Beiträge von Ralf reichts mit Alkohol

    Guten Abend Carl Friedrich,

    Ich habe nicht nur meine Kinder verloren, meine Frau ist auch ausgezogen, wir sprechen aber miteinander.


    Heute habe ich z.B. gegen 13 Uhr, wann ich normalerweise so die erste Rieslingschorle eingeschenkt habe, Einkäufe erledigt und dann das Abendessen für meine Exfrau und eine meiner Töchter vorbereitet! Sie ist gerade über Weihnachten bei ihrer Mutter und die andere Tochter kommt auch noch.

    Dann habe ich mir als Ersatz eine Kanne Pfefferminztee gekocht und bin eine Stunde spazieren gegangen!


    Um 17 Uhr bin ich in die Wohnung meiner Frau gefahren, die noch arbeiten war und habe das Essen in den Backofen geschoben. Danach hatte ich das beste Gespräch mit meiner Tochter seit 5-6 Jahren!

    Sie hat mich gefragt, ob ich an Weihnachten nicht dazukommen möchte!

    Ich habe für 24/25. zugesagt und 26. habe ich Tagschicht und 31. habe ich Nachtschicht.


    Das ist mal abgesichert!


    Danke für deinen Hinweis!


    LG

    Guten Morgen Hartmut,

    Ich arbeite in einem Unternehmen mit mehr als 30000 Mitarbeitern, da gibt es sicherlich noch mehr Alkoholiker, so wie ich ;)

    Deshalb haben wir auch eine Sozialberatung, mit Suchtberatung und über 30 Ärzte. 8 Krankenwagen und über 50 Rettungssanitäter. Rund um die Uhr. Sie sind informiert, wenn von mir ein Anruf kommt, dass mich sofort ein Krankenwagen abholt und was dann zu tun ist. Ich bin jetzt den 5. Tag ohne Alkohol und die Entzugserscheinungen halten sich einigermaßen in Grenzen. Kopfschmerz, ein bisschen Zittern, Magen/Darmprobleme und natürlich Einschlafprobleme ohne die Flasche Wein nach der Nachtschicht zum betäuben. Aber ich sehe das eher positiv, ich fühle mich viel fitter, habe viel mehr Energie. Die Nachtschicht hat mir keine Probleme bereitet, obwohl ich vorher auch kaum geschlafen habe.


    Jetzt aber zu Deiner Frage: Ja natürlich, ich bin bekennender Alkoholiker und das schon sicherlich über 35 Jahre. Das weiß meine Frau und meine Kinder, die nicht mehr bei mir wohnen. Das wissen alle meine Freunde und jetzt auch meine Kollegen.

    Und ich weiß es auch schon sehr lange, dass der Alkohol mich im Griff hat und nicht ich Ihn!
    Ich weiß aber auch, was der Alkohol meiner Familie angetan hat und wie er bei mir sehr viel zerstört hat! Nur weil ich seiner Sucht verfallen bin.

    Ich bin mir absolut sicher, dass ich in einem Jahr ein Alkoholiker bin, der ein Jahr keinen Alkohol getrunken hat.

    Das bin ich sehr vielen Menschen schuldig, aber vorallem mir! Denn wen ich das nicht schaffe, saufe ich mich recht schnell zu Tode, so massiv, wie mein Konsum zugenommen hat. Meine Blutwerte (Leberwerte) waren letzte Woche sehr schlecht und ich kämpfe seit ein paar Wochen mit massiven Gichtanfällen.
    Wenn ich also nichts ändere brauche ich auch nicht mehr zu leben.


    Grüße Ralf

    Hallo zusammen,


    ich bin neu hier und möchte mich gerne vorstellen.

    Ich bin 53 Jahre alt und trinke seit meinem 16. Lebensjahr. Die ersten 15 Jahre sicherlich nur auf Partys und am Wochenende, aber auch da schon oft bis zur Besinnungslosigkeit!

    Dann habe ich geheiratet, eine Winzerin, wie passend! Hier habe ich dann ganz legal ond offiziell jedej Tag den Wein genießen dürfen. Wir haben Zwillingstöchte, 21 Jahre, beide studieren und haben sich von mir Alkoholiker abgewand. Die eine Tochter, ist erst wieder bereit mit mir zu kommunizieren, wenn ich abstinent bin. Die andere Tochter kommuniziert nur mit mir, wenn ich nachweislich keinen Schluck Alkohol getrunken hat.

    Mein Alkoholkonsum hat sich nun auf 2-3 Liter Wein am Tag eingepegelt. Psychische Probleme, Angstzustände usw. nehmen zu. Ich arbeite in einem sehr großen Unternehmen, das eigene Werksärzte und Sozialberatung incl. Suchtberatung mit Psychologen beschäftigt.

    Da ich vor 2 Wochen einen alkoholbedingten Zusammenbruch mit längerer Ohnmacht hatte, rief meine Frau den Rettungswagen. Die wollten mich gleich mit in die Klinik nehmen, wogegen ich mich gewehrt habe. Dann kam eine Notärztin, die gesagt hat, wenn ich nicht mitgehe, ruft Sie die Polizei. Die kam dann auch. Ich schon wieder total fit, dachte ich! Atemalkohol 2,2 Promille. Und ich konnte alleine in den Krankenwagen steigen, in der Klinik durch die Gänge laufen und nach dem CT die Ärztin überzeugen, dass ich nach Hause kann. Das mit 2,3 Promille.

    Das zeigt wohl, dass ich es sehr gewohnt bin große Mengen Alkohol zu konsumieren, erschreckend.

    Ich habe mich am letzten Dienstag bei meinem zuständigen Werksarzt zu einem Gespräch über meine Alkohosucht angemeldet. Nach 2 Stunden mit dem Arzt und klarem Plan wie es mit meiner körperlichen Gesundheit weitergeht (Entgiftung), sprach ich auch noch mit der Psychologin der Suchtberatung (anschließender Entwöhnung).

    Ich habe klar formuliert, dass ich ab dieser Sekunde an, keinen Schluck Alkohol, weder Flüssig noch im Essen, jemals mehr meinem Körper und Geist zumuten möchte. Ich habe dem Werksarzt versprochen, dass ich alle 4 Wochen gerne zu einem Bluttest vorbeikomme. Ich bin jetzt seit 3 Tagen im "kalten Entzug", allerdings mit der Privatnummer vom Werksarzt und der Notrufnummer von der Werksambulanz.

    Um meiner Bestrebung Nachdruck zu verleihen, möchte ich hier noch erwähnen, dass ich meinen Betriebsleiter über meinen Alkoholismus informiert habe.

    Ich wünsche mir sehr, hier aufgenommen werde, um mich mit gleichgesinnten Mitstreitern auszutauschen und mir Rat und Unterstützung zu holen!


    So ich glaube das reicht erstmal,

    Beste Grüße Ralf