hallo Hartmut,
Alkohol & Alkoholiker liegen hinter mir. Ich hatte keinen grossen Probleme mit dem Trinken aufzuhören, Ernährung zu ändern & sportlicher zu werden, nachdem mir die Ärztin das gesagt hatte. Natürlich war das vorher Alkoholmissbrauch, wie einige so sagen. Letztlich sind das alles Worte. Ich habe entdeckt, wie schädlich Alkohol ist. Seitdem rede ich von Trinkern und Nichttrinkern. Wie beim Rauchen. Die Trinkergruppe musste ich aus meinen Leben grösstenteils entfernen. Das bringt nichts daneben zu sitzen & Wasser zu trinken. So hatte ich fast kaum noch "Freunde", aber genug Zeit anderes zu machen.
Ich denke die Leute würden aus mir einen trockenen Alkoholiker machen, weil das ins Klischee passt. Im Grunde ist aber mein Umfeld süchtig gewesen. Und natürlich bin ich da die Spassbremse geworden. Oder wie die Partnerin sagt: Jesus bin ich geworden. Aber das sind so Gruppenprozesse, in die meine Partnerin noch oder immer gleich eingebunden ist. Also das ist das Problem. Weil es unsere finanziellen Resourcen zerstört und mich & Sohn kaputt macht.
Also meine Situation ist die eines Co-Abhängigen, der weiss, wie es ist, mit dem Trinken schwer aufhören zu können. Aber mit dem Kokain ist das auch eine Stufe zu hoch für mich. Hier ist es wichtig, klug zu reagieren. Ich denke mittlerweile nach "roten Linien" & einfach nur Zuhören, das beste ist eine Trennung. Auch für sie ein Grund, eher eine Therapie zu beginnen.
Mich interessieren auch unbewusste Dynamiken zu erkennen, um dann nicht wieder bei der nächsten Kaputten zu landen. Unbewusst soll sich das Partnerdrama immer wieder gerne wiederholen.
Muss sagen, dass meine Partnerin nüchtern und ohne Zeugs im Kopf ein wirklich toller Mensch ist. Aber davon ist nichts mehr da. Zwei Tage ausgehen, einen Tag apathisch schlafen, dann Familientag trala und dann wieder Zyklus von vorne. Häufig ist aber auch der Familientag Schlaftag. Seit gut einem Jahr. Also bitte in die Co-Abhängigkeits-Seite mit mir.