Hallo ihr alle,
heute morgen beim Laufen musste ich das erste Mal ein Sweatshirt überziehen, denn ein richtiger Sommermorgen war das nicht mehr. Nachdem gestern den ganzen Tag Regenschauer und Windböen die Bäume gezaust hatten, lag viel Laub auf den Wegen und mir wurde ein wenig bang, weil mich all die Blätter daran erinnerten, dass bald die dunkle Zeit kommt. Auch wenn vorher natürlich noch ein Farbenfeuerwerk aus all den Ästen und Zweigen aufsteigen wird, kamen mir die grauen Tage in den Sinn.
Und ein Tag im vergangenen Oktober fiel mir ein, als ich von meiner Kur zurückfuhr, voll von Energie, guten Vorsätzen und Werkzeugen, die helfen sollten, auch die schweren Tage zu meistern. Rechts und links der Straße jede Menge herbstgefärbter Bäume und strahlender Sonnenschein. Ich hatte den Eindruck, als wäre die Straße extra für mich in Gold gefasst, um mich zurück im Leben zu begrüßen und ich machte mich zuversichtlich auf den Weg. Meine Zuversicht hat zwischendurch immer einmal wieder einen Dämpfer bekommen, weil ich dachte, ich schaffe es nicht, jemals wieder zufrieden und entspannt zu leben.
Inzwischen, in der Rückschau, stelle ich fest, dass meine Straße wohl mit Gold gefasst ist, schon immer, nur glänzt es nicht immer und ich nehme es nicht sofort als Gold wahr. Alles, was mir passiert ist und jeder Mensch, der mit begegnet ist, hat mich wieder einen Schritt weitergebracht. Hat mich liebevoller werden lassen, mit mir selbst, und den Menschen um mich herum. Ich wünschte, ich könnte davon abgeben - Andere an diesem Gefühl teilhaben lassen. Aber jeder hat da seine eigene Straße, die er gehen muss, um dieses Gefühl zu finden und ich kann niemandem sagen, wo es langgeht, auch wenn ich es noch so gerne wollte.
LG
Ette