Beiträge von Dorfjunge92

    Hi zusammen,


    Ich war jetzt lange auf der Suche nach einer Online Möglichkeit mich bezüglich meines Alkoholproblems zu öffnen.


    Mein Weg:

    Ich bin seit gestern 34 Jahre alt und habe im Grunde seit meinem 16 Lebensjahr mit Alkohol zu tun. Damals noch beim Feiern mit den Jungs und mal 2 Feierbaendbier mit dem Vater. Dann bin ich aus dem Nürnberger Land nach München gezogen. Da war neben der Karriere auch Party angesagt und in der Firma in München immer ein Kühlschrank mit kostenlosen Feierabendbier. Das saß man so gut wie jeden Abend bei ein paar Bier zusammen. Damals war ich in meinen frühen Zwanzigern… da hab ich noch was ausgehalten.

    2018 kam ich mit meiner Frau zusammen,welche ich 2020 geheiratet hatte. 2021 kam unser Sohn zur Welt… alles während Corona in einer absoluten Hochstressphase. Ich hatte einen Führungsjob im Logistikmanagement, was während der Zeit ja mega unter Druck Stand, dann noch die Verantwortungshaltung zu Frau und Kind…. Da bin ich mit dem Stress immer mehr in Depressionen gerutscht. Das stammt auch aus meiner Kindheit behaftet, da meine Mutter ebenfalls Alkoholprobleme, Depressionen und Bulemie hatte.

    Im März 2021 bin ich mit einem Burnout und Alkoholmissbrauch zusammengebrochen und zum erst Mal in die Psychiatrie zur Entgiftung.

    Danach war ich eingestellt, habe den Job gewechselt und war 2,5 Jahre trocken! Also es geht…

    Aber dann kamen Familiäre Prübleme hinzu mit Auseinanderleben in der Ehe und 2 Jobwechsel wegen Firmeninsolvenzen. Daraufhin bin ich wieder reingerutscht. Mal ein Alkoholfreies, dann ein leichtes… Zack sitzt man drin und denkt hey.. es geht doch.

    Nö absolute Scheiße!! Ende 2024 wieder der Zusammenbruck mit 2 wöchiger Entgiftung. Die Firma Stand hinter mir und das hat mir geholfen, aber meine Frau hat sich distanziert und ich bin ins Dachgeschoß gezogen.

    Diese Räumliche Distanz mit weiterhin hohem Arbeitspensum hat mit 2025 im März nochmals zum Alkohol gebracht. Daraufhin Wieder Pschatrie mit Entgiftung, meine Frau hat sich von mir getrennt und ich bin im Eilverfahren auf Langzeittherapie.

    Danach bin ich zu meinem Vater ins Elternhaus zurückgezogen und nochmals freiwillig für 2 Wochen in eine Klinik um stabil zu bleiben. Dort wurde ich auch mit Medikamenten nochmals umgestellt. Seit dem kämpfe ich jeden Tag mit Suchtdruck und den psychischen Themen.

    Die Trennung von Frau und Kind macht mir zu schaffen und auf so einem Minikuhkaff wo ich wieder wohne, ist halt auch wenig mit Ablenkung geboten.

    Ich arbeite seit Oktober zwar wieder und Pendel 1h ins Büro via S-Bahn. Das setzt mir auch etas zu, lenkt aber ab. Also sehr durchwachsen und ich hoffe hier unter Gleichgesinnten Meinungen und Hilfe zu bekommen.

    Der Alkohol hat schon so viel kaputt gemacht und zumindest Sohn und Job dürfen darunter nicht leiden, so wie natürlich auch meine Gesundheit. Aber der Kopf Leute… das kennt ihr denke ich. Das ist echt eine Krux… ich würde den so gerne austauschen.


    Ich freue mich von euch zu lesen.