Beiträge von Ette

    Hallo Mondschein,

    nö, Sorgen mach ich mir nicht um dich. Du bist erwachsen und wirst wissen, wie du mit dir und deinem Leben umgehst. Vereimert fühl ich mich, hinters Licht geführt, wenn du hier abriemst, wie schlecht es deiner Freundin geht und dein eigenes Trinkverhalten verharmlost. Das kenn ich! Viele Leute, die trinken, tun das.

    Ich finde jedoch, es ist schon ganz schön starker Tobak, wenn du in einem Forum, das zum Ziel hat, anderen Menschen beim Trockenwerden Unterstützung angedeihen zu lassen, schreibst, dass du Alkohol brauchst, um "oberflächlicher" zu werden.

    Ich habe dieses Forum immer so verstanden, dass sich die User hier aus ihren Abhängigkeiten lösen wollen und nicht, dass hier die Legitimation dafür gesucht wird, Alkoholmissbrauch zu betreiben.

    Gruß
    Ette

    Sorry, Mondschein, das bekomme ich irgendwie nicht geregelt. Du machst dir Gedanken um die Alkoholabhängigkeit deiner Freundin und gibst dir selber jedes Wochenende die Kante. Instrumentalisierst den Alk, um das zu kompensieren, was du meinst, nüchtern nicht auf die Reihe zu bekommen. Willst in der Psychiatrie und bei Therapeuten deine Seele heilen lassen, die du selbst im Alk ertränkst. Ich weiß nicht, wann missbräuchliches Trinken in Abhängigkeit übergeht, da ich weder Arzt noch Therapeut bin. Für mich sieht es aber so aus, als ob du dir nicht nur um das Trinkverhalten deiner Freundin machen solltest. Aber – es ist dein Leben..... und du hast die Freiheit, das zu wollen, was du tust. Nicht nur im Bezug auf deine Freundin.

    LG
    Ette

    Karl,

    ja, kann sein, dass dies so eine Art Fleckentferner ist. Für mich war und ist es wichtig, dass ich das alleine leben genießen kann. Das war ein Lernprozess. Ich konnte nicht alleine sein und hab gedacht, dass ich vergehe, wenn keiner da ist. Für Liebe hab ich gehalten, was meine Verlassensangst war. Ein ziemlich blinder Fleck war das. Ein paar andere hab ich auch noch gefunden in der "Einsiedelei". Es geht aufwärts.......

    LG
    Ette

    Guten Abend ihr Lieben,

    ich hoffe, ihr hatte einen halbwegs angenehmen Tag. Meiner war anstrengend. Viel Input in einem Affenzahn. Heftig, denn graue Zellen unter ebensolchen Haaren sind nicht mehr ganz so fix. Aber fix und fertig bin ich heute Abend trotzdem nicht und werde gleich noch einen schönen Spaziergang machen.

    Heute morgen, als ich im Bus saß, hatte ich wieder einige Zeit, nachzudenken. Vor allem über die Liebe – wieder mal. Denn meine Verabredung gestern hatte mir auch wieder viel von der ach so unsterblichen Liebe zu ihrem Mann erzählt, und dass sie es manchmal fast nicht aushalten kann, dass er nicht mehr bei ihr lebt. Wo bleibt eigentlich all die Liebe, die uns so alles verzeihend und alles verleugnend in der Beziehung mit einem abhängigen Partner hält? Wenn ich so im Co-Bereich lese, scheint sie mir irgendwann in Luft aufgelöst.

    In meiner realen Gruppe habe ich das vor einiger Zeit zum Thema gemacht und es hat mich sehr nachdenklich gemacht, was aus der so unsterblichen Liebe wird. Mir drängte sich der Eindruck auf, dass es oftmals eher Gewohnheit, Bequemlichkeit und Angst vor dem Alleinsein und finanzielle Unsicherheit ist, die dazu beiträgt, dass sich immer und immer wieder alles Mögliche gefallen lassen wird. Das Haus, das bei einer Trennung verkauft werden müsste, oder all das Geld, das schon in die Beziehung geflossen ist. Den Anspruch, für die Erziehung der Kinder nicht alleine verantwortlich sein zu wollen oder die Tatsache, lange aus dem Beruf zu sein und deshalb womöglich auf Unterstützung vom Amt zurückgreifen zu müssen. All das waren Beweggründe, die da plötzlich auf den Tisch kamen.

    Es heißt dann so kurz nach der Trennung oft, das noch so viele Gefühle da wären. Klar, Angst vor Verlassenheit, finanzielle und somit Existenzangst, Wut und sich ungerecht behandelt fühlen, sind auch Gefühle. Aber die werden erst viel später formuliert. Am Anfang zerreißt es jeder und jedem das Herz, weil die Liebe so grenzenlos ist.

    Da saß ich heute morgen im Bus und mir wurde bewusst, dass niemand da ist, der auf mich wartet, wenn ich abends nach hause komme. Niemand, um den ich mich kümmern muss, um den ich mich sorge. Und doch hatte ich ein Gefühl von Liebe. Ich kann es gar nicht genau festmachen, wofür oder für wen ich sie empfand. Es gibt so zwei, drei Menschen die mein Herz weit und warm werden lassen, wenn ich an sie denke. Auch wenn ich nicht jeden Tag, jede Stunde weiß, was sie tun oder wo sie sind. Die ich vielleicht noch nicht mal so sehr oft sehe, aber für die ich trotzdem Liebe empfinde. Eine Liebe, die nicht zehrt und zerreißt und mich jammern lässt. Vielleicht, weil ich weiß, dass ich nicht untergehe, wenn ich alleine bin. Im Gegenteil, ich fühle mich lebendiger, seitdem ich das zufriedene Alleinsein für mich entdeckt habe.

    Mich kümmern und sorgen – das tu ich jetzt für mich. Vorhin, in der Schulung, der Dozent hatte nicht genau gesagt, wann wir fertig wären, sagte ich einfach, dass ich jetzt müde wäre und nicht mehr aufnahmefähig. Da meinte der Typ, in 10 Minuten seien wir fertig. (Wahrscheinlich hat der bloß drauf gewartet, dass endlich jemand sagt, es wäre genug.) Früher hätte ich mich das aber gar nicht getraut. Da hätte ich mich weiter gequält ohne etwas zu sagen. Ich glaube, das ist auch Liebe – zu mir selber. Das fiel mir dann heut im Abend Bus ein.

    LG
    Ette

    Guten Abend allerseits,

    ja, doch, es ist ein guter Abend nach einem angenehmen Tag. Auch wenn überhaupt nichts Gravierendes geschehen ist, fühle ich mich trotzdem wohl und zufrieden.

    Heute Vormittag ging es mir nicht immer so. Im Gegenteil! Ich war verabredet mit einer Frau aus meiner realen SHG, die ebenso wie ich, co-abhängig ist und die ich seit ca. 3 Jahren kenne. Seit kurzem, als alles eskalierte in ihrer Beziehung, versucht sie nun, sich aus ihrer Co-Abhängigkeit zu befreien. Sie hatte mir schon einmal gesagt, dass ich teilweise knallhart in meinen Aussagen wäre. Trotzdem hatte sie mich angerufen, um sich mit mir zu verabreden. Als sie eintraf in dem Lokal, in dem wir zum Frühstück verabredet waren, hatte ich die erste halbe Stunde Pause. Ich brauchte nichts zu sagen, denn sie bestritt die Unterhaltung alleine. Je mehr sie redete, desto mehr sah ich mich, quasi im nachhinein, in einem Spiegel. Sie war mir so ähnlich! Sie war wie ich früher war!

    Es war für mich erschreckend, festzustellen wie vereinnahmt und bevormundet ich mich fühlte, denn wahrscheinlich hatte sich mein „Ex“ seinerzeit genauso gefühlt. Und so wie sie nur ein Thema hatte, ihren Typen, so konnte ich mich erinnern, dass es zeitweise für mich nur ein einziges Thema gegeben hatte. Irgendwann sagte ich ihr dann, dass ich für die nächste halbe Stunde nichts mehr von ihrem Mann hören wolle, ich aber neugierig darauf sei, wie sie sich ihre nähere Zukunft vorstellte. Erst dann war ein Dialog möglich. Ich hatte aber im nachhinein noch ein schlechtes Gewissen über mein damaliges Verhalten. Denn mit diesem Verhalten war ich Teil des „Systems“ gewesen. Ich denke nicht, dass ich damit unbedingt ein Grund war, dass „er“ wieder trank, aber er hatte es sicherlich schwer, sich gegen mich und meine Betüttelei zu behaupten.

    Als ich zu hause war, musste ich mir diese doch nicht ganz einfach Erkenntnis erst einmal „weglaufen“. Also die „schnellen Schuhe" geschnürt und ab durch die Botanik, in der Herr Malermeister Herbst bereits ganze Arbeit geleistet hatte. Leuchtendes Gelb, glühendes Rot und wunderschöne Orange- und Brauntöne schmücken die Bäume, dass es eine wahre Pracht ist. Bei einer Hecke, deren kleine Blätter in den Farben eines furiosen Sonnenuntergangs leuchteten, kam mir der Gedanke, dass der Herbst auch eine Art Sonnenuntergang sei – ein „Sommeruntergang“ quasi, der noch einmal aufglüht, bevor der kalte, kahle Winter Einzug hält. Und manchmal ist eine Erkenntnis auch eine Art Winter, durch wir erst durchmüssen, bevor wir wieder, ganz frühlingshaft, neue, frische Wege gehen können.

    LG
    Ette

    Hallo Pitato,

    ich habe mich heute mit jemandem unterhalten, der ich dann sagte: Die nächste halbe Stunde will ich nix von Fritz oder Franz oder wie immer dein Typ heißt, hören. Du kannst mir von dir erzählen und deinen Gedanken, Plänen und Zielen, aber nix vom ihm.

    Genau das gleiche Empfinden hatte ich gerade als ich deine Postings las.

    LG
    Ette

    Hallo Liesele,

    das Loslassen – ein ständiger Prozess, so nehme ich es für mich jedenfalls wahr. Ich muss mir immer wieder vor Augen halten, dass ich nicht alles bewegen und verändern kann. Es gibt Dinge, die muss ich akzeptieren, wie sie sind, ohne sie auf mich persönlich zu beziehen. Ich habe in der Regel ein Buch, in dem ich jeden Morgen eine kleine „Epistel“ lese, was mir sehr hilft, weil es oftmals genau die Dinge betrifft, die mich belasten.

    „Mut zur Veränderung“ von Al Annon ist ein solches oder „Kraft zum Loslassen“ von Melody Beattie. Aber wie gesagt, ich muss es mir noch immer ständig bewusst machen, dass nicht alles von mir beeinflusst werden kann, auch wenn ich es gern möchte.

    LG
    Ette

    Guten Morgen Simmie,

    mir ist als Erstes eingefallen, dass du ja weißt, wie du dich aus belastenden Beziehunge lösen kannst. Im Büro hast du es geschafft. Also hast du hier bereits gute Erfahrungen gemacht. Trau dich, sie auch auf dein Privatleben umzusetzen. Wie vergissmeinnicht schon schreibt, das ohne Wut ins Büro zu gehen, lässt sich auch auf dein übriges Leben ausdehnen.

    LG
    Ette

    Zitat von Pitato

    Hallo Ette,

    ich hoffe sehr das nix mehr schief geht!! Ich werde mir alle die Mühe geben.
    Was meine Signatur angeht!! Sagen wir mal so, sie ist mein großes Ziel. Ich sehe darin selbst soviel Kraft und Wahrheit. Deswegen habe ich sie gewählt, als ich mich hier angemeldet habe.

    lg Pitato

    Hallo Pitato,

    ja, den Spruch hatte ich auch lange bevor ich ihn leben konnte. Durch ihn kam ich auch in eine reale SHG.

    Die erste Zeit in dort habe ich viel Verständnis und Zuwendung bekommen, was mich in meiner Opferrolle natürlich bestärkt hat. Erst als zwei, drei Frauen anfingen, mit mir Tacheles zu reden (und das war manchmal ganz schön heftig), konnte ich allen möglichen Kram loslassen und mich auf mich selber konzentrieren. Und dann erst kam ich dem Spruch näher....

    LG
    Ette

    Hallo Vergissmeinnicht,

    jede Hilfe annehmen, die es auf diesem Gebiet nur gibt, war für mich in der schlimmsten Zeit meine Devise. Ich habe die kostenlosen Gespräche für Angehörige bei der Drogenberatung in Anspruch genommen und danach noch eine Weile weitergemacht, dies wurde mir dann allerdings zu teuer, weil ich die Gespräche selber bezahlen musste. Über die Volkshochschule habe ich verschiedene Kurse gemacht, in denen es um Abgrenzung, Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung ging. Dies sind gute erste Schritte gewesen. Ich glaube, wenn wir mit offenen Augen Bildungsangebote lesen, finden sich viele hilfreiche Seminare.

    Jedoch hatte ich nach wie vor Probleme, die sich bis zu einer Depression mit Suizidgedanken steigerten. Als ich meinem Hausarzt davon erzählte, meinte der, es wäre nun doch Zeit für eine Reha. Es ging dann sehr schnell, dass ich diese antreten konnte. Gruppentherapie, Einzelgespräche und viel Zeit, mich nur mit mir auseinander zu setzen. Das waren dann die hilfreichsten 6 Wochen meines Lebens.

    LG
    Ette

    Liebe Pitato,

    ich lese deinen Thread seit Anfang mit und habe mich bisher herausgehalten. Gleich zu Anfang ist mir deine Signatur aufgefallen, weil ich sie so ganz gegensätzlich zu deinen Postings empfinde.

    Wenn du all die Dinge und Menschen um dich herum betrachtest und deine Signatur damit in Zusammenhang bringst, dürfte im Grunde nichts mehr schief gehen, oder?

    LG
    Ette

    Moin Kaltblütiger,

    na, mit etwas mehr Licht im Leben schaut es in dieser grauen Jahreszeit ja schlecht aus. Und manchmal reicht selbst das sonnigste Gemüt nicht aus, Licht ins Dunkel zu bringen. Sogar wenn alles hell und klar erscheint, haben wir die Angewohnheit, „blinde Flecken“ mit uns herumzutragen. Oft sind dies Dinge, die wir zwar wissen, aber nicht wissen wollen. Dann ist ein „Schubser“ von außen nicht verkehrt und Profis werden von uns dann doch ernster genommen, als wenn uns jemand aus unserem Umfeld auf die blinden Flecken aufmerksam macht. Ich finde es gut, dass du dich eines Profis bedienen willst und wünsche dir viel Erfolg auf der Suche nach dem oder der richtigen.

    LG
    Ette

    „Tu etwas für Dich!“
    Das war der Satz, den ich zu der Zeit, als ich mich hilflos der Alkoholabhängigkeit meines Ex gegenüber fühlte, oft zu hören bekam. Und es macht mich wütend, dieses „tu etwas für Dich“, denn ich war der Meinung, dass ich das schon täte. Ich wusste nicht, was ich denn noch tun sollte.

    Zwischendurch waren immer schon einmal die Gedanken gekommen, dass meine Woche (wir hatten zuerst eine Wochenendbeziehung) nur daraus bestand, zu arbeiten, morgens und abends mit ihm zu telefonieren und mich von einem Wochenende zum anderen zu hangeln. Ich habe es ganz einfach verdrängt und mir selbst gegenüber immer wieder Erklärungen dafür gefunden, dass ich nichts anderes unternahm. Beim Telefonieren waren meine Ohren wie die feinsten Seismographen, die auf jede Schwingung in der Stimme anschlugen, die vielleicht nach Trinken klingen konnte.

    Irgendwann zogen wir dann zusammen und wieder hatte ich nichts Anderes im Sinn, als mich um ihn zu kümmern. Unternehmungen fanden nur gemeinsam statt. Erst als ich mich gefühlsmäßig auf eine Trennung einstellte, mir in Gedanken Ultimaten setzte, begann ich mehr, mich mit mir selbst auseinander zu setzen. Und ich habe angefangen, mich nach anderen Menschen umzuschauen, hab mich verabredet, mir Menschen gesucht, mit denen ich etwas unternehmen konnte.

    Seither habe ich auch viel gelesen, eine psychosomatische Reha absolviert, an meinem Selbstwertgefühl gearbeitet, mich mit meiner Persönlichkeitsentwicklung befasst und immer wieder das Loslassen geübt. Ich lese täglich einen kleinen Absatz dazu, auch heute morgen. Es ist ein täglicher Balanceakt, zu entscheiden, ob ich etwas sehen will oder ob es tatsächlich so ist. Und ich muss mich immer wieder an die Kandare nehmen und überprüfen, ob ich etwa wieder Dinge nicht wissen will, die ich schon weiß, aber einfach verdränge.

    Es reichte nicht, sich nur ein mal schönes Bad zu gönnen oder sich etwas anderes Gutes zu tun, habe ich für mich festgestellt. „Tu etwas für Dich“ hat für mich bedeutet, dass ich mich ebenfalls therapeutisch unterstützen lassen musste, um meinen Weg zu finden und gehen zu können, egal, ob ich von meinem Ex getrennt bin oder nicht. Egal, ob da eine Beziehung ist oder nicht. Es dauerte lange, bis ich soweit war, mit MEINEM Leben halbwegs im Reinen zu sein. Und ich hätte mir immer gewünscht, dass derjenige, der zu mir sagte: „Tu etwas für Dich“, mir auch einen Tipp gegeben hätte, wie dies denn aussehen kann. Damals fühlte ich mich mit diesem Satz quasi „abgefertigt“, anstatt daraus eine Hilfestellung sehen zu können.

    Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich gefunden habe, was ich für mich tun musste, damit es mir besser geht. Aber dann war es meine Entscheidung und meine eigene Verantwortung. Vielleicht war das ja der Grund, warum ich keinen Tipp bekommen hatte, was zu tun sei. Ich musste die Verantwortung für MEIN Leben übernehmen, statt immer nur das zu leben, von dem ich dachte, dass es dem Anderen gut tut.

    LG
    Ette

    Guten Morgen Mondschein,

    du schreibst sehr ausgefeilt und oberflächlich gelesen, könnte der Eindruck entstehen, dass du bereits Vieles verstanden hast. Du malst ein Bild, das suggeriert, dass du dich mit der Materie auseinandersetzt.

    Nachdem ich deine Beiträge zwei, drei Mal gelesen habe, beschleicht mich jedoch das Gefühl, dass die Co-Abhängigkeit nicht dein einziges Problem ist. Hinter deinen wortreichen Beiträgen schwingt für mein Empfinden noch etwas Anderes. Von daher finde ich gut, dass du dich entschlossen hast, hier zu schreiben. Vielleicht findest du hier den Mut und die Kraft, dich mit DEINEN Abhängigkeiten auseinander zu setzen und den Fokus von deiner Freundin zu nehmen.

    LG
    Ette

    Guten Morgen Mondschein,

    puuhh..... harter Tobak! Im Moment bin ich sprachlos. Mein erster Gedanke war: Lauf so schnell du kannst! Und der zweite war: Wie alt sind Mutter und Sohn?

    Ich kann verstehen, dass du selbst auch etwas trinkst, weil es vielleicht einfach nicht anders zu ertragen ist. Aber der Weg aus deiner Situation ist es nicht, im Gegenteil. Aber das weißt du sicher selbst.

    LG
    Ette

    Guten Morgen Ayki,

    na, hast du Halloween gut überstanden? Gestern in der Stadt waren auch ganz merkwürdige Gestalten unterwegs und ich musste an dich denken. Neiiiin..... nicht so! Sondern dass sich bei zu hause gestern sicherlich auch Tod und Teufel und Hexen amüsiert haben.

    LG
    Ette

    Guten Morgen Ayki

    und danke für deinen Trost. Klar, es gibt nicht nur gute Tage, wenn es aber ein paar am Stück waren, die sich nicht so gut anfühlen, gehts manchmal über meine Kraft, alleine damit fertig zu werden. Aber das muss ich ja auch nicht. Es ist der Anspruch, der angelernte, alles alleine schaffen zu müssen, der dann wieder hochkommt. Dann sind für mich schon Menschen als Reflektor wichtig, damit ich andere Sichtweisen meines "Downs" erfahre und es sich ein wenig relativieren kann.

    Nach einer ruhigen, erholsamen Nacht wie der letzten, sieht es dann heute morgen wieder ein wenig heller aus, obwohl es draußen noch dunkel ist. Heute werde ich also wieder mehr auf das Helle als auf die Wolken achten.

    LG
    Ette

    Guten Abend,

    obwohl – gut waren weder die Morgen noch die Abende in den letzten Tagen wirklich. Jeder Tag liegt sehr anstrengend vor mir und ich muss mich sehr, sehr zusammenreißen, um ihn über die Runden zu bekommen. Abends fühle ich mich ausgelaugt und angestrengt. Vielleicht zeigt die dunkle Jahreszeit ihre Wirkung, vielleicht habe ich mir aber auch einfach zu viel zugemutet in der letzten Zeit und vergessen, richtig auf mich zu achten.

    Heute habe ich dann einfach die letzten zwei Stunden Arbeit sausen lassen und bin nach hause, wo ich mich aber auch nicht recht wohl und zufrieden fühlte. So ein Verlassenheitsgefühl überkam mich und ich hatte Angst, in meiner Traurigkeit zu versinken. Also hab ich mich gerafft und einem Freund gesagt, dass es mir nicht so gut geht. Für ihn war es überhaupt kein Problem, mir einen Kaffee zu kochen und mir sein Ohr zu leihen, damit ich es ihm abquatschen konnte. Als ich danach zu hause war, dachte ich, dass ich im Großen und Ganzen ja doch Glück habe, weil es Menschen gibt, die da sind, wenn es mir schlecht geht. Es tut manchmal einfach gut, schwach sein zu dürfen und zu wissen, es ist jemand da, der dann für mich Zeit hat und mich auffängt.

    Viel zu oft begegnen mir schließlich Menschen, die nur meine starke Seite annehmen und nicht damit umgehen können, dass ich, genau wie jeder Mensch, auch einmal Unterstützung und „Streicheleinheiten“ brauche. Sicherlich bin ich selbst dafür verantwortlich, dass es mir gut geht. Aber manchmal übersteigt es einfach meine Kraft, dies aus mir selber zu schaffen und dann brauche ich Unterstützung. Geben und nehmen – wenn ich dann mal nehmen müsste, weil es einfach erforderlich ist, trennt sich die Spreu vom Weizen......

    LG
    Ette