Guten Morgen ihr beiden,
ja, in „seinem Sinne handeln“, das können Co´s gut. Wenn ich dann von mir ausgehe, würde ich es mir verbitten, dass jemand so mit mir umgeht, wie ich mit ihm umgegangen bin. Ihn bevormunden, ihm sagen, wo es lang geht, alles in MEINEM Sinne regeln, ohne zu beachten, dass dies nicht unbedingt auch in SEINEM Sinne ist. Irgendwer hat geschrieben, Alkis wären zwar krank, aber weder blöd noch kleine Kinder. Allzu oft verhalten wir Co´s uns aber so.
Maus, wenn du deinem Freund sagst, wie und wann er zum Abendbrot zu erscheinen hat, erinnert mich das sehr an die Zeit als mein Sohn klein war. Da war die Ansage: 19 Uhr, mit gewaschenen Händen..... So ähnlich empfinde ich, wenn ich lese, was du schreibst.
Nicht den Tagesablauf nach seinem Besten gestalten, sondern nach UNSEREM Besten. Wer von euch würde sich den gefallen lassen, dass ihm jemand vorschreibt wie einem unmündigen Kind, wie er seinen Tag gestalten soll?
Es bringt uns auch nicht weiter, wenn wir uns gegenseitig bemitleiden für all das Schlimme, was die Alkis uns antun oder angetan haben. WIR SELBST haben es doch in der Hand, uns das gefallen zu lassen oder uns aus dem System lösen. Wir wissen anscheinend genau, was für unsere trinkenden Partner das Beste ist – und für uns selber? Da suhlen wir uns allzu gerne in der Opferrolle. Wir armen Frauchen, die so einen bösen trinkenden Mann haben. Wenn der nicht trinkt und einen eigenen Willen entwickelt, was ist dann anders für uns? Dann müssen wir uns mit uns selbst beschäftigen! Vielleicht ist das ein Grund für unsere Trauer, wenn sie sich von uns trennen?
Wir Co´s sind, weiß Gott, nicht ganz unbeteiligt daran, Schein und Trug aufzubauen und zu erhalten.
Eine nachdenkliche Ette