Beiträge von MoniSi

    Hallo Mimoma, ich bin auch neu hier. Lese deinen Text und es erinnert mich stark an meinen Partner (außer, dass er nicht in die Kneipe geht, sondern zuhause trinkt).

    Unter der Woche sind es meist 5-8 Bier, am WE dann ab 12 Uhr auch mal über 10-12 :(

    Ach ja, und dazwischen mal ein Schnäpsken für die schnellere Wirkung…

    Ein Bierlimit habe ich auch schon versucht durchzusetzen, spätestens ab 4 Bier wird es komisch bzw. kann die Stimmung extrem schnell kippen. Bin auch schon heimgefahren, dann rastet er komplett aus und beschimpft mich wie wild, weil ich ihn ja „alleine“ lasse.
    Und dann bleibt man, betröppelt und deprimiert mit seinen Gefühlen zurück. Ich kann dich da absolut verstehen, soetwas hallt lange nach. Das schlimmste für mich ist, dass er alles so relativiert und herunterspielt, den Ernst der Lage nicht sieht, aber das liegt sicher an der Krankheit selbst.
    Habe jetzt mal eine Kontaktpause gesetzt und ihm gesagt, er soll sich Gedanken machen. Mich gibt’s nur ohne Alkohol. Mal schauen, was er draus macht, aktuell ist jammern und heulen angesagt, aber die Verantwortung muss er selbst tragen.

    Wir dürfen uns nicht wegen den Ausfälligkeiten und dem Suff der Partner so schlecht fühlen müssen, da geht auch immer ein Stück Selbstachtung verloren.


    Du schreibst, dein Partner sei nüchtern ganz lieb und ihr habt viele gemeinsame Hobbies. Auch das trifft bei mir zu. Ich frage mich immer, wie jmd unter Alkoholeinfluss dann soooo gemein und abwertend werden kann. Das sind dann wirklich zwei Gesichter bzw. wie eine andere Persönlichkeit…

    Hallo, ich bin 41 Jahre und lebe in einer Partnerschaft mit einem Alkoholiker.

    Sein Charakter ändert sich unter Alkoholkonsum extrem. Er ist streitlustig, sieht nur sich, provoziert, wird verbal extrem ausfällig, und behandelt mich dann wie Dreck. Einfach nur respektlos. Aber: es sei ja nicht so gemeint.. und ich würde übertreiben.

    Nüchtern harmonieren wir sehr gut, allerdings sind diese Zeiten überschaubar, er trinkt jeden Tag.

    Er gesteht sich seit einem halben Jahr sogar ein Alkoholproblem ein (davor wurde es Kleingeredet), will sich aber keine Unterstützung holen. Er schaffe das selbst. Und scheitert trotzdem immer wieder…

    Ich bin hin- und hergerissen, zwischen Liebe, Wut, Hilflosigkeit und Traurigkeit :(

    Muss zuschauen, wie sich mein Liebster selbstzerstört und unsere Beziehung zerstört. Er ist labil und ich unterstütze ihn in vielen Bereichen.
    Immer wieder hoffe ich, dass er sich endlich ändern wird, und falls nicht, ich mal den Absprung schaffe.


    Hier im Forum würde ich mir Austausch mit Leidensgenossen bzw. Personen die den Absprung geschafft haben wünschen, da ich im privaten Umfeld aus Scham nicht darüber reden mag bzw kann.

    Viele Grüße

    MoniSi