Beiträge von Scrooge

    Hallo Alpenrose,

    auch von mir ein Herzliches Willkommen:

    Du schreibst:

    Zitat

    Mit der Umsetzung der meisten Grundbausteine habe ich nicht wirklich Probleme, nur mit Punkt 6 - da weiß ich nicht so recht, was ich da ändern soll.Mein Freizeitprogramm ist eh schon recht umfangreich und die Begleiter dabei sind keine Alkis.

    Vielleicht schreibst du hier einfach mal exemplarisch einen Tagesplan hier herein, würde mich schon interessieren.

    Gruß
    Scrooge

    Hallo Micha,

    man merkt bei deinem Post sofort, wie verdammt wichtig dir deine Trockenheit ist. Du hast erkannt, dass sie für dich Leben bedeutet und Grundstein für alles andere ist. Dein Weg war steinig, doch hattest du den Mut ihn zu beginnen und auch weiterzugehen, so du willst, ab jetzt auch mit uns gemeinsam. Herzlich Willkommen!

    Gruß
    Scrooge

    Hallo Jim,

    was deine Bedenken angeht, da hast du nur zwei Möglichkeiten:

    Willst du dauerhaft und zufrieden trocken werden, nimmst du an der Trinkzeremonie nicht teil. Willst du binnen kurz oder lang wieder an der Flasche hängen, weil du dich nicht vom Umfeld des Alkohols lösen konntest, gehst du dort hin und lässt dich von dem anderen Säufer volllallen.

    Zitat

    Hab ja jetzt schon eine Menge Geld gespart, die ich sonst für 'na Ihr wißt schon was' ausgegeben habe.

    Und hör auf mit der Herumgedruckserei. Du hast gesoffen, weil du psychisch krank bist, hast dich mit einem Nervengift zugeschüttet, wie wir alle in unserer dunklen Zeit.

    Gruß
    Scrooge

    Hallo Jim,

    also mir geht es so, dass ich dann am besten einschlafen kann, wenn ich einen zufriedenstellenden, ausgewogenen Tag erlebt habe. Also dann, wenn ich nicht zu früh und auch nicht zu spät aufstehen musste, am Tag keine besonders aufwühlenden Erlebnisse hatte, meine kleinen und größeren selbstgestellten Tagesaufgaben erfüllt habe und genug frische Luft und/oder Sport und Bewegung genießen konnte. An solchen Tagen bin ich abends dann wohlig müde und erschöpft, dass ich schon nach wenigen Minuten wegdöse. An ganz besonders schönen Tagen genieße ich es aber auch mich eine lange Weile in bettschwere in angenehmen Tageserinnerungen zu aalen.

    Gruß
    Scrooge

    Hallo Jane,

    ich frage mich, was du in deiner vierwöchigen Trikpause dafür getan hast nicht mehr trinken zu müssen, welche Lebensveränderungen du eingeleitet hast, wie du dich neu strukturiert hast, außer nur mit der Faust in der Tasche durchzuhalten und verkrampft an der Tatsache zu verzweifeln, niemals mehr trinken zu "dürfen".

    Gruß
    Scrooge

    Hallo P.,

    du bist deshalb durcheinander, weil dir in der Beratung das gesagt wurde, was du eigentlich hören willst.

    Wenn du meinst, dass du nicht abhängig bist und kontrolliert trinken kannst dann mache es einfach!

    Ich bin mir sicher, dass ein Mensch, der nicht abhängig ist, nichts kontrollieren muss, er würde gar nicht auf die Idee kommen.

    Ich vermute, dass deine Suchtberaterin merkte, dass du überhaupt nicht bereit bist Hilfe anzunehmen, dass du in den Beratungen genauso den Lustigen markierst, wie hier oft und dass sie durch diesen Schutzschild aus "Heiterkeit" im moment nicht durchzubrechen vermag. Ich denke sie meint, dass du für eine stabile Abstinenz noch nicht bereit bist und sie dich deshalb aus der Behandlung entlassen hast.

    Gruß
    Scrooge

    Hallo Andi,

    es ist deine "nasse Rübe", die dir die Kommentare hier überdreht erscheinen lassen. Das wird sich noch geben, du wirst noch ernüchtern und auch mehr und mehr mit unseren nüchternen Kommentaren anfangen können.

    Doch dazu musst du schön am Ball bleiben und auch immer wieder kommen.

    Wir sind eben sehr sensibel auf den Verharmlosungs- und Bagatellisierungsohren geworden.

    Schön , wie weit du es schon geschafft hast! Sei stolz auf dich!
    Genieße dein abstinentes Wochenende und schreibe mal, was du bisher in deiner neuen Freiheit schon für dich ändern konntest.

    Gruß
    Scrooge

    Hallo Roberto,

    niemand wird für dich dein Leben, mit für dich erfüllenden Dingen, befüllen.

    Da musst du schon alleine den "Hintern hochbekommen".

    Wichtig ist, dass du dir, wie in der LZT deine Tage strukturierst. Das mache ich auch immer noch und fahre damit sehr gut.

    Du arbeitest die Dinge ab, die du tun musst und belohnst dich mit Dingen, die du tun willst. Das wird dir ein Gefühl von Zufriedenheit geben.

    Wie ich aus deinem letzten Beitrag erlese, lähmen dich aber Verzichtsgedanken.

    Schau mal unsere Trockenheitsbausteine durch. Wo könnten die Gründe für deine Verzichtsgedanken sein und was könntest du tun um diesen sinnvoll gegenzusteuern.

    Gruß
    Scrooge

    Hallo Urmmel,

    da hast du mit der Suchtverlagerung wirklich ein interessantes Thema aufgegriffen.

    Uns muss bewusst sein, dass wir nicht nur alkoholkrank, sondern im ganz allgemeinen auch suchtkrank sind.

    Das bedeutet, dass wir eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber allen stoffgebundenen aber auch stoffungebundenen Süchten habe.

    Es ist darum wichtig das wir kontrolliert, strukturiert und reflektiert unser Leben gestalten, um nicht von einer Sucht in eine andere zu schlittern.

    Es gibt viel Literatur über die verschiedensten Süchte und dem Suchtverhalten ganz allgemein. Als Suchtkranke müssen wir Experten unserer Krankheit werden. Dazu gehört auch, dass wir diese Bücher lesen und alles Wissen was wir zu unserer Krankheit bekommen aufsaugen wie ein Schwamm.

    Allgemein kann man sagen, dass wir den Exzess meiden müssen wie die Pest. Wir dürfen alles tun (außer Saufen und Rauchen und Drogen natürlich, eben alle was uns gesundheitlich stark beeinträchtigt) nur wir müssen es in Maßen und natürlich bewusst tun.

    Wir müssen bewusst leben!

    Gruß
    Scrooge

    Hallo Joya,

    auch von mir ein Herzliches Willkommen hier im Forum.

    Mich würde interessieren, wie es zu deinem Rückfall im Dezember nach einigen abstinenten Monaten kommen konnte.

    Magst du mehr darüber berichten?

    Gruß
    Scrooge

    Hallo Andi,

    Gut, dann weiter Klartext statt heißem Brei.

    Beim Lesen deines vorletzten Postes habe ich leider immer noch das Gefühl, dass du uns erklären willst, warum bei dir alles anders ist und warum du zu diesen und jenen Handlungen gezwungen bist.

    Hier im Forum arbeiten Menschen an sich, die teilweise ihr komplettes altes Leben aufgegeben habe, die sich von ihren Familien getrennt haben, vom alten Umfeld getrennt haben, nur um nicht mehr trinken zu müssen.

    Es ist eine Nüchternheit ohne Wenn und Aber, die von vielen Langzeitrockenen propagiert wird.

    Bei dir dagegen gibt es noch zuviele Wenns und Aber und das deine Nüchterheit auf deiner Prioritätenliste nicht auf Platz 1 steht, könnte dir irgendwann das Genick brechen.

    Ich bin mir nicht sicher, dass dir unsere Erkrankung in letzter Konsequenz wirklich bewusst ist.
    Wir haben eine chronische Krankheit, die ungestoppt tödlich endet. Wir können diese Krankheit nicht heilen doch wir können sie stoppen.
    Zum Stoppen der Erkrankung dürfen wir vor allem keinen Alkohol trinken. Um keinen Alkohol mehr zu uns nehmen zu müssen, müssen wir unsere psychische Krankheit "Alkoholismus" annehmen und mit ihr leben lernen. Ja Andi, du, ich, wir alle hier sind psychisch krank und werden es den Rest unseres Lebens bleiben.
    Um mit der psychischen Krankheit "Alkoholismus" leben zu können, müssen wir Rückfallrisiken minimieren. Denn ein Rückfall kann für uns den Tod bedeuten.

    Darum spielst du jedesmal, wenn du dich im Umfeld des Alkohols bewegst mit deinem Leben! Du bringst dich bewusst in Lebensgefahr, was im jetzigen Fall mit ukrainischem Roulette vergleichbar ist.

    Jetzt wirst du sicher wieder sagen: Bei mir ist das alle ganz anders. Ich habe einen starken Willen und damit werde ich die Risokosituationen schon bestehen.

    Doch das ist ein Irrtum. Wir sind nicht krank geworden, weil wir einen schwachen Willen hatten. Wir können unsere Krankheit nicht stoppen, indem wir unseren Willen stärken. Nein, die einzige Möglichkeit ist die geistige Lösung von unserem Killer Alkohol - und die kann nur in einem Umfeld fernab des Alkohols erreicht werden.

    Mehr kann ich dir zu dem Thema nicht schreiben. Reflektiere und ziehe daraus deine richtigen Schlüsse.

    Gruß
    Scrooge

    Hallo Andi,

    was soll ich dir noch schreiben? Du scheinst sowieso besser zu wissen wie du trocken wirst, als wir Trockenen es dir schreiben können.

    Zitat

    Aber eins muß ich Dir noch sagen, Scrooge. Es sind nicht alle Menschen gleich, auch wenn sie schwer krank sind. Ich kann nicht in panischer Angst davon laufen, wenn ich irgendwo Alkohol sehe. Ich kann nicht allen in meiner Umgebung zumuten auf Alkohol zu verzichten, wenn ich anwesend bin. Ich muß für mich akzeptieren, dass es dieses Dreckszeug an jeder verdammten Ecke und bei jeder noch so kleinen Feier gibt und das tue ich auch. Das fängt schon beim Einkaufen im Supermarkt an. Wenn ich dort an der Kasse stehe, dann schaue ich mit voller Absicht und so lange ich anstehe in die endlosen Regale neben der Kasse, die voll sind von dem Zeug. Und ich denke dabei darüber nach (...) Glaub mir ehrlich, ich brauche das und ich tue das nur für mich. Und jedes Mal wenn ich mich umdrehe und gehe, merke ich, ich werde stärker, wie nach dem "Nein" von oben.

    So habe ich auch mal gedacht. Hätte ich dieses Wissen nicht bedingungslos über Board geworfen und stattdessen das angenommen was mir von Trockenen hier vorgelebt wird, wäre ich heute ein anderer.

    Ich hätte es nicht geschafft mich geistig vom Alkohol zu lösen. Ich hätte es nicht geschafft vor dem Alkohol zu kapitulieren. Ich würde heute noch mit der geballten Faust dem Alkohol gegenüberstehen und wäre von einer zufriedenen Trockenheit heute genauso weit entfernt wie am Anfang.

    Lieber Andi, solange du glaubst selbst alles besser zu wissen, kann dir eine Selbsthilefegruppe nicht helfen. Da heißt es das Annehmen - Reflektieren - Umsetzen.

    Solange, lieber Andi, dir noch andere Dinge wichtiger sind als deine Nüchternheit, sehen deine Prognosen für eine trockenen Zukunft sehr schlecht aus.

    Ich schreibe dir das nicht um dich runterzumachen, doch nach Humor ist mir in diesem Faden noch gar nicht.

    Gruß
    Scrooge

    Lieber Vaan,

    Zitat

    Dass da auf einmal die grosse Pulle die Runde macht war nun wirklich nicht abzusehen. Also ihm da nun vorzuwerfen er hätte sich bewusst und leichtfertig einer Gefahr ausgesetzt .. Nee also alles was recht ist .......

    falsch! Er schreibt im ersten Beitrag:

    Zitat

    Und wie es dort so üblich ist, gab es nach der kalorienreichen Torte, ein kleines Verdauerli.

    Bitte genau lesen, Vaan!

    Den Worten Dorotheas möchte ich mich anschließen. Genauso ist es gemeint.

    Gruß
    Scrooge

    Und noch was:

    Zitat

    Natürlich weiss ich was ich für ein Problem habe

    So sprechen Menschen, die noch keine Krankheitseinsicht entwickelt haben. Diese ist aber Grundvoraussetzung für eine stabile Trockenheit.

    Nimm deine Krankheit für dich an, oder siehst du dich gar nicht als Alkoholiker?

    nochmals:

    Zitat

    Meine ersten Bewehrungsproben habe ich auch überstanden.

    Das ist ein Irrtum! Du hast dich dort nicht bewährt, du hast deine Alkoholabstinenz gefährdet, dies und nichts anderes.

    Besser wäre es gewesen, du wärst nicht zu einem Kaffekränzchen gegangen, bei dem es Alkohol zu trinken gibt.

    Beim Weg aus der Abhängigkeit gilt es grundlegende Verhaltensänderungen umzusetzen und dazu gehört auch strikte Meiden des Alkohols und seines Umfeldes.

    Du solltest nicht mit alkoholtrinkenden Menschen zusammensein. Mag sein, dass du das jetzt noch als Verzicht siehst (das ging mir am Anfang auch nicht anders), trotzdem, nimm einfach an was ich dir sage, denn mit diesem Rüstzeug sind schon viele auf den Weg in eine stabile Trockenheit gegangen.

    Wenn du selbst glaubst alles noch besser zu wissen, wird dein Weg dich doch nur in eine Trinkpause, denn in eine Trockenheit führen.

    Es ist notwendig, dass du dich geistig vom Alkohol löst.

    Gruß
    Scrooge

    Nochwas:

    Zitat

    Nun ja, ich sehe schon ich muß noch ein ganzes Stück mit ihr arbeiten, ehe sie mich und die Krankheit versteht.

    Ich denke, du musst noch ein ganzes Stück mit dir arbeiten, damit du dich und deine Krankheit verstehst.

    Werde Experte deiner Krankheit, du weißt noch viel zu wenig! :)

    Hallo Andi,

    so richtig ernst scheint es dir mit deiner Trockenheit nicht zu sein.
    Wenn du glaubst, du seist jetzt deinen 20. Tag trocken so bist du im Irrtum. Der Weg in die Trockenheit ist länger als du es dir jetzt vorstellen kannst.

    Du bist jetzt 20 Tage ohne Alkohol und setzt deine Abstinenz durch eine risikoreiche Lebensweise jetzt schon auf Spiel.

    Ich rate dir dringlischst dich mit unseren Trockenheitsbausteinen in den Informationen auseinanderzusetzen. Dort vor allem mit den Punkten "alkoholfreies Umfeld" und "Offenheit mit der Krankheit im Nahumfeld".

    Wenn du so weiter machst wird deine angestrebte Abstinenz über kurz oder lang, dann doch nur eine Trinkpause.

    Ich wünsche dir trockene 24 Stunden.

    Gruß
    Scrooge