Beiträge von Kroatien1904

    Liebe Aurora

    Es fällt wirklich schwer ,das zu akzeptieren und ich hab auch eine Millionen Gedanken gehabt,ob es tatsächlich so schlimm ist und hab es erst wirklich für mich verharmlost.Ja ich wollte es nicht wahr haben!Aber ich liege einfach richtig,das erlese ich auch hier in ganz vielen Geschichten.

    Genau aus diesem Grund bin ich hier um vielleicht ein kleines wenig an Tipps umsetzen zu können .Ich merke auch das mir das ganze unheimlich viel Stress macht und ich mich so unter Druck setze.

    Heute hab ich mir fest vorgenommen auch nicht wie Tag für Tag zu warten ,das er von der Arbeit kommt und wirklich jede Sekunde auf die Uhr gucke und denke,okay er hat nach der Schicht irgendwo am Kiosk angehalten.

    Ich werd heute definitiv damit beginnen!

    Er spricht auch oft darüber ,bald ist unsere Zeit und wenn die Kinder aus dem Haus sind dann können wir mehr reisen oder auch unternehmen.Aber ich lebe jetzt und ich hoffe auch noch in 10 Jahren oder 20.Aber ich habe das Gefühl meine Lebensuhr dreht sich rückwärts,die Kinder sind groß und wir leben nicht mehr wirklich.Geschuldet ist das sicher auch dem Alkohol,denn egal was wir machen,es dreht sich viel um Bier.Also im Sommer auf dem Rad,wird immer so eine Lokalität angesteuert.

    Früher sind wir in umliegende Städte gefahren,einfach nur bummeln gegangen.

    Wenn wir was machen,dann ist es nur in die eine Richtung und ich vermeide die meisten Einladungen und Cancel auch einiges oder suche Ausreden,alle Anrufe laufen eigentlich auch über mich.Wie zb wollt ihr mit zum Weihnachtsmarkt oder wir gehen essen oder wir wollen da und da hin .

    So gut es geht versuche ich ,das wir nirgends hingehen und wenn endet es in Streit.Er wird so so Distanzlos auch Fremden gegenüber das ist so beschämend.Auf einigen Partys bei Freunden stand er dann auch schon in Unterhose da und ich fasse das dann absolut nicht und meine Freunde finden das lustig und animieren ihn auch dazu.Also so toll sind sie dann auch nicht .

    Oftmals hab ich Tagträume wie es wäre alleine zu leben,aber ich kann diesen Gedanken einfach nicht weiter denken.Puhh ich merke auch das ich wirklich nicht so sortiert schreibe,aber in meinem Kopf ist auch echt ein komplettes Durcheinander.

    Ich finde auch so traurig das er nicht schätzt das ich den Krebs und all die Therapien singet überstanden habe und so positiv war und wir uns noch haben.

    Aber er scheint ein echtes Egoismus Problem zu haben oder vielleicht liegt es ja auch an dem Konsum ich weiß es einfach nicht .

    Danke an alle die hier schreiben ,es tut gut zu wissen das man nicht alleine damit ist

    Hallo Mariexy

    Darüber habe ich mir tatsächlich auch schon Gedanken gemacht ,also eine Trennung innerhalb des Hauses.Emotional und finanziell könnte ich mir nicht vorstellen,komplett von ihm getrennt zu sein.Ich bin einfach noch nicht so weit.Eine Zeit lang habe ich geschafft das Verhalten zu ignorieren und ich hab gemerkt,das er sich leicht verändert hatte,er hat sich mehr eingebracht ,mehr erzählt.Aber es fällt mir halt schwer nicht drauf zu reagieren,oder was mich absolut aufregt er drückt die Kronkorken auf die leeren Flaschen,so das es nicht direkt auffällt,wenn er diese getrunken hat.Er weiß auch (sagt er ganz klar "Ich weiß das Du immer nachguckst)das ich darauf achte (wie dumm eigentlich von mir ).Und dann schaffe ich mal es ein,zwei Tage nicht zu kontrollieren und es ist wie ein Zwang (weil ich ja meine ich bilde es mir ein).Und wenn es mir dann auffällt,könnte ich ausrasten.

    Er macht sich wie ein Spiel daraus und ich denke,er ist doch ein erwachsener Mann,warum?Ich sehe es doch so oder so.

    Manchmal habe ich das Gefühl ,vielleicht will er mich auch nur weg ekeln?Ich habe auch meine 1000 Fragen keine Antworten mehr.

    Hallo Aurora

    Vielen lieben Dank für Deinen Text und sorry das ich mich jetzt erst drauf melde.

    Nein,ich mache Nichts mehr für mich und ich vermeide das Freunde zu uns kommen oder Arbeitskolleginnen von mir ,weil ich nie weiß wie er nach Hause kommt.Es ist mir einfach unfassbar unangenehm.Es ist nicht so das er total volltrunken ist,aber er ist halt wesensverändert.Seine Mimik,er wiederholt sich dann ständig und ist halt wie ein anderer Mensch.Ich komme mir auch vor als würde ich ihn den kompletten Tag scannen.Ich weiß nicht ob das so "normal"ist,weil er mir auch oft vorwirft nicht "normal" zu sein und ich würde mir das einbilden.Wenn ich drüber schreibe ,schnürt sich mein Herz so zu,mir laufen die Tränen und das Atmen fällt mir schwer .Ich würde behaupten wir haben eine sehr Liebevolle Beziehung geführt ,haben 3 Kinder groß gezogen und dann hat sich irgendwann das Ganze so eingeschlichen.Und ich habe das Gefühl,der Mann den ich so sehr geliebt habe,der ist in diesen "Momenten"nicht mehr da und diese "Momente"sind so ,so häufig geworden.Und ich bin so hilflos ,weil er es natürlich nicht als bedenklich sieht,da er ja keinen hochprozentigen Alkohol trinkt,sondern nur!Bier.Ich muss dazu sagen ich bin viel zu Hause,nach über 32 Jahren im Arbeitsleben bin ich an Krebs erkrankt und erhole mich noch von der Krankheit.Hier muss ich sagen,als die "Diagnose"im Raum stand ,war er noch so auf dem Stand "Ach was Du hast und da wird nichts sein."Als es dann wirklich feststand,hat es ihm wirklich den Boden unter den Füßen weg gerissen und er war wie der Alte.Ich hab zu meinen Kindern gesagt,das der Krebs da war,war wirklich eine schlimme Zeit,aber das positive daran war,ich hatte fast ein Jahr Harmonie ,keinen Streit und ein absolut Gefühl von absoluter Liebe.Nach der Akut Therapie (2024) wurde es im darauf folgenden Jahr so schlimm,das er wirklich täglich getrunken hat.Das Jahr war einfach nur schlimm .Wie gesagt er trinkt nicht bis zum umfallen,aber so ,das alle nur einen Bogen um ihn machen wollen.Ich habe mir so vorgenommen,etwas für mich zu machen ,meine Kontakte sind auch Gott sei Dank durch meinen Rückzug nicht eingeschlafen,ich telefoniere regelmäßig mit meinen Freunden oder auch Arbeitskolleginnen.Nur niemand weiß was hier los ist,alle denken tatsächlich noch,wir sind so ein tolles Paar.Ich bin weiter unfassbar traurig 😞

    Hallo ich stelle mich mal vor

    Ich bin 54 habe 3 Kinder

    Das ich hierher gefunden habe war für mich ein langer Weg,ich komme mir so vor als würde ich meinen Mann hintergehen und ihn verraten.Ich bin 30 Jahre verheiratet und ca.vor 12 Jahren ist mir aufgefallen das mein Mann schon um die Mittagszeit "angeschlagen" gewesen ist.Da er uns als Familie soweit in Ruhe gelassen hat,hat man das einfach toleriert. Die Kinder waren noch klein und haben es nicht offensichtlich mitbekommen.

    Jetzt sind meine Kinder erwachsen und bekommen es hautnah mit.2024 bin ich an Krebs erkrankt und in diesem Jahr hatte man das Gefühl das er den Konsum runtergeschraubt hat und sich zusammen gerissen hat.Weit gefehlt 2025 war mitunter das Schlimmste Jahr täglich 5-6 halbe Liter die man gesehen hat an Bier und das was er verzehrt hat auf seiner Hunderunde war nicht ersichtlich ,man merkt jetzt aber deutlich eine psychische Veränderung sobald er nur ein Bier getrunken hat,sind es mehr,erkennt man ihn nicht mehr wieder,als würde man mit 2 verschiedenen Männern leben.

    Ich bin an einen Punkt angekommen ,wo ich mir nicht mehr zu helfen weiß.Er geht seiner Arbeit nach und das schon 40 Jahre,er umsorgt die Familie und hat mich bei jeder Krankheit begleitet ,aber dennoch ist diese Veränderung nicht mehr zu ertragen.Schon die Mimik und sein Verhalten triggert mich so enorm ,ich weiß man soll mit Leuten die trinken nicht in die Konfrontation gehen,aber ich schaffe es einfach nicht.

    Ich bin so unglücklich darüber ,das ich einsehen muss,das er ein Problem hat.Sozial habe ich mich komplett abgeschottet und lade auch niemanden mehr zu uns ein,wenn jemand unverhofft vor der Tür steht ,bin ich nur angespannt ,weil ich nicht weiß wie er drauf ist und ob es unangenehm wird.Mal raus gehen zu Freunden auf Partys oder in eine Gaststätte,ist alles mit Alarm für mich verbunden,er benimmt sich nach ein paar Bier sehr distanzlos und tatscht die Leute an und starrt sie an und ich habe immer das Gefühl ich müsste aufpassen ,es ist nichts entspanntes dabei,wenn Alkohol fließt .Von daher versuche ich es so weit es geht nirgends mehr hinzugehen und es auf das minimalste zu begrenzen .

    Er hat in diesem Jahr das erste Mal geschafft einige Tage nicht zu trinken,da er Silvester so viel getrunken hat und mir nicht mal ein Frohes Neues Jahr gewünscht hat.Aber eigentlich gab es im letzten Jahr nicht einen Tag ohne Bier,eventuell wenn er zur Nachtschicht musste (sicher bin ich mir hier aber auch nicht ) und man ist wirklich so dumm und glaubt,jetzt,jetzt hat er es verstanden,aber heute kam er wieder angeschlagen und griff direkt wieder zu normalen Bier.

    Alle Angebote,alle Gespräche kommen nicht an und er sieht nur das Problem in mir,das ich derjenige bin der nur Streit sucht und keine Harmonie möchte.Das ist nicht an dem,es ist nur schwer zu ertragen mit jemanden den Tag zu verbringen den man kaum für voll nehmen kann.Ich habe lange gebraucht ,aber ich hab zu lange die Augen verschlossen und ich wünsche mir hier einfach nur Tipps,wie ich mich schützen kann und ob ich noch hoffen kann oder ob ich diese direkt begraben soll.

    Jegliche Gespräche in guten Momenten,werden nicht für Ernst genommen und er hat kein Problem es ist nur Bier und kein Schnaps und er arbeite schließlich,jemand mit Alkoholproblemen kann das nicht.Ich weiß nicht ob mir hier in irgendeiner Form geholfen werden kann,aber ich brauche einfach Rat und was ich tun kann,ich bin wirklich mit meinem Latein am Ende.

    Vielen Dank fürs Lesen