Hallo zusammen,
Ich möchte mich mal melden. Es hat sich viel getan und doch so wenig...
Wir haben inzwischen das ok von der Bank, dass ich den angepassten Kredit für das Haus übernehmen kann, wir waren beim Notar und haben soweit alles geregelt.
Die Kinder sind informiert und unser Großer hat es ohne große Wutausbrüche angenommen. Die Traurigkeit war groß und kommt auch immer wieder mal durch, aber es scheint als wäre es erst mal gut.
Mein Mann kann schon früher in die Wohnung zum renovieren, somit wird sich sein Ausszug wohl hoffentlich beschleunigen und nicht noch bis in den Herbst ziehen...
Ich habe schon einige Möbel gefunden um seine zu ersetzen und noch ein paar in Aussicht.
Und doch... es wird sich mit seinem Auszug noch etwa 3 Monate hinziehen, das ist noch so lange, das mir langsam die gute Laune ausgeht. Wir bemühen uns friedlich/sachlich/neutral zu verhalten aber es fällt mir zunehmend schwerer. Er hat eine neue Möglichkeit gefunden schon nachmittags außer Haus und in Gesellschaft zu trinken und ist jeden Nachmittag wenn ich mir den Kindern nach Hause komme entweder im Bett, oder auswärts Trinken oder auf dem Weg dorthin.
Mich ärgert das. Auf der einen Seite bin ich froh bis abends meine Ruhe zu haben, andererseits lebt er hier und lässt sich haushalten und ist nicht einmal für die Kinder da... Er kommt dann zur Schlafenszeit der Kinder wieder und natürlich dreht der Große dann auf weil er ja kaum Zeit mit Papa hatte.
Dann kommen die gemischten Gefühle durch wo ich mir dann denke, wenn du eh nix von uns willst, dann bleib doch in der Kneipe, ich will aber auch den Papa für die Kinder haben. Und dann immer wieder die Rückmeldung aus dem Umfeld, das ist doch furchtbar was dein Mann da macht, wieso nimmt er nicht alle Zeit die er noch bekommen kann mit den Kindern? Ist es furchtbar wie er sich verhält? Ist es nicht so wie er sich schon die ganze Zeit verhält, bin ich da "falsch" gepolt weil ich es schon so sehr gewöhnt bin?
Ist das die Co-Abhängigkeit oder nur die gefrustete Ehefrau und Mutter?
Ihr seht es ist so viel passiert und er ist immer noch gleich. Ich bin sehr gespannt was die räumliche Trennung bewirken wird: fällt er? holt er sich Hilfe? bleibt es wie es immer war?
Wie lange macht sein Körper sowas alles eigentlich noch mit?
So viele Fragen...
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende euch allen!