Danke Simsalabim.
Ich bin Mitte 40. - edit -
Danke Simsalabim.
Ich bin Mitte 40. - edit -
Hallo ihr Lieben,
ihr habt mir vor einigen Monaten schon so lieb geholfen.
Inzwischen ist mein Partner aus dem Entzug/Reha zurück und es geht ihm gut und er trinkt aktuell nichts mehr. Er hat in der Reha aber wohl auch festgestellt, dass unsere Ehe inzwischen kaputt ist. Er will ausziehen, sobald er einen Job gefunden hat. Das finde ich zwar prinzipiell richtig, und trotzdem bin ich kürzlich emotional zusammen gebrochen und konnte nicht mehr. Ich war letztens im Loch ohne Hoffnung. Jetzt kommt so langsam die Kraft wieder und die Hoffnung, dass ich das doch irgendwie alles überleben, so eine Scheidung und hoffentlich nicht alleine alt werden muss. Ich habe mich so lange alleine gefühlt in den letzten Jahren, dass die Sehnsucht nach einem neuen Partner auf einmal riesig groß da ist (manchmal fast unerträglich). Nun bin ich aber nicht mehr in meinen 20ern und ich kenne hier auch noch nicht so viele Leute, da noch nicht so lange hier wohnend .
Ich hatte hier ab und zu was von einer Freizeit App gelesen. Könnt ihr mir das genauer erklären und Tipps geben? Ich will aktiv werden und nicht wieder im "dunklen Loch" landen. Alles, was grad passiert, verunsichert mich total. Ich hatte auch schon ein paar Verabredungen mit Männern, aber ich bräuchte noch mehr Freunde zum Ausgehen, Spaß haben,...
Könnt ihr mir helfen? Ich fühle mich grad extrem instabil, so dass ich mich sogar frage, ob ich es nicht doch noch mal mit meinem Mann versuchen sollte. Aber das wäre sicher der falsche Weg und ich will auch eigentlich jemand Neues kennenlernen und ich hab auch das Gefühl, dass mein Noch-Mann jetzt eine Neuorientierung für sein Leben braucht. Wir verstehen uns aktuell auf freundschaftlicher Ebene sehr gut und wollen uns gegenseitig unterstützen. Aber die Mann- Frau- Ebene ist eben komplett weg, seit Jahren, wo er immer alkoholisiert war. Ich bin durcheinander.
Liebe Rosa,
bei uns ist es ähnlich: Ich bin dann diejenige, die wütend wird und in den Augen der Kinder kann das so rüberkommen, dass der Papa "der Arme" ist. Darauf habe ich keine Lust mehr.
Danke Ino, für diese eindringlichen Worte! Sie helfen dabei, in der Zerrissenheit deutlich klarer zu sehen.
Heißt das, mit dem Wissen von heute hättest du deinen Partner ganz schnell verlassen, auch wenn ihr dadurch die positiven Sachen nicht gehabt hättet? Wenn ich fragen darf?
Ich habe auch das Gefühl, dass ich diese Sucht erst langsam begreife. Man wächst da so "unbemerkt" rein und erst jetzt verstehe ich nach und nach, was da eigentlich die ganzen vergangenen Jahre "abging". Schon wirklich schockierend.
Liebe Halbmond,
ich finde, du hast große Stärke gezeigt. Hut ab! Ich werde versuchen, es als Vorbild zu nehmen, wenn für mich diese Situation kommt. Und sie wird sicherlich kommen. Auch wenn es grad nicht danach aussieht: Da ist ein Licht am Ende des Tunnels. Und irgendwann irgendwann wirst auch du wieder strahlen. Alles hat seine Zeit. Auch die Traurigkeit. Fühle dich gedrückt in diesen schweren Stunden!
Hallo Rosa,
ich kann dich so gut verstehen. Ich bin in einer ganz ähnlichen Lage. Auch mit 2 Kindern, die noch nicht so groß sind.
Diese Lügen machen mich auch völlig fassungslos und auch vor allem das Trinken, wenn er auf die Kinder aufpassen sollte.
Er will sich ändern, aber ich weiß überhaupt nicht, was ich glauben soll und fühle mich allein. Ich habe im Grunde genommen keinerlei Vertrauen mehr, durch das jahrelange mir ins Gesicht lügen.
Ich hoffe, dass ich in den nächsten Monaten herausfinde, welcher Weg der richtige ist.
Ach ja und ich habe wieder richtig Spaß mit den Kindern und kann mich an Kleinigkeiten freuen. Auch wenn es natürlich sehr anstrengend ist, alles ganz alleine zu stemmen. Leider habe ich kaum Familie, die mich unterstützen kann, aber aktuell schaffe ich es auch so. Und die Kids werden ja auch größer- das ist auch meine Hoffnung, es wird irgendwann weniger anstrengend.
Wenn er sich im Griff nach der Reha hätte, also ein guter Vater sein könnte, die Kinder betreut, damit ich Zeit für mich habe, wieder einen Job findet - dann könnte ich mir den Status Alleinerziehend auch langfristig vorstellen. Er könnte ausziehen und ganz vielleicht könnte ich das Haus erstmal weiter finanzieren, damit die Kinder erstmal ihre gewohnte Umgebung behalten. Wenn das irgendwie ginge, könnte ich mir das vorstellen, AnnaBlume. Vermissen tue ich ihn nicht. Dafür waren die letzten Jahre einfach zu frustrierend.
Vielen lieben Dank für eure tollen Antworten! Das hilft mir so sehr!
Ich habe glücklicherweise einen guten Job und bin sozusagen unabhängig. Sonnenschein, du hast recht: Um das meiste kümmere ich mich eh schon.
Und nein: Ich will definitiv nicht als Coabhängige "enden". Ich habe die Schnau.. voll! Ich hab nur dieses eine kleine Leben und hab genug gelitten und hab keine Lust auf Mitleid mit meinem Mann sondern will endlich auch mal wieder Spaß.
Ich kenne mich mit der Thematik noch nicht so gut aus und es ist die erste Reha. Insgeheim hoffe ich, dass er auch nur noch befreundet sein will mit mir und wir alles im Guten klären können. Allerdings hat er kürzlich seinen Job verloren und ich mache mir Sorgen, wie ich das alles finanziell als Alleinerziehende packen soll. Und der ganze Scheidungskram, dem fühle ich mich aktuell nicht gewachsen.
Aber wie schon geschrieben wurde von AnnaBlume : Ich muss das jetzt nicht entscheiden.
Und wegen des schlechten Gewissens wegen der Kinder: Ja, da muss ich mir Sonnenscheins CoA Beitrag immer wieder in Erinnerung rufen, dass sie in so einer Ehe auch Schaden nehmen.
Ich weiß auch nicht, er tut immer so "normal", als ob nichts wäre. Aber das stimmt eben nicht. Ganz und gar nicht. Ich habe aber Jahre gebraucht, um dahinter zukommen. Er hat immer heimlich getrunken.
Hallo,
mein Mann ist Alkoholiker und wenn die Kinder nicht wären, hätte ich mich schon längst getrennt. Er macht derzeit eine stationäre Behandlung wegen seiner Sucht. Allerdings macht er sie, weil ich ihm sagte, entweder es ändert sich etwas oder ich trenne mich.
Ich merke, dass ich ohne ihn glücklicher bin. Aber was ist mit den Kinder? Sie vermissen ihn, hängen an ihm und eine Scheidung würde sie so verletzen. Selbst wenn die Therapie erfolgreich sein sollte, ich weiß nicht, ob da aufgrund der vielen vielen Lügen, Enttäuschungen und frustrierenden Momenten von meiner Seite aus noch ausreichend Gefühle vorhanden sind.
Gibt es hier überhaupt Happy End Storys mit alkoholkranken Ehepartnern?
Auf der anderen Seite überfordert mich der Gedanke an eine Scheidung total (auch das finanzielle- wir haben ein Haus gekauft) und ich müsste mich wahrscheinlich um alles alleine kümmern. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich das schaffe.
Oder gibt es hier Mutmach-Erfahrungsberichte?
Lieben Dank im Voraus - Cathy
P.S. Bin dennoch stolz auf mich, es aktuell als Alleinerziehende zu packen und fühle mich wieder eigenständiger und fröhlicher - das hätte ich vor ein paar Monaten noch nicht gedacht. Aber: Wie soll es bloß weitergehen???