Beiträge von Lenethu

    Vielen Dank für eure Nachrichten und eure Anteilnahme.

    Er hat mir jetzt zugesagt, dass er nichts mehr trinken wird. Nicht wegen ihm, sondern wegen mir. Er will mich nicht verlieren und will sich auch nicht trennen von mir. Es fühlt sich nicht richtig an. Ich möchte diese Last eigentlich nicht tragen. Ich würde mir so wünschen, dass er von sich aus aufhören will.

    Die Dinge, die er gesagt hat, schiebe ich komplett auf den Alkohol. Er nicht. Das tut fast noch mehr weh, denn eigentlich ist dann der Alkohol für mich die "Ausrede". Vielleicht ist er aber einfach auch so (gehässig, beleidigend, demütigend). Wir haben alle so unsere Dämonen in uns. Es würde mir soviel leichter fallen, wenn er auch den Alkohol dafür verantwortlich macht.

    Er ist heute am 2. Tag ohne Alkohol, eigentlich schon fast der dritte den zuletzt hatte er nur ein kleines Bier getrunken. Die Laune ist unterirdisch, er blockt total ab und lässt mich keinen Millimeter an sich ran. Ich frage mich, was in dieser Situation eigentlich besser ist. Immer wieder eintreten und fragen, wie es ihm geht. Zeigen, das man da ist. Oder einfach in Ruhe lassen und gegenebenfalls mehrere Tage ohne ein Wort zu reden vergehen lassen.

    Dieser Eiertanz ist für mich Stress pur. Ich bin zuhause, sollte mich hier eigentlich wohl fühlen und kann kaum abschalten. Die Gedanken kreisen nur um dieses eine Thema. Sollte ich vielleicht doch locker lassen und einfach abwarten, was passiert?

    Für nächste Woche ist Urlaub geplant, gebucht und bezahlt. Aktuell habe ich so gar keine Lust mit ihm wohin zu fliegen. Üblicherweise gehts nämlich am Flughafen schon los mit dem ersten Bier, im Flieger dann nochmal und so weiter und so fort. BIs jetzt habe ich da auch immer mitgemacht, weil ich ja auch Urlaub habe. Nach wenigen Tagen wird er mir dann zuviel und ich gehe einen Gang runter. Er macht weiter und wir driften auseinander. Am Ende eines jeden Urlaubs in den letzten Jahren - und wir fahren ziemlich viel und gerne weg - eskaliert es dann und wir streiten, spätestens am 1.Tag zuhause. Ich habe mir immer eingeredet, dass es am Urlaub an sich liegt. Den plane ich, er mag das nicht. Und ich hatte so den Gedanken, dass ihm dieses Kontrolle abgeben und mich die Führung übernehmen lassen, dann auf den Keks geht. Ist es vielleicht eher der Konsum in dieser Zeit?

    Ich hinterfrage gerade so vieles und möchte gern an allem den Alkohol schuld geben. Es gäbe so vieles, wo es auch heutiger Sicht passen würde. Wo wir wegen allem möglichen immer wieder gestritten haben und mir damals nicht aufgefallen ist, dass er vielleicht schon wieder einige Zeit hintereinander zuviel konsumiert hat. Kennt ihr das?

    Ich wünsche euch allen einen schönen Ostermontag - macht was draus für euch :*

    Hallo an Alle,

    ich bin sozusagen Co-Abhängig und möchte gerne hier im Forum herausfinden, wie ich mich am besten verhalten soll.

    Mein Mann trinkt. Nicht besonders viel, aber täglich. Und wenn er das über 2, 3 Wochen hindurch macht, wird die Laune unterirdisch. Er fängt dann an mit so kleinen Spitzen, kleine demütigende Bemerkungen, stellt sich über mich und glaubt, er muss mich niedermachen. Irgendwann wirds mir zu bunt, kann ich es nicht mehr aushalten. Dann kommt ein mega Streit mit wüsten Beschimpfungen beiderseits (wobei ich meine eher nicht so schlimm finde, so normal, wie man das im Streit halt eben macht - er ist komplett unter der Gürtellinie).

    Das Spiel spielen wir nun seit mehreren Jahren wobei mir erst seit kurzem klar ist, dass es der Alkoholkonsum ist, der ihn so garstig macht.
    Er weiß, dass er ein Problem hat. Er entschuldigt sich dann immer, verspricht es kommt nicht mehr vor, aber naja.
    Tatsächlich abstinent ist der nach so einer Aktion vielleicht 2, höchstens 3 Tage. Dann gehts wieder los, mal ein Tag, mal 2 Tage hintereinander und schwupps, beginnt das Spiel wieder von vorne.

    Man merkt ihm den Konsum auch körperlich und geistig an. Er vergisst wahnsinnig viel, speziell alles was am Abend passiert (tagsüber trinkt er nicht, nur abends). Er ist abgeschlagen und schläft viel. Seine Blutwerte sind nicht besonders gut. Kürzlich kam auch noch ein Hautproblem hinzu.

    Ich bin also nun an dem Punkt, wo ich klipp und klar sage, so will ich nicht mehr weitermachen. Ein Ende fühlt sich gedanklich nicht mehr unmöglich an, sondern befreiend und erleichtert. Aber ich weiß auch, es ist eine Krankheit. Ich weiß auch, wenn er nicht trinken würde, wären die Problem nicht da. Ich komme mir teils schäbig vor ihn zu anzuprangern, aber er zerstört mit seinem aggro Verhalten einfach alles.

    Familiär auf seiner Seite gibts da keinen Rückhalt. Die trinken selber gerne täglich, werden aber nicht ausfällig.
    Meinerseits will sich keiner einmischen und die Meinung dazu sagen.

    Ich bin mal gespannt, wie ihr das alle seht. Tut gut, mal alles von der Seele zu schreiben.