selber Zweifeln lassen, mich halb um den Verstand bringen mit dem großen Fragezeichen „bin ich das Problem an der Sache?!“
Nein, zum ersten Mal habe ich diese unfassbar böse Manipulation ganz deutlich erkennen können. Seine verzweifelten Versuche, bloß davon abzulenken, dass er nicht Herr seiner selbst ist sondern Sklave seiner sucht.
„Du bist so psychisch kaputt und labil, ich kann das nicht ausgleichen und aushalten wenn ich gleichzeitig nichts mehr trinken darf“
„ich habe wegen dem ganzen Stress mit dir solche Schmerzen im Rücken dass ich den Alkohol einfach brauche um mal abzuschalten und die Schmerzen nicht zu spüren“
Und der beste war „seit du aufgehört hast zu rauchen, bist du nur noch unausgeglichen und traurig, das macht mir ein Leben ohne mein Laster nicht gerade schmackhaft, ich will ja nicht so werden wie du!“
(Ich habe aufgehört zu rauchen als er vor 1,5 Jahren sagte „du schaffst es ja auch nicht mit dem Rauchen aufzuhören, warum sollte ich dann das trinken lassen“ - kurz davor habe ich ihm zum ersten Mal gesagt dass ich diese Situationen mit der trinkerei nicht mehr aushalte und das ganze Spiel hier hat begonnen, also ja, seitdem ich nicht mehr rauche geht es mir nicht mehr gut, das stimmt, liegt aber absolut nicht am mangelndem Nikotin.
Ich habe ihn heute nur angesehen und gesagt dass wir nicht mehr weiter reden brauchen und ich mich auf solche Diskussionen in Zukunft nicht mehr einlassen werde.
wir haben uns noch nicht getrennt.. das packe ich noch nicht. Aber ich habe klare Regeln für seinen Konsum aufgestellt. Keine Ahnung ob das auf Dauer hilft ich gehe nicht davon aus. Vermutlich kriegen wir so nochmal eine kleine Gnadenfrist bevor das Schiff bevor das Schiff dann endgültig untergeht, aber ich brauche noch ein bisschen Zeit um meine Kräfte zu sammeln fürchte ich.
Wobei ich, wenn ich meine eigenen Texte hier lese, garnicht glauben kann dass ich überhaupt noch in dieser Ehe stecke.