Beiträge von Nici

    Ihr Lieben

    Heute ist wieder einer dieser Tage an denen es mir schwerer fällt. Gut das ich es schon beim aufstehen registriert habe. Ich merke es einfach wenn ich zu gut gelaunt viel zu früh wach bin. Dennoch musste ich heute Morgen los um den Hund meiner Tochter abzuholen und bin dabei an gleich 2 meiner alten „ einkehrschwünge“ sprich Getränkemärkte vorbei gefahren! Mein Hirn lief auf Hochtouren ! Ich machte mir die Verantwortung bewusst wenn bei schwerem Schneefall mit der Hündin meiner Tochter die sie mir anvertraut hat etwas passieren sollte… das hat mich echt abgehalten davon die hier in Franken bald benötigten Kufen in die falsche Richtung zu drehen! Kaugummi, im Auto war auch echt meine Rettung .Und auf der Heimfahrt dann gar kein Gedanke mehr daran!
    Jetzt werde ich mit 2 tollen Schäferhunden ( auch um mich selbst auszupowern)eine Runde im Wald drehen und kann weiterhin stolz auf mich sein .

    Hallo Marku$765,

    ich habe auch ganze 47 Jahre gebraucht herauszufinden was mit mir „nicht stimmt“ erst meine Hausärztin meinte letztes Jahr im Oktober zu mir das ihr immer wieder aufgefallen ist das ich in Gesprächen abdrifte und entweder im Kopf schon beim nächsten Thema war oder wohl sehr zappelig und getrieben wirke .Im selben Atemzug kam die Frage ob ich den schon immer so ein Unruhegeist wäre und ob mein Therapeut denn mal an ADHS gedacht hat anstatt an chronische Depressionen. Nein ,daran hatte er tatsächlich nie gedacht obwohl im Nachhinein betrachtet alle Anzeichen dafür schon immer da waren und die ewigen Depressionen , wie sich nun herausstellte das Symptom des unbehandelten ADHS sind . Leider sehr viel verschwendete Lebenszeit bzw. einfach unnötig erschwerte Lebenszeit. Und eine Sucht , welche auch immer macht es ja bekanntlich nicht besser ! Ich habe aber mittlerweile eine App die mir auch ganz gut durch den Alltag hilft wenn ich mich mal wieder wie bestellt und nicht abgeholt fühle weil ich einfach nicht mehr weis was ich zuerst tun oder lassen sollte beziehungsweise wollte ;) jedoch lindert sie natürlich nicht das Verlangen das die Macht der Gewohnheit in mir jahrelang gezüchtet und eingepflanzt hat. Sie hilft mir aber mich zu strukturieren und manches einfach aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Gerne würde ich mich freuen mit dir in Kontakt zu bleiben und zu erfahren wie es dir ergeht wenn du deine Diagnose hast und wie du es empfindest :) liebe Grüße, und Kopf immer oben halten .

    Hallo Elly,

    Diese Erfahrung kann ich nur teilen, Alkohol im Haus zu haben ist so ziemlich das letzte das einem hilft davon los zu kommen. Ich habe keine Entgiftung gemacht, mein Weg führte mich zielstrebig zu den AA, wobei ich auch da zwei Anläufe gebraucht habe um die für mich passende Gruppe bzw. Charaktere zu finden denen ich mich anvertrauen und öffnen kann. Leider war ich tatsächlich auch so naiv zu glauben bzw. so überheblich zu denken das trifft es weit besser ,ich hätte nach einem Jahr Abstinenz damals das gröbste hinter mir und wurde sehr schnell sehr hart auf den Boden der Tatsachen zurück geholt…

    Nun also wieder reumütig in meiner alten Gruppe eingelaufen und sich eingestehen zu können das man einfach ein leben lang damit zu tun haben wird kann sehr hilfreich sein.
    Ich versuche derzeit allen potenziellen Gefahrenherde aus dem Weg zu gehen auch wenn das für mich bedeutet das ich dieses Jahr sicherlich auf keiner Geburtstagsfeier vertreten sein werde. Aber das ist mir meine Lebensfreude allemal wert!

    Ich bin Alkoholikerin und nun seit 4 Wochen abstinent ‚an manchen Tagen fällt es mir leichter an anderen dafür umso schwerer.

    Angefangen zu trinken habe ich vor 20 Jahren aus Gründen innerer Unruhe und Getriebenheit . Ich begann das „ berühmte Weinchen“ zum einschlafen zu trinken. Dies hat mir zwar meine Unruhe genommen aber leider irgendwann auch meine restliche Lebensfreude. Leider steigerte mein Konsum sich schleichend und geriet irgendwann gänzlich außer Kontrolle. Ich versuchte psychotherapeutische Massnahmen mit Medikamentöser Behandlung gegen Depressionen welche egal was für Tabletten man mir auch verschrieben hatte völlig wirkungslos blieb. Warum weiß ich jetzt. Vor 2 Monaten bekam ich dann die Diagnose ADHS und mir wurde klar wie anders mein Leben hätte verlaufen können hätte ich das mal eher gewusst.

    Ich hatte vorher schon immer mal längere Phasen der Abstinenz gerade in Zeiten in denen Therapie angesagt war oder ich einfach soviel zu tun hatte das ich körperlich und geistig einfach am Limit war.

    Allerdings möchte ich meine Diagnose gerne Medikamentös einstellen lassen und ich denke ich muss nicht erklären was *edit* in Verbindung mit Alkohol anrichten kann.

    Also ist das Ziel Nummer 1 die endgültige Abstinenz.

    Ich freue mich auf eure Nachrichten und bin froh ein Forum wie dieses gefunden zu haben, :)