Mein Tiefpunkt war bereits am vergangenen Samstag, da habe ich auch die Trennung ausgesprochen und meine Sachen gepackt.
Natürlich ist aktuell noch etwas Hoffnung da, er macht sich wohl einige Gedanken, aber es ginge wohl „nicht von heute auf morgen“.
Was daraus wird, keine Ahnung, hab ihm gesagt, wir können gerne reden, wenn er mal eine ganze Woche nüchtern ist.
Mich gibt’s nur ohne Alkohol. Seine Entscheidung.
Ich unterstütze, wenn er es tatsächlich einsieht und was an SEINEM Leben ändern, will. Deshalb interessieren mich auch insbesondere diese Themen zum inneren Entschluss, damit ich besser einschätzen kann, falls er mir was vormacht.
Beiträge von MoniSi
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Herzlichen Dank an alle für die offenen, klaren Worte und Einblicke in euer Leben, habe mit so vielen Antworten gar nicht gerechnet

Habe die Antworten auch mehrfach gelesen und erstmal sacken lassen. Es schockiert zu lesen, was alles bei dem ein oder anderen passieren musste, bis der innere Entschluss und somit die Befreiung kam. Aber vermutlich wäre es ohne diese Ereignisse und Tiefpunkte nicht zur Trockenheit gekommen und folglich zu einem besseren und schöneren Leben.
Die Sucht ist echt ein harter Brocken.
Ich nehme für mich mit, dass mein Partner vermutlich aktuell noch gar nicht so weit ist und die Vorteile des Alkohols für ihn überwiegen bzw. die Sucht ihn noch voll im Griff hat. Beziehungsstress, Trennungsabsicht, Antriebslosigkeit und Schlafprobleme sind ein Witz gegenüber dem was ihr da beschreibt.
Ganz lieben Dank nochmal für den Austausch hier zwischen Alkoholiker und Co. Hier bekommt man Einblicke und Erkenntnisse die man im privaten Umfeld leider nicht so erhält.
Es freut mich sehr für jeden einzelnen der dieser Suchtfalle entkommen und jetzt frei ist! -
Hallo zusammen,
Mir schwirrt auch schon seit Tagen (seit ich hier mitlese) eine Frage im Kopf rum. Vielleicht ist sie etwas persönlich, aber vielleicht mag der eine oder die andere vllt doch (grob) antworten.
Es heißt, ein nasser Alkoholiker muss es aus dem tiefsten Inneren von selbst wollen und einen Entschluss fassen. Verstehe ich und ist gut nachvollziehbar. Jetzt kann man natürlich hierbei niemandem wirklich helfen oder in die Richtung drängen, aber:Gab es bestimmte einschlägige Vorkommnisse bei euch bzw ein Aha-Erlebnis oder ist das eher ein schleichender Prozess?
Eher gesundheitlich, beziehungstechnisch oder beruflich? Oder die Summe aus allem?
Würde mich wirklich mal brennend interessieren
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Hallo MoniSi,
Mir geht es bedeutend besser. Nein, mir geht es gut. Natürlich belastet mich noch immer was ich erlebt habe, wie viel Zeit verronnen ist, wie blind ich war und was ich mit mir hab machen lassen. Aber ich kann inzwischen akzeptieren, dass genau das mein Weg war, der gegangen werden musste.
Hallo Sonnenschein,
Erstmal freut es mich sehr, dass es dir gut bzw bedeutend besser geht.
Vielen Dank für das Teilen deines Leidenwegs. Es macht einfach nur sprachlos, schockiert und es tut mir sehr leid, was du/ihr durchmachen musstest. Das dauert bestimmt auch, das Ganze erstmal zu verarbeiten.
22 Jahre sind eine sehr sehr lange Zeit, ich hoffe sehr, dass du bald jemanden an deiner Seite hast, der dich gut behandelt, so wie du es verdienst. Und bis dahin, das Alleinesein in vollen Zügen und tollen Unternehmungen genießt!
Nach meiner ersten toxischen Beziehung war ich insgesamt 5 Jahre Single. Das erste Jahr halbwegs unfreiwillig, danach hab ich es richtig genossen. Urlaubsreisen, Konzerte, was auch immer ich wollte, ohne auf einen Partner Rücksicht nehmen zu müssen etc. Das war eine tolle, ereignisreiche und Erlebnisreiche Zeit die ich nicht missen möchte. Und die mir innerlich gestärkt hatte.
Aber aktuell tu ich mir noch schwer mit dem Gefühl vermutlich bald wieder Single zu sein. Warum auch immer. Kopf sagt: passt schon kann nur besser werden. Gefühle sagen: ich will ihn und er soll endlich aufhören zu trinken (aber kein Einfluss drauf!) Ein wahres Dilemma -
Der oder die Alkoholikerin muss klar erkennen, das das Problem bei ihm/ihr liegt, er sich Hilfe von außen holt und begreift, nie wieder Alkohol trinken zu können.Trennung auf Zeit ist schonmal ein guter Anfang, um deinen Kopf freizukriegen. Das Forum hier ist eine gute Hilfe. Du wirst viele Geschichten lesen,welche ähnlich verlaufen wie deine. Ich wünsche dir, das du deinen Weg findest und irgendwann wieder frei durchatmen kannst.
Hallo Bono59,
Herzlichen Dank für deine Wünsche und die klaren Worte.
Zu lesen, dass viele Geschichten ähnlich verlaufen, frustriert zwar, aber öffnet einem auch die Augen.. -
Hallo Moni,
ich finde es schwierig, eine Einschätzung zu geben. Ich kenne Menschen, auch aus meinem privaten Umfeld, die andere Wege gegangen sind als hier in den Grundbausteinen beschrieben werden. Und die Erfolg hatten und lange trocken sind.
Aber grundsätzlich muss vom Alkoholiker ein innerer Entschluss gefasst werden.
Hallo Aurora,
Einschätzungen sind immer schwierig, vorallem wenn man die Personen nicht kennt, das verstehe ich, konnte mir trotzdem die Frage nicht verkneifen, man greift ja jeden Strohhalm
Deine Erfahrung andere Menschen zu kennen, die es ohne professionelle Hilfe geschafft haben, finde ich sehr positiv und freut mich. Da könnte ich vllt doch noch ein Fünkchen Hoffnung haben, wenn er die letzte Chance in Angriff nimmt.
Am inneren Entschluss Zweifel ich aktuell noch, dass wird sich die nächste Tage oder Wochen rausstellen. Habe nun seit 2 Tage nichts mehr von ihm gehört. Tut gut, ist aber auch komisch.Meine Erfahrung, die ich mit meinem ersten Mann gemacht habe ist folgende. Er ist zur Entgiftung in die Klinik gegangen. Vorher hatte er einfach zu trinken aufgehört und massive Entzugserscheinungen. Im Krankenhaus hat er auch an den Vorstellungsrunden der Selbsthilfegruppen teilgenommen, die da ihre Erfahrungen mitgeteilt haben.
Er hat auch an einer Gruppentherapie teilgenommen, 10 Mal war das. Aber im Alltag hat er nichts geändert. Er hat für meinen Geburtstag damals Sekt eingekauft obwohl ich ihn nicht drum gebeten hatte. Er hat sich auf Feiern mitten in die Trinkerrunden gesetzt, denen eingegossen. Mit den Augen mitgetrunken.
All sowas. Er kam mir ganz anders vor als ich hier im Forum bei den Alkoholikern gelesen hatte. Er tat nichts weiter als nur nichts zu trinken. Mein Bauchgefühl hat mich gewarnt, ich hab es ernst genommen. Und das war gut so.
So habe ich das auch noch nicht gehört oder gelesen. Und kann mir das als Nichtalkoholiker ganz schwer vorstellen.
Wenn ich es mit dem Rauchstopp vergleiche, da kann (und will) man sich doch auch nicht einfach in eine verqualmte Kneipe dazusetzen und machen als ob nichts wäre. Oder auf Diät mit einem Schokotörtchen vor der Nase. Aber an deinem Beispiel sieht man, dass jeder unterschiedlich damit umgeht bzw. gewisse Verdrängungsmechanismen ab und an greifen.
Zum Glück hast du dich auf dein Bauchgefühl verlassen.Aber ein Partner, eine Partnerin die sich sorgt und einen normalen Alltag versucht aufrecht zu halten, ist schon praktisch. Ich glaube auch deshalb, dass der Abhängige sich selbst weiter sagen kann, dass sein Konsum doch noch nicht so schlimm ist.
Das wird mir langsam erst bewusst, wie viel ich ihm die letzten Monate „automatisch“ abgenommen habe. Ggfls hat das die Sucht auch noch gesteigert, quasi nach dem Motto „die Alte macht schon, ich sauf Bier..“
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Danke für deine Einschätzung Panama,
Ja dieses „ich kann nicht versprechen, dass ich niiiiiie wieder trinke…“ stößt mir auch übel auf. Er ist zwar ein ehrlicher Mensch (so grundsätzlich, und will in keinem Themenfeld leeren Versprechungen machen), aber dann hat es wohl wirklich noch nicht Klick gemacht -
Hallo Aurora,
Der Abstand tut auch gerade sehr gut und fühlt sich etwas befreiend an. Auch wenn der Kopf ständig um das eine Thema (bzw. die eine Person) kreist…
Sind Manipulationen bei Alkoholikern quasi Standard? Verstehe ich das richtig?Ich habe oft den Eindruck dass es auch manchmal in „nüchterneren“ Zuständen bei ihm eine massive Realitätsverzerrung gibt und er vieles selbst glaubt (jetzt nicht im krass pathologischen Sinne, eher unterbewusst oder selbstschützend die Wahrheit verdreht oder nicht akzeptieren kann) bzw. sich nicht mehr richtig in andere Menschen einfühlen kann…
Habe in einem anderen Chat deine Geschichte gelesen und möchte dir herzlich zu deinen 19 Jahren Loslösung gratulieren, da hast du hier sicherlich schon einiges gelesen und einen sehr großen Erfahrungsschatz.
Könntest du mir bitte deine Einschätzung zu folgendem geben:Wenn ein Alkoholiker zwar sein Problem erkannt hat, aber sich scheut professionelle Hilfe anzunehmen, nicht ausdrücklich bestätigen kann dass er nie wieder trinkt, es aber von nun an von Tag zu Tag versucht… klingt das eher nach Beschwichtigung oder gibt es tatsächlich Menschen die es von selbst (ohne professionelle Unterstützung) schaffen?
Liebe Grüße Moni
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Hallo monisi,
Es ist für mich zwar erschütternd, aber auch aufschlussreich das zu lesen was du geschrieben hast. Das ist fast als würde ich von meiner eigenen Situation sprechen. Ich erlebe das ja nun schon lange, aber es haut mich jedes mal wieder um, dass ich jemand ganz anderes präsentiert Kriege und mich Frage, wer ist das? Und dann frage ich mich, kann man das alles auf den Alkohol schieben oder kommen da dann die persönlichkeitsanteile ans Tageslicht die sonst nicht gezeigt werden, weil sie eben nicht schön sind.
Vor allen Dingen ist es bei mir immer noch so, dass ich da häufig von überrascht werde. Auf einmal ganz plötzlich wendet sich das Blatt wegen einer Nichtigkeit und dann erlebe ich auch genau das was du hier schreibst. Ich erlebe es auch jedes Mal genauso. Da wird man ganz plötzlich gemein und abwertend behandelt und dann sitze ich hier. Und dann frage ich mich was ist eigentlich los? Weil oftmals habe ich nicht mal ansatzweise irgendetwas gemacht, was dieses Verhalten begründet. Und dann sitze ich hier alleine mit meinen Gefühlen und er will gar nicht verstehen, was er falsch gemacht hat. Manchmal liegt er sogar noch eine schippe oben drauf.
Und das mit der selbstachtung, das merke ich auch schon länger. Meine selbstachtung und mein Selbstvertrauen hat auch schon einen Schaden genommen. Und nun bin ich das erste Mal an der Stelle, dass ich nach einem alkoholisierten schlechten mitnehmen merke. Ich kann das jetzt nicht mehr einfach so weitermachen. Es klingt gut, dass du an dem Punkt bist, dass du gesagt hast. Dich gibt es nur ohne Alkohol. Ich persönlich habe den Eindruck. Wenn ich das sage, dann wird das niemals so kommen. Dann wird es sowieso auf eine Trennung hinauslaufen. Vom Verstand her kann ich diese Lösung akzeptieren, aber vom Gefühl noch nicht.
Hallo Mimoma,
die Frage mit der Persönlichkeit stelle ich mir auch immer wieder. Verstärkt der Alkohol die sonst „nüchtern“ unter Kontrolle liegenden Persönlichkeitsanteile, die eh schon vorhanden sind? Oder führt der Alkohol quasi bei jedem ab einer gewissen Menge zu so einem abscheulichen Verhalten?!
Jeden Falls ist es schockierend was Alkohol alles anrichtet. Ich habe mittlerweile so eine Abscheu vor diesem Zeug, dass ich selbst nichts mehr trinke und es mich nur anwidert wenn ich es schon sehe.
Dass du eine Trennung vom Verstand her bereits in Erwägung ziehst, aber vom Gefühl her noch nicht akzeptieren kannst, verstehe ich zu 100 Prozent. Mir geht es ähnlich.
Ich hab mich jetzt mal weit aus dem Fenster gelehnt, die Trennung (auf Zeit) ausgesprochen und hoffe natürlich inständig, dass er den Warnschuss vernimmt und was ändert.
Aber da haben wir leider keine „Kontrolle“ drüber…
Ich glaube es beginnt alles mit der Erkenntnis, dass es zumindest mal nicht mehr „weiter so“ geht.. -
Guten Morgen Sonnenschein, danke für deine Nachricht und die ehrlichen Worte.
Die schönen und harmonischen Zeiten sind mit niedrigem Alkoholpegel meist bis zu 4-5 Bier, dann ist er noch Herr seiner Sinne. Es eskaliert immer darüber hinaus, das kommt dann 3-4 mal die Woche vor…
Es wurde die letzten Monate bzw 1-2 Jahre immer schlimmer. Auch weil er den Alkohol zur Problembewältigung genutzt hat. Er hatte auch ziemlich viel an der Backe. was ihn nicht in Schutz nehmen soll, sondern ich war zu lange viel zu naiv, als dass ich es wortwörtlich unverschönt angesprochen hätte.
Seit ein paar Wochen bekennt er sich zumindest Alkoholiker zu sein und bezeichnet es als Krankheit. Er schiebt gerne Probleme vor sich hin. Am WE ist es nun so eskaliert, dass ich ausgezogen bin, eine Trennung auf Zeit ausgesprochen habe, bis ich ernsthaft merke, dass er was ändern will. Ihm also die Option gelassen, ggfls wieder zurückzukommen.
Ich kann ihn leider noch nicht in Gänze „loslassen“, weil ich das Gefühl habe, noch nicht alles probiert zu haben. Klingt blöd, Aber so fühlt es sich gerade an. Wahrscheinlich so ein „Co-Ding“
Er ist wohl jetzt seit 2 Tagen „nüchtern“, ob das wirklich stimmt, ich weiß es nicht. Wie lange es anhält, ist auch fraglich.
Es ist momentan so ein zweigleisiges Fahren. Ich versuche ab sofort mehr auf mich zu achten, war gestern seit langem mal wieder bei der Massage, möchte mehr Sport machen und mehr mit Freunden unternehmen. Einfach nicht mehr Mutti, Managerin und Mülleimer für ihn spielen…
Ich wünsche mir eine harmonische alkoholfreie Beziehung, mit gegenseitigem Respekt und Unterstützung. Dass das mit ihm nicht funktioniert, muss sich erst langsam mal in meinem Hirn festsetzen. Irgendwie hab ich doch noch Hoffnung, dass ihm Gesundheit und Beziehung wichtiger ist. Nur muss ich drauf vorbereitet sein, wenn es doch nicht so kommt…
Ich habe hier die letzten Tage viel gelesen, es ist erschütternd die ganzen Leidensgeschichten und persönlichen Erfahrungen zu lesen.
Wie geht es dir heute, nach einem Jahr Trennung lieber Sonnenschein? Wie lange hast du das mitgemacht und wie verlief die Trennung bzw Ablösung?
Ganz liebe Grüße
MoniSi -
Hallo Mimoma, ich bin auch neu hier. Lese deinen Text und es erinnert mich stark an meinen Partner (außer, dass er nicht in die Kneipe geht, sondern zuhause trinkt).
Unter der Woche sind es meist 5-8 Bier, am WE dann ab 12 Uhr auch mal über 10-12

Ach ja, und dazwischen mal ein Schnäpsken für die schnellere Wirkung…
Ein Bierlimit habe ich auch schon versucht durchzusetzen, spätestens ab 4 Bier wird es komisch bzw. kann die Stimmung extrem schnell kippen. Bin auch schon heimgefahren, dann rastet er komplett aus und beschimpft mich wie wild, weil ich ihn ja „alleine“ lasse.
Und dann bleibt man, betröppelt und deprimiert mit seinen Gefühlen zurück. Ich kann dich da absolut verstehen, soetwas hallt lange nach. Das schlimmste für mich ist, dass er alles so relativiert und herunterspielt, den Ernst der Lage nicht sieht, aber das liegt sicher an der Krankheit selbst.
Habe jetzt mal eine Kontaktpause gesetzt und ihm gesagt, er soll sich Gedanken machen. Mich gibt’s nur ohne Alkohol. Mal schauen, was er draus macht, aktuell ist jammern und heulen angesagt, aber die Verantwortung muss er selbst tragen.Wir dürfen uns nicht wegen den Ausfälligkeiten und dem Suff der Partner so schlecht fühlen müssen, da geht auch immer ein Stück Selbstachtung verloren.
Du schreibst, dein Partner sei nüchtern ganz lieb und ihr habt viele gemeinsame Hobbies. Auch das trifft bei mir zu. Ich frage mich immer, wie jmd unter Alkoholeinfluss dann soooo gemein und abwertend werden kann. Das sind dann wirklich zwei Gesichter bzw. wie eine andere Persönlichkeit… -
Hallo Marie04, herzlichen Dank für deine schnelle Antwort.
Ja, das ständige Hoffen und darauffolgende enttäuscht werden zermürbt psychisch, lähmt und frustriert

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Hallo, ich bin 41 Jahre und lebe in einer Partnerschaft mit einem Alkoholiker.
Sein Charakter ändert sich unter Alkoholkonsum extrem. Er ist streitlustig, sieht nur sich, provoziert, wird verbal extrem ausfällig, und behandelt mich dann wie Dreck. Einfach nur respektlos. Aber: es sei ja nicht so gemeint.. und ich würde übertreiben.
Nüchtern harmonieren wir sehr gut, allerdings sind diese Zeiten überschaubar, er trinkt jeden Tag.
Er gesteht sich seit einem halben Jahr sogar ein Alkoholproblem ein (davor wurde es Kleingeredet), will sich aber keine Unterstützung holen. Er schaffe das selbst. Und scheitert trotzdem immer wieder…
Ich bin hin- und hergerissen, zwischen Liebe, Wut, Hilflosigkeit und Traurigkeit

Muss zuschauen, wie sich mein Liebster selbstzerstört und unsere Beziehung zerstört. Er ist labil und ich unterstütze ihn in vielen Bereichen.
Immer wieder hoffe ich, dass er sich endlich ändern wird, und falls nicht, ich mal den Absprung schaffe.Hier im Forum würde ich mir Austausch mit Leidensgenossen bzw. Personen die den Absprung geschafft haben wünschen, da ich im privaten Umfeld aus Scham nicht darüber reden mag bzw kann.
Viele Grüße
MoniSi