Beiträge von Blizzard

    Hallo Leute,

    vielen Dank für eure Gratulationen und guten Wünsche. Ich hoffe, ich bekomme das alles auf die Reihe. Aber wie gesagt: Ich fühle mich ganz gut und bin gespannt, was da so auf mich zukommt...

    Morgen werde ich mich nochmal besinnen, einen Vortrag besuchen der mich interessiert (bei der Bundesagentur für Arbeit) und harren der Dinge, die da kommen mögen....

    Viele Grüße an euch alle!

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo liebe Panther und annax,
    liebe Mitleser,

    *räusper*

    also, ich bin grade vom Vorstellungsgespräch zurück...und was soll ich sagen - ich hab den Job!

    Übermorgen gehts schon los - 7 Uhr muss ich dort sein - ogottogott - das ist ja mitten in der Nacht!

    Die Arbeit erfolgt sogar in meinem Beruf. Das Gehalt ist eher mickrig, aber bitte, hauptsache ich mach wieder etwas.

    39 Wochenstunden - puh, das wird anstrengend. Aber dafür ist es nicht allzuweit von meinem Wohnort entfernt.

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo engel,

    ich fürchte du wirst deine Signatur "zuletzt getrunken am 26.10.2007" bald aktualisieren müssen.

    Du machst so ungefähr alles falsch, was man falsch machen kann - und wenn ich deinen Beitrag so lese, frage ich mich, ob du wirklich verstanden hast, was hier quer Beet in den Beiträgen der Langzeittrockenen gepredigt wird?

    Du gehst auf Feiern, wo Alkohol getrunken wird, du willst alkoholfreies Bier trinken (das in Wirklichkeit nicht alkoholfrei ist), du sehnst die Gegenwart der alkoholgeschwängerten Massenveranstaltungen am 11.11. herbei, du besuchst Kneipen....um Gottes Willen kann ich da nur sagen.

    Wenn du nicht schnellstens grundlegend was radikal änderst, gebe ich dir maximal noch ein paar Wochen Abstinenz.

    Herzlichst,

    Blizzard

    Zitat von Blizzard

    Mal sehen. 2 Wochen haben die deutschen Arbeitgeber noch, um mich hier zu halten. Wenns nichts wird - auf Wiedersehen!

    Hallo zusammen,

    offensichtlich haben die deutschen Arbeitgeber meine Androhung ernstgenommen. 8)

    Ich habe noch heute um 15 Uhr und morgen um 11:30 Uhr 2 Vorstellungsgespräche.

    Werde euch nachher berichten wie es war - vielleicht brauche ich ja eine Entscheidungshilfe. :D

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo Sabine,

    Tja, was kommt da auf dich zu? Vorweg: Nichts schlimmes!

    In der Suchtberatung wird bei deinem Termin am 13.11. wohl erstmal ein ausführliches Gespräch stattfinden, wie es dir so geht, welche Suchtgeschichte du hinter dir hast usw. Dann wirst du sicherlich Informationen erhalten, welche Therapieformen es gibt, wo diese stattfinden usw. Im Endeffekt ist es aber natürlich deine Entscheidung, ob du eine Therapie anstrebst oder nicht.

    Bei mir musste diese Entscheidung erstmal über etwa 2 Monate reifen. D.h. ich hatte zwar zu meiner Suchtberatungstelle schon seit Mitte März Kontakt habe mich aber erst so Ende Mai dafür entschieden, ernsthaft eine ambulante Therapie anzustreben. Ich wollte da nichts über den Zaun brechen.

    Träger jeglicher Therapieform/Rehamaßnahme ist im Normalfall der Rentenversicherungsträger (LVA, BfA). Falls du nicht oder nicht lange genug versicherungspflichtig gearbeitet haben solltest in deinem Leben, dann ist die Krankenkasse zuständig. Die Beantragung läuft dann sicherlich über die Suchtberatungsstelle, wobei aber auch dein Hausarzt ein Formblatt auszufüllen hat, ebenso deine Krankenkasse. Das dauert aber nicht allzulang. Insgesamt hat der ganze Bearbeitungsvorgang von meinem Entschluss bis zur Bewilligung etwa 6 Wochen gedauert. Das kann aber sicher ein wenig variieren.

    Ganz im Allgemeinen sollte man sich von einer ambulanten Therapie keine Wunderdinge erwarten, was man aber auch von einer stationären Therapie nicht kann. Ich habe genug Leute in den letzten Monaten erlebt, die wohl nach der Langzeittherapie im Krankenhaus gedacht haben, sie sind jetzt "geheilt" - kamen nach Hause, fielen in ein Loch und hatten keine 2 Monate später einen Rückfall. Auch hier im Forum liest man darüber immer wieder.

    Man kann bei einer Therapie dem Alkoholiker Zusammenhänge und Verhaltensmuster aufdecken, Verhaltensänderungen anregen und das notwendige Handwerkzeug dafür vermitteln - aber gehen muss jeder seinen Weg alleine.

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo liebe Forumsmitglieder,
    Hallo Joe,

    danke für deinen Zuspruch.

    Ich habe gestern eine Entscheidung getroffen. Wie gesagt bekomme ich nur noch 2 Wochen Arbeitslosengeld. Harz IV will ich nicht beantragen.

    Ich habe deswegen beschlossen: Im Falle, das ich in den nächsten 2 Wochen keinen Arbeitsvertrag unter Dach und Fach bekomme, wandere ich aus - zumindest vorübergehend. Ich habe mir im Internet jetzt diverse Jobangebote aus anderen Ländern angesehen. In England werden haufenweise Sozialarbeiter gesucht. Englisch kann ich ja - auch wenn meine Kenntnisse in den letzten Jahren ein bisschen "eingeschlafen" sein mögen. Wenn das nichts wird, gibts immer noch die Möglichkeit zeitlich befristet zum Schafe scheren nach Island zu gehen. Kein Witz. Es gibt da ein Programm, mit dem man nach Island als Landwirtschaftshilfe gehen kann (für 3-6 Monate), 700 Euro Taschengeld pro Monat + Freie Kost und Logis. Bevor ich hier in Deutschland weiter Monat für Monat rumsitze und warte, das was passiert, mache ich lieber sowas.

    Ich fühle mich ziemlich gut und beim Gedanken, mal für eine Zeit lang wegzugehen, überkommt mich wieder diese Aufbruchstimmung, wie mit Anfang 20, als ich mich entschied, von Österreich nach Deutschland aufzubrechen.

    Mal sehen. 2 Wochen haben die deutschen Arbeitgeber noch, um mich hier zu halten. Wenns nichts wird - auf Wiedersehen!

    Heute Nachmittag werde ich jedenfalls schon mal meinen Lebenslauf ins Englische übersetzen. 8)

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo engel,

    ich möchte mich meinen Vorrednern anschließen und insbesondere an das anknüpfen, was andi angemerkt hat:

    Warum kaufst du dir keinen Decoder? Das bisschen pay-tv kannst du vom Erlös des Verkaufs deiner Dauerkarte und vom gesparten Geld durch den nicht getrunkenen Alk dutzendfach bezahlen!!!!!

    Eine Kneipe - auch wenn du wirklich nur wegen des Fussballs hingehst - ist Gefahrenpol Nr. 1. Hier geht es gar nicht um "Willen" oder "Selbstdisziplin" - die haben die meisten Kurzzeittrockenen! - hier geht es um unbewusste Assoziationen, um Eindrücke die sich in deinem Unterbewusstsein festsetzen, wenn du den anderen beim Trinken zuschaust - und damit einhergehend um Verzichtsgedanken die sich immer fester im Laufe der Zeit in dir festsetzen und irgendwann dann einen Rückfall auslösen - von dem du dann im ersten Moment denkst "er kam aus heiterem Himmel". Aber dem ist nicht so....

    Denk darüber nach!

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo Leute,

    ich wollte mal einen Strang aufmachen um mich mit euch über die ambulante Therapie auszutauschen. Ich mache ja eine solche seit August nun und würde mich interessieren, wer noch eine gemacht hat bzw. gerade macht, und wie die bei euch so abgelaufen ist.

    Bei mir besteht die Therapie aus 2 wöchentliche Terminen (60 min Einzelgespräch, 100 min Gruppengespräch).

    Die Themenwahl ist dabei frei. Das heißt: Probleme stehen im Vordergrund.

    In der Gruppentherapie sagt in der Eingangsrunde jeder, wie es ihm geht und ob er/sie ein Thema mitgebracht hat, über das geredet werden soll. Begleitet wird die Gesprächsrunde von 2 Therapeuten. Im Prinzip kommt mir das ganze meistens wie eine moderierte Selbsthilfegruppe vor - was ich auch schon angemerkt habe. Ich würde mir da ein bisschen mehr Struktur und auch vorgegebene Themen (zumindest zeitweise) wünschen.

    Aber ich will diese Form der Gruppentherapie nicht grundwegs ablehnen. Sicherlich hat sie mir auch schon einiges gebracht und ich gehe da auch gerne hin. Die Leute sind ganz nett - insgesamt sind wir derzeit 8 Leute, wobei ich und ein anderer mit 27 die deutlich jüngsten Teilnehmer sind.

    Das Einzelgespräch läuft zwar auch nicht nach irgendeinem vorgegebenen oder strukturierten Muster ab, bringt mir aber mehr, da ich Vertrauen zu meiner Psychologin habe und da dann auch mehr sage, was ich denke oder fühle. Ich bin ganz froh, das ich von den 3 Therapeuten bei ihr gelandet bin, weil die anderen 2 zwar auch ok sind, aber nicht diese Empathie besteht.

    Insgesamt stehe ich meiner Therapie daher mit gemischten, aber eher positiven Gefühlen in einer "Zwischenbilanz" gegenüber. Ich würde mir mehr Struktur für die Gruppengespräche wünschen.

    Hat jemand von euch ähnliche oder vielleicht ganz andere Erfahrungen gemacht?

    Oder hat jemand noch irgendwelche Fragen zur ambulanten Therapie, der selber mit dem Gedanken spielt, eine zu beantragen - dann immer nur raus damit!

    :D

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo Sabine,

    ich finde, du solltest deinen Mann beim Wort nehmen und ihr solltet auf die Feier mit den Bekannten zu Silvester verzichten. Hier geht es um dich und deine Gesundheit - da solltest du nicht nach irgendwelchen Kompromissen suchen, die nicht notwendig sind. Es ist kein Drama (auch wenn viele sich das nicht vorstellen können), Silvester mal zu Hause ohne Alkohol zu verbringen. Meine liebe Schwiegerfamilie kommt zum Silvester nach Berlin und will zum Brandenburger Tor gehen. Ich werde den Teufel tun, und da mit gehen, das wäre verrückt! Ich stehe mittlerweile ziemlich klar zu meiner Krankheit und keiner hat da ein Problem, wenn ich an diesem Abend nicht feiern gehe. Ich weiß noch nicht, was ich mache - aber eines weiß ich: Ich werde mich keiner Gefahr aussetzen - und auch keiner Situation, die mir unangenehm wäre.

    Und überleg mal: Wenn du zu der Feier gehen solltest und schlecht drauf bist, weil die anderen trinken und du nicht, dann tust du niemanden einen Gefallen - am allerwenigsten natürlich dir selber!

    Herzlichst,

    Blizzard

    Zitat von Nummm

    ...und hatten keine Lust mehr irgendwas zu machen. Naja vielleicht hatte auch nur ich keine Lust mehr zu irgendwas, wollte aber die Stimmung nicht gleich auf den Nullpunkt bringen. Jedenfalls sind wir dann noch nach Karlsruhe gefahren aber dort angekommen ergab auch nichts weiter als Lustlosigkeit.......Um auf den Punkt zu kommen, ich bin grade verunsichert und hab ziemlich Lust zu trinken.

    Hallo Numm,

    ich hab mal ein paar Passagen deines Postings herausgenommen und habe da eine Frage: Lässt du dich eigentlich nur von deiner Lust leiten? Mir scheint, dem ist so - aber das muss nicht so sein.

    Wer immer nur seinen Gelüsten nachgibt, kommt nirgendwo hin, geschweige denn irgendwo an.

    Der Wiener Psychiater Viktor Frankl hat den Ausspruch geprägt "muss man sich denn von sich selbst alles gefallen lassen?". Ich finde, das bringt die Sache ganz gut auf den Punkt. Suchtkranke neigen meiner Meinung nach sehr stark dazu, sich sehr stark nach ihren Gelüsten zu orientieren - und dementsprechend auf Unlust allergisch abwehrend reagieren. Ich habe dieses Verhaltensmuster an mir selbst auch sehr lange und intensiv beobachtet.

    Seit einiger Zeit versuche ich, in Situationen, wo ich auf bestimmte Dinge keine Lust habe, gerade diese dann zu machen. Ich betrachte es als eine Art "inneres Training". Und weißt du was? Wenn man etwas getan hat, worauf man so überhaupt keine Lust hatte, was aber sinnvoll ist (z.B. sportliches Training, Gemüse essen - oder mit der Ehefrau ins Theater gehen), dann wird man nachher mit einem guten Gefühl "belohnt" - natürlich ist diese innere Befriedigung nicht mit dem "geliebten Rausch" zu vergleichen, den wir uns in der Vergangenheit in solchen Situationen immer "gegönnt" haben. Aber so eine innere Zufriedenheit geht viel tiefer und mit der Zeit lernt man dieses Gefühl schätzen.

    Ich hoffe, ich bin jetzt nicht zu weit vom Thema abgekommen. Aber ich musste diese Gedanken jetzt einfach mal loswerden, weil eben aus deinem Posting sich für mich die Vermutung ergibt, das du dich vor allem nach deiner Lust richtest. Versuche mal, statt auf deine Lust auf dein Gewissen zu hören und danach zu handeln. Das mag am Anfang schwer sein, und Überwindung kosten - aber es lohnt sich.

    Einen Versuch wäre es doch mal wert. :wink:

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo Hasenpfoetchen,

    ich habe solche Alpträume auch regelmäßig. Angenehm ist das natürlich nicht gerade, aber ich schätze es als vollkommen normal ein.

    Mit was man sich tagsüber gedanklich viel beschäftigt (und das ist bei uns trocken lebenden Alkoholikern nunmal die Abstinenz), das lässt sich des nächtens nicht so einfach abstellen.

    Deshalb wäre ich an deiner Stelle nicht so beunruhigt. :wink:

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo liebe Forumsgemeinde,

    mir hat sich da letztens beim Nachdenken eine Frage aufgedrängt.

    Im Kreise ALLER trockenen Alkoholiker ist es eigentlich usus, das alkoholfreies Bier für den abstinent lebenden Alkoholkranken tabu sein muss - und das die Missachtung dieses Tabus der Anfang vieler Rückfälle war.

    Ursachen dafür sind Spuren von Alkohol, die auch im sogenannten "alkoholfreien Bier" enthalten sind, aber vor allem wohl der psychische Faktor: Man bringt mit der Bierflasche, mit einem Ritual (z.B. indem man alkoholfreies Bier bei Feiern, nach beruflichen Erfolgen oder zu bestimmten Anlässen trinkt) das Suchtgedächtnis wieder auf Trab, reaktiviert alte Verhaltensmuster, die dann oft letztendlich irgendwann wieder zum normalen Bier (und damit endgültig in den Rückfall) führen.

    Das klingt für mich alles sehr logisch und nachvollziehbar, weswegen ich auch niemanden raten würde, es mit alkoholfreien Bier zu versuchen.

    Jetzt ist es aber so, das im Gegensatz zum alkoholfreien Bier (auch hier im Forum) viele Tipps, Hinweise usw. bekommt, das es auch "sehr leckere" alkoholfreie Coktails gibt. Gerade zu Feierlichkeiten wird gerne darauf hingewiesen. Auch in Selbsthilfe-Infoblättern habe ich schon davon gelesen - und viele Selbsthilfegruppen (denen ich hier im Raum Berlin begegnet bin), schwärmen geradezu davon, welche tollen Coktailmixer sich in ihren Reihen befinden, die wunderbare alkoholfreie Getränke mixen können.

    Jetzt meine Frage: Verhält es sich hier nicht genauso wie mit dem alkoholfreien Bier????

    Alkoholfreie Coktails werden für gewöhnlich eben in Coktailgläsern serviert (= Vergleich mit der Bierflasche des alkoholfreien Biers), und zwar zu besonderen Anlässen und Feierlichkeiten, vielleicht aber auch eben als Feierabendbelohnung (= Ritualcharakter).

    Ich habe letztens davon gehört, das es jetzt völlig alkoholfreies Bier geben soll - könnte man das dann genauso trinken, wie die alkoholfreien Coktails (gegen die sich in der Selbsthilfegemeinschaft kaum Widerstand regt)???

    Ich bin der Meinung: Nein. Die Frage ist doch: Was assoziiere ich mit dem jeweiligen Getränk, Ritual, Ereignis? Und da ist die Antwort für mich klar. Deswegen kann ich irgendwie nicht verstehen, warum man einerseits alkoholfreies Bier komplett ablehnt, aber von alkoholfreien Coktails viele (sogar Langzeit-)Trockene schwärmen hört.

    Bin da etwas verwirrt. :?

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo Frank,

    ob stationärer oder ambulanter Entzug hängt vom Grade deiner körperlichen Abhängigkeit bzw. deinem gesundheitlichen Zustand ab. Diese Entscheidung kann nur dein Arzt treffen, weshalb der Gang zum Arzt eben so wichtig ist.

    Beim plötzlichen Absetzen des Alkohols können - eben von Person zu Person unterschiedlich schwere Entzugserscheinungen auftreten. Diese können sowohl körperlich, als auch psychisch sein - oder eben nicht.

    Als ich zum Arzt ging, war ich körperlich (wahrscheinlich aufgrund meines relativ jungen Alters und meinem hohen Grad an sportlicher Betätigung) noch in ziemlich guter Verfassung und ich hatte bis dato auch keinerlei Entzugserscheinungen wenn ich mal ein paar Wochen oder Monate (Trinkpausen) nichts trank. Also hielt meine Ärztin eine stationäre Entgiftung auch nicht für notwendig. Sie verschrieb mir für den Entzug ein Beruhigungsmittel, welches ich bei Bedarf einnehmen sollte, was ich letztlich auch nicht musste.

    Aber das war nur mein Fall. Die ärztliche Abklärung war auch für mich wichtig.

    Der stationäre Entzug bietet einen geschützten, überwachten Rahmen, und ist auch in psychischer Hinsicht ein oft bleibendes Erlebnis - im positiven Sinne. Das weiß ich von vielen Betroffenen. Meines Wissens dauert er aber in den meisten Fällen nur 7 bis max. 10 Tage. Kann aber von Kh zu Kh unterschiedlich gehandhabt werden, denke ich.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Kläre die Entscheidung über ambulanten oder stationären Entzug mit deinem Arzt ab, denn dazu ist er ja da.

    Ich hoffe ich konnte dir mit meinen Hinweisen behilflich sein.

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo Cora,

    schön das du hierher gefunden hast.

    Du befindest dich auf dem richtigen Weg. Dein Eingeständnis, Hilfe von Aussen zu benötigen war sicher ein schwerer, aber umso wichtigerer Schritt in die richtige Richtung!

    Erst mit diesem Eingeständnis hört man auf, gegen sich selbst und den Alkohol zu "kämpfen" und kann anfangen, wirklich was gegen die eigene Krankheit zu tun.

    Eine Langzeittherapie bietet einen geschützten Rahmen, unter dem man dir die Möglichkeit und Hilfestellung bietet, dein Leben und dein Verhalten von Grund auf zu ändern. Denn eines ist klar: Nur nicht mehr Trinken reicht nur für eine Trinkpause.

    Würde mich freuen, wenn du auch aus der LZ-Therapie regelmäßig hier über deine Erfahrungen schreibst. Damit kannst du dich nicht nur selbst reflektieren, sondern anderen Hilfesuchenden auch deine Erfahrungen mitteilen.

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo Leute,

    mir gehts weiterhin gut. Mittlerweile denke ich, das Antidepressivum hat - neben meiner Beschäftigung mit der Logotherapie - viel zu meiner verbesserten psychischen Stabilität beigetragen.

    Alles was jetzt noch fehlt, ist ein geeigneter Arbeitsplatz. Leider hat sich da in den letzten Tagen nichts neues ergeben. Ich warte immer noch auf zahlreiche Antworten auf meine Bewerbungen, verliere da aber zusehends die Zuversicht. Naja, aber irgendwie bin ich trotzdem noch überzeugt, das sich in den nächsten Wochen was ergeben wird. Mal sehen. Habe mich jetzt sogar in verschiedenen Städten Brandenburgs beworben, weil es dort wenigensts keinen Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst gibt. :roll:

    Mal sehen. Ich halte euch auf dem Laufenden.

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo Vaan,

    Spedi ist nur zuzustimmen. Ich weiß nicht, warum du dich solchen Gefahren aussetzt? Du hast ja jetzt selber gemerkt, das du milimeterscharf am Rückfall entlanggeschrammt bist. Und wenn du nichts grundlegendes in deinem Leben änderst, ist es wohl nur eine Frage der Zeit bis du in einer ähnlichen Situation in Zukunft umknicken wirst.

    Was du betreibst ist das Spiel mit dem Feuer - und da verbrennt man sich nun mal. Der eine früher, der andere später. Mit einer langanhaltenden und zufriedenen Trockenheit wirds so jedenfalls nix werden.

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo Lilly,

    du hast ja völlig recht mit dem was du sagst. Aber dahingehend gibt es ja auch kein Problem. Keiner trinkt in meiner Gegenwart und meine Wohnung ist alkfrei und keiner hat ein Problem damit, das ich nicht auf irgendeine Sylvester-Feier gehen werde. Aber ich kann ja den anderen nicht sagen, was sie in ihrer Freizeit tun sollen. Darum gings mir.

    Nichts für ungut. Ich werde meine junge Trockenheit sicher nicht irgendjemand zuliebe gefährden und werde mich zu schützen wissen. Aber ich will halt auch die anderen nicht vom feiern abhalten....solange die Feier natürlich nicht in meiner Wohnung stattfindet. :wink:

    Herzlichst,

    Blizzard