Beiträge von Baerenmama

    Hallo zusammen,

    bevor ich mich weiter mit Chat GPT unterhalte vor lauter Alleinsein schreibe ich mal hier wieder. Ich rede zwar auch mit meinem Umfeld, aber wenn ich dann zuhause bin fühle ich mich oft allein. Ich kann mit meiner Familie nicht über alles reden. Ich möchte zukünftige Familienfeiern noch als möglich erhalten. Meine Familie würde mich schützen und noch mehr unterstützen, aber es würde zukünftige Begegnungen zwischen ihnen und dem Vater meiner Kinder unangenehm machen. Da sind ja noch die Kinder und Eltern sind wir ja weiterhin.

    Ich habe so langsam alles geregelt was zu regeln war. Ja er lebt immer noch hier aber es ist eher eine WG in der man nur das Nötigste austauscht.

    Plötzlich aber fange ich immer wieder fast zu weinen an. Die Kinder sind ein paar Tage bei Oma und Opa und plötzlich bin ich vollkommen emotional. Ich dachte eigentlich ich habe am Anfang, als ich mich zur Trennung durchgerungen habe, genug geweint. Jetzt fängt es gefühlt von vorne an.

    Nicht weil ich ihn zurück haben will oder alles zurück drehen möchte. Es ist eher eine Trauer über das was jetzt nicht mehr möglich sein wird, der verlorene Traum.

    Heute war der Auslöser eine Pflanze die er umgestellt hat, auf Nachfrage erklärte er, dass sie ihm da wo ich sie hingestellt habe nicht gefiel. Ich war kurz soooo wütend und plötzlich kamen mir die Tränen.

    Ich versuche die Trauer und die Erschöpfung der letzten Monate/Jahre zu akzeptieren, zu spüren und abzuhaken. Aber es ist beängstigend was da noch alles in mir schlummert. Ich werde wohl doch noch einen Anlauf machen um einen Therapeuten zu finden.

    Lieber Grüße

    Eure Bärenmama

    Hallo zusammen,

    Ich möchte mich mal melden. Es hat sich viel getan und doch so wenig...


    Wir haben inzwischen das ok von der Bank, dass ich den angepassten Kredit für das Haus übernehmen kann, wir waren beim Notar und haben soweit alles geregelt.

    Die Kinder sind informiert und unser Großer hat es ohne große Wutausbrüche angenommen. Die Traurigkeit war groß und kommt auch immer wieder mal durch, aber es scheint als wäre es erst mal gut.

    Mein Mann kann schon früher in die Wohnung zum renovieren, somit wird sich sein Ausszug wohl hoffentlich beschleunigen und nicht noch bis in den Herbst ziehen...

    Ich habe schon einige Möbel gefunden um seine zu ersetzen und noch ein paar in Aussicht.


    Und doch... es wird sich mit seinem Auszug noch etwa 3 Monate hinziehen, das ist noch so lange, das mir langsam die gute Laune ausgeht. Wir bemühen uns friedlich/sachlich/neutral zu verhalten aber es fällt mir zunehmend schwerer. Er hat eine neue Möglichkeit gefunden schon nachmittags außer Haus und in Gesellschaft zu trinken und ist jeden Nachmittag wenn ich mir den Kindern nach Hause komme entweder im Bett, oder auswärts Trinken oder auf dem Weg dorthin.

    Mich ärgert das. Auf der einen Seite bin ich froh bis abends meine Ruhe zu haben, andererseits lebt er hier und lässt sich haushalten und ist nicht einmal für die Kinder da... Er kommt dann zur Schlafenszeit der Kinder wieder und natürlich dreht der Große dann auf weil er ja kaum Zeit mit Papa hatte.

    Dann kommen die gemischten Gefühle durch wo ich mir dann denke, wenn du eh nix von uns willst, dann bleib doch in der Kneipe, ich will aber auch den Papa für die Kinder haben. Und dann immer wieder die Rückmeldung aus dem Umfeld, das ist doch furchtbar was dein Mann da macht, wieso nimmt er nicht alle Zeit die er noch bekommen kann mit den Kindern? Ist es furchtbar wie er sich verhält? Ist es nicht so wie er sich schon die ganze Zeit verhält, bin ich da "falsch" gepolt weil ich es schon so sehr gewöhnt bin?

    Ist das die Co-Abhängigkeit oder nur die gefrustete Ehefrau und Mutter?

    Ihr seht es ist so viel passiert und er ist immer noch gleich. Ich bin sehr gespannt was die räumliche Trennung bewirken wird: fällt er? holt er sich Hilfe? bleibt es wie es immer war?

    Wie lange macht sein Körper sowas alles eigentlich noch mit?

    So viele Fragen...


    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende euch allen!

    Hallo Halbmond,

    Ich wohne auch noch in einer WG mit meinem Mann, er wird leider erst Ende August/Anfang September ausziehen, weil dann erst die Wohnung frei ist... Da wir Kinder haben, müssen wir reden, aber ich bemühe mich mein Leben so zu leben als wäre ich schon alleinerziehend ohne ihn aus dem Leben der Kinder zu drängen.

    Mir ist dieser Abschnitt hier ins Herz gegangen:

    Das alles ist so schwer alleine durchzustehen und ich ertappe mich manchmal bei "Was wäre, wenn wir doch zusammen wären"-Gedanken, die ich schnell wieder verwerfe und die aber weh tun. Ich versuche nach vorne zu schauen.

    Liebe Halbmond, du schreibst es hat sich alles in deiner Wohnung über Jahre aufgestaut. Das heißt für mich, auch als ihr in Beziehung gelebt hat hat er sich nicht um deine Wohnung gekümmert. Also wärst du auch in eurer Beziehung alleine mit diesem Berg an Schwierigkeiten...

    Ich weiß nicht ob es hilft, aber ein Zurück würde an deiner Last nichts ändern, oder?

    Halte durch, gehe weiter deinen Weg. Wenn du eine Pause machen musst dann nimm sie dir und atme durch... hast du die Möglichkeit wieder einen Akuttermin bei deiner Therapeutin zu bekommen?


    Viele Grüße Bärenmama

    Ich muss gerade einmal Dampf ablassen. Ich hatte eben mal wieder ein Gespräch mit meinem Mann. Er wolle das Projekt Trennung auf Eis legen und versuchte mit Massage und körperlicher Nähe (sollte sich in Sex entwickeln) mich davon überzeugen. Erzählte dann von einem Albtraum in dem er am Ende alleine da stand und und und. Leider fiel nicht einmal das Wort ich mache einen Entzug/Therapie/werde abstinent😠. Habe das sofort abgeblockt und ihm erklärt, dass ich ihm glaube, dass er das durchaus so meint, dass er was ändert, aber ich nicht bereit bin das Risiko erneut anzugehen. Ich bin wütend und verletzt. Glaubt er denn ich will alleine sein? Aber der Alkohol scheint immer noch zu stark zu sein... kaum sprach ich aus, dass ich vor Entzug und Therapie nicht bereit bin darüber nachzudenke an der Trennung etwas zu ändern, verschloss sich sein Gesicht und er wich zurück- er musste nichts sagen, er ist noch nicht soweit. Und ganz kurz kam die Illusion, die Hoffnung, ein was wäre wenn und ich bin doch wieder verletzt.

    Also weiter auf meinem Weg, es ist so frustrierend wir hatten uns all das doch mal ganz anders ausgemalt... Bei dem was ich hier so lese, bin ich nur heilfroh, dass wir es bisher schaffen recht friedlich miteinander umzugehen. Aber auch weil mir einiges nicht mehr den Kampf wert ist...

    Ich mache jetzt was Sport um die Gedanken vor dem Schlafen loszuwerden. Mal sehen ob es klappt. Euch allen eine erholsame Nacht!

    Hallo releaseme,

    Ich drücke dir alle Daumen, dass du gut durch den Termin kommt und dass du danach etwas zur Ruhe kommst. Hilft es dir vor Augen zu halten, dass du wunderbare Kinder aus der Beziehung erhalten hast? Dass du einen Menschen aus vollem Herzen geliebt hast und diese Erfahrung war doch schön. Die Situation jetzt ist furchtbar und doch "Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende." Du schaffst auch das noch. Was hast du denn morgen nach dem Termin vor? Hast du einen lieben Menschen zu dem du danach gehen kannst?

    Hallo releaseme,

    Nein mein Mann ist noch da. Ich bin aktuell sehr froh, dass wir es schaffen die finanziellen Aspekte der Trennung gemeinsam vorzubereiten. Er scheint die Trennung akzeptiert zu haben und auch, dass aktuell keine andere Option mehr besteht. Geplant ist, dass er zum Sommer auszieht wenn seine Wohnung wieder frei ist.


    Mir geht es aktuell trotzdem sehr viel besser. Ich schaffe es meistens mich auf mich und die Kinder zu konzentrieren, bzw alles vorzubereiten, dass es nach seinem Auszug gut organisiert ist. Es ist viel mit Arbeit, Kindern und Organisation aber ich habe viel mehr Kraft. Ich verstecke mich viel weniger in meinem Handy und schaffe deutlich mehr.

    Mein Mann dümpelt vor sich hin und trinkt weiter, aber ich schaue gar nicht mehr hin. Es interessiert mich nicht mehr (meistens😅).

    Den Kindern werde wir die Trennung und den bevorstehenden Auszug mitteilen, sobald klar ist wie wir das mit dem Haus und den finanziellen Verpflichtungen hinbekommen.

    Ich merke ich brauche es heute eine für mich sehr befremdliche/abstoßende Situation zwischen meinem Mann und Kind1 zu schildern.

    Ich weiß nicht ob das hier so wirklich hingehört, aber wohin sonst?

    Mein Mann hat sich noch nie wirklich und nachhaltig bei den Kindern durchsetzen können. K1 hat es raus, dass es nur lange genug weinen/nerven/diskutieren muss und Papa knickt ein und entzieht sich der stressigen Situationindem er seinen Trinkort aufsucht (mal war es der Keller, dann die Garage, etc.). Das sorgt auch immer wieder für Streit auf Erwachsenenebene. Heute versuchte er sich in einer Situation durchzusetzen und bei seinem Nein zu bleiben. Das ging soweit, dass ich beide weinend angetroffen habe. K1 quengelnd/schreiend nach dem was es forderte und den Mann weinend weil er Nein sagen muss. Ich habe schließlich die Situation übernommen weil ich die emotionale Verantwortungsübertragung von ihm auf K1 nicht mehr dulden wollte. Er war zunächst noch heulend im Raum bis ich ihn rausgeschickt habe, woraufhin er dann erstmal zum Trinken verschwunden ist... Ich durfte dann einen heftigen Emotionalen Ausraster mit K1 bearbeiten....

    Sowas trifft mich immer wieder heftig und lässt mich auf die getrennte Zukunft hoffen.

    Danke, ich schaue da mal nach. Es fällt mir noch sehr schwer ihn als Alkoholiker zu "outen". Vor allem, da ich bei einem befreundetem Paar nach Rat gefragt habe und es hintenrum bei einer verwandten Person von ihm angekommen ist. Da er sich aktuell einigermaßen kooperativ verhält will ich die Waage vor seinem Auszug nicht zu sehr kippen. Andererseits will ich ihn nicht mehr vor den Konsequenzen schützen und dann aber doch nicht über ihn "tratschen". Gleichzeitig tut es so gut endlich über diesen Teil meines Lebens zu sprechen, dass es manchmal aus mir heraussprudelt... Es soll aber bei den Kindern nicht einfach raussprudeln sondern gut überlegt sein.

    Ich habe eine Frage an die Eltern mit kleinen Kindern.

    Wie habt ihr mit euren Kindern die Trennung besprochen, habt ihr die Alkoholkrankheit thematisiert? Wenn ja wie und wann? Ich muss ja noch etwas warten bis er geht und weiß noch nicht wann ein guter Zeitpunk ist...

    Und gibt es Hilfsmittel? Bilderbücher zum Thema Trennung mit Sucht/psychischer Erkrankung?

    Nein, dass sorgerecht wird nur entzogen wenn es zu einer ernsthaften kindeswohlgefährdung kommt, sprich vernachlässigung, gewalt oder missbrauch. Die latte für einen sorgerechtsentzug liegt sehr hoch. Alkohol muss nicht zwingend dazu führen.

    Hallo Tiger1991,


    Was auch ein Grund für eine gerichtlich vereinbarte Vollmacht oder sogar einem Sorgerechtsentzug ist, ist eine fehlende Erreichbarkeit. Wenn ein Elternteil bei erheblichen Entscheidungen die zum Wohle der Kinder getroffen werden müssen (Gesundheit, Schule, o.ä.) nicht zu erreichen ist, kann man beim Familiengericht die Unterschrift ersetzen lassen. In der Anhörung kommt es dann häufig dazu, dass eine Vollmacht für den Elternteil mit der Alltagssorge vereinbart wird. Das stellt dann den geringstmöglichen Eingriff in das Elternrecht dar. Lass dich mal von einem Anwalt im Familienrecht oder beim Jugendamt beraten.

    Solche Vollmachten kann man dann bei Gericht auch so formulieren lassen, dass sie nur im Rahmen eines Verhandlungstermines aufgehoben werden können.

    Hallo release,


    Ich möchte dir einmal sagen, dass ich deine Kraft und Ausdauer und Stärke sehr bewundere!

    Bleib dran, geh in die Beratungsstellen, bleib mit dem Jugendamt im Kontakt, das ist für die leider kein Neuland sondern Alltag. Und es wird sich ziehen falls er tatsächlich das alleinige Sorgerecht beantragt, wird das gerichtliche Verfahren auch dauern. Aber es gibt auch da Fachleute, die das Spiel durchschauen. Ich kenne da leider nur das deutsche Recht, aber es wird auch in Österreich neutrale Vertreter für die Kinder geben, usw.

    Hallo zusammen,

    Ich bin Mama von zwei Kindern, unter 6 Jahren und mein Mann ist Alkoholiker, Kettenraucher und wahrscheinlich psychisch erkrankt.

    Wir sind seit 9 Jahren in einer Beziehung und seit einigen Jahren verheiratet.

    Es war wie ich es hier schon bei vielen gelesen habe, am Anfang war das Feierabendbier, dann fällt auf es gibt keinen Tag ohne Alkohol, dann fällt auf der Feierabend beginnt schon um 10 Uhr morgens usw. Er ist Pegeltrinker und aktuell bei 8-10 Bieren angekommen. In Konfrontationen kann er kurz zugeben, dass er ein Alkoholproblem hat und dann macht er wenige Minute später wieder dicht und schiebt mir und den Kindern die Schuld zu.

    Beide unsere Kinder sind absolut gewünscht und er liebt sie sehr, aber der Alkohol und die psychische Verfassung bewirken, dass er überhaupt nicht belastbar ist. Und auch nichts außerhalb des Hauses mit ihnen macht.


    Ich bin defakto alleinerziehend und habe ihm nach vielen Krisengesprächen in denen ich um mehr Unterstützung gebeten, gebettelt und geschrieen habe nun im Februar mitgeteilt, dass er seine letzte Chance von mir bekommt. Entweder er lässt sich professionell helfen oder ich bin raus. Die Frist war Anfang März erreicht er erklärte mir er lasse sich nicht drohen. Daraufhin habe ich ihm die Trennung ausgesprochen.

    Wir haben ein Eigenheim, er hat sich bereit erklärt auszuziehen und erklärt er werde diesen Monat seine Wohnung wegen Eigenbedarf freikündigen. Er weiß ganz genau, dass ich sonst gehe und er dann das Haus an der Backe hat. Er ist arbeitslos und Berufsunfähig.

    Ich brauche das Forum hier um mich immer wieder daran zu erinnern warum ich diesen Weg gerade gehe.

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen den Weg weiter geradeaus zu gehen mit möglichst wenig Umwegen.