Erste Ahnung von Herbst in der regenkühlen Luft. Trotzdem hat es mich nicht in der Wohnung gehalten, da ich einige Pflanzen in die Erde bringen wollte. Immer wieder brach die Sonne zwischen den Wolken hindurch. Filigrane Gräser im Gegenlicht, eine letzte zuckersüße Erdbeere und Holunderbüsche, die sich unter ihrer Beerenlast gen Boden neigen. Stauden umsetzen, graben in dunkler, duftender Erde und an den Kräutertöpfen aufsteigende Aromen schnuppern. Minze, Salbei, Oregano, Dill, Liebstöckel und wie sie alle heißen geben ein olphaktorisches Konzert. Ringelblumen, Phlox, Rosen und Astern haben den Tisch für Bienen und Hummeln immer noch reicht gedeckt und das Weinlaub glänzt frisch geduscht.
Zurückkommen und sich matt fühlen von der Buddelei. Erde unter den Fingernägeln, windzerzaustes Haar und jede Menge Sauerstoff in den Lungen, freue ich mich jetzt auf ein heißes Bad bevor es ab geht down town, um eine andere Seite Leben zu genießen.
LG
Ette