Beiträge von panther

    Danke für die Rückmeldungen.

    Ich habe heute Vormittag gekocht, geputzt und nebenbei mir die Berichte im Forum 'Das Leben nach dem Alkohol' durchgelesen. Insbesondere das Thema von Lilly12. Ja so möchte ich auch leben. So richtig kann ich heute nicht so dran glauben bzw. ist das doch ganz schön weit weg. mir gehts heut einfach bescheiden. Gleich kommen meine Liebsten nach Hause. dann Essen wir zusammen und dann fahren wir an den Weserstrand. Bei uns scheint die Sonne. Meine Frau entführt mich ein bisschen an die frische Luft.

    Gruppe gibts heut nicht. So daß ich da auch nicht hinrennen kann.
    Wegen der Therapie: Über die Planung habe ich in einem anderen Thema (Wer ist wer im Alkoholikerforum) geschrieben.

    Heut ist eins dieser Tage, wo man am besten nicht aufgestanden wäre. Ich wollt heute eigentlich einkaufen gehen. Bin dann lieber nicht los. Kauf jetzt mit Family zusammen ein. Hab heut so ein Druck, daß ich froh bin wenn der tag vorbei ist und da muß ich alles vermeiden wo ich schwach werden könnte. Geh heut abend noch mal ins Forum.

    Bis dahin gute 24 Stunden

    Hallo Sensei!

    Danke für deine Rückmeldung.

    Heut geht es mir be.....

    Darum habe ich im anderen Forumunterpunkt geschrieben
    'Alkoholsucht imAlkoholiker Forum
    Hilfe bei Alkohol von Betroffenen für Betroffene. Rückfall - und Neuanfang'

    Ich fand das da passender, weil jetzt so wie es mir geht, doch über die Vorstellung hinaus geht.

    Im Beratungsgespräch haben wir auch über eine stationäre Therapie geredet.
    Jetzt machen wir erstmal den Antrag für überhaupt eine Sucht-Therapie fertig. Ich schließe eine stationäre Therapie nicht aus. Der Psychologe und ich wollen erst ein paar Gespräche führen, um zu sehen ob der ambulante Rahmen passend ist. Montag habe ich wieder ein Termin. Wo waren Deine Kinder in dieser Zeit als du in der Klinik warst? Wer hat sie betreut? Meine Frau ist im Schichtdienst und family wohnt weit weg.

    Guten Morgen!

    Gestern war ich hier so im Forum, und habe viel gelesen.

    Danach gings mir richtig schlecht. Die ganze Nacht hin und her gewälzt und kaum geschlafen. Menis Rückfälle haben mir zu denken gegeben. Auch hat mir zu denken gegeben, daß es hier soviele Ratschläge gibt und es manchmal schwer fällt in Selbstverleumdung diese auch anzunehmen. Wenn ich das richtig verstanden habe sind die meisten Rückfälle die hier so beschrieben werden, dadurch entstanden, daß man nicht erlich zu sich selber und zu den anderen ist. Man sich hier meldet, wenn es gut klappt, aber viel zu wenig, wenn es einem nicht gut geht.

    Mir geht es nicht gut. Hab Schmerzen und könnt mir so die Kante geben.

    Hab mich gefragt warum ist das so.

    Mit diesem ohne Alkohol sich spüren, die Umgebung und seine Mitmenschen wieder wahrzunehen macht mir Angst. Das sich nicht wegtrinken und damit verbunden sich neu zu finden und andere Möglichkeiten mit der Selbstauseinandersetzung zu finden fällt mir schwer. Auch jemanden anzurufen oder hier zu schreiben wie es mir wirklich geht, fällt mir schwer.
    Das liegt wohl daran, das meine Mutter mir ganz klar zu verstehen gegeben hat ich bin nichts Wert, geschweige denn irgendwelche Bedürfnisse geltend zu machen. Ich mußte früh lernen auf eigene Füße zu stehen und mir selbst der Nächste zu sein, um zu überleben. Ich war ein Alleinkämpfer. Meine Frau hat mir sooft gesagt, Mäuschen ich bin nicht Dein Feind. Rede mit mir und verschließe Dich nicht. Bei ihr klappt das ja jetzt auch. Sie arbeitet viel und ich bin viel alleine.

    Heute ist mein 12. Tag. Es vergeht kein Tag, wo ich nicht an Alkohol denke.
    Abhalten tut mir die Gewissheit mein leben und das meiner liebsten zu verspielen. Aber es ist verdammt schwer. Heute ist wieder so ein Tag wo ich nur weinen muß. Ich hoffe das mir die Abstinenz hilft endlich meine Ruhe zu finden. Nun habe ich soviele Therapien gemacht. Analysiert warum ich so bin wie ich bin. Und trotzdem ohne Alkohol kommt der ganze Schmerz hoch. Es gibt Dinge die kann man nicht wegreden. Ich muß lernen damit umzugehen.

    Hier wird viel darüber geschrieben wie man trocken bleiben kann.

    Sätze wie :
    Es gibt kein Patentrezept, individuell, melde dich wenn es dir nicht gut geht, meide Festlichkeiten, wo Alkohol getrunken wird, erste Glas stehen lassen, Alkohol aus dem Haus, meide Freunde die Alkohol trinken oder allgemein dir nicht gut tun. ich tu dies aber trotzdem geht es mir nicht gut.

    Gebe mir die Gelassenheit Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann,
    Den Mut Dinge zu ändern die ich ändern kann,
    Und die Weißheit das eine vom anderen zu unterscheiden.

    Das ist der Spruch bei den Meetings. Ich habe diese Weißheit nicht. Bin meilenweit davon entfernt.

    Mein Vater war Alkoholiker, er hat meine Mutter brutal geschlagen und vergewaltigt als wir noch im Bauch waren. Hat den letzten Pfennig für Alkohol ausgegeben und wir mußten hungern. Meine Mutter hat sich von ihm getrennt als wir noch klein waren. Ist mit uns aber jede Sommerferien zu ihm gefahren, damit wir unseren Vater sehen. ich habe mich vor diesem Mann geekelt. Als meine Mutter wieder geheiratet hat sind wir ihn nicht mehr besuchen gefahren. Mein Bruder wollte ihn dann nach 20 Jahren wieder sehen. Ob ich den mitwolle. Ich sagte ihm guck du dir den mal alleine an, ich weiß nicht ob ich ihm eine verpasse, wenn ich ihn sehe. das lassen wir mal lieber. jetzt ist er tod.
    Meine Mutter war so lange wie wir denken können schwerst depressiv. Sie hat uns das leben zur Hölle gemacht. Sie hat uns psychisch vergewaltigt. Als wir älter wurden, haben wir uns um sie kümmern müßen. Essen ans Bett, immer gucken, daß sie sich nicht das leben nimmt oder abhaut. Ich wollte nie so werden wie meine Eltern. Ich dachte wenn ich Therapie mache werde ich nicht so. Mit meinem Alkoholkonsum bin ich nicht anders.

    Mit 14 hatte ich einen Nervenzusammenbruch und bin in die Kinder und Jugenpsychatrie gekommen. Danach bin ich nicht meht nach hause zurück gekommen. Schwerste Vorwürfe habe ich mir gemacht, meine Geschwister insbesondere der Jüngsten zu Hause alleine zu lassen. Mach ich mir immer noch, denn als sie 15 war ist auch sie in die Psychatrie gekommen.

    Niemand würde denken das wir so eine schlimme Kindheit hatten. Studiert, beruflich erfolgreich, Familie: alle Vier Kinder. Vorzeigekinder die jeder sich nur wünscht. Und doch 3 davon trinken (alle gerne alleine) und eine hat eine Eßstörung die sich jetzt auch körperlich auswirkt.

    Danke fürs zuhören ich kann jetzt nicht mehr weiter schreiben. Tränen halten mich ab.

    Hallo ihr Lieben!!

    Mein 11. Tag!

    Ich brauchte mal paar Tage Ruhe um all das gesagte hier im Forum und in den Meetings aufarbeiten zu können. Kurz um, ich mußte etwas in mich gehen.

    Am Montag war ich in der Suchtberatungsstelle. Wir (der Psychologe dort und ich) machen den Antrag zur ambulanten Suchttherapie fertig.

    Ich brauch da doch ein bischen Begleitung.

    Wie war die Therapie bei euch? War die auch so lang?

    Und wie gehts euch?

    Gruß panther

    hallo Einsicht!

    Heut ist Dein 12. Tag.

    Meiner der 7.Tag.

    Gemeinsam ist man stark.

    Ich bin neu hier. Hab mich hier eingelesen. Da ich nicht soviel Erfahrung habe mit der Abstinenz wie die Anderen Forenteilnehmer, kann ich Dir nicht so gut helfen. Dir nur sagen, bleib standhaft. Wir und unsere Kinder haben ein zufriedenes, glückliches Leben ohne Alkohol verdient. Es gibt Instutionen die sich mit Trauerarbeit (Sterbebegleitung mit Angehörigen) beschäftigen, vielleicht könntest Du mit sowas etwas abgeben und der Saufdruck wäre weniger??? War gerade so ne Idee die in meinem Kopf schoß.

    Gute 24 Stunden und einen schönen Tag wünsche ich Dir

    Allgemeines Hallo!

    Danke für eure Anregungen.

    Ich habe über eure Anregungen nachgedacht.

    Da ich in ambulanter ärztlicher Behandlung bin und heute mein 7. Tag der Nüchternheit ist, macht eine stationäre reine Entgiftung keinen Sinn mehr, es gibt keine Idikation dafür. Zumal diese 5 - 10 Tage in einem normalen Krankenhaus dauert, je nach Allgemenzustand des Patienten.

    Stellt sich also die Frage ob stationäre Alkoholtherapie für mich gut ist.
    Ich bin mit 14 das ertse mal in eine Klinik (Kinder-und Jugendpsychatrie) gekommen. Im Laufe der nächsten 20 Jahre habe ich einige Psychotherapien gehabt. Es waren gute Therapien. So daß ich auch gewisse Werkzeuge für mich mitnehmen konnte. Ich habe genug gehört, aufgearbeitet.

    Jetzt ist der Zeitpunkt für mich zu handeln, mich zu finden. Klinikaufenthalte dürfen nicht mein zu Hause werden.

    Ich habe ein Termin am Montag in der Suchtberatungsstelle. Aufgrund meines Gefühlchaos, welches ich in diesen Phasen der Abstinenz für normal empfinde, denke ich das Wutarbeit auf dem Programm steht.
    Ich habe mir eine berufliche Auszeit genommen, um mich ganz den ersten Wochen der Nüchternheit zu widmen.

    Aufgrund meiner Erfahrungen weiß ich ganz genau wann es Zeit ist für mich auch stationäre Hilfe in Anspruch zu nehmen.

    Die meetings, das Forum geben mir Halt, Kraft und Mut. Und es zeigt mir, daß egal was für eine Biographie man hat. Wie schlimm auch Vergangenes noch gewesen sein mag, man ein glückliche, zufriedens Leben ohne Alkohol geben kann.

    In diesem Sinne wünsch ich euch gute 24 Stunden

    Spedi
    ich mag es nicht, wenn man sich für seine Meinung oder klaren Worte entschuldigt, schon gar nicht wenn sie konstruktiv sind.

    Ok das mit meiner Tochter habe ich verstanden. Bevor ich rückfällig werde lieber Klinik.

    Wiso gleich Klinik? Wieso habt ihr nicht auch was von ambulanter Therapie gesprochen die in den Suchtberatungsstellen angeboten wird?

    Wozu brauch ich ein geschützten Raum? Ich muß doch auch nach der Klinik mit all den Emotionen bestehen und den Alltagssorgen entgegentreten. Warum sollte ich mich jetzt dem entziehen? Hier sind meine Sorgen, Alltagsprobleme, nicht in der Klinik? Aber sie werden immer noch da sein, wenn ich wieder komme.

    Es ist mein 6. Tag

    Wir (meine Frau und Ich) haben gestern erst darüber gesprochen, ob ich in die klinik gehen sollte.

    Es ist so, daß ich letztes Jahr von ende Juli bis Ende Oktober in der Klinik (Psychatrie)war. Nur hat man mein 'Alkoholproblem' als sekundäres Problem eingestuft. Aufgrund dessen wie es dazu kam daß ich in die klinik gekommen bin, habe ich das anders gesehen und hatte eher das Gefühl ich bin Alkoholkrank und die Abstinenz der richtige Weg ist. Mein Gefühl ist zur Gewissheit geworden.

    Zudem sind wir umgezogen und ich war gerade in der Klinik und meine Tochter hatte arge Schwierigkeiten sich neu einzustellen ohne Mama. ich hab sowieso schon ein super schlechtes Gewissen ihr gegenüber wie könnte ich sie noch mal alleine lassen, wo ich sie doch letztes Jahr und in meinem Suff alleine gelassen habe. Außerdem wäre die Betreuung schwierig, da meine Frau im Schichtdienst arbeitet.

    Das Gefühlschoas treibt mich um. Diese geballte Ladung von Emotionen gepart mit Agressionen und Wut in mir.

    hallo Sensei!

    Wie alt sind Deine Kinder und können sie dir verzeihen?

    Die Frage wo ich stehe in meiner Abstinenz frustriert mich eher. Ich fühle mich hochgradig Rückfall gefährdet. Also zur Zeit ist stark mein Verstand aktiviert und wenn ich Gefühle zulasse muß ich heulen ist mir elend zu mute. Es wird hier öfters gesagt mit dem Verstand allein schafft man das nicht. Man soll genau diese Gefühle zulassen, aber keiner sagt wie und wohin mit diesen Gefühlen. Ohne Alkohol kommt das was man weggesoffen so gaballt hoch, daß ich daß Gefühl habe jetzt noch mehr Saufdruck zu haben als vorher wo ich noch getrunken habe.

    Hallo Tinika!

    Ich habe mich unwohl gefühlt, weil die gesund sind und ich nicht. Hier in der Alkoholfreien Zone ist das ok. Aber jetzt so draußen inne zu halten und das erste Glas stehen zu lassen ist schwieriger. Hier gibt es ja kein erstes Glas und ich gehe so gut wie nicht raus. Nicht die haben mich ins Abseits gestellt sondern ich selbst. Es war voll in Ordnung das ich nicht wollte. Aber wenn ich mit dem Auto unterwegs bin habe ich ja auch nicht getrunken ohne was erklären zu müssen. Nein ich hab mich mit mir selbst nicht wohl gefühlt.

    Hallo ernetika!

    Heute ist erst mein 6.Tag der Nüchternheit/Trockenheit. das heißt ich bin ganz am anfang.

    Und natürlich war der erste Schritt als man merkte das sein eigenes Trinkverhalten nicht so gesund ist, sich zu fragen: Habe ich ein Alkoholproblem, bin oder werde ich Alkoholkrank, müßte ich mich als Alkoholiker bezeichnen?

    Das Wort Alkoholiker macht ertsmal Angst. verbindet man das doch mit Menschen die eventuell eine rote Nase haben, vielleicht ein aufgequollenes Gesicht, unter der Brücke leben, Haus, Job, Familie verloren haben. Ja wenn ich dieses Bild als Verständniss vom Alkoholiker habe kann ich mich nicht so wirklich damit identifizieren wenn ich diese Merkmale nicht habe. Und darum sind diese Selbsthilfegruppen da, oder so ein Forum oder auch diese Selbsttest. Einfach diese Krankheit in einem anderen Licht/Sichtweise sehen zu können und sich vielleicht in den Erfahrungsberichten wieder zu erkennen und für sich die persöhnliche Meinung zu bilden und sich zu hinterfragen.

    Erst als ich all die Erfahrungsberichte gelesen habe, habe ich gedacht o gott das ist ja wie bei mir. Und auch jetzt noch fällt es mir leichter über die Lippen zu bringen ich bin Alkoholkrank, als ich bin Alkoholiker. Ich denke das ist auch ein Prozess wo jeder für sich allein gucken muß und seine eigene Zeit braucht, all das was man liest und hört auch anzunehmen. Und in seinen eventuellen Vorurteilen den begriff Alkoholiker neu zu definieren.

    Lieber Mattes!

    Mein Tochter ist mein Aktivator.

    denkst du nicht, dass es auch dafür gelohnt hat, trocken zu bleiben?

    Selbstverständlich lohnt es sich dafür trocken zu bleiben. Diese Erlebnisse geben mir eher das Gefühl der Schuld und Versagt zu haben. Hatte ich mir doch vorgenommen, daß die Nächste Generation nicht leiden soll. Aufgrund meier Kindheit hätte ich die Gefahr erkennen müßen, und mich und meine Tochter schützen müßen. Ich habe die Gefahr verkannt/nicht erkannt. Ich dachte mir könnte das nicht passieren. Um so niederschmetternd so anmaßend gewesen zu sein.

    Ich fühle mich einfach nur schuldig.

    Guten Morgen!

    Mann war das ne Nacht. Bin völlig gerädert. Wenn meine Frau Nachtdienst hat kann ich nicht schlafen. Sonst hat mich der Alkohol zum schlafen gebracht. Muß mir andere Einschlafmöglichkeiten suchen. Auch schlaf ich sehr unruhig, wenn ich dann schlafe. So langsam verstehe ich die Aussage: mit dem aufhören zu trinken ist es nicht getan. Man muß wirklich die alten Verhaltensmuster /Gewohnheiten ablegen und neu besetzen.

    Ich weiß nicht ob Erklärungen für mein Gehirn die Lösung ist. Was soll ich den meinem Gehirn erklären? In meinem Zustand bedarf es keiner Erklärungen sondern des Handelns, des Findens.

    Ich bin erst seid ein paar Tagen in diesem Forum. Ich bin zu tiefst beeindruckt. Diese ganzen Erfahrungen. jeder auf seine eigene Art und Persöhnlichkeit. Ich empfinde dieses Forum als Schatz. Ich weiß nicht, ob ich das so geschafft hätte. Es gibt mir Kraft und Mut. Ich sehe in den Erfahrungsberichten für mich ein Weg. Schön euch kennenlernen zu dürfen.

    Ich wünsche allen gute 24 Stunden

    Hallo Deva!

    Mein Vater war Alkoholiker (ist verstorben) und meine Mutter solange wie ich denken kann depressiv.

    Wir Kinder haben in unseren jungen Jahren gelernt für unsere Eltern Verantwortung zu übernehmen. Wir mußten ganz schnell selbständig und erwachsen werden, um zu überleben, so daß man sich manchmal die Frage gestellt hat, wer hier eigentlich Mutter/Vater ist und wer das Kind.

    In der Transaktionsanalyse spricht man vom eigenen Skript. Das hat mir gut geholfen, weil ich aus der Computerwelt komme und Skripte kenne. Also dieses Skript ist wie eine Art Programmierung in uns, die Botschaften enthält die wir so im Laufe der Zeit bekommen haben. Wenn Eltern sich so verhalten, was vermitteln sie den da ihren Kindern. Meine Botschaft lautete: der Alkohol und meine Depression ist mir wichtiger als du. Du mußt für mich die erwachsene sein. Du bist stärker als ich.
    Skripte/Programmierungen können verändert werden. So daß man wieder ein Gleichgewicht erhält. Jetzt sind wir erwachsen. Damals als wir klein waren konnten wir nicht gehen, jetzt schon.

    Laß Deine Mutter gehen. Akzeptiere ihr Entscheidung zum Leben bzw. wie sie leben möchte. Übernehme nicht mehr die Verantwortung für sie . Laß sie gehen aber liebevoll, so wie eine Mutter ihr Kind irgendwann gehen lassen muß und trotzdem liebt.

    Ich bin jetzt selbst Alkoholkrank und sehe jetzt bei meiner Tochter das sich das zur nächsten Generation fortsetzt. Mein Entschluß steht fest, alles dafür zu tun um das zu unterbrechen. Das daß was ich gelernt habe nicht weiter zu geben und für mich Verantwortung übernehme da wo sie hingehört.

    Alkoholiker sind Egoisten. Angehörige verlieren schnell dabei ihren eigenen gesunden Egoismus. Der Egoismus nicht nur zu überleben sondern zu leben.

    LG und ein schöen Abend

    Über Transaktionsanalyse gibt es Bücher eins davon heißt: Du bist ok, ich bin ok.
    Analysiert werden die Ich Zustände: Eltern-Ich, Erwachsenen- Ich, Kindheits-Ich
    Ist eine Therapieform

    Guten Abend!

    Komme gerade vom Kranzbinden. Da meine Tochter mit der Nachbarstochter zum Karaoke playstation spielen verabredet war, wo das Kranzbinden stattfand und ich sie bei diesem Sturm sowieso abholen mußte, konnte ich mich dem Kranzbinden nicht entziehen.

    Ja und wie gedacht gab es da natürlich auch Alkohol. Ich habe wirklich abgelehnt. Ich empfinde kein Stolz- oder Erfolgsempfinden. Irgendwie nicht eher Niederschmetternd. Ich habe mich sehr unwohl gefühlt. Da ich sonst immer mitgetrunken habe, kenn ich so ein Gefühl gar nicht.

    Ich habe so gedacht, wenn Du jetzt trinkst bleibt es nicht bei diesem Glas. Und ich mußte sehen das die anderen viel besser mit dem Alkohol umgehen.

    Ich hab überlegt wie es früher gewesen wäre. Wie wäre der Abend verlaufen? Auf jeden fall hätte ich meine Tochter nicht nüchtern ins Bett gebracht.

    Vielleicht ist es wirklich so, so wie in einem Beitrag mal geschrieben wurde, daß ich mit mir geduldiger sein muß. Das neu besetzen und verloren gegangenes wieder zu gewinnen Zeit braucht.

    o man.
    Ich muß gestehen, je mehr ich lese desto unsicherer werde ich. Ich dachte das man diese Verhaltensmuster schon damit ändert, indem man aufhört zu trinken.

    spedi schrieb
    Dass die alten Trink- und Verhaltensmuster auf "Zukunftstauglichkeit" geprüft werden. Nur die passenden werden übernommen, der Rest "fliegt über Bord". Dass Strategien entwickelt werden, um in Gefahrensituationen nicht in alte Automatismen zurückzufallen, sondern bewusst und stark mit der Situation fertig zu werden usw. usw.

    Wie soll ich alte Trink/Verhaltensmuster auf Zukunfsttauglichkeit prüfen? Vorallem die passenden finden, um die anderen über Board schmeißen zu können.

    Mein Gott ist das ne Scheiß Achterbahn Gefühlsfahrt. Ich spüre eine tiefe Traurigkeit und weiß gar nicht woher die kommt. Alles müßte doch jetzt ok sein. Einfach den Weg der Nüchternheit gehen. Sich freuen wieder Leben zu dürfen. Notbremse gezogen zu haben. Und doch ist es nicht so. Ich denk viel über das Leben nach. Meine Biographie ist nicht die schönste, wie bei vielen hier und doch dachte ich, daß ich dies Verwunden habe. Oder hat der Alkohol mir auch da was vorgegaukelt.
    Was ist den das für eine Illusion? Wenn der Alkohol so gefährlich ist, warum wird er legal vertrieben? Drogen kriegt man doch auch nicht im Supermarkt.

    Wie konnte ich mich nur so irren und hab zugelassen das jemand anderes mich kontrolliert und gefangen hält.
    Wieso hab ich das nicht gesehen und wieso mit so einer Ignoranz/Arroganz und Egoismus. Ich bin doch sonst nicht so. Hab ich zumindens gedacht.

    Hm,
    Kreuzbund, Guttempler. AAs. Mein Gott wieso soviele unterschiedliche Gruppierungen? Ist nicht von allen das Ziel jemanden zur Nüchternheit zu verhelfen und in der Nüchternheit sich gegenseitig zu stärken? Was heißt offenes System? Verstehe ich nicht. Ich hab jetzt nur die AAs kennengelernt.

    Hm, Du meinst manchmal reicht es nicht aus nur nicht mehr trinken zu wollen. Wie verinnerliche ich den die Krankheit? Und wann merke ich, das ich mich in was kontraproduktives oder alte Verhaltensmuster verrenne?

    Einst ich hieß Egoist
    Niemand meine Arroganz vermisst.
    Proletenhaft mich dargestellt
    mich groß gefühlt
    war es doch meine Welt.

    Nicht gemerkt das diese meine Welt
    Mich schon lange ins Abseits gestellt.

    Nicht gesehen
    Nicht erkannt
    Mich verrannt

    Alkohol mein Leben bestimmt
    und nicht mehr im Leben bin.

    Meine Liebsten alles erdulden mußten
    Und mich trotzdem küssten

    Als Egoist meine Demut verlor:
    Demut zum Leben
    Demut zum Nächsten

    Selbstverständlich ich wollt,
    daß mein Umfeld mich so nehmen soll.

    Als Egoist mein Umfeld übergann
    mich im Alkohol verrannt.

    Jetzt ist schluß mit Alkohol
    und dem Egoisten Getue
    ich nicht werde ruhen
    bis die Demut und Liebe mein Herz wieder erfüllt
    und die Bedürfnisse meiner liebsten gestillt
    Und Licht mein Herz wieder füllt.

    Wünsche allen gute 24 Stunden/Ist mein 5.Tag