Hallo dixi!
Dein freund muss trinken um überhaupt funktionsfähig zu sein. Ohne sprit könnte er dinge nicht mehr in angriff nehmen, die ein normaler mensch machen kann. Wenn du ihn auf seine trinkerei anspricht, so fühlt er sich angegriffen, denn du sagst ihm das was er selbst schon weiss. Dann kommen eben die ausreden ,das dies oder das schuld sei an seiner situation.
Der alk wird nicht umsonst der mann mit den 1000 masken genannt. Was glaubst du wie viel ich davon eingesetzt habe um weitersaufen zu können.
Sage mal einen asthmatiker er solle luft holen ohne zu husten. Dein freund trinkt um eine veränderten erlebnisszustand zu haben und der geht nur mit alk. Er ist so in seiner sucht gefangen, das er ohne hilfe nicht mehr herauskommt. Du als angehörige hast dabei keine chance ihn davon abzubringen. Du willst ihn doch was wegnehmen und wer lässt sich das schon gerne. Du kannst nur was an dir ändern. Ich kann dich verstehen, wenn du sagst, eigentlich ist ein prima kerl, wenn er nicht trinkt. Umsonst hast du dich nicht in ihn verliebt weil er eine maske aufhatte in der er dir imponierte. Ich habe eine freundin, die sich auch in einen spritkopf verliebte der ihr das blaue vom himmel versprach. Als er sie sich einverleibt hatte zog sie zu ihm. Ich half beim umzug mit und wusste sofort was mit ihm los war. Trotz seiner masken durchschaute ich ihn sofort, da ich ein erfahrener ex säufer bin. Er hatte während des umzugs entzugserscheinungen die ich an ihm feststellte. Ich sagte meiner freundin das sie auf sich aufpassen solle und falls sie hilfe brauche könne sie sich jederzeit an mich wenden. Sie musste erst durch das tal der tränen gehen bis sie sich von ihm trennte.
Wenn du was für deinen freund machen willst, so stelle ihn vor die wahl. Entweder er macht was für sich, und nicht für dich wobei du ihn gerne begleiten würdest oder eure wege trennen sich. Will er das, so ist der weg, zum arzt um über sein problem zu reden um weitere schritte einzuleiten, zwecks entgiftung, danach beratungstelle und durch weitere gespräche einen weg für ambulante oder stationäre thera zu suchen. Nach dem arztbesuch in eine selbsthilfegruppe und das regelmäßig. Will er das nicht so muss er eben noch weiter saufen bis er bereit ist hilfe für sich anzunehmen.
Das dein freund so lange arbeitet ist auch ein ablenken von seiner sauferei, denn dadurch geht er doch eine diskusion wegen seiner sauferei aus dem weg.
Ich kenne das alles bestens von meiner saufenden zeit. Solange ich an der arbeit regelmäßig meine leistung brachte sagte mir keiner was obwohl sie von meinem alkoholkonsum wussten.
Wer was merkte wenn ich nach hause kam war meine frau und schon war streit vorprogammiert. Wenn ich heute daran denke was meine frau alles probierte um mich von saufen abzuhalten, hab ich noch schuldgefühle ihr gegenüber. Sie bettelte, schützte mich, fand entschuldigungen, sie drohte, sie hasste, sie liebte, übernahm verantwortung für mich uvm. Wie viel mal sagte sie zu mir das sie mich verlassen würde, es aber nicht machte, dies alles nutzte nichts denn ich soff weiter. Meine frau stand immer hilfloser da und erst als sie kapitulierte holte sie sich hilfe. Sie lernte verantwortung für sich zu übernehmen und machte dinge, die sie schon immer machen wollte. Das ihr das nicht leicht fiel und sie glaubte öfter, sie schaffe es nicht das durchzuhalten. Da sie aber in eine SHG ging holte sie sich dort die kraft um das alles durchzustehen. Meine sauferei intressierte sie nicht mehr und falls kein alk mehr im haus war, brachte sie welchen mit damit ich nicht mit dem auto fuhr um welchen zu holen. Sie schützte damit andere die ich, wenn ich fuhr gefährten konnte. Sie lies mich nicht mehr am familienleben teihaben und dadurch wurde ich immer unzufriedener und soff vermehrt. Nach einiger zeit kam die einsicht was für mich zu machen. Mein leidensdruck musste erst gross genug sein um dies zu können.
Ich bin nicht nur eine alk sondern auch ein co-alk.
Ich habe das mit meiner tochter und mit meinem ex schwiegersohn durch die ein kleines kind haben. Mir war das kind wichtiger als meine tochter, denn das stand hilflos da und konnte sich nicht dagegen wehren. Meiner tochter bot ich hilfe an, die sie nicht wollte. Ich sagte ihr dann müsse sie sich eben tot saufen, weil es ihre entscheidung wäre. Ich habe losgelassen ihr helfen zu müssen aber nicht fallengelassen. Sie musste erst ihren tiefpunkt erreichen um was für sich zu machen. Mir hat es unheimlich wehgetan hilflos da zu stehen und nichts machen zu können, aber ich musste mich aushalten können, um die grenzen, die ich ihr mir gegenüber zeigte, einzuhalten. Ist einer in der familie abhängig so betrifft es die ganze familie, nur mit dem einen unterschied das ihn der eine säuft, der andere aber im kopfe hat.es dreht sich alles um den suchtkranken und dabei vergisst man sich selbst mit seinen bedürfnissen. Wenn man richtig will hat man eigentlich mit sich das problem, nicht loslassen wollen.
Es grüsst dich recht herzlich heinrich