Beiträge von Eluscha
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Ich habe ca. 4 Jahre in einem schleichenden Prozess bis zu zwei Flaschen Wodka täglich konsumiert. Ich bin nach einem Schicksalsschlag vor zwei Jahren zurück in meine Heimat und meine Mutter und mein Bruder waren einfach schockiert und litten monatelang unter meinem Konsum. Ich habe sehr isoliert getrunken und bin - so dachte ich - keinem zur Last gefallen. Bis zum Schluss dachte ich, ich schaffe das schon. Mit Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenkrebs und 30 kg weniger bin ich dann zur Entgiftung und danach zur Langzeittherapie. Ich habe wieder laufen und leben gelernt. So viel Wut, Schmerz, Glück und besonders Liebe hatte ich Jahre nicht mehr gespürt. Dann kam der Morgen, an dem ich aufwachte und plötzlich war da einfach Ruhe in meinem Kopf. Ich hatte tatsächlich Frieden mit dem Alkohol geschlossen. Befreiender ging es nicht. Seitdem bin ich zufriedene, trockene Alkoholikerin. Ich stelle unsere Selbsthilfegruppe in Kliniken vor und halte Vorträge in Unis. Ich möchte Mut machen und aufklären. Leider treffe ich oft Menschen, die ihre Abstinenz als Verlust von Lebensqualität sehen, keinen Sinn in Freizeitveranstaltungen oder ihre berühmte Sauce nicht mehr mit Alkohol verfeinern können. Ich frage mich, ob man so jahrelang in Abstinenz leben kann ?
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Hallo, ich bin Eluscha, 36 Jahre alt und seit ca 1 Jahr trocken. Auf meinem Weg habe ich viele Erfahrungen anderer Betroffener gehört, wie sie umgehen mit ihrer Abstinenz. Bei einigen höre ich dennoch oft eine Art von „Unzufriedenheit“ und Wehmut heraus. Ich bin hier, um mich auszutauschen über das Leben und Gefühle, eure Erfahrungen und Berichte. Ich bin ziemlich zufrieden und liebe mein abstinentes Leben.