Beiträge von Scrooge

    Hallo Lütze,

    zu dem was speedy53 schon sagt möchte ich hinzufügen, dass der neue Weg zunächst steinig sein kann. Das ging uns allen so. Alte Verhaltensmuster, die du jahrelang eingeschliffen hast musst du nun abbauen und neue dafür erwerben. Diese neuen Wege, die du nun gehst, sind natürlich noch nicht so gut eingelaufen dazu musst du sie noch oft gehen. Irgendwann wird es für dich völlig normal sein diese zu begehen.

    Immer Schritt für Schritt und immer vorsichtig und umsichtig!

    Gruß
    Scrooge

    Hallo Vaan,

    gut, dass du nun schon 4 Monate auf den Alkohol verzichten konntest.

    Ansonsten möchte ich marla, vaan und engel1000 einfach nochmal auf unsere notwendigen Grundbausteine hinweisen, besonders auf Punkt 7: das alkoholfreie Umfeld.

    Vielleicht habt ihr es ja noch nicht gelesen. Oben rechts ein blauer Balken auf dem "Informationen" steht.

    Gruß
    Scrooge

    Hallo Vaan,

    ich bin mir sehr sicher, dass du dir nichts Negatives dabei gedacht hast!

    Nun mal Kopf hoch und schreib mal wie es bei deinem Abendessen gelaufen ist!

    Es ist sehr gut, dass du so ehrlich bist, denn so kann man wiklich erkenne wo du gerade stehst.

    "Sag mir wo du stehst
    Sag mir wo du stehst
    Sag mir wo du stehst
    und welchen Weg du gehst"... Falls du das Lied kennst. :)

    Gruß
    Scrooge

    Heute Phönix 20:15

    "Es war ein Alptraum" - Abhängig von Schmerztabletten

    Nicht haargenau unser Thema, doch ziemlich nah dran, da sich die Substanzabhängigkeitserkrankungen doch sehr ähneln.

    Die Vorankündigung las sich sehr interessant und lässt auf einen lehrreichen Beitrag schließen.

    Gruß
    Woitek

    Zitat

    Wenn ihr mich sucht... Ich mache gerade einen Spaziergang um den Block . Portemonnaie lasse ich hier. Es sind zu viele Tankstellen auf dem Weg

    Das ist eine gute Entscheidung. Als ich begann mich selbst zu erkennen musste ich auch oft um den Block gehen. Es hat mir nicht geschadet.

    Ja Annika, so ist es! Daher kommt wohl auch die Demut der Trockenen.
    Auch ich hatte noch alles, doch war ich seelisch obdachlos und haltlos. Das bin ich phasisch immer noch, denn der Weg aus der Sucht ist mindestens ebenso lang, wie der Weg in die Sucht hinein.

    Sehr wahre Worte Annika. Da denke mal drüber nach Vaan! Es könnte dich in einen besinnlichen Advent führen.

    Gruß
    Scrooge

    Hallo Vaan,

    Soo Operation "Alk Freie Bude" habe ich also angesichts des nahenden Festes mal mit einem Höchstmaß an christlicher Nächstenliebe in Angriff genommen

    Wenn ich nicht wüsste, wie tief du noch in deinem nassen Denken verwurzelt bist, würde ich diese Aussage für tiefen, menschenverachtenden Zynismus halten.

    Die Flaschen wieder mit Pauken und Trompeten in das WC kippen war mir auch zu dämlich .....

    Warum wäre das dämlich?

    Alk Park (Ich habe mir angewöhnt da von Zombiepark

    Da redest du wie jemand daher der sich noch gar nicht mit unserer Krankheit beschäftigt hat.

    bin ich dann zu dem Mann hingegangen, der die Verteilung vorgenommen hat und habe mich dort etwas arg vollmundig als "Trockener Alkoholiker" vorgestellt. Ich hätte in meinem Rucksack 3 Weinflaschen, die ich wegen "Alkfreiem Haushalt" auf keinen Fall behalten möchte und würde die gerne loswerden. Die Leute würde so oder so an Alkohol drankommen da können sie sich statt dem Fusel auch einmal ein etwas edleres Tröpfchen gönnen. Da könntet ihr dann einen mit dem blöden Gesicht sehen.

    Ach vaan, ich arbeite in einem ähnlichen Bereich wie dieser Mann, und darum kann ich mir sehr gut vorstellen was er über den "schrägen Vogel" mit dem nassen Denken und den Alkflaschen gedacht hat, der sich als "trockener Alkokoliker" vorstellte. Glaube mir, er hatte allen Grund komisch zu gucken. Ich denke er hat sich pädagogisch sehr geschickt verhalten, in dem er dir das Zeug abgenommen hat und nichts wertendes sagte. Ich in seiner Situation hättr ähnlich gehandelt, denn ich wäre mit Sicherheit davon ausgegangen, dass du sie sonst am selben Abend noch ausgetrunken hättest.

    Als wir da so am reden waren kam dort ein Mann an mit einer halb vollen Wodka Flasche, der von dem Nahrungsverteiler sofort wieder weggeschickt wurde. "Mit Flasche keine Brötchen" Da habe ich dann zum ersten Mal in meinem Leben die Fahne gerochen, die so einer so mit sich herumschleppt.

    Ich persönlich sehe keinen Unterschied zwischen diesem Menschen, dir und mir.

    Freunde einladen macht überhaupt keinen Sinn. Die kommen nicht wenn ich keine Kiste Bier dahabe oder aber die was mitbringen können.

    Dann muss ich dir die harte Wahrheit sagen: Du hast keine Freunde!

    Tja für die werde ich mir Heute Abend auch noch eine Geschichte zurecht legen müssen.

    Ach ja Vaan, das Lügen haben wir ja gelernt, die Zeit damit zu verbringen uns Geschichten auszudenken, anstatt mal der Realität ins Auge zu blicken.

    Gruß
    Scrooge

    Hallo vaan,

    tut mit leid, dass ich dir jetzt auch nochmal den Kopf waschen muss, doch dein letzter Beitrag zeugt von einer derartigen Arroganz und Einfältigkeit, dass es mir beim Lesen körperlich wehtat.

    Dein Beitrag hat mich zornig gemacht, auf deine Einstellungen, dass musste jetzt raus.

    Ich bitte dich: Denk nochmals über diese Aktion heute nach und über deine Grundmotivation die dich dazu bewegt hat.

    Ich wünsche dir von Herzen eine besinnliche Adventszeit.

    Gruß
    Scrooge

    Hallo Biene,

    ich habe noch nichts von dir bisher gelesen, denn ich konnte keinen anderen Fäden als diesen von dir in der "Suche" finden.

    Wenn die Beziehung zu deinem Partner gestört ist, hast du doch verschiedene Möglichkeiten gegenzusteuern. Ihr könntet an euer Beziehung arbeiten (Paarberatung, Paartherapie) - Allein und unter 4 Augen bekommt man sowas nur schwer in den Griff. Wenn die Beziehung für dich so stark belastend und schädigend ist kannst du sie auch beenden und dich in eine neue Lebensphase begeben. Beides könnte für dich Entwicklung bedeuten.

    Gruß
    Scrooge

    Hallo liebes Tagebuch, :lol:

    heute mal wieder ein Entrag von mir (Mmm ich muss da irgenwie eine Regelmäßigkeit hineinbekommen)

    Mir geht es gut. Ich bin zufrieden und augeglichen.

    Der Tag heute begann um 6:30 Uhr mit einer schönen Dusche und einem Vollkorfrühstück mit Obst (ich ernähre mich nach WHO-Empfehlungen).

    Dann habe ich noch schnell eine Kurzkritik zu einem Gedicht geschrieben und bin zur Uni geradelt. Den Dienstagvormittag verbringe ich immer mit F. Ich habe sie vor kurzem kennen gelernt und wir haben die selben Seminare. Ich mag sie gern (vielleicht entwickelt sich daraus etwas) und bin auch für den Rest des Tages noch gut gelaunt.

    Dienstags muss ich nicht arbeiten und so hatte ich nach der Uni noch Zeit für die Mensa. Ich aß Nudeln mit Tomatensoße. Danach fuhr ich nach Hause und habe mich eine Stunde schlafen gelegt.

    Später musste ich noch in die Stadtbibo und danach zur Plasmaspende.(Ich spende einmal wöchentlich Blutplasma. So bin ich in ständiger ärztlicher Kontrollen und habe stets ein Auge auf meine Gesundheit, die mir seit dem Beginn meiner Trockenheit sehr wichtig geworden ist.)

    Heute habe ich meinen letzte Abend zu Hause, den werde ich richtig gemütlich genießen, ab morgen habe ich ja wieder einen Nachtdienstblock.

    Ich habe immer noch nicht mit dem Essey begonne, das am 9 Januar fertig werden soll. Auf gehts Scrooge, nur der frühe Vogel catcht mit dem worm.

    Grummel, grmph, gnrrrr

    ich habe kein Verständnis für dir streikenden Lokführer! Pah, wegen denen haben sich meine Fahrtzeiten heute und morgen auf das dreifache verlängert. Ich bin sehr viel auf ÖVM angewiesen und damit senkt es meine Lebensqualität doch gewaltig. :evil:

    Wenigstens muss ich nicht, wie meine Großmutter noch kilometerweit zu fuß gehen.

    Ansonsten, Vormittags Uni, Nachmittags Arbeit, Chorprobe (habe heute mit dem Weihnachtsprogramm begonnen)

    Vorhin noch ein Treffen in der Altstadt. Jetzt müde, noch ein paar Sachen abtippen, dann schlafen.

    Gute Nacht.

    Die letzten Tage waren gut gefüllt und haben mich bis an meine Belastbarkeitsgrenze geführt.

    Am Freitag:

    von 7:00 - 12:00 Uni
    von 12:00 - 18:00 Arbeit

    von 22:00 bis 7:00 Nachtdienst

    Am Samstag:

    von 9:00 - 20:00 Arbeit
    von 22:00 - 7:00 Nachtdienst

    Am Sonntag:

    von 9:00 - 17.00 Arbeit

    Am Montag:

    8:00- 12:00 Arbeit
    14:00 - 18:00 Uni

    (Hier war mein Stresslevel bei 90 %. Ich hatte einige Tage keinen Sport gemacht. Immer wieder tickte in meinem Kopf dieses Rädchen, dass mir damals signalisierte "saufen". Heute ist noch genauso nützlich. Nur dessen Botschaft ist eine andere. Sie lautet nun: Vorsicht Stresslevel im gefährlichen Bereich - Ausgleichsprogramme einleiten!

    Gestern habe ich ab 14 Uhr eine Auszeit genommen, da auch das nächste Wochendene arbeitsmäßig verplant ist. So habe ich von 14 - 17 einen schönen Nachmittagsschlaf gehalten. Dann habe ich es mir gemütlich gemacht und den ganzen Abend geschrieben.

    Heute Vormittag muss ich gleich noch meine Lateinaufgaben erledigen und habe von 12 - 14 Uhr Uni. Dann muss ich mit einer Bekannten noch ein paar Sachen in der Bibliothek recherchieren. Heute Abend werde ich Sport machen und ein bisschen Phönix schauen (ich mag die Reportagen)

    Hallo Freund,

    ich überlege noch warum ich den Satz mit dem "albern" geschrieben habe. Es hat wohl etwas mit der Unsicherheit über die Außenwirkung meiner Gedanken zu tun. Eigentlich kann es mir ja relativ schnuppe sein, was andere Menschen über mich denken - solange es gut ist :lol:

    Auch ich halte Vertrauen unter den Menschen für sehr wichtig. Also um bei dem Beispiel zu bleiben: Es würde mir besser gefallen, wenn der andere mir ehrlich seine Meinung sagt, als mir Ausreden anzuhören und das selbst dann wenn ich den Unterschied nicht merken würde. Es ist einfach ein besseres Gefühl. Solche Perspektivwechsel helfen mir bei der Steuerung meines Verhaltens.

    Gruß
    Scrooge

    Na Prima

    Ich hatte gestern schon einen so langen Text geschrieben, doch beim Abschicken verschwand er im „Seitenichtgefunden-Nirvana“. Es ist also doch besser, dass ich erst mal im Textprogramm vorschreibe.

    Der heutige Tag war wieder gleichermaßen erfüllt wie auch zufriedenstellend. Die positiven Sozialkontakte überwogen und ich habe alles geschafft, was ich mir vorgenommen habe. Sogar die Lohnsteuererklärung liegt Tipptopp fertig auf dem Schrank. Die muss ich morgen nur noch einstecken.

    Was hat mich heute am meisten gefreut?

    Mein Chor war heute super drauf. Es war eine gute Atmosphäre und ein sehr angenehmes Arbeiten.
    Es ist ein Teil meiner Arbeit, dass ich die Leitung eines Chores habe. Sänger und Sängerinnen sind Klienten mit geistigen und psychischen Behinderungen.
    Heute haben wir wieder intensiv an einem Lied gearbeitet, dass ich sehr mag.

    Was hat mich heute am meisten geärgert?

    Eigentlich nichts, außer der Sturm und der Regen. Achso: Über mich selbst, weil ich mal wieder typische nasse Gedanken hatte.

    Um 19:00 hatte ich noch ein Treffen mit einer Projektgruppe. Ich hatte keine Lust und habe mir eine Stunde lang den Kopf über Ausreden zerbrochen. Diese Vorstellungen sind immer sehr lebhaft in verschiedenen Variationen, wahre Lügengebäude, Lügenkomplexe. In meiner nassen Zeit hätte ich diese Lügen auch angewendet. Jetzt war ich natürlich bei dem Treffen und bin damit wieder einen wichtigen Schritt bei der Arbeit an mir selbst gegangen. Auch wenn’s sich albern anhört.

    Jetzt muss ich gleich zum Nachtdienst (bei dem ich netterweise schlafen darf) Ich bin auch schon recht müde.

    Ich bin jetzt seit 10 Monaten trocken. Ich fühle mich gefestigt und erlebe das erste Mal seit 15 Jahren so etwas wie Lebenszufriedenheit. Dass das so ist koppele ich sehr stark an mein suchtfreies Leben, welches ich um nichts in der Welt wieder hergeben möchte.

    Darum möchte ich ab heute auch wieder regelmäßig aktiv in diesem Faden über mich und mein nüchternes Leben schreiben.

    Ich habe bis dato ein privates Tagebuch geschrieben, doch das habe ich in letzter Zeit immer mehr vernachlässigt. Ich hoffe, dass durch diesen öffentlichen Raum mein Angagement diesbezüglich wieder zunimmt.


    In den letzten 10 Monaten ist viel passiert. Ich gehe einer Halbtagsbeschäftigung in der Arbeit mit psychisch Kranken und Suchtkranken nach und studiere wieder aktiv und gerne. Ich rauche nun seit Juni nicht mehr und bin ein sportlicher Mensch geworden. Ich laufe jeden zweiten Tag 10 km und mache leichtes Krafttraining. Mein Ziel ist es nächstes Jahr im Juni einen Halbmarathon zu laufen. Für mein Hobby, das Schreiben, habe ich jetzt auch sehr viel mehr Geduld und Zeit und hatte, was mich sehr freut, in diesem Jahr einige Zeitschriften- und eine Buchveröffentlichung.

    Was mich an mir am meisten stört ist, dass ich immer noch ein Aufschieber und Drückeberger bin. Aber auch das wird sich nun ändern.

    Für morgen nehme ich mir fest vor meine Lohnsteuererklärung endlich zu machen. Es ist möglich und überfordert mich nicht. So, jetzt ist es geschrieben und nun muss es auch gemacht werden.

    Hallo Terwara,

    was nützt es mir als Alkoholiker, der trinken will, mich vorher bei dir als meinen Betreuer zu melden, dass du vielleicht mein Trinken doch vereiteln kannst.

    Du bist doch sicher auch nach meinem Rückfall noch für mich da, Du bist nicht böse oder enttäuscht und wirst mich wieder aufbauen, bis ich mich so gut fühle, dass ich wieder trinke, denn dann bist du ja wieder für mich da...

    Bei einem Rüchfall bin ich allein es der entscheidet zu trinken. Ich habe zwar auch schon Geschichten gehört, in denen von einer Art blackout einem Filmriss berichtet wird, doch nach meinen Trinkpausen habe immer ich selbst entschieden wieder zu trinken.

    Der Aufbau einer stabilen Trockenheit ist mir erst möglich, seit dem ich meine alkoholkrankheit für mich akzeptiert habe und vor dem Alkohol kapituliert habe.

    Die Verantwortung für mich trage ich und niemand sonst.
    Inzwischen bin ich mir viel zu viel wert und ist mir mein Leben viel zu wertvoll, als dass ich bewusst meinen Körper und meine Seele schädigen würde.

    Gruß
    Scrooge

    Hallo Kerstin,

    schön, dass du auf deinem Weg in die Suchtmittelfreiheit gerade vorwärts gehst. Bald bist du "clean" und das ist wunderbar. Es lässt sich prima leben - drogenfrei. :D

    Auch ich wünsche dir ein schönes trockenes WE und einen festen Willen auf deinem weiteren Weg.

    Gruß
    Scrooge

    Hallo annax,

    ich grüße dich herzlich. :)

    Zitat

    muss mich nur zamreissen und die Baustellen alle angehen

    Dazu möchte ich sagen: Vorsicht!!!

    So habe ich auch mal gedacht. Ich dachte auch, in hochmotivierten Momenten, dass ich nun alles mit einem mal anpacken und bewältigen muss. Dabei habe ich mir meine Ziele viel zu hoch gesteckt und bin daran gescheitert - und zack war ich wieder im Sumpf.

    Nun habe ich gelernt, jede Baustelle meines Lebens nacheinander anzugehen, und die dafür notwendigen Aufgaben in verarbeitbare Häppchen zu unterteilen. So, jeden Tag ein kleines Stück erledigend, fahre ich persönlich besser.

    Gruß
    Scrooge[/code]