Beiträge von renscha

    Hallo in die Runde,

    ich bin seit circa 2 Monaten mit einem Alkoholiker zusammen, der - laut eigener Aussage - bereits mehrere trockene Entzüge absolviert hat.

    Zuletzt war er 3 Jahre trocken. Da sein Vatersatz-Freund im Sterben liegt, hat das wohl den Anlass gegeben, dass er wieder angefangen hat zu trinken. Das ging circa 2 Monate so. In dieser Zeit haben wir uns kennengelernt.

    Wir verstanden uns bestens. Er hat immer betont, dass er wieder mit dem Trinken aushören will - nicht zuletzt, da er mich kennen gelernt hat.

    Nun hat er vor 14 Tagen auf eigene Faust mit dem kalten Entzug begonnen. Ich dufte in dieser Zeit nicht dabei sein. Wir wollten schriftlich Kontakt halten. Von Tag zu Tag wurden die Nachrichten weniger. Ich weiß aber, dass er den körperlichen Entzug erfolgreich "bestanden" hat. Vor 4 Tagen kam jedoch die Nachhricht, "Ich will zur Zeit mit niemanden reden oder schreiben!".

    Ich habe darauf hin Verständnis gezeigt, viel Kraft gewunschen und ihm geschrieben, dass er sich auf sich konzentrieren soll und sich melden soll, sobald er sich dazu imstande führt.

    Seitdem warte ich auf ein Lebenszeichen von ihm. Ich weiß, dass er seiner Arbeit nachgeht. Also körperlich dürfte er ok sein. Ich hadere aber sehr mit der Situation. Zum einen möchte ich ihn nicht bedrängen, zum anderen warte ich sehnsüchtigst auf ein Lebenszeichen.

    Ich habe mich mittlerweile in das Thema etwas eingelesen. Scheinbar fällt man nach einem kalten Entzug gerne in ein psychisches "tiefes Loch".

    Meint ihr, kann ich noch auf eine Nachricht hoffen? Besteht Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft? Soll ich ihm noch mehr Zeit geben? Oder soll ich ihn anschreiben? Bin im Moment ziemlich ratlos, wie ich mich verhalten soll. Sollte er wirklich psychisch total am Boden sein ... wie sieht es da mit Erfahrungswerten aus, wie lange so eine "Talsohle" dauern kann usw.

    Wäre für jede Hilfe dankbar,

    Danke und liebe Grüße
    Renscha