Beiträge von Boni_Love

    Das kenne ich zb überhaupt nicht. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so etwas wie Liebe von meiner Mutter gespürt oder gezeigt bekommen habe. Meine Mutter oder auch mein Vater, haben mir (seit ich zurück denken kann) noch nie gesagt, dass sie mich lieb haben.

    Ich sehe sie regelmäßig. Aber sie hat oft Desinteresse und redet viel von sich. Und gehässig, und meckert etc. Alles negativ. Sie drückt es eher materiel aus über ihre Gastfreundschaft.

    Wie seid ihr mit den Schuldgefühlen umgegangen?

    Diese Schuldgefühle habe ich auch. Ich bin teilweise so extrem genervt, wenn ich meine Mutter sehe (wir sehen uns einmal die Woche), dass ich manchmal weggehe, sie ignoriere und blöde Antworten gebe. Dann ist sie aber immer bemüht mit ihrer Gastfreundschaft, sie macht echt extrem viel. (Nur leider viel Materielles weil sie keine Liebe bzw Gefühle zeigen kann). Und dann kommt das schlechte Gewissen: "es ist doch deine Mutter. Sei nicht so zu ihr. Sie ist doch krank." Oder "sei nicht so, wer weiss ob du sie nochmal sehen wirst."

    Aber dann auch: warum muss ich das schlechte Gewissen haben? Warum hat sie kein schlechtes Gewissen?

    Mein Psychologe hat mir damals versucht beizubringen, die Schuldgefühle wegzulegen weil sie sich ja für das Leben entschieden hat. Aber hat sie das wirklich? Man sagt ja, dass der Mensch nicht mehr so richtig handelt wie er will, sondern der Alkohol bzw die Sucht.

    Aber die Schuldgefühle und das Schlechte Gewissen sind immer da. Weil sie mir auch unheimlich leid tut. Es ist Hass, Liebe und Traurigkeit zusammen.


    LG, Boni

    Hallo Kat,


    ich bin neu hier und bin auf dein Thema gestoßen beim herumstöbern.

    Meine Eltern sind seit meiner Kindheit Alkoholiker und bei meiner Mutter ist es mit den Jahren stärker geworden. Aber auch als Kind habe ich sehr wenig Liebe erfahren. Ich war immer beim Sport, immer war ich die böse und schuldige. Ich habe von meinen Eltern nie gehört, dass sie mich lieb haben oder Umarmungen bekommen. Ich habe mir zb immer gewünscht, dass meine Tante und Onkel meine Eltern gewesen wären.

    Als mir im Erwachsenen Alter bewusst wurde, was mit meinen Eltern los ist, habe ich auch mehrmals mit meiner Mutter versucht zu reden. Aber nach dem Tod ihrer Mutter hat sie sich zu einem Gang anderen Menschen verändert. Gehässig, benutzt nur derbe Ausdrücke. Ich bin teilweise total erschrocken und traurig, dass ich so eine Mutter habe. Oft Stelle ich mir die Frage, warum es ausgerechnet bei mir so ist? Sie redet schlecht über jeden (sogar über mich als ich mit ihr am einem Tisch saß, sie sich aber mit jemand anderem unterhält).

    Sie benimmt sich wirklich schlecht. Ist aber immer extrem gastfreundlich wenn ich da bin. Das muss ich sagen. Aber egal was zwischen uns war, ich habe immer die Schuld bei mir Gesicht, immer war ich diejenige, die das schlechte Gewissen hatte und die zum Psychologen ging. Meine Mutter nicht.

    Ich kann das alles nicht so einfach akzeptieren, aber helfen kann und weiss ich nicht wie da über das Thema Alkoholsucht nicht gesprochen ist. Sie trinkt heimlich und wenn man was sagt, kommen Ausreden.

    Meine Mutter hat ihre Eltern durch den Alkohol verloren. Und ich habe natürlich auch Angst, dass sie es nicht mehr so lange überleben wird. Und das geht mir extrem nah.

    Liebe Grüße,


    Boni

    Hallo Zusammen.

    Ich habe in meiner Familie mehrere Alkoholiker. Meine Oma und ein Opa (Eltern meiner Mutter) sind an den Folgen gestorben, der andere Opa hat einen Entzug gemacht.

    Meine Mutter ist schwer alkoholabhängig. Sie trinkt fast nur Porto und Wein. Das fängt vormittags nach der Arbeit an und geht bis abends. Mein Vater trinkt nur Bier.

    Meine Mutter ist inzwischen extrem dünn und zerbrechlich, geht aber immer noch arbeiten. Ich habe schon ein paar Mal mit ihr gesprochen, dass sie Hilfe braucht, aber sie weint dann nur. Sie spricht nicht darüber. Sie vertuscht alles.

    Es macht mir unheimliche Sorgen, wenn ich ihre Entwicklung sehe. Tagsüber fängt sie nun an im Sitzen zu schlafen. Aber ist es wirklich schlafen oder sind es Bewusstseins-Aussetzer? Sie sieht alles negativ und ist eine sehr schwierige Person geworden, die sehr gehässig ist. Es tut so weh, sie so zu sehen. Sie isst auch unheimlich wenig.

    Wenn ich mit meinem Vater rede sagt er, dass meine Mutter das alles nicht einsieht. Aber klar, er trinkt ja auch selber.

    Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Kann man jemanden, der schon so tief drin steckt (sie trinkt mindestens seit 35 Jahren) davon überzeugen, eine Therapie zu machen? Mein Mann sagt, er hätte sie schon längst in eine Klinik gebracht. Aber so einfach ist es nicht mit einem alkoholkranken Menschen.

    Vielleicht versteht jemand meine Sorgen und hat Tipps oder Erfahrungsbericht?


    Liebe Grüße,

    Boni

    Hallo zusammen,

    ich habe mich dazu entschieden, mich hier anzumelden da ich denke es ist einfacher und hilfreicher, sich mit Personen zu unterhalten, die in der gleichen Situation sind.

    In meiner Familie gibt es leider mehrere Alkoholiker. Eine Oma (daran verstorben), zwei Opas (einer daran verstorben, der andere hat einen Entzug gemacht), meine Eltern. Meine Mutter starke Alkoholikin, mein Vater nicht so extrem.

    Ich gehe auf die 40 zu und es ist für mich unheimlich schwer den Verlauf meiner Mutter mit anzusehen. Zumal der Verlauf meiner Oma immer im Hinterkopf ist und meine Mutter jetzt im Alter meiner Oma ist, als sie verstorben ist.

    Ich war auch in psychologischer Behandlung. Die Gespräche, die ich mit meiner Mutter über ihren Alkoholismus geführt habe, haben zu nichts geführt. Sie weint und es wird dann wieder vertuscht. Soll ich sie dazu zwingen, eine Therapie zu machen? Würde sie einen Entzug überhaupt überleben? Kann sie das überhaupt entscheiden weil ja der Alkohol sie steuert?

    Vielleicht werde ich hier hilfreiche Tipps und Antworten finden.

    Grüße von Boni_Love