Beiträge von panther

    danke für Dein Beitrag Pauli! Ich werde mit meiner Frau über mein ungutes Gefühl beim Kranzbinden sprechen.

    Ich war gerade im Forum mit dem Beitrag ''diesmal solls für immer sein''.

    Ich bin über die Umgangsformen doch sehr schockiert. Vielleicht kann und darf ich das als Neuling nicht beurteilen.

    Bei den AAs gibt es eine Grundregel: Es werden keine Ratschläge erteilt. Man profitiert nur von den Erfahrungsberichten, es sei den es fragt eine konkret um Rat. Und dann werden, also so empfinde ich das bei den AAs, diese Erfahrungsbericht und Ratschläge sehr liebevoll natürlich auch mit Nachdruck gegben.

    Ich finde es sehr vermessen und anmaßend Prognosen zu erstellen und teilweise analytische/therapeutische Verhaltensmustern des einzelnen Forenteilnehmers abzugeben. Ich finde es auch eher entmutigend jemanden der nach dem 8 Tag und einer zur Zeit sehr schwierigen Lebenssituatin steckt und dem entsprechend einer hohen Belastbarkeit ausgesetzt ist teilweise seine Bemühungen Nüchtern zu bleiben (egal wie es sich darstellt hauptsache man schafft es) abzusprechen.

    Heute ist mein 5. Tag und auch ich hatte gestern Saufdruck und hätte mir am liebsten was geholt. Hätte ich was geholt und trotzdem nicht getrunken wäre es für mich auch ein Erfolg gewesen und nicht so wie ich das da gelesen hab ich noch nicht mein Tiefpunkt gehabt zu haben. Wer mißt beim einzelnen die Meßlatte. Ist sie nicht individuell??

    Hallo und vielen vielen lieben Dank für eure Kommentare und Anregungen. Ich nehme sie wie ein Schwamm auf.

    Meine Ärztin ist informiert und ich bin unter ärztlicher Beabachtung mit allem drum und dran. Kennt ihr bestimmt. Nun stellt sich die Frage, ob ich 'nur' die SHG mache oder nach Visbeck in die Frauenklinik gehen soll oder in der Suchtberatungsstelle eine ambulante Therapie mache. Wäre schön eure Erfahrungen zu hören.

    Gestern war ich nicht beim meeting. Ich war hin und her gerissen. Meeting ist wichtig, aber ich hatte auch das Gefühl bei der Familie bleiben zu wollen. Ich bin bei der Familie geblieben. Wir waren gemeinsam spazieren, einkaufen und abends war es auch ohne Alkohl nach langer Zeit richtig lustig. Dafür war der Vormittag eine Katastrophe. Ich schmücke jedes Jahr den Weihnachtsbaum ab. Dieses Abschmücken erwies sich zu meiner Überaschung als sehr schwierig. Ich hatte das Gefühl ich produziere mehr Chaos als ich aufräume. Aufeinmal war die Küche, Wohnzimmer und mein Büro das reinste Chaos. Ich war sowas von gereizt und hatte so ein Druck, daß ich geheult habe. Gott sei Dank war ich alleine. Es hat mir gezeigt wie selbstverständlich ich schon mit dem Alkohol gelebt habe und der mir gute Laune vorgegaugelt hat und ich ohne nicht im stande bin ein gutes Gefühl in mir zu spüren.

    ich muß sagen die Erfahrungsberichte machen mir Mut. Mut zu leben, den Kampf aufzunehmen und das man es wirklich schaffen kann und den Alkohl in seinem Leben nicht braucht.

    Heute ist bei uns im Dorf Kranzbinden. Wir sind erst neu dazugezogen. Meine Frau hat heut Nachtschicht und ich muß da alleine hin für die gute Nachbarschaft. Ich hab da richtig schiss vor, weil da getrunken wird und ich nicht weiß wie ich da so stand halten soll. Also eher nicht das die komisch gucken wenn ich nicht mittrinken würde, eher traue ich mir nicht. Der Druck ist doch noch ganz schön da. Hier zu Hause haben wir eine Alkoholfreie Zone geschaffen. Ich weiß nicht wie es ist irgendwo hinzu gehen, wo getrunken wird.

    Meine Ärztin ist erst heute ab 16:00 Uhr da. Meine Frau wird zwischendurch anrufen, ob alles in Ordnung ist.

    Jetzt kann ich sowieso nicht mehr weg. Sie hat das Auto mitgenommen, damit ich mir nichts holen kann. Würde ich nicht, aber sie sagt dann kann sie entspannter/beruhigter zur Arbeit gehen.

    Hätte nie gedacht, daß der Alkohol mich mal so einnimt. Komme mir wie ein kleines Kind vor, das man kontrollieren und unter Arrest setzen muß. Ich glaube jetzt habe ich gerade das IAS-Syndrom (Ich Arme Sau). Wer hier die Arme Sau war. wahrscheinlich eher meine Liebsten. Mein Gott je mehr ich darüber nachdenke, fallen mir immer mehr Situationen ein, die nicht so in Ordnung waren und für die Familie eine enorme Belastung darstellen. An manche Sachen kann ich mich gar nicht erinnern und höre nur geschockt zu.

    Was kann auch am 3. Tag auch noch gefährlich für mich werden. Ich muß das wissen, warum ihr das so dringend macht. Ich lebe auf dem Lande (so richtig JWD'Jans weit draußen') und wenn meine Frau gleich aufsteht und zur Arbeit fährt, habe ich kein Auto zur Verfügung. Das heißt wenn ich heute noch zum Arzt gehen sollte, müßten wir irgendwie den Tag anders planen.

    Danke für eure Mutsprechungen und Erfahrungen. Sie helfen mir.

    Nun habt ihr mich schon mehrmals gefragt, ob ich beim Arzt war. Nein, meine Ärztin weiß nur das ich aufhören will, aber nicht das ich dies auch seid Sonntag tue. Ich denke sie hätte mir etwas vom kalten Entzug erzählt, wenn sie der Meinung ist, es könnte mir schaden. Ich werde sie heute anrufen und mit ihr Rücksprache halten. Ich merke eine Zunehmende Unruhe und Reizbarkeit (Wände hoch gehen können).

    Sensei schrieb:
    Sich nüchtern zu spüren ist weiss Gott nicht immer angenehm, aber Deine Angehörigen spüren Dich auch nüchtern und das ist umso unangenehmer.

    Ich dachte es ist für die Angehörigen unangenehmer mich nicht nüchtern zu spüren.

    Eigentlich habe ich einige Interessen. Mein Beruf ist auch mein Hobby (Computer) , dann spiele ich leidenschaftlich gerne Schach und Skat und überhaubt Gesellschaftspiele. ich lese gerne, hab früher Tischtennis im Verein gespielt und war überhaupt ein Sport As. Alles verloren gegangen. Ich tanze gerne. Wir haben früher viel getanzt. Meine Eltern kommen aus Slowenien und die Südländer tanzen viel. Allerdings saufen sie auch viel. So morgens ein Slibowitz in der Provinz ist normal.

    heute ist mein 3. Tag der Abstinenz und ich hoffe er wird besser als die zwei davor. Am ersten tag flogen vor lauter Unverständnis und Reizbarkeit ein Teller mit Roladen. Am Zweiten Tag hab ich es geschafft mich mit meiner Frau zu streiten und meine Tochter anzuschreien. Abends gings besser. Heute verpiesel ich mich in mein Büro wenn ich gereizt bin.

    Das stimmt hier im Forum zu sein/lesen ist erstmal Ablenkung. Allerdings hat man ja eigentlich so Alltagsaufgaben und diese machen mir ohne Alkohol keinen Spaß. Egal ob Hobby, Berufliches, Haushalt ect. Mir war früher nie langweilig und jetzt ist das auch irgendwie keine Langeweile sondern eher eine Leere.

    Meine Liebsten sind meine Frau mit der ich seid 8 Jahren zusammen und verheiratet bin und meine Tochter. Meine Frau unterstützt mich wo sie kann. Allerdings fühlt sie sich etwas hilflos und macht sich große Sorgen, da auch ihr jetzt erst bewußt wird wie fortgeschritten meine Alkohlkrankheit ist. Wie gesagt ich habe gerne für mich alleine getrunken und fast schon mein Alltag danach ausgerichtet, so daß sie ja nicht so wirklich alles mitbekommen hat. Zudem habe ich letztes Jahr angefangen zu Lügen und erzähle ihr jetzt erst alles. Und da ich ja trotzdem Haushalt, Job und Kind gut gemeistert habe und immer alle Sachen auch erledigt habe, konnte mein Umfeld nicht soviel merken. Außer letztes Jahr. Wo ich meine Trinkhöhepunkte hatte, und Sachen getan habe die ich sonst niemals tun würde. So daß es doch zum Thema wurde. Deshalb ja auch der Gang jetzt zum Anfang des Jahres mich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen. Im Moment habe ich ganz viele Erkenntnisse, aber nur das Ziel Nüchtern zu bleiben. Ziele fürs Leben sind mir abhanden gekommen. So mit dem Alkohol in Watte gepackt hatte ja auch was gutes, kuscheliges. Um so ernüchternd sich jetzt selbst zu spüren. Das macht mich ganz wild.

    Bin 34 Jahre alt,
    Fachinformatikerin
    und habe gerne für mich alleine getrunken. Mit Alkohl habe ich mir eingebildet Höchstleistungen zu erzielen, gut drauf zu sein und alles zu schaffen. so daß ich ohne nichts schaffe bzw. überhaubt nicht mehr weiß wie ich mein Alltag gestalten soll.

    Hallo Ihr Lieben!
    Ich hatte letzte Woche meine ersten meetings (Selbsthilfegruppe). Gestern meine ersten nüchternen 24 Stunden. Ich bin von den SHG tief beeindruckt und sehr geschockt. Geschockt deshalb, weil ich mich in den Erfahrungsberichten wieder erkannt habe, von den 12 Fragen aus einer Broschüre die man erhält für einen Selbsttest 11 mit ja beantworten mußte. Ich wußte nicht, daß ich Alkoholkrank bin. Ich bin zu tiefst beschämt und traurig, daß noch nicht mal die Liebe zu meinen Liebsten es vermag mich vom Alkohol abzuwenden und ich fremde Hilfe in Anspruch nehmen muß. Ich wurde sehr freundlich in den Selbsthilfegruppen aufgenommen und es war ok, daß ich nur zuhöre. Und wie ich zugehört habe. Die Erkenntnisse meines Zustands und was ich meiner Familie im Alltag abverlange, hat mir gezeigt, daß ich handeln muß. Nun haben meine Zweiten 24 Stunden begonnen und das nächste SHG Treffen ist erst Mittwoch abend. Meine liebsten sind aus dem Haus, und ich sitze hier und mir wird bewußt, daß ich gar nicht so recht mit mir was anzufangen weiß. Lenkt ihr euch irgendwie ab? wenn ja mit was?

    Danke fürs zuhören, lesen