Beiträge von Miri

    Dass ich Alkoholikerin bin weiß sie bereits schon 10 Monate. Ich habe sie auch mal mit zu einem Gespräch mit meiner Suchttherapeutin genommen. Ich will damit sagen, sie weiß was ich so mit mir bringe.

    Was, wenn ihr aus irgendwelchen Gründen wieder auseinander zieht? Ist dann deinen Abstinenz gefährdet?

    Das ist eine gute Frage.

    Ich denke das käme auf die Gründe drauf an. Wenn wir im Streit auseinander gingen, wäre es vielleicht erstmal kritisch. Ich bin mir sehr bewusst, dass ich für meine Abstinenz selbst verantwortlich bin...

    So ich hab lange überlegt was ich hier schreiben soll und ich denk ich werde einfach mal los was mich aktuell beschäftigt.

    Ich wohne derzeit in einer WG, in der ich nun 4 Jahre war und mich sehr wohl gefühlt habe. Unser Vermieter kam am Dienstag vorbei und hat uns verkündet, dass er das Haus verkaufen will. Er versucht uns das schmackhaft zu machen, dass wir bereit sind zeitnah auszuziehen. So wie es gerade aussieht werden wir das wohl auch tun.

    Für mich stellt sich nun die Frage ob alleine mir eine Wohnung suche, oder gemeinsam mit einer guten Freundin aus meiner WG. Eine WG mit Fremden kommt für mich nicht in Frage.

    Ich habe mit der Freundin gesprochen und sie kann es sich grundsätzlich vorstellen. Wir kennen uns jetzt seit sie vor einem Jahr in die WG gezogen ist und es ist sehr harmonisch und schön mit ihr. Natürlich hat sie im letzten Jahr viel mit mir mitgemacht, als ich getrunken habe. Sie selber trinkt keinen Alkohol und hat mich nie deswegen verurteilt. Wir lernen grad beide wirklich offen miteinander zu kommunizieren und Grenzen zu setzen, Bedürfnisse zu äußern....

    Ich merke, dass ich große Angst habe, es mit meiner Abstinenz nicht hinzubekommen und dass ich dadurch unsere Freundschaft sehr belaste und ich alles kaputt mache. So dumm, ich glaub so wenig an mich. Ist halt meine bisherige Erfahrung. Es motiviert mich natürlich ungemein dran zu bleiben, der Gedanke mit ihr zusammen zu hausen. Ich mag sie sehr gern und sie ist mir wichtig. Und ich weiß, dass ich es für sie auch bin.

    Anderseits kann ich mir gerade nicht vorstellen allein zu wohnen. Es hat mir immer geholfen etwas "Kontrolle" zu haben. Mein Therapeutin meint auch, dass sie es mir gerade nicht raten würde. Ich bin ja noch keine 2 Wochen trocken, obwohl es grad gut läuft, ich mich sehr wohl dabei fühle.

    Ich weiß einfach nicht was das Beste für uns beide ist....

    Kann mein Dilemma Jemand nachvollziehen?

    Danke für die Rückmeldung und die Empfehlung der Artikel. Ja ich habe mich bereits seit 1ner Woche ein bisschen im Forum eingelesen.

    Meinen Entzug hatte ich mit meinem Hausarzt besprochen. Ich habe täglich die Alkoholmenge etwas reduziert bis ich auf Null war. Ich hatte dadurch kaum körperliche Entzugserscheinungen.

    Aktuell arbeite ich mit meiner Therapeutin an meinen Skills und erweitere meinen Notfallkoffer. Seit meiner Abstinenz habe ich Gott sei Dank kaum Suchtdruck, was mir die Tage sehr erleichtert. Das war bisher nie so nach einem meiner unzähligen Entzüge.

    Alkohol gibt es in meinem Zuhause schon länger nicht mehr. Ich wohne in einer WG und meine Mitbewohner unterstützen mich, indem sie keinen Alkohol in der Wohnung trinken oder irgendwelche Flaschen in den gemeinsamen Räumen rumstehen. Dafür bin ich echt dankbar.

    Hallo ich bin die Miri und 38 Jahre alt.

    Seit dem 19. Lebensjahr bin ich alkoholabhängig und habe bisher eine Langzeittherapie und letztlich eine ambulante Therapie begonnen. Leider bin ich wegen mehreren Rückfällen da nach nem halben Jahr rausgeflogen.

    Aktuell bin ich bei der Caritas über Plan C noch ein Jahr angebunden. Die wöchentlichen Gespräche unterstützen mich sehr in den Weg meiner stabilen Abstinenz. Ich habe mehrere Selbsthilfegruppen bei mir Vorort besucht, aber aus diversen Gründen hat es nie für mich gepasst. So kam ich auf diese Online Selbsthilfegruppe....

    Ich habe meinen 7. abstinenten Tag jetzt geschafft und habe diese Woche noch ein Gespräch mit einem Arzt in der Suchtambulanz.

    Ich bekenne mich als Alkoholikerin und strebe ein lebenslanges abstinentes Leben an.

    Ich habe die Schnauze so voll, ich mache immer alles kaputt um mich rum in meinem Konsum! Ich bin es meinem Umfeld leid und es mir selber wert abstinent zu Leben.