Beiträge von OG92

    Vielen Dank für eure lieben und ehrlichen Antworten. Ihr habt recht, gestern hat wieder mein Suchtkopf aus mir gesprochen. Es ist glaub einfach die Angst vor dem neuen. Ein Start in ein neues Leben, ohne die Ablenkung durch Alkohol von negativen Gefühlen oder Gedanken. Heute geht’s mir schon besser. Ich versuche den Tag mal meine Wohnung wieder klarschiff zu machen und morgen wieder mit Sport zu beginnen. Ich träume in letzter Zeit soviel. Ich habe glaub ziemlich viel zum aufarbeiten, was ich die letzten Monate durch den vielen Konsum immer von mir geschoben habe. Dazu kommt das ich grade sehr viel schwitze, schnell gereizt bin und allgemein sehr träge und müde bin.
    Dazu kommt, dass ich grade viel zittere, nichts mit meiner Zeit anzufangen weis und es mir vorkommt als würde ich nur den Tag versuchen zu überstehen. Ich habe ein richtiges Gefühlschaos. Ich weine grade gefühlt jeden Tag, was ich sonst nicht von mir kenne. Ich glaube mein Körper läuft auch grade in Hochform um mein Nervensystem zu beruhigen. Habt ihr auch solche Erfahrungen gesammelt ?

    Vielen Dank nochmal für eure lieben Antworten.

    Guten Tag zusammen,


    Heute ist ein langweiliger Tag und ich weis nichts mit mir anzufangen. Alle Leute genießen das gute Wetter mit einem kalten Bier. Alle meine Bekannten sind unterwegs und trinken. Leider habe ich kaum noch Freunde die nichts trinken und Zeit hätten. Ich sitze alleine zuhause, fühle mich einsam und muss dran denken wie ich die Sommer immer mit meiner Ex-Partnerin am See genossen habe. Leider habe ich das Gefühl, die Abstinenz kostet mich mein Sozialleben. Heutzutage ist es ja fast normal bei jeder Gelegenheit was zu trinken. Meine Ex-Partnerin wusste nichts über mein Alkoholproblem, da wurde ich dann immer als langweilig abgestempelt, wenn ich nicht auf irgendein Fest, Partys oder sonstiges wollte. Jetzt sitze ich hier und schweige in alten Erinnerungen, in der ich glücklich war. Die ich aber durch meinen heimlichen Konsum irgendwann zerstört habe. Manchmal habe ich das Gefühl, ich wäre nicht für dieses Leben gemacht. Jeder kann trinken und Spaß haben. Ich habe mit Alkohol meistens nur meinen Schmerz betäubt, wurde eklig unfreundlich. Wie seit ihr damit umgegangen, dass euer soziales Leben so vom Alkohol abhängt?

    Ja ich habe es im Alleingang gemacht. Ich habe nicht täglich getrunken, meistens eher so alle 2-3 Tage. Dafür aber immer bis zum kompletten Blackout.

    Ich werde wenn ich mal wieder bei meiner Ärztin bin es ansprechen.

    Ich habe schon jahrelang keine Alkoholreserven zuhause. Meistens hab ich mir davor etwas besorgt oder beim weggehen getrunken sprich bar, Club etc..


    Meine größte Hürde grade ist, zu erkennen wie ich zu meinen geliebten Menschen war. Wie ich sie behandelt habe und wie mir schlichtweg die Gefühle der anderen egal waren. Dadurch habe ich sehr viel kaputt gemacht bei Familie, Freunde und meiner Ex Partnerin.
    Wie seit ihr damit umgegangen im nüchternen Zustand zu erkennen wie viel Schmerz man anderen Menschen angetan hat ??

    Ich habe das letzte Mal vor 2 Wochen getrunken und natürlich strebe ich absolute Nüchternheit an. Ich möchte endlich wieder leben, ohne Scham und Schuldgefühle.

    Meine Eltern sind eingeweiht. Freunde sind schwer einzuweihen, weil die meisten selbst ein alkoholproblem haben, was sie sich aber nicht eingestehen wollen.

    Hallo zusammen,


    Ich bin 33 Jahre, männlich, berufstätig und Alkoholiker.
    Ich trinke seitdem ich 15 Jahre alt bin. Ich habe angefangen zu trinken, um den Tod meiner Großeltern zu verkraften. Es hat damals schon begonnen nicht genüsslich zu trinken, sondern um einen Vollrausch zu bekommen. Meistens hab ich nicht aus Spaß getrunken, sondern um diesen Schmerz zu betäuben. Und somit hab ich mich immer wieder bei Problemen, Stress etc. mit Alkohol betäubt. Ich trinke nicht täglich, aber sobald ich was getrunken habe, kenne ich kein Halt. Jeder Abend an dem ich trinke ist geprägt von Filmrissen, peinlichen Szenen, werde Übergriffig und auch emotional missbräuchlich.

    Im Nachhinein habe ich durch Alkohol jeder meine Beziehungen an die wand gefahren. Wenn ich getrunken habe, bin ich in einen Eifersuchtswahn gekommen, habe dadurch das Vertrauen meiner Partnerinnen missbraucht, wurde übergriffig, beleidigend und habe natürlich mich permanent als Opfer gesehen. Für viele Szenarien schäme ich mich, habe einen gewissen Selbsthass und würde es gerne rückgängig machen. Ich habe meine damalige Partnerin oft über den Konsum und die Menge angelogen, was das Vertrauen zwischen uns beschädigt hat. Natürlich hat mein Verhalten auch viel kaputt gemacht. Meine Partnerin hat mir viele Chancen gegeben mich zu ändern. Trotzdem hab ich es nicht getan. Sie hat die Beziehung im Dezember letzten Jahres beendet. Seitdem plagen mich Schuldgefühle und scham. Ich habe die Trennung auch versucht mit Alkohol zu betäuben, habe sehr viel getrunken. Jetzt versuche ich derzeit es nüchtern alles zu bewältigen. Die Scham und Schuldgefühle sind so immens, dass ich gefühlt schon depressiv bin. Wie habt ihr es geschafft die Schuld und Scham zu besiegen ? Grade hab ich immer wieder mit Ängsten zu kämpfen, mit Kopfschmerzen, schlechter Laune. Ich denke, dass kommt vom Entzug. Wird das jemals wieder besser, wenn man keinen Alkohol mehr trinkt ??