Beiträge von Ette

    Co´s sind in der Regel starke Menschen. Sie bürden sich Lasten auf noch und nöcher. Für Andere sind sie stark. Für sich selber bleibt dann oftmals keine Kraft mehr. Oder aber, sie sind der Meinung, sie hätten es nicht verdient, auch mal "dran" zu sein. Ich bin im Moment dabei, meine Kraft auf mich zu konzentrieren, weil sie mir von anderer Seite immer wieder "abgesogen" wird. Und das hat überhaupt nix mit einem Alki zu tun. Der Hang, sich zu überfordern, die eigenen Grenzen zu ignorieren, ich denke, das ist Teil unserer Krankheit, ob da ein Alki ist oder nicht.

    LG
    Ette

    Guten Morgen,

    schon alle Einkäufe erledigt, während andere Leute noch schlafen. Duftend frische Croissants mit selbstgemachter Marmelde verputzt, die Vorfreude auf lieben Besuch und einen Sonnabend vor mir, an dem hoffentlich die versprochene Sonne den Weg durch die Wolken noch findet - eine ganz schlichte Art von Zufriedenheit. Und mit der geh ich jetzt los und.... kauf mir was....kaufen macht so viel Soaß.....

    LG
    Ette

    Hi Yvonne,

    du hast die Frage gestellt, die mir noch diffus im Kopf herumschwirrte. Ich glaube aber, dass die Liebe zu leben, Angst macht. Verlassensangst, Angst sich zu verlieren, Angst angreifbar zu werden.

    Da ist es einfacher, auf eine geradezu akademische Art damit umzugehen.

    Heißkalter, Liebe hat immer auch etwas damit zu tun, ein Risiko einzugehen. Beim Moppedfahren kannste das.... Dabei hat Moppedfahren ganz viel mit Lieben gemeinsam - habsch festgestellt.

    LG
    Ette

    Hallo Crevette,

    du schreibst, du willst deinen Mann zurück - gesund.

    Hmmm....Alkoholabhängigkeit ist eine chronische Krankheit. Die wird er sein Leben lang nicht mehr los. Die Abhängigkeit ist auch nicht weg, wenn er nicht mehr trinkt. Sein Körper hält die Vorrichtigungen für Sucht bereit. Du wirst ihn also so akzeptieren müssen, wie er ist, denn die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Wie er mit seiner Krankheit umgeht, ist sein Ding. Und deins ist es, mit DEINER Krankheit umzugehen.

    Die Tatsache, dass du dich sehr darüber kränkst, dass es eine für dich erzwungene Trennung ist, kann ich nachvollziehen. Es ist für einen Co schwer zu akzeptieren. Schließlich haben wir Co´s ja gekämpft und gerackert, uns selbst aufgegeben und vergessen, nur damit der Alki wieder aus dem Sumpf kommen soll. Und wir haben Angst, die Kontrolle über den Alki zu verlieren, wenn er sich plötzlich auf eigene Wege macht und uns nicht mehr braucht.

    Es geht aber nicht nach unserem Willen, schon gar nicht in der Sucht. Wenn er sich von dir getrennt hat, dann lass ihn seinen Weg gehen. Vielleicht braucht er die Trennung von dir, um trocken werden zu können. Und wenn er nicht trocken werden kann, hast du nichts verloren, nur gewonnen. Ein Leben ohne Alkohol.

    Du willst etwas erzwingen, was nicht zu erzwingen ist. Und du möchtest nach wie vor unter deiner Ignoranzkuscheldecke bleiben. Auch wenn du wortreich anderes schreibst.

    Ich wünsch dir ein gute Nacht.
    LG
    Ette

    Zitat von TotesHerz

    Der tut sich nichts an, dafür gebe ich dir eine Garantie. Ja, eine Garantie. Du denkst nun vermutlich, ich kenne ihn ja nicht. Ich weiss nicht, was er für Probleme hat.

    Eine solche Antwort sehe ich als problematisch an. Ich habe selbst mehrfach Suizidandrohungen meines Ex mitgemacht. Bereits beim ersten Mal habe ich mich dann mit seinem Therapeuten kurzgeschlossen. Dieser meinte, dass es niemand vorhersehen könne, ob solche Androhungen wahrgemacht würden. Ich habe jedes Mal die Polizei verständigt, die dann nach dem Rechten sah. Das war für mich der beste Weg, um auf einen eventuellen Hilferuf, der ja auch hinter einer Suizidandrohung stecken kann, zu reagieren.

    LG
    Ette

    Hallo KimP,

    ich musste schmunzeln, als ich dich las.

    Also....ich war auch davon überzeugt, schlecht ohne Partner leben zu können und hab mich auch recht schnell nach der Trennung von "meinem Alki" wieder auf die Suche gemacht. Tolle Typen, die das www da so für uns bereit hält. Aber - genau wie du, hatte ich ein Problem damit, mich zu verlieben. Kannst du dir vorstellen, dass trotz all der Vorbehalte, bei "normalen" Männern einfach der Thrill, die Aufregung fehlt? Jedenfalls habe ich dies für mich mal in einem schlauen Buch gefunden.

    Ich bin nun seit drei Jahren solo - solo für Ette, denn ich denke, ich muss erst in der Lage sein, alleine mit mir klarzukommen, bevor ich mich wieder auf einen anderen Menschen einlassen kann. Richtig einlassen, denn im nachhinein betrachtet, habe ich mir jemanden gesucht (Alki), der nicht wirklich in der Lage ist, sich auf eine Beziehung einzulassen. Das erspart mir wirkliche Nähe, die die Gefahr birgt, verletzt zu werden. Lieber nicht so nah, damit es womöglich irgendwann nicht so weh tut. Hat aber, wie sicherlich auch bei dir, nicht wirklich gut geklappt.

    Langer Schreibe kurzer Sinn: ich denke, ich bin noch nicht so weit, mich zu verlieben und das nach drei Jahren. Vielleicht ist es bei dir, zumal nach erst 10 Monaten, auch noch nicht die richtige Zeit für eine richtige Liebe.

    Alles beginnt, wenn die Zeit reif ist - steht an meinem Kühlschrank. Wenn nix Neues beginnt, dann ist die Zeit halt noch nicht reif. Dann üb ich einfach noch ein wenig, mit mir zurecht zu kommen.

    Guck doch mal, wie das bei dir so ist.

    LG
    Ette

    Herz, ich wollte mit meinen Zeilen nicht zum Ausdruck bringen, dass du lernen sollst, deine Mutter zu lieben. Nein, ich denke, dass uns der Hass auch daran hindert uns selbst zu lieben und wichtig zu nehmen. Solange wir hassen, fehlt uns dazu die nötige Energie. Letztendlich ist deine Mutter krank und konnte dir nicht die Liebe geben, die ein Kind braucht. So konntest du ebenfalls nicht lernen zu lieben, auch nicht dich selbst. Es ist eine schwere Hypothek, die du mitbekommen hast. Aber jetzt bist du erwachsen und kannst die Verantwortung für dich und deine Gefühle selbst übernehmen. Ich habe für mich beschlossen, dass ich es so hinnehmen muss, wie meine Mutter zu mir WAR. Aber ich muss nicht mehr glauben, was sie mir vorgeworfen und wie sie mich genannt hat, wie sie mit mir umgegangen ist. Ich darf mich anders annehmen als sie es getan hat. Sie konnte nicht anders, ich aber will lernen, es zu tun.

    LG
    Ette

    Hallo TotesHerz,

    (den nick finde ich übrigens ganz schön makaber) ich kann verstehen, dass du wütend bist auf den Alkohol. Du setzt, so kommt es bei mir an, diese Wut aber auf die Menschen um, die ihn trinken. Und das empfinde ich als respektlos. Zumal dich diese Wut hindert, für dich Positives zu tun. Andererseits erweckst du mit deinem Postings bei mir auch den Eindruck, dass du dich als etwas deutlich Besseres fühlst, als „die Alkis“. Und da bekomme ich dann ein Problem. Denn wir Co´s sind genauso krank wie die Alkis, mit denen wir zu tun haben. Wir haben somit alles andere als einen Grund, auf dem hohen Ross zu sitzen.

    LG
    Ette

    Hallo Dagmar,

    mir kam der gleiche Gedanke wie Lilly. Zumal ich damals ähnlich agiert habe. Ich schrieb in einem Forum, von dem ich wusste, dass er dort liest. So habe ich Dinge geschrieben, die ihm zeigen sollten, dass ich ihn nicht mehr brauche, dass er für mich gestorben ist. Ich war also in Gedanken immer noch bei ihm. Hab mir schnell etwas Neues gesucht und in den höchsten Tönen davon geschwärmt. Schön doof, kann ich im nachhinein nur sagen. Ich wollts ihm zeigen - und habe dabei übersehen, dass ich mich dadurch selbst weiter im Karussell gehalten habe.

    LG
    Ette

    Hallo,

    an meiner Zufriedenheit muss ich in der letzten Zeit ziemlich arbeiten. Im Moment habe ich nur einen Blick dafür, was nicht richtig läuft. Es ist, als ob meine positiven Empfindungen unter einer dicken grauen Filzdecke versteckt wären. Ein blödes Gefühl. Ich nehme es wahr, habe aber irgendwie nicht die Kraft oder den richtigen Weg, die Decke wegzuziehen. Ich will diesen Zustand noch nicht einmal gefühllos nennen, denn negative Gefühle sind ja da. Jedoch muss ich mich unheimlich anstrengen, etwas Positives zu finden. Dabei war ich einmal Meisterin darin, jedem Tag mindestens einen glücklichen Moment abzuringen. Hhhmmmm.... na, ich bins gespannt, wie sich das noch alles entwickelt.

    LG
    Ette

    Hallo Sabrina,

    herzlich willkommen hier im Forum. Ratschläge gebe ich ungern, denn ich kann nur von mir ausgehen, wie ich manche Dinge handhabe. Das muss für dich noch lange nicht der richtige Weg sein.

    Dass du dir etwas überlegen sollst, wie deinem Freund zu helfen ist, ist in meinen Augen einfach ein Abschieben SEINER Verantwortung auf dich. ER muss sehen, dass er PROFESSIONELLE Hilfe bekommen. Und die zu finden ist allein SEINE Aufgabe. Nicht deine. Du kannst nur für dich selbst sehen, Hilfe und Unterstützung zu bekommen. Jedoch sind das nur die Fakten, die ich dabei sehe.

    LG
    Ette

    Hallo Fränkin,

    deine Geschichte vom Jugendfreund hat mich angerührt. Denn auch ich traf vor einiger Zeit jemanden, der mich schon vor mehr als zwanzig Jahren gern an seiner Seite gehabt hätte. Und der auch damals schon zu viel trank. Als ich ihn dann wieder traf, erzählte er mir, dass er die ganze Zeit nur auf mich gewartet hätte und er immer noch in mich verliebt sein. Allerdings trank er bei einem gemeinsamen Abendessen eine ganze Flasche Wein, statt Abendessen. Damit war für mich die Sache erledigt.

    Liebe, verliebt sein ist das eine. Der Verstand, der mir sagt, dass das nicht gutgehen kann, das andere.

    Wie hat sich deine Liebe denn inzwischen entwickelt?

    LG
    Ette

    Guten Morgen,

    manchmal treffe ich meine Co-Strukturen an Stellen, an denen ich sie überhaupt nicht vermuten würde. Wenn ich z. B. erwarte, dass sich Situationen oder mein Umfeld so verändert, dass ich damit klarkomme. Dann träume ich vom großen Lottogewinn, der mich unabhängig macht oder von einer Zauberfee, die mir drei Wünsche erfüllt. Und ich merke, dass es mir nicht gut tut, mein Augenmerk auf all die Sachen zu lenken, die ich nicht mag. Aber es kommt niemand, der für mich etwas verändert. Das muss ich schon selber tun, auch wenn es manchmal schweineschwer ist.

    Im Moment, und das schon seit längerer Zeit, bin ich dabei, etwas zu verändern. Es geht mir alles zu langsam und zehrt an meiner Kraft. Es ist ein täglicher Kampf, mich an den Haaren aus dem schlechten Gefühl zu ziehen. Aber es wird mich niemand, außer mir selbst, da raus holen können und etwas für mich verändern. Ich muss es schon selbst auf die Reihe bringen. Dass ich es kann, habe ich mir ja bewiesen, aber immer wieder vergesse ich das, was ich kann und muss es mir ins Bewusstsein holen.

    LG
    Ette

    Guten Morgen Blaubaerchen,

    wovor hattest du Angst? Vor der Endgültigkeit der Trennung? Du hast dich lang nicht mehr gemeldet. Wie ist es dir ergangen?

    Ich hoffe, du hast dich etwas mit der Situation anfreunden können. Oder ist vielleicht alles wieder, so wie es war?

    LG
    Ette