Beiträge von Sternenfee01

    hätte ich das Forum nur früher gefunden..

    Ich bin wohl eine klassische Co Abhängige. Seit meiner Kindheit und in meiner Ehe.
    Alkohol ist sehr präsent in meinem Leben.

    Meine Eltern waren beide Alkoholiker, meine gesamte Familie (bis auf eine Ausnahme) ebenso. Das hat viel Leid verursacht. Als ich jung war, hab ich selbst keinen Alkohol getrunken, bis ich dann in eine Freundesgruppe gekommen bin, die sich auch wöchentlich die Kante gibt. Eigentlich bin ich noch immer der Alien dort, da ich oft gar nichts trinke oder maximal 1 oder 2 Gläser am Wochenende. Ich vertrage Alkohol eigentlich nicht gut und er schmeckt mir auch nicht so recht. Mein Konsum ist also überschaubar und aus meiner Sicht normal.

    Das Problem ist mein Ehemann. Wir sind seit Jahrzehnten (seit der Jugend) zusammen, haben erwachsene Kinder und er trinkt aus meiner Sicht zu viel.

    Wenn wir fortgehen (meistens zum Heurigen) kommt er kaum nüchtern nach Hause.
    Er ist jemand, der lustiger und offener wird, wenn er trinkt, also wirklich gern gesehen und eine Stimmungskanone. Mir ist er dann oft peinlich, weil er zu laut ist und auch in normalen Situationen singt usw.
    Vor einigen Jahren hatten wir (aus anderen Gründen) eine Trennung und haben uns wieder zusammen gerauft, dieser Punkt ist aber leider geblieben.
    Er hat einfach keinen Spaß ohne Alkohol. Er geht seit zwei Jahren monatlich in Therapie, hat aber dieses Thema dort sicher noch nicht angesprochen (es ist ja nicht sein Problem, sondern nur meines).

    Mittlerweile weiß ich auch nicht mehr, wie ich damit umgehe, weil die ständigen Streitereien und der Versuch etwas ohne Alkohol zu unternehmen an mir nagen.
    Wenn wir alleine unterwegs sind, trinkt er kaum. Er trinkt auch unter der Woche selten.
    Aber wenn er weggeht, dann wird es ein Rausch.
    Soweit ich das beurteilen kann, geht es ihm auch nicht schlecht am nächsten Tag, weswegen er meint, ich übertreibe und er hat kein Problem.

    Wie sehen das die Experten?