Heute morgen.... das erste Mal in diesem Jahr bin ich vom Gezwitscher der Vögel erwacht. Herrlich! Der Frühling lässt sich schon ahnen, auch wenn es heute recht grau draußen ist. Die länger werdenden Tage sind ein Genuss.
LG
Ette
Heute morgen.... das erste Mal in diesem Jahr bin ich vom Gezwitscher der Vögel erwacht. Herrlich! Der Frühling lässt sich schon ahnen, auch wenn es heute recht grau draußen ist. Die länger werdenden Tage sind ein Genuss.
LG
Ette
Hallo Jenny,
auch von mir ein herzliches Willkommen zu deiner Ankunft hier im Forum. Schön, dass du helfen möchtest. Ja, das helfen wollen ist ein ganz wichtiger Punkt in unserer Co-Abhängigkeit. Wie hast du es denn geschafft, dich aus der Beziehung zu einem alkoholkranken Mann zu lösen? Und wie hast du dich in dieser Zeit verändert? Was, außer der Absicht, helfen zu wollen, führt dich hierher? Da du dich, wie du schreibst, schon aus deiner Co-Abhängigkeit gelöst hast, wäre dieser dein Weg sicherlich interessant für all die, die noch ihre Kreise ziehen und keinen wirklichen Ausweg gefunden haben. Ich bin gespannt, was du uns über DEINEN Weg zu berichten hast.
LG
Ette
Guten Morgen,
manchen Tag fällt es nicht leicht, zufrieden zu sein. Wenn ich voll Vorfreude auf etwas war, das dann doch nicht eintrat oder wenn ich voll Energie etwas machen möchte, was mir dann misslingt. Dann ist es für mich wichtig, mir klar zu machen, was stattdessen von Vorteil ist. Hat ein Besuch abgesagt, kann ich die Zeit für andere Dinge nutzen, die ich gern machen möchte. Und ist mir etwas nicht gelungen, weiß ich für die Zukunft, wie es besser zu machen ist. Aber es bedarf dann des Kopfes, mir das vor Augen zu führen. Die Gefühle wie Enttäuschung, Ärger oder Trauer sind ja trotzdem da. Ich kann sie nicht einfach wegpacken, sondern es ist hilfreich für mich, sie anzusehen und anzunehmen. Danach kann ich mich daran machen, die positiven Seiten aus den Situationen zu ziehen.
Aber – wie gesagt – manchmal ist es nicht leicht.
LG
Ette
Guten Morgen!
Ja, klarerkopf, diese ewigen Nörgler und Schwarzseher kenne ich auch. Manche scheinen regelrecht als Bedenkenträger auf die Welt gekommen zu sein. Sie machen sich mehr Gedanken um das was sein könnte, als um das, was ist. Lies mal die „Anleitung zum Unglücklichsein“, da findest du geballt all die Negativeinstellungen. Und zwar so geballt, dass ich manchmal lauthals lachen musste. Andererseits habe ich für mich gelernt bzw. festgestellt, dass ich in der nassen Zeit meines Ex auch für nichts anderes Augen hatte als dafür, ob er getrunken hat und wie ich sein Umfeld so gestalten kann, dass er in keine Situation kommt, in der er vielleicht trinkt. Für alles Andere hatte ich keinen Sinn und keine Augen.
Wenn ich hier lese, kann ich diese Zeit oftmals nachempfinden. Denn bei den SchreiberInnen, die hier relativ neu sind, ist es sehr ausgeprägt und oftmals recht lange genauso. Aber es ist ein Lernprozess. Dinge im Alltag, die schön sind, sind eben oft „selbstverständlich“ und wenig aufregend. Das Chaos, das ein trinkender Angehöriger verursacht, ist allemal aufregender. Und es ist nun einmal einer der Punkte der Co-Abhängigkeit, dass wir unser Leben als zu unspektakulär empfinden. Selbst die negativen Aufregungen durch einen trinkenden Angehörigen geben uns mehr Thrill als unser eigenes Leben. Deshalb bleiben wir oft in der Schleife. Hinter der Liebe steckt allzu oft eine große Angst. Vor Langeweile, vor Leere, vor dem Alleinsein. Diese Angst scheint so groß, dass wir selbst das chaotische Zusammenleben mit einem Alki dem Aushalten dieser Gefühle vorziehen.
Zufrieden macht uns das trotzdem nicht. Jedenfalls hat es dies bei mir nicht getan. Inzwischen habe ich es gelernt. Ich habe mir bewusst immer wieder vorgenommen, und tue es noch, mir jeden Tag einen schönen Moment zu entdecken. Und es funktioniert und hilft dabei, aus der Co-Abhängigkeit zu kommen und zufrieden zu sein. Aber das muss jeder für sich selber entdecken. Von außen ändert sich nichts, wenn nicht in uns selber eine Veränderung passiert.
So – und jetzt, jetzt werde ich ein wenig in meiner Küche herumwühlen, bevor ich den aufkommenden Sonnenschein genieße.
Ein schönes Wochenende wünsche ich allen.
LG
Ette
Zufriedenheit - gestern wurde sie mir bewusst, als mir jemand sagte, er wäre so depressiv wegen des Wetters. Seltsamerweise war ich mir des grauen Wetters gar nicht bewusst. Ich fühlte mich trotzdem sehr wohl. Mein Tag war hektisch und arbeitsreich, so dass ich am Abend rechtschaffen müde war und trotzdem zufrieden. Ich freute mich auf die Ruhe, darauf, die Beine hochlegen zu können und mich in mein Bett zu kuscheln und einfach ich sein zu können. Hab letzten Gedanken nachgehangen und meinem Atem nachgespürt, der mich wie auf sanften Wellen in den Schlaf getragen hat. Heute morgen, als ich schon vor dem Wecker wach wurde, war ich schon voller Energie und habe bereits Einiges erledigt. Nun mache ich mich gleich auf den Weg ins Büro und freue mich, dass heute mittag das Wochenende beginnt. Ohne Hektik und wilden Aktionismus.
LG
Ette
Hallo Ayki,
auch von mir alles, alles Liebe und Gute zu deinem Geburtstag. Ich wünsche dir, dass du deinen Weg weiter gehst und dein Leben so sei, wie es dir gut tut.
LG
Ette
Guten Morgen Pitato,
mir „sein“ Verhalten erklären zu können, das war auch immer mein Bestreben. Ich habe an anderer Stelle schon mal geschrieben, wenn „sie“ nicht betrunken sind, kommen sie uns ja ganz „normal“ vor. Allerdings vergessen wir in diesen Momenten, dass Alkoholabhängigkeit auch etwas mit der Psyche anstellt. Und die sehen wir nun mal nicht von außen. Irgendwann habe ich dann sein Verhalten einfach als Teil seiner Krankheit angenommen, es somit auch nicht mehr nach gängigen Maßstäben betrachtet. Das hat mir sehr geholfen, denn es hat mich rasend gemacht, immer wieder nachvollziehen zu wollen, warum er bestimmte Dinge tut oder auch nicht tut. Ich denke, einen Alkoholabhängigen nachzuvollziehen kann nur jemand, der selber trinkt. So wie uns niemand versteht, der nicht ebenso mit einem Abhängigen lebt.
Für mich, wie gesagt, war es wichtig, zu akzeptieren, dass viele seiner Verhaltensweisen Teil oder Symptom seiner Krankheit waren. Somit konnte ich ihn auch ohne Hassgefühle und Rachegelüste seinen Weg gehen lassen. Und ich bin meinen gegangen. Und die Angst, dass ich ohne ihn vielleicht nicht zurecht komme, die habe ich regelrecht aufgedröselt und mir angesehen. Irgendwann kam ich dann zu der Erkenntnis, dass ich nicht mehr sterbe, wenn ich alleine lebe. Bei kleinen Kindern ist das anders. Und aus dieser Zeit musste meine Verlassensangst resultieren. Immer wieder habe ich mir also gesagt, dass ich schon groß bin und nicht mehr sterbe, wenn ich alleine bin. Es liest sich vielleicht lächerlich, aber es hat mir geholfen.
Gefühle sind, wie sie sind. Wir haben aber über den Kopf das Werkzeug, mit ihnen umzugehen, sie anzusehen und uns aus ihrer Macht, die uns aus dem Unterbewusstsein im Griff hat, zu befreien. Dass es dabei zu Rückfällen kommt, ist relativ normal. Du hast recht, du fängst nicht ganz von vorne an, du nimmst einfach einen neuen Anlauf. Ich wünsch dir Kraft und Ausdauer dafür.
LG
Ette
Boa ey.... Hummeln im 9. Stock - geil! Nur gut, dass die nicht wissen, dass sie nach den gängigen physikalischen Gesetzen gar nicht fliegen können. Aber - und da hast du recht, Heiß-Kalter, muss man auch nicht alles wissen, um vorwärts zu kommen und zufrieden zu sein. Dann kommt sie, die Zufriedenheit von innen - genau wie wahre Schönheit.
Ich wünsche dir viel Spaß in der großen Stadt. Wieviele Koffer haste da denn nun schon steh´n? Womöglich neben dem von Hilde?
LG
Ette
Guten Morgen pitato,
was bringt es dir, wenn du dir Gedanken darum machst, ob er getrunken oder nicht, wenn er dir schreibt? Auch wenn er nüchtern schreibt, ist er noch nicht gesund. Ich glaube, wir vergessen immer wieder, dass Alkoholiker eine ganz Weile der Weiterentwicklung, quasi der "Nachreifung" brauchen, wenn sie aufhören zu trinken. Ich habe zu oft übersehen, dass einige nüchterne Tage noch nichts verändern. Schließlich schien er dann so "normal", dass ich übersah, dass die Sucht nicht nur in dem Moment des betrunken seins da ist. Das zu ignorieren, war Teil meiner Sucht, meiner Abhängigkeit. Meine und seine Abhängigkeit anzunehmen, war im Grunde erst der Schritt, mich daraus zu lösen.
LG
Ette
Guten Morgen,
Zufriedenheit, habe ich festgestellt, braucht keine Aufregung. Sie ist immer wieder einfach da. Wenn ich mich ganz mit mir eins fühle, zum Beispiel. Das ist manchmal nach einem guten Gespräch, nach einer geschafften Arbeit oder nach einem anstrengenden Tag, wenn ich mich abends in Ruhe mit meinem Sohn unterhalten kann. Oder heute morgen, wenn im unwirklichen Licht eines furiosen Sonnenaufganges die nackten Bäume sich wie Scherenschnitte gegen den leuchtenden Himmel abzeichnen. Wenn ein Tag vor mir liegt, der unterschiedlicher in seinen Anforderungen und Vorhaben nicht sein könnte und, natürlich, wenn ich die Zufriedenheit fühlen kann, die nicht vom Verhalten anderer Menschen abhängig ist.
klarerkopf : Du hast recht, Zufriedenheit hat ganz viel mit Annehmen zu tun. Die Dinge, die Umstände und die Menschen um mich herum annehmen, wie sie sind. Ohne sie nach meinen Bedürfnissen verändern zu wollen. Etwas ändern zu wollen, was nicht in meiner Macht steht, ist ein Ding, das ich nicht wuppen kann und wie soll mich das zufrieden machen? Toleranz, Gelassenheit und der Blick auf das, was MIR wichtig ist, was ICH schaffen kann, das ist für meine Zufriedenheit unerlässlich. Keine großen Dinge, im Grunde gar keine Dinge, sondern Augenblicke, Gefühle, Düfte, Bewegungen, Töne und manchmal auch hilfreiche, schöne Worte, das sind die Bausteine für meine Zufriedenheit.
LG
Ette
Guten Morgen,
ich habe mich entschlossen, einen neuen Thread aufzumachen. Nicht mehr meine etwaigen Rückfälle sollen das Thema sein. Ich will versuchen, mir immer wieder bewusst zu machen, was es heißt zufrieden zu leben. Mir Gedanken über meine Zufriedenheit machen, sie hegen und pflegen. Ich glaube nämlich, dass das der Dreh- und Angelpunkt ist. Zufriedenheit – ohne mich von den Verhaltensweisen meiner Umwelt abhängig zu machen. Ich lese manchmal von guten Ansätzen hier. Und für mich muss ich oftmals noch mit dem Kopf meine Zufriedenheit in den Vordergrund stellen, weil das Fühlen immer wieder rückfällig wird.
LG
Ette
Lieber Karl,
auch du wirst deine Gründe dafür haben, dass du nicht überall hinsehen, nicht alles wahrhaben möchtest. Das ist, denke ich, ganz normal. Es ist auch nicht die Aufgabe des "außen", jemandem den Schleier von den Augen zu nehmen. Das muss jeder für sich selbst erledigen. Und wenn er das nicht mag, dann ist die Zeit noch nicht reif. Manchmal brauchen wir einfach die Illusion, dass alles in Ordnung ist. Um neue Kräfte zu sammeln, um neue Wege zu finden, um noch mal einen kleinen Kreis zu drehen.
Nachdenken hat mir dabei nie geschadet. Im Gegenteil. Und trotz des Nachdenkens ist noch ganz viel Unbewusstes in mir. Morgens, wenn ich noch nicht ganz wach bin und die Reste meiner Träume noch in meinen Gedanken wirken, merke ich, dass sich etwas bewegt, was sich mit der Ratio nicht begreifen lässt, was aber durch meine Gedanken in Bewegung gebracht und an die Oberfläche gespült wird.
LG
Ette
Guten Morgen Tine,
ich kann gut nachvollziehen, dass du dich zurückgezogen hast und dich nicht mehr meldest. Es ist schließlich nicht einfach, sich in der ganzen Thematik plötzlich selbst hinterfragen, das eigene Verhalten auf den Prüfstand stellen zu müssen. Ich denke, dass dieser Part der schwierigste ist, um aus der Co-Abhängigkeit zu kommen.
Ich bin jedoch sicher, dass du hier noch liest. Vielleicht versuchst du einfach, für dich die Frage zu beantworten, welches die Vorteile für dich sind, wenn du genauso weitermachst, wie bisher. Es werden ja wohl sein, ansonsten hättest du längst das Weite gesucht. Allerdings gilt als Antwort nicht, dass du deinen Mann nicht alleine lassen kannst. DEINE Empfindung sind wichtig. Was ist gut an diesem Verharren in deiner Situation?
Mich haben solche Fragen immer wieder weiter gebracht. Ich musste wirklich darüber nachdenken, warum ich manche Dinge tue und habe nicht mehr einfach nur „funktioniert“.
@ all den anderen:
Ich kann euer aufgebracht sein verstehen. Zeigt uns doch Tine mit dem Ziehen ihrer Kreise und dadurch, dass sie nichts verändert, dass sie sich unserer Macht, sprich der Rettung, entzieht. Dann werden wir schon mal aufgebracht, schließlich meinen wir es ja nur gut und meinen zu wissen, was der richtige Weg für sie ist. Zum einen aber auch, weil wir ihrem Verbleiben in der Situation machtlos gegenüber stehen, obwohl wir sehen, was falsch läuft. Und zum anderen, weil wir womöglich feststellen, wie abhängig wir selbst in der Vergangenheit gehandelt haben. Mich macht das manchmal im nachhinein noch wütend auf mich selbst.
Zudem finde ich es keinen guten Stil, wenn hier ÜBER anstatt mit Tine geschrieben wird.
LG
Ette
Stimmt Kaltblütiger, wir machen uns zu oft die Illusion, nach unseren eigenen Interessen zu handeln und schauen dabei doch noch immer zu sehr überall hin nur nicht auf uns.
Wenn ich dabei wenig tiefgründiger vorgehe, erhalte ich mir die Illusion, etwas verändert zu haben. Für mich ist es wichtig, genauer hinzuschauen, tiefgründiger zu sein. Wenn es für dich nicht so ist, ist das einfach die Unterschiedlichkeit der Menschen. Ich wünsche dir, dass es so funktioniert, wie du dir vorstellst.
Ich möchte MICH verstehen, wohlfühlen und zufrieden sein. Das geht für mich nicht an der Oberfläche.
LG
Ette
Hallo Markus,
nein, du hast keinen Rahmen gesprengt, weil ich keinen vorgegeben habe. Allerdings habe ich das Empfinden, dass du etwas "ver"sprengt bist im Moment. Und zwar zurück in deine Co-Abhängigkeit. Aber jetzt ist es nicht mehr deine Freundin, die du retten willst, sondern all die anderen Co´s hier. Denen kannst du genauso wenig helfen wie deiner abhängigen Freundin. Das müssen die alle für sich alleine entscheiden. WIR können nur aufschreiben, was wir wann wie empfunden und gelernt haben. Jeder muss für sich alleine lernen und sich verändern. WIR können NIEMANDEN ändern. Jeder muss den Weg für sich alleine gehen. Es kann hier jeder lesen und schreiben, sich für sich mitnehmen, was ihm gut tut und hilft und das hier lassen, mit dem er nichts anfangen kann.
Manche verschwinden, ohne dass sich etwas verändert zu haben scheint. Vielleicht aber wirkt nach, was hier überall zu lesen ist. Manche lassen uns an ihrem Veränderungsprozess teilhaben. Aber auch dann ist es IHR Prozess, den sie selber in Gang setzen und vorwärtstreiben. Er ist weder von uns initiiert noch wird er von uns getragen.
LG
Ette
Dieses Wochenende war ein Genuss, denn Petrus machte uns den Frühling zum Geschenk.
Ich bin natürlich jeden Tag eine große Runde spazieren gegangen. Wobei spazieren gehen bei mir aus zügigem Ausschreiten besteht. Vorbei an Büschen, an denen wie kleine Perlen die Knospen schwellen, ja teilweise bereits erste Blätter ihre frisch-grünen Spitzen neugierig dem Sonnenschein entgegen recken. Vogelgezwitscher und das nat-nat-nat liebestoller Erpel als Hintergrundmusik. Die Trauerweide lässt wie gelbgrüne Schleier ihre Äste in der Märzenluft wehen und das im Februar. Noch sind die Felder und Wiesen nass von den langen Regenfällen, aber am Wegesrand leuchten schon Winterlinge und Schneeglöcken als kleine Farbtupfer auf dem Teppich aus braunen Laub vom letzten Herbst. Über ihnen blitzen silbern-pelzig Weidenkätzchen und eine erste Hummel summt durch die Luft.
In der Sonne ists bereits so warm, dass ich mir die Jacke um die Hüften binde. Viele Spaziergänger sind unterwegs und auf mancher Bank sitzt ein Sonnenanbeter, der das Gesicht den wärmenden Strahlen entgegenhält und wie eine Eidechse die Sonne in sich aufzusaugen scheint. Über all dem der Himmel – gläsern blau wie eine hohe Kuppel. Bevor ich wieder nach hause gehe, schnell noch an der Eisdiele vorbei, wo sich eine lange Menschenschlange gebildet hat. Genau wie ich, wollen sie wohl das erste „Eis auf die Faust“ in diesem Jahr.
Kein Gedanke daran, dass mir etwas fehlt. Einfach nur Genuss und Freude über dieses wunderschöne Wetter.
Heute morgen zeigt sich bereits wieder der rosige Schimmer der aufgehenden Sonne am Horizont als Zeichen, dass sich die Sonne auf ihren Weg durch den Tag macht. Auch wenn ich selbst heute den Sonnenschein nur bedingt genießen kann, weil die Pflicht ruft, freue ich mich. Denn auch Kunden haben bei solchem Wetter ein „sonnigeres Gemüt“ und machen somit die Arbeit angenehmer.
Eine schöne Woche wünsche ich allen.
LG
Ette
Guten Morgen,
@Markus: Stimmt, ich denke, dass es auch eine Illusion ist, anderen Co´s helfen zu können. Du kannst deine Erfahrungen aufschreiben. Ob sie zur Hilfe werden, das bestimmt jeder Co für sich selbst.
Hier schreiben immer wieder neue Leute. Dadurch kann für „alte Hasen“ schon einmal der Eindruck entstehen, in Don-Quichotte-Manier gebetsmühlenartig zu agieren. Aus genau diesem Grund schreibe ich manchmal tagelang gar nichts hier. Weil ich denke, dass ich mich dauernd wiederhole.
Jeder der hier beginnt zu schreiben, gibt sich wohl der Illusion hin, dass seine Situation von „außen“, sprich den Schreibern des Forums, gebessert werden kann. Es reicht jedoch nicht, nur hier zu schreiben und zu lesen, was ihm geantwortet wird. Wer aus seiner Co-Abhängigkeit kommen möchte, wird irgendwann begreifen müssen, dass die Hilfe nur bedingt von außen kommt. Die Ursachen liegen in jedem Menschen selbst. Und so kann auch nur jeder Mensch für SICH etwas ändern. Das kann kein Forum, keine reale SHG und kein Therapeut.
LG
Ette
Guten Morgen Mimster,
warum wollte deine Mutter sich umbringen? War sie psychisch krank oder hat sie auch getrunken? Derjeneige, der damit umgehen muss, ist einer ziemlich schlimmen Situation. Siehst du eigentlich für dich selbst darin Parallelen zum Umgang mit deinem Freund?
Wenn du deine Gedanken bestätigt haben möchtest, wirst du hier Probleme haben, das ist richtig. Denn das ist gerade der Sinn einer solchen „SHG“, dass man aus seinem eigenen Gedankenkarussell mit Hilfe der anderen Schreiber herauskommt. Nicht Ratschläge haben mir dabei geholfen, sondern die Erfahrungen, die die Anderen gemacht haben. Da hat es immer wieder einmal Klick gemacht und mich wieder einen Schritt in die richtige Richtung gehen lassen.
Wenn du hier liest, was so Anderen passiert und passiert ist, dann wirst du viel mehr finden, als in jedem Ratgeber gegen Co-Abhängigkeit. Allerdings musste ich mich darauf einlassen und nicht nur das lesen, was meinen eigenen Gedanken und Ansichten entsprach.
Ein wahrer Freund steht ein fuer seines Freundes beste Interessen und wird nicht von der Angst abgehalten, grausam zu sein.
Ein sehr schöner Satz, den du da gefunden hast. Denn gerade im Umgang mit einem trinkenden Angehörigen ist es manchmal erforderlich, so zu sein, wie es Außenstehende als grausam bezeichnen würden. Hilfe durch Nichthilfe. Mein Ex, der immer noch mein Freund ist, ist seit mehr als zwei Jahren trocken. Ich weiß nicht, ob er es wäre, wenn ich vor zweieinhalb Jahren nicht ganz „grausam“ sein gesamtes Hab und Gut vor die Tür gestellt hätte und das im wahrsten Sinne des Wortes.
LG
Ette
Genuss....immer wieder überraschend, wo er mir bewusst wird.
Nach einem anstrengenden Tag mit erfolgreichen Gesprächen, nach einem Heimweg durch regnerisches Sturmgebraus in eine heimelige Wohnung kommen. Die Kaffeemaschine anwerfen, die den Duft nach frischem Kaffee aufsteigen lässt. Die ersten Schlucke mit zufriedenem Aufseufzen die Kehle hinunterrinnen lassen und einfach zehn Minuten die Beine hochlegen.
Danach ein Essen mit einem netten Menschen. Ernsthafte Gespräche, ein Spiel mit viel Gekicher.... und danach wieder die Ruhe, in der nur das Ticken der Uhr vom Gang der Zeit erzählt. Einfach nur schön.....
Ette
Hey Sternderl,
wie schauts denn aus bei dir? Alles im grünen Bereich?
LG
Ette