Beiträge von Blizzard

    Hallo Lilly,

    danke für deine ehrlichen Worte.

    Ich bin sicher kompromisslos trocken, meine Wohnung ist ja auch alkfrei. Und in meiner Schwiegerfamilie gibt es nun überhaupt kein Problem mit Alkohol. Keiner von denen säuft sich an.

    Trotzdem will ich nicht verhehlen, das ich da einfach nicht die völlig kompromisslose Linie fahren will, denn was würde nur Stunk nach sich ziehen - und ich würde mich deswegen auch nicht besser geschützt fühlen, wenn ich Ihnen jetzt den Sylvester-Abend vemiese. Ich mag meine Leute sehr und ich fühle ja auch nicht wirklich einen Verzicht, wenn ich nicht zum Brandenburger Tor feiern gehe.

    Ich möchte mich einfach nicht als "Nabel der Welt" aufführen, das würde wirklich nur schlechte Stimmung geben. Wie gesagt: Die Situation ist jetzt nicht so ernst, wie sie sich jetzt dem einen oder anderen vielleicht darstellt. Bei mir zu Hause wird nichts getrunken, geschweige denn gesoffen - und wenn die Verwandten feiern gehen wollen, dann sollen sie das halt tun. Ich könnte einfach damit nicht glücklich werden, wenn andere Menschen ihre Planungen nach mir ausrichten sollen.

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo Leute,

    danke für die vielen Anregungen und Antworten.

    Ich nehme ja an Sylvester jedes Jahr an irgendeinem Sylvesterlauf teil, so das ich gegen Abend meistens eh schon angenehm geschafft bin. Mal sehen, was ich dann abends mache.

    Pauly: Was meine Familie betrifft, so will ich gar nicht, dass sie wegen mir auf irgendwas verzichten sollen. Ich würde mich da ganz schön schlecht fühlen. Man kommt ja nicht 550 km nach Berlin gefahren, um dann in einer viel zu kleinen Wohnung zu feiern. :? Ich habe ja auch kein Problem damit, diesen Abend eventuell alleine zu verbringen. Ich versinke da nicht in Selbstmittleid.

    Wahrscheinlich ist es am Besten, ich bleibe wirklich zu Hause...und bei euch im Chat. Oder ich mache irgendwas ehrenamtlich an dem Abend...hm..muss mich mal erkundigen.

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo liebe Forumsgemeinde,

    ich möchte diesen Thread hier nutzen um mich über die Gestaltung des Sylvester-Abends auszutauschen. Insbesondere die länger Trockenen würde ich gerne fragen, wie sie diesen Abend im allgemeinen so verbringen.

    Das Thema drängt sich bei mir jetzt schon auf, weil quasi feststeht, das ich diesen Abend ohne meine Leute verbringen werde. Meine Schwiegerfamilie kommt nach Berlin und will unbedingt Sylvester natürlich am Brandenburger Tor verbringen. Ich habe bereits abgesagt, werde da natürlich nicht mitgehen.

    Jetzt frage ich mich, was man sonst so tun könnte. Man hört ja im Allgemeinen, das die diversen SHG's auch Sylvester-Feiern durchführen. Vielleicht wäre das ja was für mich.

    Irgendwie ist mir schon komisch zumute wenn ich an diesen Abend denke. In keinen Stunden des Jahres wird wohl soviel gesoffen wie am 31.12. zwischen 18-24 Uhr. Und irgendwie habe ich schiss, Saufdruck bekommen zu können, obwohl das in meinen zurückliegenden 7 trockenen Monaten noch nie der Fall war.

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo Kipferl,

    und ein herzliches Willkommen auch von mir - schön das du es hier her geschafft hast.

    Vor dem Termin bei der Suchtberatung brauchst du keinen Bammel zu haben. Vorbereiten darauf musst du dich auch nicht. Dort werden dir einfach die Möglichkeiten aufgezeigt, aus der Sucht herauszubekommen. Du bekommst Informationen über stationäre oder ambulante Langzeittherapien, kriegst Kontaktadressen von Selbsthilfegruppen in deiner Umgebung und erfährst ganz allgemein mehr zum Thema Sucht und was du persönlich tun kannst um den Teufelskreis zu verlassen.

    Als ich im März diesen Jahres das erste Mal bei meiner Suchtberatungsstelle aufkreuzte hatte ich gleich mal ein ausführliches und sehr nettes Gespräch mit der dortigen Psychologin und seitdem habe ich dort auch regelmäßige Gesprächstermine, neben der ambulanten Therapie, die ich mittlerweile angegangen bin.

    Die Suchtberatungsstelle brachte bei mir erstmal alles ins Rollen und war und ist für mich ein wirklich wichtiger Anlaufpunkt.

    Viel Glück und viel Kraft auf deinem Weg - hoffe du nutzt das Forum hier, um regelmäßig über dich zu schreiben und zu reflektieren - denn auch das hilft ungemein.

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo pauly,

    ich gratuliere dir zu deinem "1. Geburtstag"! Hoffe es werden noch viele, viele weitere folgen und dass du uns hier im Forum auch noch erhalten bleibst!

    Würde mich freuen, in den offenen Bereichen wieder mehr von dir zu lesen!

    Gruß,

    Blizzard

    Hallo lunatic,

    das absolut wichtigste am alkoholfreien Umfeld sind die Menschen mit denen ich zu tun habe und die alkoholfreie Wohnung. Insbesondere die Menschen mit denen ich meine Freizeit verbringe müssen nach alkoholfreiem Gesichtspunkten gewählt werden. Kneipen existieren für mich genausowenig mehr wie Fussballstadien oder berauschte Studentenparties (zu letzteren werde ich über Kontakte von früher immer noch eingeladen, verschwende aber keinen Gedanken daran, auch hinzugehen).

    Werbung für alkoholhältige Getränke sind da eine andere Sache. Ich bin der Meinung, dass man als trockener Alkoholiker lernen muss, damit umzugehen. Irgendwann macht es einem einfach nichts mehr aus. Ich höre bei Werbung sowieso nicht hin. Zumindest nicht bewusst. Bierwerbung und Co. werden uns nun mal unser Leben lang begleiten (ausser vielleicht wenn wir nach Saudi-Arabien umziehen) und von daher können wir dem nicht immer ausweichen.

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo zusammen,

    nach längerer Pause ist es nun an der Zeit, mich auch mal wieder zu mir selbst zu äußern. :wink:

    Mir geht es weiterhin psychisch und körperlich ziemlich gut. Geistig hingegen sehne ich mich jetzt wirklich schon stark nach einer neuen Aufgabe, will heißen einer neuen Arbeitsstelle. Mittlerweile bin ich wirklich soweit, das ich mich selbst wieder als "arbeitsfähig" einstufe - und das jetzt auch möglichst bald gerne wieder unter Beweis stellen würde.

    Hier in Berlin ist die Jobsituation ja leider nicht gerade die Beste. Ich habe schon viele Bewerbungen geschrieben - und warte noch auf diverse Rückläufe. Aber die Arbeitsplatzsituation für Sozialarbeiter ist nicht gerade rosig in dieser hochverschuldeten Stadt. Während des Studiums hat man uns gesagt, das 80 % der Sozialarbeiterstellen im öffentlichen Dienst sind - toll, sage ich da nur, wenn man weiß, das seit Jahren für die Stadt Berlin ein Einstellungsstopp gilt. :roll:

    Eigentlich würde es da wirklich nur helfen, sich deutschlandweit zu bewerben, aber das will ich nicht. Meine Frau und ich sind nun mal hier sesshaft, sie schreibt momentan noch Diplomarbeit und ganz allgemein sind wir beide nicht die großen Weltenbummler, würden also gerne hier bleiben.

    Naja, da muss ich wohl weitersuchen und auf Rückläufe hoffen. Eine Sache hört sich recht vielversprechend an. Da wurden von einer bekannten Hilfsorganisation in Berlin ein neues Jugendwohnprojekt gestartet und man hat mich zur Eröffnungsfeier eingeladen, nachdem ich dort zuvor meine Bewerbungsunterlagen hingeschickt habe. Nun ja, ich soll mich in den nächsten Tagen nochmal melden. Vielleicht ergibt sich ja was. Ansonsen bleibe ich für Angebote aller Art offen.

    Wie ihr seht, macht also die Beschäftigung meiner beruflichen Zukunft den Schwerpunkt für mich derzeit aus. Daneben bleibe ich weiter sportlich und trainiere fast jeden Tag. Auch meine persönliche Weiterbildung treibe ich voran. Nächsten Monat beginnt meine Fortbildung, daneben bilde ich mich zuhause autodidaktisch weiter. Habe mir einen Haufen Bücher zum Thema Logotherapie und Existenzanalyse gekauft und vollständig "durchgeackert". Bin dadurch auch in Bezug auf mich selbst um einiges klüger geworden - und hoffe, diesen Bereich auch in meine künftige Arbeit in der einen oder anderen Form einfließen lassen zu können.

    Eine weitere Leidenschaft von mir ist das Schachspiel, womit ich jetzt meine Freizeit größtenteils verbringe. Ich organisiere in einem anderen Forum sogar eine eigene Freizeitliga.

    Ja, was gibt es sonst noch zu sagen? Mein Privatleben läuft weiter sehr harmonisch, da ist alles in wunderbarer Ordnung. Sogesehen läuft es also auch ganz gut.

    Ich warte jetzt wirklich in erster Linie auf Briefe mit dem Betreff "Einladung zum Vorstellungsgespräch". Mal sehen, ob nachher was im Briefkasten liegt. :?

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo Emmily,

    hab mal gerade meine Blutwerte rausgesucht und verglichen. Irgendwas kann da mit dem von dir angegebenen Gamma-Gt und GPT nicht stimmen. Da steht bei mir bei gamma-gt 0,42 wobei der normbereich kleiner als 0,63 sein sollte. Ähnliches gilt auch für den GPT.

    Aber ich will mich da gar nicht zu weit reinlehnen. Bevor wir hier noch irgendwelche Vermutungen ins Blaue anstellen, die einfach nicht haltbar sind. Leider sind wir hier ja keine Ärzte.

    Warum besprecht ihr die Werte nicht mit eurem Hausarzt?

    Im Grunde gesehen ist aber deine Sorge mehr als verständlich und sehr berechtigt. Der Alkoholkonsum, den du im Vorstellungsbereich beschrieben hast, kann früher oder später nur schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen. Es gibt genug Fälle von Leuten die weit, weit unter 50 sind und an Leberzirrose erkranken und daran sterben. Und das kann sogar ziemlich schnell gehen.

    Bei deinem Mann sollten also jetzt wirklich die Alarmglocken läuten. Es ist höchste Eisenbahn!!

    Sprecht mit dem Arzt eures Vertrauens - nehmt die Laborwerte dazu mit. Sprecht eine wahrscheinlich notwendige stationäre Entgiftung durch. Die Entscheidung dafür muss aber dein Mann von sich aus fällen. Er muss an seinem Zustand was ändern wollen - sonst ist alle Liebesmüh vergeben.

    Im Angehörigenforum wirst du darüber noch viel lesen können.

    Viele Grüße,

    Blizzard

    Zitat von Spedi


    Aber scheinbar bist Du noch nicht in der Lage, diesen Eindruck einfach stehen lassen zu können. Statt dessen meinst Du, Dich rechtfertigen und um Dich schlagen zu müssen. Das wiederum erinnert mich sehr stark an nasses Denken - auch dort wird gerne von den eigenen Defiziten abgelenkt, indem Nebenkriegsschauplätze aktiviert oder Allgemeinplätze eröffnet werden.

    Aber ich kann dich beruhigen: ich habe nicht vor, Dich und Deinen Thread weiter "zu stören" - nichts liegt mit ferner.

    In diesem Sinne: immer erst dort wo's weh tut nachsehen und gute 24h,

    Spedi

    Hallo Spedi,

    wenns danach gehen würde, dann wärst du möglicherweise der "nasseste Denker" im gesamten Forum hier, denn was du in den meisten Threads von dir gibst, ist nicht nur sehr direkt, sondern für manch eben einen auch verletzend (von wegen "um sich schlagend"). Und deswegen solltest du eben vielleicht manchmal auch nachdenken, bevor du deinem Ehrlichkeitsfetischismus wieder genüge leisten musst, der bedingungslose Ehrlichkeit zum Preise mangelnder Sensibilität und menschlicher Sensitivität hat.

    Du wirfst anderen vor, keine direkte Kritik vertragen zu können - und attestierst ihnen deswegen nasses Denken - und im selben Posting benimmst du dich dann selbst wie eine "beleidigte Leberwurst" (Stichwort "du musst ja nicht meine Postings lesen"), fällt dir das eigentlich auf?

    Du willst uns hier oft vermitteln, das dein Weg der "Ehrlichkeit und Offenheit" der einzig richtige Weg ist. Aber erstens verwechselst du hier öfter mal Ehrlichkeit mit Barschheit und zweitens kenne ich mittlerweile Leute die doppelt, dreifach und vierfach so lange trocken sind wie du und komischerweise keinen so rüpelhaften Umgang mit ihrem Umfeld an den Tag legen wie du.

    Oje, Mist, nachdem was ich jetzt hier so geschrieben habe, triefe ich wahrschienlich nur so vor nassem Denken. Da du aber die bedingungslose Ehrlichkeit so schätzt, wirst du mir sicher in ruhigem und trockenem Ton antworten...oder nicht? :roll:

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo Joe,

    also Allen Carr war ein Mann. :wink: Er ist letztens gestorben - ausgerechnet an Lungenkrebs. Er hatte wohl die letzten 20 Jahre seines Lebens nicht mehr geraucht und stieg zum "Nichtraucher-Papst" auf. Er hat tatsächlich mit seiner Methode Millionen von Menschen geholfen. Leider hat er dann den Fehler gemacht, sich einer Sucht zu widmen, mit der er selber nun keine Erfahrung hat - dem Alkoholismus - und hat sich gedacht, "was beim Nikotin geht, muss bei Alkohol auch funktionieren" Dieses Werk wurde daher auch kein besonderer Erfolg.

    Aber was das Nichtraucher-Buch anbelangt, kann ich es wirklich nur empfehlen - bei mir hat sich die innere Einstellung zum Rauchen dadurch nachhaltig geändert. Der Verzichtsgedanke ist dadurch zerplatzt wie eine Seifenblase. Deswegen bin ich bei Pflaster und Kaugummis auch so skeptisch. Es sind "manuelle" Methoden, die sich genau Null mit der Psyche beschäftigen. Diese Hilfsmittelchen verhindern vielleicht Entzugserscheinungen und "Schmacht", aber greifen nicht bei der Psyche.

    Meine Meinung.

    Herzlichst,

    Blizzard

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo zusammen,

    ich habe von 14-22 geraucht, am Ende auch so etwa 20-30 Zigaretten am Tag. Habe dann mit dem Buch von Allen Carr "Endlich Nichtraucher" aufgehört zum Rauchen. Irgendwie habe ich dadurch die nötige geistige Distanz zum Nikotin gewonnen, das ja nun für einen Nicht-Abhängigen gar keine Vorteile, nichtmal kurzfristige, hat. Habe dann bis Sommer 2004 überhaupt keine Zigarette mehr geraucht. Seit dem aber immer mal wieder zu verschiedenen Anlässen und bei irgendwelchen Feiern. Aber maximal so 3-5 Schachteln pro Jahr (!) und wie gesagt in teils monatelangen Abständen.

    Als Alkoholiker der ich nun mal bin, widerstrebt es mir eigentlich zu behaupten, das sich Süchte kontrollieren lassen, aber im Falle des Nikotins trifft das zumindest bei mir tatsächlich zu. Ich habe keinerlei Zwang zu Rauchen, tue es in bestimmten Situationen aber gelegentlich immer noch. Die letzte Zigarette habe ich Anfang Juli, kurz vor meiner Hochzeit geraucht. Die vorletzte am Karfreitag Anfang April beim Bowling, davor die letzten Zigaretten am Neujahrstag im ICE.

    Durch mein sehr sportliches Leben und durch meine rauchfreie Umgebung (keiner von meinen Freunden raucht, meine Frau natürlich auch nicht) komme ich nicht im Entferntesten auf den Gedanken oder in Versuchung wieder anzufangen.

    Jetzt habe ich wahrscheinlich nicht viel zur Beantwortung deiner Frage beigetragen, lieber Joe, tut mir leid. Aber ich kann trotzdem Allen Carr nur empfehlen.

    Viele Grüße,

    Blizzard

    Hallo Bernd,

    danke der Nachfrage! Mir gehts weiterhin ganz gut. War diese Woche Dienstag beim Arbeitsamt, wo ich erfahren habe, das man meine Fortbildung nicht bezuschussen wird, da sie bereits in die Zeit nach der Arbeitslosengeld-I-Phase fällt und ausserdem berufsbegleitend ist. Naja, ist nicht so schlimm, habe eh damit gerechnet.

    Trotzdem war der Besuch bei der Agentur für Arbeit nicht umsonst. Die Arbeitsvermittlerin war sehr nett und hat mir ein paar gute Tipps gegeben, wie man sich im öffentlichen Dienst bewirbt, da dort ja meine meisten Berufschancen liegen. Habe mir das dann zu Herzen genommen und ein paar - wie ich meine - sehr gute Initiativbewerbungen geschrieben. Dann habe ich auch noch per Mail an eine Menge freie Träger eine Initiativbewerbung in Kurzforum geschickt, worauf diese Woche eine Antwort kam, in der man Interesse an mir bekundete und meine kompletten Unterlagen anforderte. Das klingt also schon mal verheißungsvoll. Mal sehen, was nächste Woche so kommt. Ich habe das Gefühl, die Arbeitslosigkeit wird nicht mehr von langer Dauer sein.

    Die Arbeitsvermittlerin hat mir sogar einen Tipp für eine offene Stelle innerhalb der Arbeitsagentur gegeben, für die ich qualifiziert wäre (auch als Arbeitsvermittler). Das wäre allerdings eine Vollzeitstelle. Deshalb habe ich letztenendes es abgelehnt mich zu bewerben, weil mir das momentan einfach noch zuviel wäre (v.a. auch in Hinblick auf die anstehende Fortbildung, die auch noch mal jede Woche 10-12 Stunden in Anspruch nehmen wird). Trotzdem hatte ich 3 Tage ernsthaft überlegt, mich für diese Stelle zu bewerben - was ich alleine schon als großen Fortschritt für mich sehe. Wäre mir jemand vor 3 Monaten mit so einem Angebot gekommen hätte ich sofort abgewunken, weil ich mir gar nichts zutraute in meinem damaligen Zustand. Das ist jetzt schon mal besser. :wink:

    Nun ja, das wars erstmal von meiner Woche in aller Kürze.

    Viele Grüße und noch einen schönen Sonntag - ich gehe jetzt mal wieder sporteln..... 8)

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo Bernd,

    du schreibst, das du auch heute (also nach fast 14 trockenen Jahren) noch oft an den Alkohol denkst. Einerseits ist das logisch und auch gut - denn wir Alkoholiker sollen ja auch nie unsere Problematik/Krankheit vergessen. Andererseits würde mich interessieren, wie genau deine Gedanken an den Alkohol aussehen. Kannst du das mal beschreiben?

    Viele Grüße an dich!

    Blizzard

    Hallo kommal!

    Ja, was den Sport anbelangt, hast du recht. Aber ich habe die Wettkampfsaison gerade abgeschlossen und kuriere jetzt erstmal meinen Körper von seinen Wehwechen ein bisschen aus. Ich glaube das tut auch mal ganz gut. Aber keine Sorge: Lange halte ich es ohne Sport eh nicht aus. :wink:

    Das mit dem Druck stimmt natürlich irgendwie - aber es ist halt einfach so. Ab 19. November gibst vom Arbeitsamt keine Kohle mehr. Der Druck ist zweifelsohne da, ABER: Ich habe eben auch irgendwie die Gewissheit, das alles gut gehen wird. Ich bin mir sicher.

    Gruß,

    Blizzard

    Zitat von phoenix75

    Hallo Blizzard,


    Wir Menschen müssen das Gefühl haben, uns und unser Leben bewegen zu können, sonst werden wir eben krank.


    alles liebe
    lydia

    Hallo lydia,

    ja das ist die Wahrheit, so siehts aus. Diese Erkenntnis wurde mir in den letzten Wochen auch zuteil. :D

    Mir gehts soweit immer noch ganz gut, jedoch bin ich aus meiner Rhythmisierung des Alltages momentan leider wieder etwas herausgefallen. Die Zeitungsverteilerei macht momentan Pause, weil es in meinem Einsatzgebiet momentan nichts zu verteilen gibt und die Sporträume der Hochschulen haben noch bis 22. 10. geschlossen. Am Freitag war ich bei der Inventurfirma (hatte davon berichtet). Die zahlen zwar nur 5 Euro pro Stunde, das eigentliche Problem ist aber ein anderes: Man kann nur bis zu 400 Euro im Monat verdienen und damit sehe ich da einfach kein mittel- bis langfristiges Auskommen. Ich bekomme noch bis zum 19. November Arbeitslosengeld. Bis dahin MUSS irgendwas entscheidendes passiert sein, was meine berufliche Zukunft anbelangt. :?

    Irgendwie habe ich aber weiter das Gefühl, das alles schon gutgehen wird. Ich tu ja auch was dafür. Gleich habe ich einen Termin beim Arbeitsamt, wo es um die Kostenübernahme meiner Zusatzausbildung geht. Dann habe ich wie jeden Dienstag Gruppentherapiesitzung.

    Ansonsten versuche ich hier weiter viel zu lesen und in anderen Threads zu antworten, was mir weiterhin große Freude macht. Tja, und dann bleibt mir ja noch das Schachspielen, wodurch die grauen Zellen angeregt werden.

    Herzliche Grüße an alle!

    Blizzard

    Hallo Lydia,

    ja das kann ich schon verstehen. Vielleicht ist das sowas wie ein Selbstschutzmechanismus - um sich selber damit zu zeigen, das man selbst noch was wert sei und das es bei einem selber "nicht ganz so schlimm" ist und das halt trotz der eingestandenen Problematik - noch andere Lebensinhalte bei dem/der Betroffenen eine Rolle spielen.

    Wenn ich mir das eine oder andere Posting von mir selbst durchlese, frage ich mich manchmal auch im Nachhinein ob das nicht etwas arrogant klingt. Ich weiß es nicht.

    Damit du mit diesem Typ in deiner Selbsthilfegruppe in Zukunft besser umgehen kannst, kann ich dir vielleicht einen Ratschlag geben: Denke darüber nach was hinter der Eigenschaft Arroganz steckt. Für mich ist die Antwort klar: Hinter Arroganz steckt in aller Regel das Bedürfnis, unbedingt bestätigt zu werden. Und nachdrücklich Bestätigung verlangen in aller Regel nach v.a. Leute die selbstunsicher sind.

    Herzlichst,

    Blizzard

    Hallo Locke,

    ich war zwar bisher nicht sehr viel in realen Selbsthilfegruppen unterwegs (sondern hauptsächlich hier in der virituellen des Forums :wink: ), aber ich glaube trotzdem, dich in deiner Frage beruhigen zu können.

    Viele Selbsthilfegruppen (AA, Blaukreuz, Kreuzbund, im entfernteren Sinne auch alle Caritas-Suchthilfen) stehen unter christlicher, bzw. kirchlicher Schirmherrschaft. Das hat aber heute nicht mehr viel zu bedeuten. Ich war mal beim Kreuzbund und da hat man mir auch sofort vermittelt, das Religion und Glauben innerhalb der SHG keine Bedeutung haben - obwohl ich nichtmal danach gefragt habe.

    Die AA's sind in den USA entstanden und von daher schon mal christlicher geprägt - wenngleich es sich, meines Wissens nach da um eine sehr freie, eher philosophische Auslegung des Glaubens handelt, die in der praktischen Selbsthilfearbeit aber wohl kaum eine Rolle spielen dürfte.

    Ich denke aber auch, das die Gegebenheiten von Ort zu Ort und von Gruppe zu Gruppe sehr unterschiedlich sein können. Da hilft nur eins: Hingehen und "testen".

    Herzlichst,

    Blizzard