Beiträge von Pegasus_251

    Ich bin ein durch und durch optimistischer Mensch, nein, du warst nicht zu negativ, eher realistisch, ich weiß ja wie gut oder schlecht die Chancen stehen, bissl was habe ich mir inzwischen angelesen.

    Auch ich kann mich als klassisch co- abhängig sehen, ich habe vieles getan um zu "helfen", habe mein Hobby (ich hab ein Pferd) vollkommen vernachlässigt aus Angst, wenn ich aus dem Stall komme, hat er wieder getrunken, hab mich zwar mit Freunden getroffen, sprechen konnte ich aber mit niemandem über die Abhängigkeit, ich wollte ja, das das Bild was andere über meinen Mann haben, aufrechterhalten bleibt, wollte ihn damit nicht beschämen. Nicht mal seine Eltern wussten es bis zur Eskalation an dem einen Tag.

    Im Nachhinein, ja, ganz schön dumm, Verantwortung übernommen wo ich sie nicht hatte, aber der Strudel war da, wenn ich ihn ein bisschen mehr liebe, ein bisschen mehr helfe, dann kann er es bestimmt schaffen.

    Sprechen konnte ich mit meinen Eltern und mit meiner Schwester, das hat viel gebracht und sie haben mich immer unterstützt. Ich habe aber gemerkt wie viel wohler mir ist, weil sobald mein Mann in die Klinik ging, ich auch mit meinen Freunden gesprochen habe, nicht mehr hinter den Berg halten zu müssen. Mir hat das unheimlich Entlastung gebracht. Ich kann wieder meinen Hobby nachgehen, ich habe wieder inneren Frieden.

    Das mit der Trennung habe ich auch mit meinem Mann so besprochen. Es war im Prinzip mein Ultimatum. Ich will alles mit ihm, ich kann die Kraft ein Stück für uns beide aufbringen, zumal die jetzt bald 15 Wochen nicht einfach für mich waren, wir haben Haus und Hof und ich einen anspruchsvollen Job, aber wenn er den Weg geht und das alles will, dann trage ich das für die Zeit. Wenn er allerdings danach entscheidet, seine Sucht ist wichtiger, dann gehe ich. Ich hab lange mit mir gehadert ob das falsch war, das zu sagen, weil ich das Gefühl hatte, er könnte die Therapie nur deswegen machen, nicht für sich, weil er verstanden hat, weißt du was ich meine? Inzwischen denke ich, okay, wenn ich der Anstoß war, ist das gut, er hat aber auf jeden Fall verstanden. Ich glaube, wir haben eine gute Klinik ausgesucht, die gut aufgearbeitet und ihn gut vorbereitet hat. Es wird halt zeigen wie es ist wenn er aus seiner, ich nenne es liebevoll "Käseglocke" wieder zurück in die Welt kommt.

    Zu meinem Plan, er ist nicht konkret, weil ich ja hoffe, das ich ihn nicht brauche, aber ich weiß das ich im Fall der Fälle sicher in meinen Gefühlen bin, ich habe alles gegeben, ich habe zu ihm gehalten in der schweren Zeit, ich habe mir nichts vorzuwerfen, mehr hätte ich nicht machen können. Und das gibt mir Sicherheit.

    Ui, ein langer Text geworden, danke fürs lesen,

    Pegasus <3

    Hallo liebe Pegasus.

    Mein Mann hat sich auch, mehr oder weniger freiwillig, in Suchttherapie, ambulant, begeben.

    Er schweigt sich weiterhin über diese Problematik aus. Somit entfällt bei uns ein fruchtbarer Austausch.

    Ich schaue, dass ich gut mit mir in meinem „Garten“ mich bewege.


    Ich wünsche dir ein konstruktives Miteinander, sowohl zuhause als auch hier im Forum. Herzlich willkommen.

    Liebe Grüße , Simsalabim 🧙‍♀️

    Hallo Simsalabim,

    Vielen Dank erstmal für das Willkommen.

    Das klingt ja erstmal nach, du bist mit deinem Mann (noch) weiter zusammen.

    Ambulant wäre für uns keine Option gewesen, wollte mein Mann aber Gott sei Dank auch nicht.

    Wenn ihr nicht sprecht, wie kannst du dann damit umgehen? Akzeptierst du "einfach"?

    Liebe Grüße

    Hallo EllaDrei,

    danke für deine Nachricht. Ja es ist ein Hoffen, Bangen wahrscheinlich auch, im Partnerseminar ging es viel um Kommunikation und im zweiten Teil um den ersten Hilfe Koffer bei Craving und/oder einem Rückfall.

    Nachsorge und Selbsthilfegruppe sind geplant wenn er dann wieder Zuhause ist, also die Kontakte sind geknüpft und erste Termine vereinbart.

    Ich hoffe vor Kontrolle übernehmen kann ich mich bewahren und auch dein beschriebenes Leben auf rohen Eiern möchte ich nicht mehr, das hatten wir vor Entgiftung und Entwöhnung und auch ich musste bissl was über mich lernen.

    Ich hoffe, ich lese noch bissl was positives, von Paaren die es geschafft haben, im Moment überwiegt echt bissl die Angst, nur wenige scheinen es geschafft zu haben. Natürlich weiß ich um die hohen Zahlen die einen Rückfall erleiden...

    Was ich aber jetzt schon weiß, und das ist auch klar kommuniziert, sollte mein Mann den Weg zur Sucht zurück wählen, tut er das ohne mich.

    Liebe Grüße

    Hallo ihr Lieben,

    suche hier im Forum ein paar Gleichgesinnte. Mein Mann hat sich mehr oder weniger freiwillig (am Anfang) nach 3 Wochen Entgiftung zur Anschlusstherapie entschlossen und steht jetzt kurz vor dem Ende der 13 Wochen Entwöhnung. Wir hatten unsere zwei Wochenenden Partnerseminare und ich freue mich wirklich auf unser weiteres gemeinsames, hoffentlich abstinentes, Leben. Natürlich nicht ohne ein paar Bedenken, deswegen würde ich mich freuen mit euch in Kontakt zu kommen. Vllt auch noch mit ein paar Anregungen wie ich es ihm leichter machen kann wenn er wieder nach Hause kommt.

    Bis hoffentlich bald, liebe Grüße,

    Pegasus <3