Beiträge von lost78

    Ich merke immer wieder das ein Thema mich stark beschäftigt. Das ist das Thema einsam sein oder Einsamkeit.

    Ich bin aktuell mit der kleinen alleine Zuhause (was mir und ihr tatsächlich auch gut tut) weil meine Frau bei ihren Eltern ist die mehrere hundert KM weit entfernt wohnen. Ich kann also aus dem Grund schon entspannt sein weil ich weiß das sie nicht plötzlich vor der Türe steht.

    Ich merke aber auch dass ich -wenn die kleine im Bett ist und schläft- mich alleine und einsam fühle und das Gedankenkarusell anfängt sich zu drehen. Mit einem Kind kann man ja auch nicht einfach seine Jacke nehmen und raus gehen. So sitzt man dann da auf der Couch und grübelt.

    Ja, ich schaue dann Serien oder einen Film oder ähnliches aber oft hilft das nicht.

    Wie schafft man es aus diesem Kreislauf raus, vor allem wenn man darüber nachdenkt auszuziehen und mit der kleinen alleine zu wohnen.

    Ich möchte gerne mal ein paar Gedanken teilen.

    Meine Frau hat seit Jahren mit Alkoholproblemen zu kämpfen. Mal ist es besser mal ist es schlechter, aber es ist immer da.

    Nach jedem ihrer Abstürze sage ich mir das es das jetzt war und ich mit meiner Tochter einfach gehen muss. An Formalitäten scheitert es nicht. Mir wurde schon vor einigen Jahren das alleine Sorgerecht zugesprochen (allein das spricht eigentlich schon Bände). Aber was genau hält mich davon ab "einfach" zu gehen?

    Finanziell scheitert es nicht. Wir haben beide gut bezahlte Jobs.

    Eine Ursache ist bestimmt das ich mich immer wieder einlullen lasse.

    Ich habe Angst davor das leben mit einer 6 Jährigen nicht gestemmt zu bekommen (obwohl viel Unterstützung da ist)

    Der Gesellschaftliche Blick auf einen alleinerziehenden Vater (gerade mit Mädchen) ist noch sehr kritisch

    Kann ich in meinem Alter überhaupt nochmal neu anfangen

    Bleibe ich für den Rest meiner Tage "alleine"

    Und ganz wichtig ist der aktuell sehr angespannte Wohnungsmarkt. Die kleine geht nächsten September in die Schule und war die Krippe und Kindergarten immer mit den gleichen Freunden zusammen. Ziehe ich eine andere Gemeinde/Stadt müsste sie in eine "fremde" Schule und das will ich für sie nicht weil der Schnitt an sich schon schlimm genug wäre.

    Das sind nur einige der Gedanken die mich umtreibe wenn es um das Thema Trennung geht.

    Hallo zusammen,

    ich weiß gar nicht wo ich am besten anfangen soll.

    Meine Frau ist Alkoholabhängig - soweit zur harten Feststellung.

    Es geht schon sehr lange und war nach ihrer ersten Therapie 2018 auch gut. Sie hat lange nicht getrunken und ist schwanger geworden. Auch während der gesamten Schwangerschaft alles gut, kein Alkohol. Dann ging es irgendwann wieder los.

    Es folgte immer dem selben Muster. Es gab "Episoden" von drei Tagen an denen sie getrunken hat und dann wieder längere Zeit nicht (zumindest nicht auffällig). Es folgten dann immer wieder Therapien und noch ein 14 Tägiger Klinikaufenthalt.

    Nun ist das ganze soweit eskaliert dass sie 14 Tage am Stück getrunken hat und an vier Tagen war es besonders schlimm. Zu dem Zeitpunkt waren ihre Eltern zu Besuch und haben das zum ersten Mal so richtig mitbekommen. Daraufhin haben sie beschlossen sie erstmal mit zu sich zu nehmen.

    Ich bin mit meinem Latein am Ende und weiß auch nicht mehr so recht was ich noch machen kann um sie zu unterstützen. Sie sieht schon immer wieder mal ein das sie Hilfe braucht, aber das hält dann meist nicht all zu lang und es geht wieder zurück zum "weiter so" und sie denkt sie kann das schon alles alleine machen und das geht schon.

    Das ist jetzt nur die sehr sehr sehr kurze Ausgabe der letzten Jaher wo noch viel mehr vorgefallen ist. Wichtig ist das sie nicht aggressiv wird wenn sie trinkt.