Beiträge von theel

    Soapstar Ich mach es nicht mehr für die Beziehung. Das war mein Fehler. Ich will aber eine Beziehung in meinem Leben führen und das geht nur ohne Alkohol, aber natürlich kann die auch ohne Alkohol wieder nicht funktionieren, ist mir auch klar. Daher ist schon ein Teilziel. Aber erstmal geht es um einen sich normal fühlenden Körper. Hab jetzt aber auch keine starken Entzugssymptome heute.

    Nayouk24 Muss halt mal bis Sonntag Abend daheim bleiben und mich nicht wieder triggern. Das liegt aber eher am Liebeskummer. Mein Ziel ist jetzt bis Sonntag Abend möglichst stressfrei zu Entgiften und dann weiter zu schauen. Vorausgesetzt es wird nicht schlimmer. Aber ich hab ja Vergleichswerte zu den letzten Tagen und es wird besser. Hatte von einer Zeit mit etwa 5 Bier am Tag zu ein paar Tagen mit über 10 gewechselt und bin jetzt bei 2. Will das aber keinem nahelegen. Ich hab mich im Vorfeld untersuchen lassen und bin soweit gesund. Und ich bin nicht alleine bei dem was ich da mache. Bisher war ich wegen dem Liebeskummer draußen oder bei (antialkoholischen) Freunden, aber brauch sowohl für den Entzug als auch den Liebeskummer jetzt mal ein paar Tage Ruhe zum Nachdenken.

    Hallo Nayouk,

    ja, ich war beim Arzt und habe ihm meine Symptome geschildert. Er hat mir zur Beruhigung für den psychischen Entzug etwas pflanzliches verschrieben. Ich habe außer dem nächtlichen Schwitzen und einem leichten zittern, keine körperlichen Symptome. Sollte ich welche entwickeln werde ich ins Krankenhaus gehen bzw einen Krankenwagen rufen. Ich bin auch nicht allein. Was ich hier suche war eher jemand zum Reden. Natürlich will ich abstinent leben und denke dass ich ein Alkoholiker bin bzw. ein Problem damit habe und nüchtern glücklicher bin. Da ich noch einen Job habe will ich diesen natürlich auch behalten und einfach den körperlichen Entzug abschließen. Ich hätte die Möglichkeit Alkohol zu kaufen aber ich bin entschlossen dies nicht zu tun. Bis ich mich körperlich wieder normal fühle. Nächste Woche wird ein Ultraschall bei meiner Leber gemacht. Die Werte waren bei einer Blutentnahme im September in Ordnung. Ich würde keinem empfehlen ohne ärztliche Abklärung einen kalten Entzug zu machen. Da ich so kurzfristig aber keinen Platz auf einer Entgiftungsstation bekomme, habe ich mich für die ambulante Variante entschieden. Ich will vor allem mein Fundament für die Entwöhnung nicht verlieren. Wenn ich meinen Job verliere, bin ich eher Rückfall gefährdet.

    Ich habe mich für einen Cut down entschieden, da ich momentan noch eine Trennung durchmache und ich die psychische Belastung nicht zu groß werden lassen wollte.

    Ich denke ich kann die Risiken einschätzen. Ich war ja schon beim Arzt und habe das schlimmste vom Entzug hinter mir. Momentan habe nur psychische Auswirkungen und das nächtliche Schwitzen. Sollte sich die Symptomatik verändern, werde ich in die Notaufnahme gehen. Ist nicht weit weg.

    Hallo an alle,

    ich bin ein mittlerweile 40 jähriger Mann, der sich schon viel durch den Alkohol kaputt gemacht hat im Leben. Ich hatte bis 30 eine "wilde" Zeit und habe dann eine Entgiftung gemacht mit anschließendem Aufenthalt in einer Tagesklinik. Nach 1,5 Monaten habe ich die Therapie beendet und war auch wieder motiviert ins Leben zu starten. Ich habe studiert, das auch fertig gemacht und habe derzeit auch einen Job. Ich bin kein extremer Trinker mehr, aber ich trinke täglich Bier. Keinen harten Alkohol. Ich hatte auch nie wirklich eine Phase in der ich harten Alkohol getrunken hatte, da ich ihn nie mochte. Mein Konsumverhalten war in den letzten Jahren ein Mischmasch aus 1-12 Bier am Tag, wobei ich den Trinker Phasen immer wieder entkommen bin und recht normal gelebt habe. Ich habe mein Studium abgeschlossen, dann meinen Führerschein wieder gemacht, den ich verloren hatte, habe ein Auto gekauft und bin auch glücklich mit meinem Job. Will sagen, ich habe ein Fundament auf das ich aufbauen kann und habe auch mein Umfeld gewechselt. Ich bin so gut wie der einzige in meinem Umfeld der regelmäßig Bier oder Alkohol trinkt. Ich habe mit meinem Trinker Leben schon abgeschlossen.

    Soviel zu meinem Hintergrund. Meine Situation ist die, dass ich Anfang letzten Jahres eine Frau kennengelernt hatte, als ich in einer Phase war in der ich weniger getrunken hatte und auch das hinter mir lassen wollte. Wir sind dann auch ein Paar geworden. Da ich aber im Kopf noch nicht so weit war, wirklich zu begreifen, dass ich Probleme in der Beziehung durch mein Trinkverhalten auslöse, gab es immer wieder Streit und schließlich kam es jetzt zur endgültigen Trennung. Und ich verstehe es. Es ist jetzt etwa 2 Wochen her und ich habe mich innerlich zerfleischt für das was passiert ist, da ich trotz mehrfacher Chancen auf Entgiftung zu gehen und den Entzug durchzumachen, damit ich bereit für eine Beziehung bin, es nicht getan habe und dachte ich bekomme das schon auch irgendwann allein hin. Ich habe mir während der Beziehung eingeredet, dass ich den Entzug allein hinbekommen würde.

    Ich habe jetzt schon angefangen aufzuhören und war auch schon beim Arzt. Momentan reduziere ich den Konsum seit einer Woche und bin bei 2 Bier am Tag. Die Entzugssymptome waren auch schon da, was ich momentan noch habe ist die Angst und die innere Unruhe. Ich schwitze nachts, kann aber nach langem Wachliegen einschlafen. Ich schlafe dann aber nur ein paar Stunden und wache wieder auf. Da ich die Trennung noch verarbeite ist es natürlich nicht nur der Entzug der mich beschäftigt. Mir ist klar geworden, dass ich immer wieder auf Entzug gekommen bin in der Beziehung, was dann zu Eifersucht geführt hat, wofür ich sowieso anfällig bin. Ich habe aber gemerkt, dass je weniger ich trinke, diese Angst nachlässt. Und heute hab ich mich entschlossen, es einfach ganz bleiben zu lassen und kein Bier mehr zu trinken. Ich habe damit nun wirklich abgeschlossen und will den körperlichen Entzug nicht mehr rauszögern. Wenn es gefährlich wird, ist das Krankenhaus nicht weit, aber ich glaube nicht, dass ich eine so starke Entzugssymptomatik haben werde.

    Ich suche nun Leute die Erfahrung haben was Alkohol Entzug angeht und es zuhause schonmal geschafft haben es bleiben zu lassen. Und auch einfach Leute zum Schreiben. Ich will momentan den körperlichen Entzug schaffen und dann wieder arbeiten. Ohne wieder anzufangen. Bei mir im Kopf hat sich dieser Schalter nun wirklich umgelegt, weil ich weiß wohin die Reise geht, wenn ich dabei bleibe zu trinken.