Beiträge von Lilly1969
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Nein, ich habe leider niemanden in meinem Umfeld. Ich möchte ehrlich gesagt auch mit niemandem aus meinem Umfeld sprechen. Ich bin sehr eng mit meiner Familie. Meine Kinder haben einen alkoholkranken Vater, mit dem sie sehr viel durchgemacht haben. Also sehr sehr sehr viel.
Ich bin eigentlich sehr stark und muss jetzt erst mal die Lage sondieren. Mal schauen, wie er sich entscheidet, er hat ja zwei Optionen. Trotzdem freue ich mich sehr über euren Zuspruch. Das gibt mir Kraft. -
Oh Mann, ja, danke für eure vielen Impulse. Nein, in meinem Elternhaus wurde so gut wie gar kein Alkohol getrunken, ich kenne das aus meinem familiären Umfeld überhaupt nicht.
Ich habe nun tatsächlich gehandelt, inwieweit es endgültig ist, wird sich zeigen. Nachdem mein Partner gestern Abend ja vor meiner Mutter und vor meiner Schwester sich so abgeschossen hat, habe ich im Gästezimmer geschlafen und ihn auch den ganzen Tag nicht gesehen. Nun kam er nach Hause. Ich habe ihm klipp und klar gesagt, dass ich seine Alkoholtrinkerei nicht mehr mitmache. Dass ich mich für ihn gestern tot geschämt habe. Dass ich es leid bin, dass er jeden Abend betrunken ist.
Ich habe ihm gesagt, dass wir im Grunde ein wunderschönes Leben haben. Wir lieben uns, haben ein schönes zu Hause, haben keine Geldsorgen. Wir könnten total glücklich sein. Ich habe ihm gesagt, zum zigsten Mal, dass der Alkohol alles kaputt macht. Dass ich mich nicht anstelle und nicht übertreibe und dass es mir jetzt hinreicht.Ich habe klar gesagt, dass es zwei Optionen für mich gibt. Entweder 0,0 Promille in diesem Haus, alles Alkohol aus dem Haus raus, Hilfe suchen und sich aktiv dahinter klemmen. Oder aber Trennung,
Ich habe ihm dann nochmals gesagt, dass ich ihn liebe und dass es wirklich schade wäre, so ein schönes Leben weg zu schmeißen, dass der Ball aber nun bei ihm liegt und dass ich diese Alkoholsauferei nicht mehr mit trage oder gar decke.
Er hat dann einfach nur gesagt, ja, alles klar, ich bin deine ewige Nörgelei wegen des Alkohols auch leid ich kann das auch nicht mehr.
Er ist nun weggegangen.
Wenn er wiederkommt, schlafe ich auf jeden Fall wieder im Gästezimmer. Keine Ahnung, wie es jetzt weitergeht. Es wird auf jeden Fall hart für mich, aber ihr habt recht: es ist ja auch jetzt schon hart für mich. -
Danke für eure Rückmeldungen. Ich weiß das sehr zu schätzen
Die Geschichte geht leider noch etwas weiter. Die 25 Jahre zuvor war ich mit einem Narzisten verheiratet, der sich sehr schnell zum richtig heftigen Alkoholiker mit allem Drum und Dran entwickelt hat. D.h. ich kenne also auch die richtig schlimmen Zeiten, habe jahrelang gelitten und die Kinder geschützt dann, als die Kinder einigermaßen groß waren, bin ich mit ganz viel Überlebenslangst, ich hatte Angst, dass er mir oder sich selbst etwas antut, im Gepäck zusammen mit den Kindern geflohen. Das ist nun alles zwölf Jahre her. Ich kenne also auch die ganz heftige Seite des Alkoholismus. Die Kinder leider auch.
Natürlich frage ich mich, warum mein neuer Partner nun auch wieder trinkt. Ich kann überhaupt kein Muster zwischen beiden Partnern feststellen, außer eben dem Alkohol. Mein jetziger Partner ist sehr liebevoll, kümmert sich eigentlich immer um mich und selbst wenn er getrunken hat, das ist natürlich total traurig, hat er nur liebe Worte für mich.
Gibt es vielleicht eine eins zu eins Psychotherapie für Alkoholabhängige? Ich habe natürlich gegoogelt, aber die Psychotherapeuten, die ich gefunden habe, haben ein großes Leistungsspektrum, sind nicht auf Alkohol spezialisiert.
Ich frage, weil die Gruppentherapie ihn irgendwie gar nicht abholen konnte. Zum einen hat es glaube ich mit dem Therapeuten nicht gepasst und zum anderen waren in der Gruppe Teilnehmer mit ganz unterschiedlichen Süchten, er hatte das einzige Alkoholproblem. Das hatte ihn gar nicht abgeholt. Er hatte dann einmal erwähnt, dass eine eins zu eins Therapie sicherlich besser gewesen sei. Er wollte das Problem dann aber selbst in den Griff kriegen. Wie gesagt: aufhören wollte er nie, er wollte kontrolliert trinken, was natürlich nicht funktioniert. -
Ich weiß leider nicht, wie ich die Freischaltung hinbekommen kann. Ich habe auf geklickt, dann ging es aber nicht weiter.
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Das ist eine interessante Frage, was ich von der nüchternen Person kenne. Diese Frage habe ich mir tatsächlich noch nie gestellt, weil er in meiner Wahrnehmung von morgens bis circa 18:00 Uhr nüchtern ist. Restalkohol habe ich jetzt noch nicht gedacht. Seine Augen sind tagsüber eben ganz normal und er verhält sich für mich auch ganz normal.
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Wenn ich ganz ehrlich bin, wünsche ich mir, dass ich einen Impuls finde, wie wir dieses Alkoholproblem überwinden können. Wir leben in meinem Haus, in investiert hat. Es ist aber mein Haus. Wir planen eine gemeinsame Zukunft, die Verlobungsringe sind auch schon ausgesucht. Er ist der Mann meiner Träume, wenn er nüchtern ist, er kümmert sich sehr um mich, liebt mich. Im Haushalt und Garten engagiert er sich sehr.
Gegen Abend fängt er an, im Keller heimlich Schnaps zu trinken. Sein Bier bringt er mit ins Wohnzimmer. Vor meinen Augen trinkt er meist so drei Bier, in seinen Augen sehe ich aber natürlich den Schnaps. Vor Jahren habe ich den Schnaps im Keller auch gesucht und ihn zur Rede gestellt, das mache ich schon lange nicht mehr. Er schläft dann meistens direkt im Wohnzimmer ein, wenn wir anfangen, einen Film zu schauen.Das ist ätzend. Richtig schlimm wird es aber für mich, wenn meine erwachsenen Kinder zu Besuch sind und ich mit aller Macht versuchen muss, seine Alkoholabhängigkeit zu vertuschen. Ich schäme mich so. Vor circa zwei Jahren hat meine Tochter erlebt wie mein Mann mit einem kompletten Totalausfall nach Hause gebracht wurde von seinem Sohn. Er konnte sich gar nicht mehr auf den Beinen halten, kein Wort mehr sprechen.
Lange Rede kurzer Sinn: ich liebe ihn und iohne ihn wäre mein Leben sehr farblos. Wir unternehmen sehr viel an den Wochenenden, fahren häufig in den Urlaub. Es ist wunderschön das Problem beginnt, wenn der Abend kommt.
Wenn er betrunken ist, ist er niemals frech oder übergriffig. Er wird romantisch nervend und schläft dann ein.
Mein einziger Wunsch ist eigentlich, ihn zur Vernunft zu bringen. Er sagt immer, es sei ja nur eine Kopfsache und er verspricht mir, sich anzustrengen, weniger zu trinken. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er eine komplette Abstinenz für sich ausschließt. Das hatte er mir auch direkt gesagt, als er die ambulante Therapie gemacht hat. Er meinte, dass er in der Lage sei, seinen Konsum vernünftig einzuschränken. Das klappt aber nicht.
Sorry für die vielen wirren Gedanken. Ich freue mich über jeden Impuls. Liebe Grüße -
Hallo zusammen und vielen Dank für eure Antworten. Ja, er will trinken, das stimmt. Trotzdem klammere ich meine Hoffnung immer noch daran, dass er zur Vernunft kommt. Er sagt mir eben auch häufig, dass er an sich arbeitet. Manchmal merke ich es auch. Gestern Abend hat er sich aber im Restaurant vor meiner Mutter und meiner Schwester abgeschossen. Es war unsagbar unangenehm für mich. Dann hat er beide auch noch nach dem Restaurant zu uns nach Hause eingeladen und ist dann dort auf dem Stuhl schnarchend eingeschlafen. Einfach nur gruselig. Ich schäme mich sehr, habe mich für heute Nacht ins Gästezimmer zurückgezogen. Wie gesagt, es ist irgendwie never Ending Story. Dabei ist er nüchtern der Mann meines Lebens. Er tut alles für mich ist niemals verletzend oder übergriffig, aber er trinkt eben regelmäßig abends. Liebe Grüße, Lilly
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Hallo zusammen, ich bin Lilly, geschieden. Seit 7,5 Jahren bin ich mit meinem neuen Partner zusammen. Eigentlich wollen wir heiraten. Wir sind ein Herz und eine Seele - wenn er tagsüber nüchtern ist. Abends - ab 18 Uhr ca. - fängt er an zu trinken. Ich hasse es und er weiß es. Er bekommt glasige Augen und wird super nervig romantisch. Er hat schon - weil ich 7 Jahre geredet habe - eine Alkoholtherapie dieses Jahr für einige Monate gemacht. Ambulant 1x wöchentlich. Es hat gar nichts gebracht. Er hat während der Therapie weiter getrunken und dem Therapeuten einfach Abstinenz vorgegaukelt. Ich schäme mich, wenn er sich vor meiner Familie - wie heute Abend - betrinkt. Klar könnte ich mich trennen, aber wenn er nüchtern ist, sind wir ein Dream-Team. Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben. Nun bin ich hier und erhoffe mir Impulse.