Beiträge von Magali

    Gut, dass Du sagst, ich sei auf dem richtigen Weg. In manchen Momenten möchte ich gerne einen Rückzieher machen. Dann lese ich mir durch, was alles so passiert ist und was mich bedrückt. Dann bin ich wieder in der Spur.

    Egal wird es Dir vielleicht nicht sein, aber es wird nicht mehr die Priorität haben. Und Deine Seele wird gesund sein.
    Und… vielleicht gibt es irgendwann einen neuen Partner, der Dir gibt, was Du brauchst und mit dem Du glücklich wirst. Ich wünsche es Dir.

    So bist Du aber auch auf einem sehr guten Weg. Machst es Dir und den Kindern schön, das ist wichtig. Und macht Freude.
    Und irgendwann ist Dir der Vogel nicht mehr wichtig , der Dir jetzt noch wichtig erscheint. Du hast Familie zum Reden und einen Hund für die Seele. Was für ein Glück!

    Ja, es sind unsere gemeinsamen Kinder. Und er hat auch ein Interesse sie zu sehen. Momentan haben wir die Planung für konkrete Treffen aber noch aufgeschoben, da er noch keine Wohnung hat und sich aber schon Dinge wir Waschmaschine etc organisiert.
    Ich schwanke zwischen Traurigkeit und Vorfreude.

    Liebe Bella,
    eine traurige Geschichte, aber sie zeigt auch wieviel Stärke Du besitzt. Nutze dies für Dich. Deine Eltern waren nicht für Dich da, Deine Eltern haben Dich klein gemacht, abgewertet und seelisch misshandelt. Habe ein schlechtes Gewissen, aber gönne Dir eine kontaktfreie Phase. Und dann beobachte, ob es Dir ohne die Abwertungen Deiner Eltern besser geht. Das schlechte Gewissen schiebe in eine Schublade und schließe sie ab.
    Bleibe dran und suche Dir einen Therapieplatz, da das, was Du erlebt hast, tiefe Spuren in der Seele hinterlässt.
    Große Umarmung,

    Magali

    Es fühlt sich erst einmal ok an. Aber wie Du auch sagst, die Zukunft wird es zeigen.
    Es ist sehr traurig und verletzend, dass Dein Mann sich komplett aus allem rauszieht. Schütze Dich und die Kinder so gut es geht.
    Ich versuche hier die Kinder insofern rauszuhalten, dass ich nicht schlecht über meinen Mann rede. Es gab zwei Situationen, die schlimm waren. Darüber haben wir auch geredet und ich habe den Kindern auch gesagt, dass ihr Vater ein Alkoholproblem hat. Das war sehr schwierig.
    Zum Glück haben die beiden kein Interesse an Alkohol, der Sohn könnte ja auch schon in Kneipen gehen. Der mag es aber nicht sonderlich. Darüber bin ich wirklich froh.
    Danke fürs Daumen drücken.
    Ich fühle mit Dir, weil ich weiß, wie schmerzhaft es ist. Über 20 Jahre sind eine lange Zeit und wir haben viel Zeit, Energie und Gefühl investiert. Dann tut es weh, wenn es so endet.

    Was tust Du, damit es Dir gut geht? Kino, Freunde treffen? o.ä.

    Oh, das ist sehr, sehr traurig.
    Ich kann es überhaupt nicht verstehen, wie sich die Prioritäten so verschieben können.

    Aber ich weiß auch, dass Alkoholismus eine schwere Krankheit ist.
    Ich nutze die Chance und mein Mann macht Pläne, wie und wann wir uns sehen und Zeit verbringen. Feste Tage wo wir mit den Kindern gemeinsam essen. Dann hat er natürlich seine Tage an denen er weggeht. Da habe ich dann zumindest meine Ruhe und kann ruhig schlafen. Er kann dies als Chance nutzen.
    Falls nicht, und das habe ich ihm auch gesagt, geht meine seelische und körperliche Gesundheit vor. Meine Schlafstörungen haben jetzt schon nachgelassen, ich hyperventiliere nachts nicht mehr und die Panikattacken sind auch nicht mehr da. Schon erschreckend, dass ich es soweit habe kommen lassen mit mir.
    Aber die Zukunft wird zeigen, ob er nicht auch die neu gewonnene Freiheit nutzt und mich und die Familie stärker vernachlässigt.
    Dann sind die Kinder aber schon daran gewöhnt, dass er woanders wohnt. Das ist mir sehr wichtig, die Kinder zu schützen.
    Alles Liebe für Dich.

    Lg

    Magali

    Hallo Sonnenschein,

    eine gute Frage. Ich halte noch daran fest, da wir viel zusammen erlebt haben. Eine gemeinsame Geschichte. Schöne und traurige Erlebnisse, die uns verbinden. Wir haben trotz der - ich nenne es mal Eskapaden - eine große Verbundenheit und Nähe.

    Wir wohnen beengt. Wenn er eine eigene Wohnung hat und wir entsprechend jeder seinen Raum für sich, kann er eventuell auch zur Ruhe kommen und muss nicht zu Hause „flüchten“. Dann kann ich meinen Interessen nachgehen und er seinen. In der Schnittmenge würden wir mit und ohne die Kinder gemeinsam etwas unternehmen.
    Wenn es sich herausstellt, dass eher das Gegenteil eintritt, werde ich mich trennen. Dann habe ich aber auch für mich das Gefühl, alles versucht zu haben, was mir möglich ist.
    Und noch etwas: Ich habe auch noch Schwierigkeiten, diese Form von Alkoholismus, wirklich zu benennen. Das fällt mir sehr schwer, da er keiner der Trinker ist, die schon morgens beginnen.

    Liebe Grüße

    Magali

    Hallo zusammen,

    ich bin verheiratet seit 21 Jahren, mein Mann und ich haben zwei Kinder 15 und 17.

    Mein Mann ist schon immer in die umliegenden Kneipen gerne ausgegangen. Wir waren gemeinsam unterwegs. Wir haben aber auch andere Dinge unternommen: Radtouren, Stadtbesichtigungen, Spaziergänge etc.
    Das alles ist in den letzten Jahren immer weniger geworden. Ich habe gearbeitet und mich viel um die Kinder gekümmert.
    Mein Mann hat viel gearbeitet und ist in die Kneipe gegangen. Es hat sich so sehr gesteigert, dass er mindestens 4 Tage die Woche in einer oder mehreren Kneipen am Abend ist. Er trinkt entsprechend viel. Das ist dort normal. Er sieht sich auch nicht als Alkoholiker. Es ist gesichert, dass er keiner andere Freundin hat, fremdgeht oder ähnliches. Er möchte mich auch sehr gerne dabei haben. Er vermisst, dass ich nicht mehr trinke. (Ich trinkt mal ein- zwei Bier). Und ab und zu gehen wir auch zusammen weg.
    Allerdings ist mir das alles zu viel. Er hat einen neuen Bekanntenkreis seit ca. 1 Jahr. Die trinken eigentlich ausschließlich nach der Arbeit. Und am Wochenende sowieso. Seitdem ist mein Mann nur noch unterwegs. 4-6Stunden am Abend. Am Wochenende mehr. Da ist auch noch Fußball angesagt. Dann geht es schon um 12:00 Uhr mittags los. Und endet gegen 23 Uhr.
    Diese Gruppe mag ich nicht. Es wird nur dummes Zeug erzählt und gesoffen.
    Inzwischen geht mein Mann von 30 Tagen im Monat mindestens an 20 Tagen aus.
    Es ist für mich inzwischen unerträglich. Obwohl mein Mann friedlicher, freundlicher und intelligenter Mensch ist, ertrage ich es nicht mehr, ihn kaum zu sehen, beziehungsweise nachts betrunken ins Bett gehen oder mit Rest Alkohol im Blut. Die Kinder bekommen das natürlich auch mit. Das für diese nur wenig Zeit übrig ist, erklärt sich von selbst. Und wenn, dann soll es bei Unternehmungen auch nach seinen Wünschen gehen.
    Ich habe mir schon den Mund fusselig geredet. Eine Einsicht hinsichtlich seines Alkoholkonsums gibt es nicht.

    Ich habe ihm nun gesagt, dass er ausziehen muss. Wir trennen uns nicht, aber da er sein Verhalten nicht ändern möchte, bleibt dies ein Weg. Keine Trennung. Aber getrennte Wohnungen. Er sucht jetzt eine Wohnung.
    Ich komme gut mit dem Gedanken zurecht - aber ich bin so schmerzerfüllt, dass mein Mann die Kneipe und das Trinken über mich und die Kinder stellt. Das tut so entsetzlich weh.

    Und: Ich möchte im Alter kein Leben führen mit einem Alkoholiker an meiner Seite. Ich sehe öfters, wie die alten Herren aus der Kneipe torkeln und dann heim zu „Mutti“ gehen.

    Bin ich auf dem richtigen Weg?
    Ich freue mich auf Eure Nachrichten.
    Magali